Home History Sebastian Steiner, Unter Kriegsrecht. Die schweizerische Militärjustiz 1914–1921, Zürich: Chronos 2018, 472 S. (= Die Schweiz im Ersten Weltkrieg/La Suisse pendant la Première Guerre mondiale, 4), EUR 68,00 [ISBN 978‑3‑0340‑1479‑3]
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Sebastian Steiner, Unter Kriegsrecht. Die schweizerische Militärjustiz 1914–1921, Zürich: Chronos 2018, 472 S. (= Die Schweiz im Ersten Weltkrieg/La Suisse pendant la Première Guerre mondiale, 4), EUR 68,00 [ISBN 978‑3‑0340‑1479‑3]

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Published/Copyright: November 14, 2019
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Sebastian Steiner, Unter Kriegsrecht. Die schweizerische Militärjustiz 1914–1921, Zürich: Chronos 2018, 472 S. (= Die Schweiz im Ersten Weltkrieg/La Suisse pendant la Première Guerre mondiale, 4), EUR 68,00 [ISBN 978‑3‑0340‑1479‑3]


Die neutrale Schweiz wurde vom Ersten Weltkrieg nicht direkt erfasst, war aber dennoch in vielfältiger Hinsicht – wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch und kulturell – von ihm betroffen. Viele Aspekte davon sind erst im Gefolge einer Forschungskonjunktur anlässlich des Zentenariums vertiefter untersucht worden. Dazu gehört die Rolle der Militärjustiz. Diesem Thema widmet sich das anzuzeigende Buch, das im Rahmen eines größeren Forschungsverbunds zur Schweiz im Ersten Weltkrieg entstanden ist und auf einer 2017 von der Universität Bern angenommenen Dissertation beruht.

Die Studie gliedert sich in vier Hauptteile. Zunächst skizziert der Verfasser die Konzeption der schweizerischen Militärjustiz vor dem Ersten Weltkrieg. Das Militärstrafgesetzbuch von 1851 galt allgemein als veraltet. Es war stark auf den Kriegsdienst ausgerichtet und setzte auf das Abschreckungspotenzial hoher Strafen, definierte aber gewisse Tatbestände (so die Dienstverweigerung, die in den Jahren 1914 bis 1920 mit 1862 Verurteilungen zu einem zentralen Thema der Militärjustiz wurde) nur mangelhaft und klammerte den Bereich der Spionage völlig aus. Demgegenüber galt das Militärstrafprozessrecht von 1889 als einigermaßen modern. Im Jahre 1912 machte der Zürcher Rechtsprofessor Max Huber weitgehende Reformvorschläge, in denen er die Verschiebung des Schwerpunkts von der zivilen zur militärischen Gerichtsbarkeit im Kriegsfall antizipierte und mehrere neue Straftatbestände vorschlug. Auch forderte der liberalkonservative Jurist im Falle von Krieg oder Kriegsgefahr eine weitgehende Einschränkung der Freiheitsrechte, weil er einen Generalstreik befürchtete. Darauf basierende Gesetzesentwürfe des deutschlandfreundlichen Verteidigungsministers Arthur Hoffmann gab es seit Frühling 1913, sie wurden aber dem Parlament nicht vorgelegt, sondern sollten erst bei einem eventuellen Kriegsausbruch implementiert werden.

Der zweite Hauptteil befasst sich mit der Phase vom Kriegsausbruch bis Ende 1915. Hubers Vorbereitungen ermöglichten im Sommer 1914 eine rasche Expansion der Militärjustiz zur zentralisierten eidgenössischen Disziplinierungsinstanz. Bei Kriegsausbruch übertrug das Parlament der Regierung alle gesetzgeberischen und finanziellen Kompetenzen (ein sogenanntes Vollmachtenregime), womit nun Hubers Entwürfe unter Umgehung des Parlaments auf dem Verordnungsweg in Kraft gesetzt werden konnten. In der Folge verschob sich das Machtverhältnis zugunsten der Militärgewalt, die zunehmend auch Zivilpersonen erfasste, und die Zahl der militärischen Strafverfahren nahm massiv zu. Zahlreiche Verordnungen schufen neue Straftatbestände, sodass die Rechtslage bereits Ende 1914 sehr unübersichtlich geworden war. Die Militärgerichte waren dabei analog zum Offizierkorps der Schweizer Armee »bürgerliche Orte«. Den zeitgenössischen Vorwurf der »Klassenjustiz« relativiert der Verfasser aber dahingehend, dass die durchwegs dem Bürgertum entstammenden Untersuchungsrichter und Auditoren (Staatsanwälte der Militärjustiz) bei der Wahrnehmung individueller Handlungsspielräume nur teilweise von ihrer Schichtzugehörigkeit beeinflusst waren. Hingegen weist er darauf hin, dass der deutschlandfreundliche Oberbefehlshaber der Schweizer Armee, General Ulrich Wille, einerseits Praktiken drakonischer disziplinarischer Bestrafung von Soldaten mit harter Arbeit und Drillübungen seitens Oberst Emil Sondereggers, eines späteren Faschistenführers, deckte und andererseits in Fällen verurteilter Offiziere immer wieder von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch machte und auch direkt zugunsten von Offizieren in die militärische Rechtsprechung eingriff, unter anderem im Fall eines Oberleutnants, der eines sexuellen Übergriffs auf ein 14-jähriges Mädchen bezichtigt wurde.

Der dritte Teil zeigt eine »Rekalibrierung« der Militärjustiz in den Jahren 1916 und 1917. Die Expansion der Militärjustiz hatte auch deren politische Bedeutung gesteigert. Mehrere sozialdemokratische Journalisten und Funktionäre wurden wegen armeekritischer Äußerungen zu teils hohen Haftstrafen verurteilt. Dies war politisch besonders brisant, da noch 1903 das sogenannte Maulkrattengesetz, das öffentliche Armeekritik von Zivilpersonen unter Strafe stellen wollte, in einer Referendumsabstimmung von fast 70 Prozent der Stimmenden abgelehnt worden war. Die Militärjustiz kam so bereits ab 1915 innenpolitisch unter Druck, zunächst vor allem von sozialdemokratischer Seite, im Gefolge einer Spionageaffäre ab Ende 1915 dann auch von französischsprachigen bürgerlichen Politikern. Im Frühjahr 1916 lancierte die Sozialdemokratische Partei eine Volksinitiative zur Abschaffung der Militärjustiz, die im August 1916 eingereicht wurde. Unter dem Druck dieses Begehrens zog sich die Militärjustiz im Frühjahr 1916 vorübergehend aus manchen zivilen Bereichen zurück und leitete die Regierung die Reform des Militärstrafgesetzbuches ein. Zugleich wurden umfangreiche Änderungen im Strafvollzug umgesetzt. Dazu zählten die bedingte Begnadigung und der militärische Strafvollzug mit täglichen Drillübungen anstelle langer Haftstrafen in zivilen Gefängnissen.

Im letzten Hauptteil analysiert der Verfasser die Repolitisierung des Militärjustizsystems in der sozialen und politischen Krise des letzten Kriegsjahres und bis in die frühen 1920er Jahre. Angesichts von Demonstrationen, Unruhen und Tumulten in verschiedenen Schweizer Städten in den Jahren 1916 und 1917 im Gefolge der Zuspitzung der Versorgungskrise und nach dem Schock der bolschewistischen Revolution in Russland ließ die Regierung eine geheime Verordnung für den Fall eines Ausbruchs innerer Unruhen oder eines Generalstreiks vorbereiten, die unter anderem die Bestimmungen beinhaltete, die 1903 vom Stimmvolk massiv abgelehnt worden waren. Die Verordnung, die das Streikrecht aushöhlte, die Aufforderung zur Dienstverweigerung unter Strafe stellte und die Meinungsäußerungsfreiheit einschränkte, wurde am 11. November 1918 beim Ausbruch des Landesstreiks in Kraft gesetzt. Auf dieser Basis wurde die Militärjustiz nach Streikabbruch in die juristische Aufarbeitung des Landesstreiks involviert, wobei die Gerichte allerdings teilweise die Anwendbarkeit der im letzten Moment erlassenen und vielen Protagonisten nicht bekannten Landesstreikverordnung anzweifelten.

Obwohl sich das Divisionsgericht III zunächst für nicht zuständig erklärte, musste es im Frühjahr 1919 den Landesstreikhauptprozess gegen 21 Mitglieder der Streikleitung durchführen. Gegenstand des Prozesses war nicht der Generalstreik an sich, sondern die Streikproklamation. Das Gericht verurteilte drei Angeklagte zu je sechs Monaten und einen zu vier Wochen Gefängnis. Die restlichen Angeklagten wurden freigesprochen. Damit hielt das Gericht politischem Druck von rechts stand, der drakonische Strafen für die Häupter der Schweizer Arbeiterbewegung gefordert hatte, denen fälschlicherweise eine revolutionäre Konspiration mit den russischen Bolschewisten unterstellt wurde.

Daneben gab es eine Prozesslawine gegen weitere Beteiligte, bei der 223 Personen angeklagt und 135 verurteilt wurden. Bezüglich der Deliktstruktur weist der Verfasser auf den Umstand hin, dass der größte Teil der Verurteilungen aufgrund von Aufforderungen zur Arbeitsniederlegung oder Dienstverweigerung erfolgte, hingegen nur in wenigen Fällen wegen Gewalttaten, darunter lediglich zweimal wegen Körperverletzung. Damit bestätigt sich, dass während des Landesstreiks Streikende und Demonstranten beinahe keine Gewalttaten verübten.

Die Initiative zur Abschaffung der Militärjustiz gelangte erst 1921 zur Abstimmung und wurde mit Zweidrittelmehrheit abgelehnt. Im Abstimmungskampf wurde das Begehren als militärfeindlich hingestellt. Kurz nach der Abstimmung nahmen Regierung und Parlament die Reform des Militärstrafgesetzes in die Hand, bei der die Anliegen der Sozialdemokratie freilich wenig Berücksichtigung fanden.

Insgesamt hat der Verfasser eine gut strukturierte, quellengesättigte, detailreiche und scharfsinnig argumentierende Arbeit vorgelegt, die das zeitgenössisch hochbrisante Thema der schweizerischen Militärjustiz im Ersten Weltkrieg und der Landesstreikzeit erstmals umfassend analysiert. Die ganz wenigen Ungenauigkeiten – begriffliche Verwechslung von christlich-sozialer und religiös-sozialer Bewegung (S. 241) und falsche Datierung des Zürcher Bankstreiks vom Oktober 1918 (S. 278) – fallen demgegenüber nicht ins Gewicht. Zu Recht ist Sebastian Steiners Studie mit dem Berner Institutspreis für die beste eingereichte Dissertation ihres Jahrgangs ausgezeichnet worden.

Published Online: 2019-11-14
Published in Print: 2019-11-05

© 2019 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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  1. Frontmatter
  2. Frontmatter
  3. Editorial
  4. Nachruf
  5. Aufsatz
  6. Zur Lage der Zivilbewohner in Festungsstädten beim Kriegsausbruch 1914: Kommunale Vorsorge für den Unterhalt und behördliche Zwangsmaßnahmen
  7. Lebenswelten und Deutungszusammen-hänge im modernen Massenkrieg
  8. Propagandisten des k.u.k. Vielvölkerreiches: Österreichisch-ungarische Soldaten im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges
  9. Nachrichten aus der Forschung
  10. »Sowjetische Kriegsgefangene. Widerstand. Kollaboration. Erinnerung«
  11. »Blicke auf die Revolution 1918/19«
  12. »Comparing Militaries in the Long 19th Century«
  13. »Gewalt und Heldentum«
  14. Buchbesprechungen Allgemeines
  15. Gewaltgemeinschaften in der Geschichte. Entstehung, Kohäsionskraft und Zerfall. Hrsg. von Winfried Speitkamp, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, 276 S., EUR 60,00 [ISBN 978‑3‑525‑30116‑6]
  16. Jeremy Black, Combined Operations. A Global History of Amphibious and Airborne Warfare, Lanham, MD [u. a.]: Rowman & Littlefield 2018, XIV, 247 S., $ 35.00 [ISBN 978‑1‑4422‑7693‑2]
  17. Manfried Rauchensteiner, Unter Beobachtung. Österreich seit 1918, Wien [u. a.]: Böhlau 2017, 628 S., EUR 29,00 [ISBN 978-3-205-20500-5]
  18. Friederike Neumann, Schreiben im Geschichtsstudium, Opladen, Toronto: Budrich Verlag 2018, 111 S. (= utb. Schreiben im Studium, 5), EUR 12,99 [ISBN 978‑3‑8252‑4843‑7]
  19. Frühe Neuzeit
  20. Herfried Münkler, Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618–1648, Berlin: Rowohlt 2017, 975 S., EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑87134‑813‑6]
  21. Menschen im Krieg. Die Oberpfalz 1618 bis 1648. Eine Ausstellung des Staatsarchivs Amberg. Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München: Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 2018, 92 S. (= Staatliche Archive Bayerns. Kleine Ausstellungen, 58), EUR 4,00 [ISBN 978‑3‑938831‑85‑4]
  22. Zeichen und Medien des Militärischen am Fürstenhof in Europa. Hrsg. von Matthias Müller und Peter-Michael Hahn, Berlin: Lukas 2017, 240 S. (= Schriften zur Residenzkultur, 10), EUR 36,00 [ISBN 978‑3‑86732‑251‑5]
  23. Marcus Warnke, Logistik und friderizianische Kriegsführung. Eine Studie zur Verteilung, Mobilisierung und Wirkmächtigkeit militärisch relevanter Ressourcen im Siebenjährigen Krieg am Beispiel des Jahres 1757, Berlin: Duncker & Humblot 2018, 696 S. (= Quellen und Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, 50), EUR 139,90 [ISBN 978‑3‑428‑15371‑8]
  24. Brian L. Davies, The Russo-Turkish War, 1768–1774. Catherine II and the Ottoman Empire, London [u. a.]: Bloomsbury 2016, X, 328 S., £ 25.99 [ISBN 978‑1‑4725‑0801‑0]
  25. 1789–1870
  26. Günter Müchler, Napoleon. Revolutionär auf dem Kaiserthron, Darmstadt: Theiss 2019, 623 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑8062‑3917‑1]
  27. Hideaki Suzuki, Slave Trade Profiteers in the Western Indian Ocean. Suppression and Resistance in the Nineteenth Century, London: Palgrave Macmillan 2017, XIII, 224 S., EUR 74,96 [ISBN 978‑3‑319‑59803‑1]
  28. Buchbesprechungen, 1871–1918
  29. Matthias Häussler, Der Genozid an den Herero. Krieg, Emotion und extreme Gewalt in »Deutsch-Südwestafrika«, Weilerswist: Velbrück 2018, 348 S., EUR 38,90 [ISBN 978‑3‑95832‑164‑9]
  30. Handbuch einer transnationalen Geschichte Ostmitteleuropas, Bd 1: Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg. Hrsg. von Frank Hadler und Matthias Middell, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, 685 S. (= Transnationale Geschichte, 6), EUR 75,00 [ISBN 978‑3‑525‑30173‑9]
  31. Vor dem Sprung ins Dunkle. Die militärische Debatte über den Krieg der Zukunft 1880–1914. Hrsg. von Stig Förster, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2016, 406 S. (= Krieg in der Geschichte, 92), EUR 54,00 [ISBN 978‑3‑506‑78266‑3]
  32. Geheimdienst und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Die Aufzeichnungen von Oberst Walter Nicolai 1914 bis 1918. Im Auftrag des ZMSBw hrsg. von Michael Epkenhans [u. a.], Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, X, 667 S. (= Zeitalter der Weltkriege, 18), EUR 64,95 [ISBN 978‑3‑11‑060501‑3]
  33. Christian Th. Müller, Jenseits der Materialschlacht. Der Erste Weltkrieg als Bewegungskrieg, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, VI, 297 S., EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑77870‑3]
  34. Holger Afflerbach, Auf Messers Schneide. Wie das Deutsche Reich den Ersten Weltkrieg verlor, München: C. H. Beck 2018, 664 S., EUR 29,95 [ISBN 978‑3‑406‑71969‑1]
  35. Monika Gibas und Ulrike Krauße, Jüdische Soldaten Magdeburgs. Regionalgeschichtliche Aspekte des Ersten Weltkrieges, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag 2018, 94 S., EUR 10,00 [ISBN 978‑3‑96311‑028‑3]
  36. Das Kriegsgefangenenlager Amberg-Kümmersbruck im Ersten Weltkrieg. Begleitband zur Ausstellung in Zusammenarbeit von Staatsarchiv Amberg, Stadtarchiv Amberg, Gemeinde Kümmersbruck und Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern. Hrsg. vom Kultur-Schloss Theuern, Red.: Maria Rita Sagstetter [u. a.], Kümmersbruck: Kultur-Schloss Theuern 2017, 228 S. (= Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern – Kultur-Schloss Theuern, 56), EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑925690‑31‑0]
  37. Philosophers at the Front. Phenomenology and the First World War. Ed. by Nicolas de Warren and Thomas Vongehr, Leuven: Leuven University Press 2017, 285 S., EUR 49,50 [ISBN 978‑94‑6270‑121‑2]
  38. Sebastian Steiner, Unter Kriegsrecht. Die schweizerische Militärjustiz 1914–1921, Zürich: Chronos 2018, 472 S. (= Die Schweiz im Ersten Weltkrieg/La Suisse pendant la Première Guerre mondiale, 4), EUR 68,00 [ISBN 978‑3‑0340‑1479‑3]
  39. Ignaz Miller, 1918 – der Weg zum Frieden. Europa und das Ende des Ersten Weltkriegs, Zürich: NZZ Libro 2019, 459 S., EUR 39,00 [ISBN 978‑3‑03810‑372‑1]
  40. 1919–1945
  41. Stephen A. Smith, Revolution in Russland. Das Zarenreich in der Krise 1890–1928. Aus dem Engl. von Michael Haupt, Darmstadt: Zabern 2017, 496 S., EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8053‑5068‑6]
  42. Wolfgang Templin, Der Kampf um Polen. Die abenteuerliche Geschichte der Zweiten Polnischen Republik 1918–1939, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 254 S., EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑78757‑6]
  43. Volker Koop, Hitlers Griff nach Afrika. Kolonialpolitik im Dritten Reich, Bonn: Dietz 2018, 213 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑8012‑0538‑6]
  44. Dennis Egginger-Gonzalez, Der Rote Stoßtrupp. Eine frühe linkssozialistische Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus, Berlin: Lukas 2018, 794 S., EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86732‑274‑4]
  45. Nicholas John Williams, An »Evil Year in Exile«? The Evacuation of the Franco-German Border Areas in 1939 under Democratic and Totalitarian Conditions, Berlin: Metropol 2018, 612 S. (= Evakuierungen im Zeitalter der Weltkriege/Évacuations à l’ère des Guerres mondiales/Evacuations in the Age of World Wars, 2), EUR 39,00 [ISBN 978‑3‑86331‑368‑5]
  46. Kristian Gancer [= Christian Ganzer] [u. a.], Brest, leto 1941 g. Dokumenty, Materialy, Fotografii, Smolensk: Inbelkul’t 2017, 728 S., RUB 1355,00 [ISBN 978‑5‑00076‑037‑6]
  47. Alexander Querengässer, El Alamein 1942. Materialschlacht in Nordafrika, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, 266 S. (= Schlachten – Stationen der Weltgeschichte), EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑506‑78912‑9]
  48. Nach Stalingrad. Walther von Seydlitz’ Feldpostbriefe und Kriegsgefangenenpost 1939–1955. Hrsg. von Torsten Diedrich und Jens Ebert im Auftrag des ZMSBw, 2. überarb. Aufl., Göttingen: Wallstein 2018, 427 S., EUR 24,90 [ISBN 978-3-8353-3190-7]
  49. Thomas Karlauf, Stauffenberg. Porträt eines Attentäters, München: Blessing 2019, 367 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑89667‑411‑1]
  50. Linda von Keyserlingk-Rehbein, Nur eine »ganz kleine Clicque«? Die NS-Ermittlungen über das Netzwerk vom 20. Juli 1944, Berlin: Lukas 2018, 707 S. (= Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Reihe A: Analysen und Darstellungen, 12), EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86732‑303‑1]
  51. Jakob Knab, Ich schweige nicht. Hans Scholl und die Weiße Rose, Darmstadt: Theiss 2018, 264 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8062‑3748‑1]
  52. Sven Deppisch, Täter auf der Schulbank. Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust, Marburg, Tectum 2017, 672 S. (= Veröffentlichungen des Bayerischen Polizeimuseums, 2), EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8288‑4050‑8] Hans-Christian Harten, Die weltanschauliche Schulung der Polizei im Nationalsozialismus, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 668 S., EUR 89,00 [ISBN 978‑3‑506‑78836‑8]
  53. Klaus-Jürgen Bremm, Die Waffen-SS. Hitlers überschätzte Prätorianer, Darmstadt: Theiss 2018, 362 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8062‑3793‑1]
  54. Falk Breuer und Walter Waiss, Heinrich Sannemann. Ein Jagdfliegerleben in Berichten, Dokumenten, Fotos, Aachen: Helios 2018, 248 S., EUR 39,80 [ISBN 978‑3‑86933‑218‑5]
  55. Christian König und Axel Kleckers, Das große Bordflugzeug. Arado AR 95 und Heinkel He 114, Aachen: Helios 2018, 148 S., EUR 34,50 [ISBN 978‑3‑86933‑215‑4]
  56. The 10 Cent War. Comic Books, Propaganda, and World War II. Ed. by Trischa Goodnow and James J. Kimble, Jackson, MS: University Press of Mississippi 2017, IX, 256 S., $ 30.00 [ISBN 978‑1‑4968‑1848‑5]
  57. Nach 1945
  58. Victor Mauer, Brückenbauer. Großbritannien, die deutsche Frage und die Blockade Berlins 1948–1949, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, 573 S. (= Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London/Publications of the German Historical Institute London, 80), EUR 69,95 [ISBN 978‑3‑11‑058442‑4]
  59. Philipp Gassert, Bewegte Gesellschaft. Deutsche Protestgeschichte seit 1945, Stuttgart: Kohlhammer 2018, 308 S. (= Zeitgeschichte aktuell), EUR 25,00 [ISBN 978‑3‑17‑029270‑3]
  60. Jost Dülffer, Geheimdienst in der Krise. Der BND in den 1960er-Jahren, Berlin: Ch. Links 2018, 672 S. (= Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968, 8), EUR 50,00 [ISBN 978‑3‑96289‑005‑6]
  61. Florian Reichenberger, Der gedachte Krieg. Vom Wandel der Kriegsbilder in der militärischen Führung der Bundeswehr im Zeitalter des Ost-West-Konflikts, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, XI, 498 S. (= Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland, 13), EUR 49,95 [ISBN 978‑3‑11‑046260‑9]
  62. Rüdiger Wenzke, Wo stehen unsere Truppen? NVA und Bundeswehr in der ČSSR-Krise 1968, Berlin: Ch. Links 2018, VIII, 595 S. (= Militärgeschichte der DDR, 26), EUR 55,00 [ISBN 978‑3‑96289‑026‑1]
  63. DDR-Spionage. Von Albanien bis Grossbritannien. Hrsg. von Helmut Müller-Enbergs und Thomas Wegener Friis, Frankfurt a. M.: Verlag für Polizeiwissenschaft 2018, 320 S. (= Analysen zu Sicherheitsfragen, 6), EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86676‑535‑1]
  64. Siegfried Lautsch, Grundzüge des operativen Denkens in der NATO. Ein zeitgeschichtlicher Rückblick auf die 1980er-Jahre und Ausblick, 2., erw. Aufl., Berlin: Miles 2018, 327 S., EUR 24,80 [ISBN 978‑3‑945861‑58‑5]
  65. Tobias Wunschik, Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014, 363 S. (= Analysen und Dokumente, 37), EUR 29,99, [ISBN 978‑3‑525‑35080‑5]
  66. Tradition in der Bundeswehr. Zum Erbe des deutschen Soldaten und zur Umsetzung des neuen Traditionserlasses. Hrsg. von Donald Abenheim und Uwe Hartmann, Berlin: Miles 2018, 312 S., EUR 29,80 [ISBN 978‑3‑945861‑75‑2]
  67. Paweł Machcewicz, Der umkämpfte Krieg. Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig. Entstehung und Streit. Aus dem Poln. übers. von Peter Oliver Loew, Wiesbaden: Harrassowitz 2018, XII, 253 S. (= Polnische Profile, 5), EUR 22,90 [ISBN 978‑3‑447‑11035‑8]
  68. Expeditionary Police Advising and Militarization. Building Security in a Fractured World. Ed. by Donald Stoker and Edward B. Westermann, Solihull: Helion 2018, XI, 347 S. (= Military History Series, 3), £ 35.00 [ISBN 978‑1‑911512‑86‑8]
  69. Andreas Herberg-Rothe and Key-young Son, Order Wars and Floating Balance. How the Rising Powers Are Reshaping Our Worldview in the Twenty-First Century, London, New York: Routledge 2018, XVI, 238 S. (= Routledge Advances in International Relations and Global Politics, 133), £ 105.00 [ISBN 978‑1‑138-05710‑4]
  70. Special Operations Forces in the 21st Century. Perspectives from the Social Sciences. Ed. by Jessica Glicken Turnley, Kobi Michael and Eyal Ben-Ari, London, New York: Routledge 2018, XIV, 312 S. (= Cass Military Studies), £ 105.00 [ISBN 978‑1‑138‑63262‑2]
  71. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  72. Gesamtinhaltsverzeichnis 2019
Downloaded on 25.1.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/mgzs-2019-0095/html
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