Home History Sven Deppisch, Täter auf der Schulbank. Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust, Marburg, Tectum 2017, 672 S. (= Veröffentlichungen des Bayerischen Polizeimuseums, 2), EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8288‑4050‑8] Hans-Christian Harten, Die weltanschauliche Schulung der Polizei im Nationalsozialismus, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 668 S., EUR 89,00 [ISBN 978‑3‑506‑78836‑8]
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Sven Deppisch, Täter auf der Schulbank. Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust, Marburg, Tectum 2017, 672 S. (= Veröffentlichungen des Bayerischen Polizeimuseums, 2), EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8288‑4050‑8] Hans-Christian Harten, Die weltanschauliche Schulung der Polizei im Nationalsozialismus, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 668 S., EUR 89,00 [ISBN 978‑3‑506‑78836‑8]

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Published/Copyright: November 14, 2019
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Sven Deppisch, Täter auf der Schulbank. Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust, Die weltanschauliche Schulung der Polizei im Nationalsozialismus, Marburg, Paderborn, Tectum [u. a.]: Schöningh 2017 2018, 672 S. (= Veröffentlichungen des Bayerischen Polizeimuseums, 2), EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8288‑4050‑8] ■ Hans-Christian Harten, 668 S., EUR 89,00 [ISBN 978‑3‑506‑78836‑8]


Nachdem es längere Zeit eher ruhig um das Thema geblieben war, sind nun binnen eines Jahres gleich zwei voluminöse Spezialstudien zur (weltanschaulichen) Schulung innerhalb der Polizei des NS-Staates erschienen. Unter Heranziehung aller nur irgendwie infrage kommenden Quellen wird in beiden Bänden auf zusammen mehr als 1300 Seiten wirklich alles ausgebreitet, das es zu dieser Fragestellung zu sagen gibt. Erstaunlicherweise überschneiden sich die beiden Werke deutlich weniger, als man angesichts der ähnlichen Titel auf den ersten Blick vermuten könnte.

Das ungeachtet seines beträchtlichen Umfangs facettenreichere und besser lesbare Buch stammt von Sven Deppisch, der hiermit die überarbeitete Druckfassung seiner 2016 an der Ludwig-Maximilians-Universität München angenommenen Dissertation vorlegt. Sein Thema ist die gesamte Ausbildung, also nicht bloß die weltanschauliche Schulung, von Offizieren bzw. (mehrheitlich) Offiziersanwärtern der Ordnungspolizei, die während der NS-Zeit an zwei zentralen Polizeischulen in Berlin-Köpenick sowie in Fürstenfeldbruck unweit von München stattfand. Aufgrund einer höchst disparaten Quellenlage steht die bayerische Lehranstalt im Mittelpunkt der Ausführungen, während ihre Berliner Schwester nur am Rande behandelt werden konnte. Die Kriminal‑ bzw. Sicherheitspolizei geraten lediglich sporadisch zu Vergleichszwecken in den Blick. Dafür spannt der Autor einen weiten zeitlichen Bogen, indem er die Geschichte der Polizei(offiziers)ausbildung vom 19. Jahrhundert mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Weimarer Republik bis in die ersten Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg schildert und somit einen wichtigen Beitrag zur Kontinuitätsfrage leistet.

Seine Leitfrage formuliert Deppisch so: »Wie wurden die Offiziere der Ordnungspolizei ausgebildet und welchen Einfluss hatte das möglicherweise auf diese Männer, von denen sich viele an den nationalsozialistischen Massenverbrechen beteiligten?« Es geht dem Autor um jenen Prozess, mit dem das NSRegime versuchte, aus seinen grün uniformierten Staatsdienern führende »Polizeisoldaten« für den Vernichtungskrieg zu schaffen (S. 39). Methodisch wählt Deppisch mit den beiden genannten Polizeischulen und ihrer Ausbildungspraxis einen institutionellen Zugang, der allerdings »zugleich einen prozeduralen Kern besitzt« (S. 40). Die Studie beruht somit auf einem »Top-down-Ansatz, der vom übergeordneten institutionellen und normativen Komplex des Ausbildungswesens über die Polizeischule Fürstenfeldbruck als dessen Organ hin zu den einzelnen Polizisten selbst verläuft« (S. 47).

In insgesamt zehn Kapiteln breitet Deppisch eine große Themenpalette rund um die Ausbildung der Offiziere der Ordnungspolizei und deren – beweisbare oder zu vermutende – Konsequenzen aus. Schon zu Zeiten der Weimarer Republik wiesen die Lehrinhalte, teilweise aufgrund der Erfahrungen mit diversen Aufständen, Streiks und Putschversuchen zwischen 1918 und 1923, eine außergewöhnlich starke militärische Komponente auf. Geübt wurde theoretisch und praktisch der Polizeieinsatz im geschlossenen Verband und mit leichten Infanteriewaffen gegen Banden und Insurgenten vornehmlich von links. Bei dieser Sachlage verwundert nicht, dass ein erheblicher Teil des Lehrpersonals sowie der Ausbildungsvorschriften vom Heer übernommen wurde. Daran konnte das NS-Regime nahtlos anschließen, sodass sich an der Ausbildung bis etwa 1935 kaum etwas änderte.

Erst ab 1936 lancierte das nunmehrige, Reichsführer-SS Heinrich Himmler in dessen Eigenschaft als Chef der deutschen Polizei unterstellte Hauptamt Ordnungspolizei eine bis Kriegsende nicht mehr abreißende Serie neuer Dienstpläne und Vorschriften, denen allesamt keine lange Gültigkeitsdauer beschieden war. Neu hinzu trat die weltanschauliche Schulung der Offiziersanwärter, strebte Himmler doch eine Verschmelzung seiner SS mit der Polizei zu einem ideologisch gefestigten Staatsschutzkorps an. Falls den ständig wechselnden Curricula überhaupt eine langfristig wirksame Tendenz zu entnehmen ist, so bestand sie in der Herabstufung der klassischen verwaltungs‑ und strafrechtlichen Fächer zugunsten neuer Disziplinen wie der »Lebenskunde« bei Beibehaltung des militärischen Schwerpunkts, der während des Krieges noch weiter ausgebaut wurde. Schließlich galt es nun, Zug‑ und Kompanieführer heranzubilden, welche die Einheiten der Ordnungspolizei bei deren sogenanntem auswärtigen Einsatz in den besetzten Gebieten befehligen sollten. Die dort auf der Tagesordnung stehende Partisanenbekämpfung nahm im weiteren Kriegsverlauf eine immer bedeutendere Position innerhalb des Lehrplans ein.

In einem eigenen Kapitel beschreibt Deppisch, auf welche Weise Absolventen, aber auch Lehrer und Kommandanten der Schule Fürstenfeldbruck ihr Wissen in der Praxis anwandten. Anhand etlicher biografischer Skizzen werden nicht nur die Werdegänge dieser Männer sichtbar, sondern insbesondere deren reibungsloses Funktionieren in den okkupierten Gebieten, wo sie als Kompanie‑ und fallweise sogar als Bataillonsführer eine mörderische Praxis zu verantworten hatten, die sämtliche Nachkriegslegenden von der unpolitischen und sauber gebliebenen Ordnungspolizei Lügen straft. In welch bescheidenem Umfang sich diese Männer – wenn überhaupt – nach dem Krieg für ihr Tun vor Gericht verantworten mussten, wird ebenfalls breit ausgeführt.

Deppisch widersteht der Versuchung, vorrangig die weltanschauliche Schulung als Erklärung für die widerspruchslose Beteiligung der Polizisten am Holocaust und anderen Verbrechen heranzuziehen; dazu entfielen auf sie innerhalb des gesamten Curriculums viel zu wenige Stunden, die obendrein bei den Kriegslehrgängen weiter gekürzt wurden (S. 332). Stärker gewichtet der Autor pragmatische oder opportunistische Motive der Polizeioffiziere, die sich etwa darin zeigen, dass die überwiegende Mehrzahl der Männer in seinem Sample erst ab 1933 in eine oder mehrere der NS-Organisationen bzw. in die NSDAP eintrat, ohne die vermittelten ideologischen Lehrinhalte zu übernehmen (S. 480, 581). Man machte mit, um die eigene Karriere nicht zu gefährden oder sogar voranzubringen. Hinzu kam der bereits von anderen Autoren betonte Konformitätszwang innerhalb im Feindesland operierender, geschlossener Truppenkörper.

Wie bereits etliche andere Forscher vor ihm, analysiert Deppisch die Strategien der Selbstrechtfertigung der Holocaust-Direkttäter: Sie setzten vor allem in Osteuropa Juden und Partisanen gleich, unabhängig davon, ob dies zutraf (was selten der Fall war), ja ob es überhaupt eine nennenswerte Widerstandsbewegung gab: »Die Ordnungspolizei führte einen Partisanenkampf, der keine Partisanen benötigte.« Gleich danach heißt es allerdings in einem gewissen Widerspruch hierzu, die Ordnungspolizei habe massenhaft unbewaffnete jüdische Zivilisten getötet, um ihr Versagen bei der Partisanenbekämpfung zu kaschieren (S. 573). Eine solche Handlungsweise setzt allerdings das Vorhandensein einer – noch dazu erfolgreichen – Partisanenbewegung logisch voraus. Zu unscharf ist dem Rezensenten auch das Urteil, die Ausbildung an den zwei Polizeischulen habe »indirekt und partiell dazu [gedient], die Offiziersanwärter auf ihre künftige Führungsrolle beim Judenmord vorzubereiten. Insofern trainierten die Polizisten tatsächlich für den Holocaust« (S. 582). Wenig aussagekräftig ist ferner ein Allerweltsurteil wie jenes, die Absolventen der Polizeischulen seien »mehr oder minder stark von der absolvierten Ausbildung geprägt« gewesen, weshalb sie bei ihren auswärtigen Einsätzen reibungslos funktionierten (S. 591).

Deppisch warnt zugleich vor Pauschalurteilen, denn selbst im Rahmen seiner quellengesättigten Studie war es ihm nicht möglich, den Kriegseinsatz auch nur der Mehrheit der rund 2100 Schüler in Fürstenfeldbruck zwischen 1937 und 1945, von denen circa 1700 ihre Ausbildung erfolgreich beendeten, nachzuverfolgen. Fest steht für den Verfasser nur, dass weniger die weltanschauliche Schulung als vielmehr »die routinemäßig eingeübten und gewohnten polizeilichen Verhaltensmuster« bei den Polizisten die Hemmschwelle zu Massenverbrechen absenkten (S. 592). Damit bestätigt Deppisch seine Eingangsthese, wonach es Sinn macht, über die weltanschauliche Schulung hinaus die gesamte Polizeioffiziersausbildung in den Blick zu nehmen. Ein nicht geringer Teil des Unterrichtsstoffs war wohl weniger ungewöhnlich, als der Autor meint.

Deppisch beschließt seine mit leider meist viel zu kleinen Bildern illustrierte, den Kenntnisstand der Forschung erheblich erweiternde Arbeit mit dem vielleicht etwas zu drastischen, der Gefahr inflationärer Verwendung der Begriffe ausgesetzten Urteil, Fürstenfeldbruck habe als Alma Mater für »erschreckend viele Massenmörder und Kriegsverbrecher« fungiert; die Schule war »ein zentraler Täterort« des NS-Staates (S. 592). Da die Verbrechen aber nicht dort, sondern weit entfernt geschahen, steht die Mahnung Deppischs im Raum, eine nicht belegbare, direkte Kausalität zwischen Ausbildung und Massenmord im Sinne einer conditio sine qua non der Ersteren anzunehmen.

Der seit 2014 emeritierte Professor für Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin Hans-Christian Harten ist allen am Thema Schulung in SS und Polizei Interessierten bereits durch sein 2014 erschienenes Buch »Himmlers Lehrer. Die weltanschauliche Schulung in der SS 1933–1945« bestens bekannt. Die damals angekündigte Fortsetzung und Ergänzung für die Polizei der NS-Zeit liegt nunmehr vor – etwas besser lektoriert als der Vorgänger, aber ebenso weitschweifig und detailüberladen wie dieser. Im Unterschied zu Deppisch nimmt Harten die gesamte seit 1936 Himmler unterstellte Polizei ins Visier, allerdings lediglich deren weltanschauliche Schulung, wodurch sich die von Deppisch zu Recht kritisierte Blickverengung fortsetzt.

Harten kann auf einen umfassenden Rückblick auf die Polizeiausbildung seit dem 19. Jahrhundert umso eher verzichten, als es das ihn interessierende Fach Weltanschauliche Schulung erst ab dem Machtantritt der Nationalsozialisten gab, will man nicht Disziplinen wie Staatsbürgerkunde usw. als Vorläufer im weitesten Sinn gelten lassen – eine Sichtweise, der Harten in seiner Einleitung zuzuneigen scheint. In zwei großen Kapiteln behandelt der Verfasser zunächst die weltanschauliche Schulung der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS, dann jene der Ordnungspolizei. Zur Sprache kommen u. a. Ausbildungsrichtlinien, Schulungsschriften, Lehrmaterial inklusive Filme und Diaserien, Führerlehrgänge, die für Erziehung zuständigen Abteilungen in den Zentralinstanzen Reichssicherheitshauptamt und Hauptamt Ordnungspolizei sowie deren Außenstellen mitsamt dem Lehrpersonal, wobei erneut biografische Fallstudien präsentiert werden. Einige Überschneidungen mit der Studie von Deppisch, die sich in Hartens Literaturverzeichnis nicht findet, sind unvermeidlich, aber begrenzt.

Das umfangreichste dritte Kapitel umreißt die weltanschauliche Schulung im Kriegseinsatz, wobei wenig verwunderlich der Judenmord und die Partisanenbekämpfung ebenfalls eine herausgehobene Position einnehmen. Harten erläutert den angenommenen Zusammenhang zwischen ideologischer Indoktrination und nachfolgenden Verbrechen anhand einiger Fallbeispiele, in deren Vordergrund die Schulung bei einigen Polizeibataillonen steht, die von diversen Befehlshabern der Ordnungspolizei innerhalb und außerhalb des Reiches aufgestellt bzw. eingesetzt wurden (Hamburg, Rhein-Westmark, Luxemburg und Lothringen, Posen, Ostoberschlesien, Lublin, Ostland und Ukraine). Erfreulicherweise widmet sich ein eigener Abschnitt der weltanschaulichen Schulung einheimischer Polizisten in den besetzten Gebieten und der dort aufgestellten sogenannten Schutzmannschaften.

Leider ist Harten seiner schon in »Himmlers Lehrer« praktizierten Methode treu geblieben, die offenbar in größerer Zahl überlieferten Lehrpläne und Schulungsunterlagen jeweils einzeln und mit allen für die SS-Ideologie relevanten Einzelheiten wiederzugeben – selbst dann, wenn zwischen den diversen Materialien über die Jahre hinweg keine oder höchstens marginale Unterschiede festzustellen sind. So erfährt man beispielsweise unzählige Male, in welcher Intensität Hitlers »Mein Kampf« behandelt werden musste oder dass der Cheruskerfürst Arminius sowie König Heinrich I. Gegenstand des Unterrichts waren. Auch wenn hier viel Interessantes geboten wird, wäre an vielen Stellen des Buches weniger doch mehr gewesen, da stringente Zusammenfassungen der Varianten ausgereicht hätten. Schmerzlich vermisst man eine Bündelung der Resultate dieser lediglich mit einer Abbildung versehenen, abrupt endenden Studie.

Außer Streit steht, dass beide hier besprochenen Werke das vorhandene Quellenmaterial sowie die Sekundärliteratur umfassend ausgewertet haben. Gerade die Detailverliebtheit beider Autoren in Verbindung mit dem Umfang macht ihre Bücher – insbesondere jenes von Harten – passagenweise zu einer zähen Lektüre. Es ist davon auszugehen, dass eine Kombination beider Studien dem Leser sämtliche Informationen an die Hand gibt, die zum Thema Schulung der Polizei während der NS-Zeit ermittelt werden können. Nicht zu übersehen sind allerdings die unterschiedlichen Urteile beider Historiker: Während Deppisch sozusagen die Kirche im Dorf lässt und den insgesamt randständigen Stellenwert der weltanschaulichen Schulung innerhalb der gesamten Polizeioffiziersausbildung betont, vertritt Harten die These, für diese Schulung sei ein immenser Aufwand getrieben worden, um die SS-Ideologie auf die gesamte Polizei, nicht nur auf deren Führung, zu übertragen. Da Deppisch und Harten unterschiedliche Zugänge und Fragestellungen verfolgen, ist diese Divergenz der Befunde nicht verwunderlich.

Published Online: 2019-11-14
Published in Print: 2019-11-05

© 2019 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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  16. Jeremy Black, Combined Operations. A Global History of Amphibious and Airborne Warfare, Lanham, MD [u. a.]: Rowman & Littlefield 2018, XIV, 247 S., $ 35.00 [ISBN 978‑1‑4422‑7693‑2]
  17. Manfried Rauchensteiner, Unter Beobachtung. Österreich seit 1918, Wien [u. a.]: Böhlau 2017, 628 S., EUR 29,00 [ISBN 978-3-205-20500-5]
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  19. Frühe Neuzeit
  20. Herfried Münkler, Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618–1648, Berlin: Rowohlt 2017, 975 S., EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑87134‑813‑6]
  21. Menschen im Krieg. Die Oberpfalz 1618 bis 1648. Eine Ausstellung des Staatsarchivs Amberg. Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München: Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 2018, 92 S. (= Staatliche Archive Bayerns. Kleine Ausstellungen, 58), EUR 4,00 [ISBN 978‑3‑938831‑85‑4]
  22. Zeichen und Medien des Militärischen am Fürstenhof in Europa. Hrsg. von Matthias Müller und Peter-Michael Hahn, Berlin: Lukas 2017, 240 S. (= Schriften zur Residenzkultur, 10), EUR 36,00 [ISBN 978‑3‑86732‑251‑5]
  23. Marcus Warnke, Logistik und friderizianische Kriegsführung. Eine Studie zur Verteilung, Mobilisierung und Wirkmächtigkeit militärisch relevanter Ressourcen im Siebenjährigen Krieg am Beispiel des Jahres 1757, Berlin: Duncker & Humblot 2018, 696 S. (= Quellen und Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, 50), EUR 139,90 [ISBN 978‑3‑428‑15371‑8]
  24. Brian L. Davies, The Russo-Turkish War, 1768–1774. Catherine II and the Ottoman Empire, London [u. a.]: Bloomsbury 2016, X, 328 S., £ 25.99 [ISBN 978‑1‑4725‑0801‑0]
  25. 1789–1870
  26. Günter Müchler, Napoleon. Revolutionär auf dem Kaiserthron, Darmstadt: Theiss 2019, 623 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑8062‑3917‑1]
  27. Hideaki Suzuki, Slave Trade Profiteers in the Western Indian Ocean. Suppression and Resistance in the Nineteenth Century, London: Palgrave Macmillan 2017, XIII, 224 S., EUR 74,96 [ISBN 978‑3‑319‑59803‑1]
  28. Buchbesprechungen, 1871–1918
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  30. Handbuch einer transnationalen Geschichte Ostmitteleuropas, Bd 1: Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg. Hrsg. von Frank Hadler und Matthias Middell, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, 685 S. (= Transnationale Geschichte, 6), EUR 75,00 [ISBN 978‑3‑525‑30173‑9]
  31. Vor dem Sprung ins Dunkle. Die militärische Debatte über den Krieg der Zukunft 1880–1914. Hrsg. von Stig Förster, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2016, 406 S. (= Krieg in der Geschichte, 92), EUR 54,00 [ISBN 978‑3‑506‑78266‑3]
  32. Geheimdienst und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Die Aufzeichnungen von Oberst Walter Nicolai 1914 bis 1918. Im Auftrag des ZMSBw hrsg. von Michael Epkenhans [u. a.], Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, X, 667 S. (= Zeitalter der Weltkriege, 18), EUR 64,95 [ISBN 978‑3‑11‑060501‑3]
  33. Christian Th. Müller, Jenseits der Materialschlacht. Der Erste Weltkrieg als Bewegungskrieg, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, VI, 297 S., EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑77870‑3]
  34. Holger Afflerbach, Auf Messers Schneide. Wie das Deutsche Reich den Ersten Weltkrieg verlor, München: C. H. Beck 2018, 664 S., EUR 29,95 [ISBN 978‑3‑406‑71969‑1]
  35. Monika Gibas und Ulrike Krauße, Jüdische Soldaten Magdeburgs. Regionalgeschichtliche Aspekte des Ersten Weltkrieges, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag 2018, 94 S., EUR 10,00 [ISBN 978‑3‑96311‑028‑3]
  36. Das Kriegsgefangenenlager Amberg-Kümmersbruck im Ersten Weltkrieg. Begleitband zur Ausstellung in Zusammenarbeit von Staatsarchiv Amberg, Stadtarchiv Amberg, Gemeinde Kümmersbruck und Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern. Hrsg. vom Kultur-Schloss Theuern, Red.: Maria Rita Sagstetter [u. a.], Kümmersbruck: Kultur-Schloss Theuern 2017, 228 S. (= Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern – Kultur-Schloss Theuern, 56), EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑925690‑31‑0]
  37. Philosophers at the Front. Phenomenology and the First World War. Ed. by Nicolas de Warren and Thomas Vongehr, Leuven: Leuven University Press 2017, 285 S., EUR 49,50 [ISBN 978‑94‑6270‑121‑2]
  38. Sebastian Steiner, Unter Kriegsrecht. Die schweizerische Militärjustiz 1914–1921, Zürich: Chronos 2018, 472 S. (= Die Schweiz im Ersten Weltkrieg/La Suisse pendant la Première Guerre mondiale, 4), EUR 68,00 [ISBN 978‑3‑0340‑1479‑3]
  39. Ignaz Miller, 1918 – der Weg zum Frieden. Europa und das Ende des Ersten Weltkriegs, Zürich: NZZ Libro 2019, 459 S., EUR 39,00 [ISBN 978‑3‑03810‑372‑1]
  40. 1919–1945
  41. Stephen A. Smith, Revolution in Russland. Das Zarenreich in der Krise 1890–1928. Aus dem Engl. von Michael Haupt, Darmstadt: Zabern 2017, 496 S., EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8053‑5068‑6]
  42. Wolfgang Templin, Der Kampf um Polen. Die abenteuerliche Geschichte der Zweiten Polnischen Republik 1918–1939, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 254 S., EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑78757‑6]
  43. Volker Koop, Hitlers Griff nach Afrika. Kolonialpolitik im Dritten Reich, Bonn: Dietz 2018, 213 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑8012‑0538‑6]
  44. Dennis Egginger-Gonzalez, Der Rote Stoßtrupp. Eine frühe linkssozialistische Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus, Berlin: Lukas 2018, 794 S., EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86732‑274‑4]
  45. Nicholas John Williams, An »Evil Year in Exile«? The Evacuation of the Franco-German Border Areas in 1939 under Democratic and Totalitarian Conditions, Berlin: Metropol 2018, 612 S. (= Evakuierungen im Zeitalter der Weltkriege/Évacuations à l’ère des Guerres mondiales/Evacuations in the Age of World Wars, 2), EUR 39,00 [ISBN 978‑3‑86331‑368‑5]
  46. Kristian Gancer [= Christian Ganzer] [u. a.], Brest, leto 1941 g. Dokumenty, Materialy, Fotografii, Smolensk: Inbelkul’t 2017, 728 S., RUB 1355,00 [ISBN 978‑5‑00076‑037‑6]
  47. Alexander Querengässer, El Alamein 1942. Materialschlacht in Nordafrika, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, 266 S. (= Schlachten – Stationen der Weltgeschichte), EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑506‑78912‑9]
  48. Nach Stalingrad. Walther von Seydlitz’ Feldpostbriefe und Kriegsgefangenenpost 1939–1955. Hrsg. von Torsten Diedrich und Jens Ebert im Auftrag des ZMSBw, 2. überarb. Aufl., Göttingen: Wallstein 2018, 427 S., EUR 24,90 [ISBN 978-3-8353-3190-7]
  49. Thomas Karlauf, Stauffenberg. Porträt eines Attentäters, München: Blessing 2019, 367 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑89667‑411‑1]
  50. Linda von Keyserlingk-Rehbein, Nur eine »ganz kleine Clicque«? Die NS-Ermittlungen über das Netzwerk vom 20. Juli 1944, Berlin: Lukas 2018, 707 S. (= Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Reihe A: Analysen und Darstellungen, 12), EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86732‑303‑1]
  51. Jakob Knab, Ich schweige nicht. Hans Scholl und die Weiße Rose, Darmstadt: Theiss 2018, 264 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8062‑3748‑1]
  52. Sven Deppisch, Täter auf der Schulbank. Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust, Marburg, Tectum 2017, 672 S. (= Veröffentlichungen des Bayerischen Polizeimuseums, 2), EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8288‑4050‑8] Hans-Christian Harten, Die weltanschauliche Schulung der Polizei im Nationalsozialismus, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 668 S., EUR 89,00 [ISBN 978‑3‑506‑78836‑8]
  53. Klaus-Jürgen Bremm, Die Waffen-SS. Hitlers überschätzte Prätorianer, Darmstadt: Theiss 2018, 362 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8062‑3793‑1]
  54. Falk Breuer und Walter Waiss, Heinrich Sannemann. Ein Jagdfliegerleben in Berichten, Dokumenten, Fotos, Aachen: Helios 2018, 248 S., EUR 39,80 [ISBN 978‑3‑86933‑218‑5]
  55. Christian König und Axel Kleckers, Das große Bordflugzeug. Arado AR 95 und Heinkel He 114, Aachen: Helios 2018, 148 S., EUR 34,50 [ISBN 978‑3‑86933‑215‑4]
  56. The 10 Cent War. Comic Books, Propaganda, and World War II. Ed. by Trischa Goodnow and James J. Kimble, Jackson, MS: University Press of Mississippi 2017, IX, 256 S., $ 30.00 [ISBN 978‑1‑4968‑1848‑5]
  57. Nach 1945
  58. Victor Mauer, Brückenbauer. Großbritannien, die deutsche Frage und die Blockade Berlins 1948–1949, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, 573 S. (= Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London/Publications of the German Historical Institute London, 80), EUR 69,95 [ISBN 978‑3‑11‑058442‑4]
  59. Philipp Gassert, Bewegte Gesellschaft. Deutsche Protestgeschichte seit 1945, Stuttgart: Kohlhammer 2018, 308 S. (= Zeitgeschichte aktuell), EUR 25,00 [ISBN 978‑3‑17‑029270‑3]
  60. Jost Dülffer, Geheimdienst in der Krise. Der BND in den 1960er-Jahren, Berlin: Ch. Links 2018, 672 S. (= Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968, 8), EUR 50,00 [ISBN 978‑3‑96289‑005‑6]
  61. Florian Reichenberger, Der gedachte Krieg. Vom Wandel der Kriegsbilder in der militärischen Führung der Bundeswehr im Zeitalter des Ost-West-Konflikts, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, XI, 498 S. (= Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland, 13), EUR 49,95 [ISBN 978‑3‑11‑046260‑9]
  62. Rüdiger Wenzke, Wo stehen unsere Truppen? NVA und Bundeswehr in der ČSSR-Krise 1968, Berlin: Ch. Links 2018, VIII, 595 S. (= Militärgeschichte der DDR, 26), EUR 55,00 [ISBN 978‑3‑96289‑026‑1]
  63. DDR-Spionage. Von Albanien bis Grossbritannien. Hrsg. von Helmut Müller-Enbergs und Thomas Wegener Friis, Frankfurt a. M.: Verlag für Polizeiwissenschaft 2018, 320 S. (= Analysen zu Sicherheitsfragen, 6), EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86676‑535‑1]
  64. Siegfried Lautsch, Grundzüge des operativen Denkens in der NATO. Ein zeitgeschichtlicher Rückblick auf die 1980er-Jahre und Ausblick, 2., erw. Aufl., Berlin: Miles 2018, 327 S., EUR 24,80 [ISBN 978‑3‑945861‑58‑5]
  65. Tobias Wunschik, Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014, 363 S. (= Analysen und Dokumente, 37), EUR 29,99, [ISBN 978‑3‑525‑35080‑5]
  66. Tradition in der Bundeswehr. Zum Erbe des deutschen Soldaten und zur Umsetzung des neuen Traditionserlasses. Hrsg. von Donald Abenheim und Uwe Hartmann, Berlin: Miles 2018, 312 S., EUR 29,80 [ISBN 978‑3‑945861‑75‑2]
  67. Paweł Machcewicz, Der umkämpfte Krieg. Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig. Entstehung und Streit. Aus dem Poln. übers. von Peter Oliver Loew, Wiesbaden: Harrassowitz 2018, XII, 253 S. (= Polnische Profile, 5), EUR 22,90 [ISBN 978‑3‑447‑11035‑8]
  68. Expeditionary Police Advising and Militarization. Building Security in a Fractured World. Ed. by Donald Stoker and Edward B. Westermann, Solihull: Helion 2018, XI, 347 S. (= Military History Series, 3), £ 35.00 [ISBN 978‑1‑911512‑86‑8]
  69. Andreas Herberg-Rothe and Key-young Son, Order Wars and Floating Balance. How the Rising Powers Are Reshaping Our Worldview in the Twenty-First Century, London, New York: Routledge 2018, XVI, 238 S. (= Routledge Advances in International Relations and Global Politics, 133), £ 105.00 [ISBN 978‑1‑138-05710‑4]
  70. Special Operations Forces in the 21st Century. Perspectives from the Social Sciences. Ed. by Jessica Glicken Turnley, Kobi Michael and Eyal Ben-Ari, London, New York: Routledge 2018, XIV, 312 S. (= Cass Military Studies), £ 105.00 [ISBN 978‑1‑138‑63262‑2]
  71. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  72. Gesamtinhaltsverzeichnis 2019
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