Rezensierte Publikation:
Jan Ruhkopf, Institutionalisierte Unschärfe. Ordnungskonzepte und Politisches Verwalten im Bundesvertriebenenministerium 1949–1961. 2023 Wallstein-Verlag GmbH Göttingen, 978-3-8353-5499-9, € 48,–
Anders als es bis heute seinem Ruf entspricht, war das Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte kein „Hort des territorialen Revisionismus“ (S. 17). Es war zu keinem Zeitpunkt ein bloßes Sprachrohr der Vertriebenenverbände, das gleichsam eine Restaurationspolitik unter nationalsozialistischen Vorzeichen betrieb. Stattdessen half es maßgeblich dabei mit, die Integration der Vertriebenen in die bundesdeutsche Nachkriegsgesellschaft voranzubringen und für das Flüchtlingsproblem – genauso wie für den westdeutschen Staat als gefestigte parlamentarische Demokratie – internationale Lobbyarbeit zu betreiben. Es ist somit ein anderes, differenzierteres, weniger dunkles Bild, als es viele Studien der jüngsten Aufarbeitungs- und Behördenforschung herausgearbeitet haben, das die vorliegende Studie über das Bundesvertriebenenministerium von den 1950er Jahren zeichnet.
Das Ministerium propagierte für die Vertriebenen ein Programm der Eingliederung, das nicht Assimilation meinte. Es zielte auf die vollständige Gleichstellung der Flüchtlinge und es implizierte die Anpassung sowohl der zugewanderten als auch der einheimischen Bevölkerungsteile an die veränderten Rahmenbedingungen. Dabei rückte das Ministerium nicht vollständig von jeglichem Revisionismus ab, argumentierte aber vergleichsweise vorsichtig, dass erst durch die vollständige Integration der Vertriebenen die Voraussetzung zur Rückkehr in die verlorenen Ostgebiete jenseits von Oder und Neiße geschaffen werde. Der Autor streicht überzeugend heraus, dass es sich hier um ein vielschichtiges Pazifizierungsprogramm handelte mit dem Ziel, die in der Folge des Zweiten Weltkriegs entstandenen Migrationsprobleme für den eigenen Staat zu lösen und politische Radikalisierungstendenzen zu unterbinden. Vor diesem Hintergrund stellte das Ministerium das Vertriebenenproblem konsequent als Resultat der totalitären Herrschaft des Sowjetkommunismus dar und blendete den NS-Vernichtungskrieg als langfristige Ursache systematisch aus. Besonders aufschlussreich sind hierbei die in der Studie genau untersuchten Ministeriumsbroschüren. Diese basierten auf dem zeitgenössischen Projekt des Social Engineering und visualisierten in Schaubildern und Statistiken die durch das Flüchtlingsproblem geschaffenen immensen Herausforderungen der jungen Bundesrepublik, blieben dabei aber nicht stehen, sondern verwiesen darüber hinaus auf besagtes Konzept der Eingliederung als unmittelbare politische Lösungsstrategie und utopische soziale Verheißung.
Außerdem verdeutlicht die Studie, welche wichtige Rolle das Vertriebenenministerium bei der Internationalisierung der deutschen Flüchtlingsfrage spielte, wobei es im Gegensatz zur Praxis anderer Bundesministerien mit zahlreichen nichtstaatlichen Akteuren vor allem in den USA zusammenarbeitete, die dann als Multiplikatoren gegenüber der Öffentlichkeit und der Regierung im Ausland agierten. So griff das Ministerium auf ein Maßnahmenbündel zurück, darunter Vortragsreisen seiner leitenden Beamten, die groß angelegte Verteilung seiner übersetzten Broschüren sowie die Kontaktpflege gegenüber ausländischen Kirchen und Verbänden. Letztere stellt der Autor in den Kontext einer vom Ministerium aufgebauten „internationalen Integrationslobby“ (S. 335). Diese sollte sowohl finanziell als auch ideell helfen, dass die Bundesrepublik bei der Lösung des Bevölkerungsproblems Fortschritte erzielte. Das Ministerium agierte äußerst erfolgreich dabei, die Kontakte ins Ausland auf die Bundesregierung zu konzentrieren und die Vertriebenenverbände als Konkurrenten zu marginalisieren.
Die Studie führt insgesamt vor Augen, welche anregenden und weiterführenden Ergebnisse die Behördenforschung immer noch hervorbringen kann. So gibt sie auf die Frage nach fortwirkenden Kontinuitäten eine klare und differenzierte Antwort: Die Mehrzahl des Personals – trotz einzelner wichtiger Ausnahmen in Führungspositionen – war bereits in der Zeit des Nationalsozialismus als Experten tätig gewesen, es veränderte sich im Bundesvertriebenenministerium aber der Ordnungsrahmen für ihr Wissen. Aufgrund ihrer beruflichen Prägung griffen sie also durchaus auf ältere Konzepte zurück, die vor allem aus der Zeit seit den 1920er Jahren stammten und als Grundlage der NS-Bevölkerungs- und NS-Raumordnungspolitik gedient hatten. Diese Ordnungskonzepte nutzten die Ministerialbeamten ab 1949 allerdings auf defensivere und entradikalisierte Weise mit dem zentralen Ziel, eine wissenschaftliche Basis für die Integration der Vertriebenen zu schaffen. Auf die Frage, wie so viele belastete Personen ins Bundesvertriebenenministerium gelangen konnten, gibt der Autor ebenfalls eine eindeutige Antwort: „‚Belastung‘ und fachliche Kompetenz waren zwei getrennte Kategorien samt getrennter Bewertung, obwohl deren gemeinsamer Ausgangspunkt in der Tätigkeit für das NS-Regime und dessen Herrschaftsideologie lag“ (S. 405). Dementsprechend setzte das Bundesvertriebenenministerium bei der Personalauswahl auf die berufliche Erfahrung und blendete die Belastung weitgehend aus. Auch hier argumentiert die Studie überzeugend und souverän.
© 2025 by Walter de Gruyter, Berlin/Boston
This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License.
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