»Comparing Militaries in the Long 19th Century«
Militärische Vergleiche spielten in vielen politischen und militärischen Kontexten des späten 19. Jahrhunderts eine zentrale Rolle. In der Literatur ist dies oft beschrieben worden. Allerdings wurde bislang kaum untersucht, welche Formen, Funktionen und Folgen das militärische Beobachten und Vergleichen hatten. Wie und weshalb beobachteten und verglichen Militärs? Wie wirkten militärische Vergleiche und welche Dynamiken waren damit verbunden? Der internationale Workshop präsentierte einige überraschende Antworten auf diese Fragen.
Die erste Sektion beschäftigte sich mit der interkulturellen Dimension des militärischen Vergleichens im Kontext von Imperien und Kolonialismus und diskutierte in diesem Zusammenhang zudem, wie die Forschung selbst den Vergleich als Methode nutzt. Emmanuel Sobseh (Bamenda, Kamerun) analysierte die Rolle von militärischer Beobachtung und Vergleich in Kamerun in der Zeit von 1884 bis 1961. Als deutsche, französische und britische Kolonie in aufeinanderfolgenden Phasen bietet Kamerun einen Fall, in dem unterschiedliche Akteurskonstellationen verschiedene Arten des Beobachtens und Vergleichens anstellten. So beobachteten sich einerseits Kolonialmächte und Indigene, andererseits Kolonialmächte untereinander. Sobseh argumentierte, dass die Vielfalt dieser Beobachtungen, die vor allem der strategischen Planung dienten, das koloniale Kamerun zu einem »Labor« moderner Militärvergleiche gemacht habe. Viele der militärischen Strukturen, die daraus hervorgingen, waren nicht nur Gegenstand synchroner Beobachtungen, sondern überdauerten die politischen Umbrüche in der Geschichte Kameruns. Bis heute, so Sobseh, sei die militärische Entwicklung und Ausrichtung Kameruns in vielen Aspekten von den wechselnden Einflüssen der kolonialen Vergangenheit geprägt.
Bernd Lemke (Potsdam) lenkte die Aufmerksamkeit auf die Frage, wie die jüngere Historiographie von Imperien, Genoziden und Kolonialkriegen für die Zeit zwischen 1860 und 1945 den Vergleich als geschichtswissenschaftliche Methode angewandt hat. Seit der Kritik an Fallstudienvergleichen von Seiten der transnationalen Geschichtsschreibung, so argumentierte er, habe sich die Einsicht durchgesetzt, dass Komparatistik und Interdependenzanalyse nicht per se in einem Widerspruch zueinander stünden, sondern sich sinnvoll ergänzen könnten. Gerade in den Überschneidungsbereichen zwischen Militärgeschichte einerseits und Imperien- bzw. Genozidforschung andererseits zeigten sich die Potenziale des Vergleichens. Zwei vorherrschende Formen vergleichender Forschungsdesigns seien in diesem Rahmen zu identifizieren. Während Vergleiche der »Logik« imperialer Herrschaft oder genozidaler Gewalt transepochal und auf einer hohen Abstraktionsebene angelegt sind, konzentrieren sich synchrone Vergleiche auf Fallstudien in der gleichen Epoche und legen mehr Wert auf Quellennähe. Besonders für letztere wies Lemke auf die Ambivalenz des Vergleichs als geschichtswissenschaftlicher Methode hin: Einerseits sei es wichtig, die Fallbeispiele zu kontextualisieren, um ein historisches Phänomen in seinen unterschiedlichen Auswirkungen legitim und fundiert vergleichen zu können; andererseits, so gab Lemke zu bedenken, unterminierten zu viele Details jede Vergleichbarkeit. Die nachfolgenden Vorträge zeigten, dass historische Akteure unterschiedlicher Provenienz diesen Gegensatz immer wieder zur Erreichung ihrer politischen Ziele zu nutzen wussten.
Die zweite Sektion ging der Frage nach, wie sich militärisches Lernen zu Dynamiken von Konkurrenz und Kooperation verhielt. In seinem Vortrag untersuchte Jacopo Lorenzini (Neapel) die Rolle von Militärvergleichen in den Berichten französischer Militärattachés in Rom zwischen 1870 und 1915. Die Attachés operierten innerhalb etablierter offizieller und inoffizieller Netzwerke. Als Angehörige einer transnationalen Elite verkehrten sie am königlichen Hof, in Clubs und Versammlungen der lokalen Aristokratie. Sie pflegten enge Kontakte zu ihren Pendants im italienischen Militär, zu Angehörigen diplomatischer Haushalte und anderen Informanten. Die transnationale Militärkultur animierte sie, das Vergleichen als essentiellen Aspekt ihrer militärischen Informationsgewinnung, professionellen Beobachtungen und Analysen zu betrachten. Gleichzeitig hatte es eine wichtige Funktion für die Selbstbeobachtung und Selbstrepräsentation der Attachés. Im Vergleich mit anderer nationalen Militärkulturen wurde das eigene Militär nach dem Trauma von 1870/71 aufgewertet. Allerdings, so betonte Lorenzini, führten die persönlichen Beziehungen nicht selten dazu, dass Attachés das fremde Militär positiver bewerteten, als es tatsächlich war. Die lange Zeit im Ausland konnte sich in Affinitäten für die Gastgeber niederschlagen, was die Auswahl der Kriterien und die Deutung der in den Berichten angestellten Vergleiche direkt beeinflusste.
Niko Rohé (Bielefeld) fragte, welche Erkenntnisse sich anhand militärischer Vergleiche über die globale Wirkung von Kriegsbeobachtungen ziehen lassen. Er blickte exemplarisch auf die Informationsakquise von europäischen Attachés und Admirälen rund um die Seeschlacht an der Yalu-Mündung im Japanisch-Chinesischen Krieg von 1894/95. Diese erste größere maritime Konfrontation nach 1866 interessierte die fremden Militärs nicht nur aus historischen Gründen, sondern vor allem, weil viele der daran beteiligten Kriegsschiffe in Großbritannien, Frankreich oder Deutschland gebaut worden waren. Während die Beobachter in ihren Berichten Vergleiche anstellten, um technische Rückschlüsse für zukünftige Konstruktionen zu ziehen, schlossen sie Analogien zu möglichen Konfrontationen in europäischen Gewässern überraschenderweise aus. Der Seekrieg in Ostasien sei mit jenem in Europa nicht zu vergleichen. Obwohl die Kriegsbeobachter die globale Vergleichbarkeit des Ereignisses so beschränkten, konnte Rohé zeigen, dass sowohl französische Parlamentarier als auch der deutsche Kaiser Wilhelm II. wiederholt auf die ostasiatische Konfrontation hinwiesen, um nationale Rüstungsziele durchzusetzen. Ihre Reden enthielten eine Reihe von impliziten Vergleichen, die belegten, dass führende europäische Politiker Japans Kriegführung entgegen der behaupteten Andersartigkeit und des eigenen Führungsanspruchs durchaus als Inspirationsquelle nutzten. Wie die Sektion verdeutlichte, konnten interkulturelle Beziehungen die militärischen Vergleiche von Attachés stark beeinflussen; ihre Autorität als Beobachter garantierte jedoch nicht, dass sich diese auch durchsetzten.
In seinem Keynote-Vortrag beleuchtete Markus Pöhlmann (Potsdam) verschiedene Gebiete des militärischen Wissensmanagements vor dem Ersten Weltkrieg und sprach dem Beobachten und Vergleichen zentrale Bedeutung zu. Eine wachsende Öffentlichkeit, internationale Krisen und vermehrte Sicherheitsinteressen zwangen Militärapparate, permanente Kriegsbereitschaft zu gewährleisten. Für ihre Planungen und Prognosen waren Beobachtungen und Vergleiche essentiell. Alle Großmächte richteten daher spezialisierte Abteilungen ein, um den wachsenden Informationsbedarf der Militärapparate im ausgehenden 19. Jahrhundert zu decken. Pöhlmann argumentierte, dass die vergleichenden Beobachtungen durchaus ihren Zweck erfüllt hätten, schließlich verdeutliche die militärische Pattsituation 1914 auch, dass Kräfteverhältnisse realistisch eingeschätzt worden waren. Somit wurden überraschende Wendungen im Kriegsgeschehen eher unwahrscheinlich. Andererseits kam es aufgrund organisatorischer Ausdifferenzierung auch zu einer Segmentierung der militärischen Beobachtung, was sich etwa daran zeigt, dass sich Heer und Flotte auf sehr unterschiedliche Kriegsszenarien vorbereiteten. Die Forschung, so plädierte Pöhlmann abschließend, müsse den weitverzweigten Beobachtungs- und Vergleichsinstanzen auf originelle Art nachgehen: durch interdisziplinäre Ansätze, neue Forschungsperspektiven (Beobachtung neutraler Mächte, institutionelles Scheitern, Einfluss ziviler Experten) und die arbeitsintensive Auswertung von Quellenbeständen abseits des »Kanons«.
Die dritte Sektion beschäftigte sich mit den politischen Aspekten des militärischen Vergleichens. Jean-Michel Turcotte (Berlin) präsentierte mit den Genfer Konventionen von 1864 bis 1949 ein Exempel, bei dem das Vergleichen wesentlich dazu beitrug, kriegführenden Parteien Regeln aufzuerlegen. Die Historiographie habe bisher ignoriert, so Turcotte, dass Militärs die Abkommen mit ausgehandelt hätten. Militärführungen und -publizisten diskutierten nicht nur intensiv, wie sie sich im Kriegsfall zum »International Humanitarian Law« verhalten sollten, sondern gestalteten die Konventionen als Teil der Delegationen auch selbst mit. Vergleiche boten Orientierung, wirkten jedoch darüber hinaus regulierend, denn militärischen Autoritäten war bewusst, dass ihre eigene Kriegführung Ende des 19. Jahrhunderts anhand der internationalen Reglements beurteilt werden würde.
In ihrem Vortrag zur Rolle von Seestreitkräftevergleichen in den Rüstungsdebatten des Deutschen Reichstags zwischen 1871 und 1914 zeigte Kerrin Langer (Bielefeld), dass Parlamentarier Ende des langen 19. Jahrhunderts immer häufiger zu militärischen Vergleichen griffen, um für oder gegen Aufrüstungen zu argumentieren. Dabei hingen die Zahlen, die sie für die Gegenüberstellungen verwendet, ebenso wie die Schlussfolgerung, die sie daraus zogen, wesentlich von der politischen Position der Sprecher ab. In den Debatten wurde daher häufig über die Herangehensweise gestritten: zum Beispiel über die Herkunft und Richtigkeit der Zahlen, über die Vergleichsobjekte und angelegten Kriterien oder die daraus gezogenen Interpretationen. Da die Reichstagsdebatten öffentlich waren und in der nationalen und internationalen Presse und Politik rezipiert wurden, beeinflussten die angestellten Vergleiche nicht nur die Diskussionen ausländischer Parlamente, sondern auch die Bedrohungswahrnehmung in der Öffentlichkeit. Dies wirkte wiederum direkt auf die Kontroversen in den Reichstagsdebatten zurück und provozierte neue Vergleiche.
Der Schwerpunkt der vierten Sektion lag auf dem Zusammenhang zwischen der Publikation von Vergleichen und dem militärischen Lernen. Tom Menger (London) thematisierte, wie britische und deutsche Militärhandbücher die Kriegführung in den Kolonien verglichen. Er stellte heraus, dass diese Handbücher, die eigentlich zur Optimierung beitragen sollten, die Vergleiche mit anderen Ländern oft nicht nutzten, um von anderen zu lernen, sondern um Gemeinsamkeiten herauszustellen und so die eigenen Vorgehensweisen zu bestätigen. Zudem war für die Autoren nicht jede imperiale Macht gleichwertig. Nicht alle Länder, die Kolonien besaßen, wurden in die Vergleiche einbezogen. So betrachteten britische Autoren vor allem Russland und Frankreich als würdige Vergleichsobjekte, während das Deutsche Reich oft nur im Hinblick auf den Einsatz von Technologien wie zum Beispiel der Telegraphie verglichen wurde. Deutsche Verfasser waren sich ihrer Rolle als »koloniale Nachzügler« bewusst, vermieden jedoch den direkten Vergleich. Wenn sie ihre koloniale Kriegführung zur britischen ins Verhältnis setzten, dann vor allem, um zu zeigen, dass sie keinesfalls rückständig waren. Die Vergleiche der Handbücher, so lautete Mengers Fazit, zeugten weniger von tatsächlichen Lernprozessen als vielmehr von den hierarchischen Vorstellungen, die unter den europäischen Imperien hinsichtlich der Kolonialkriegserfahrung herrschten.
Nikolay Vlasov (Sankt Petersburg) blickte auf die Reformphase innerhalb der russischen Armee zwischen 1866 und 1877 und die in diesem Kontext publizierten Aufsätze in russischen Militärzeitschriften. Das Ziel war es, von den Besten zu lernen. Wurde zunächst die französische Armee als nachahmenswertes Beispiel gesehen, so löste die preußische Armee diese 1870/71 infolge des Deutsch-Französischen Kriegs ab. In den Zeitungen wurde nun über preußische Operationen und Waffen berichtet, immer im Hinblick auf mögliche Lehren für die russische Armee. Zwar gab es direkte Vergleiche zwischen der russischen und preußischen Armee, viel häufiger waren diese allerdings nur impliziert, da der Verweis auf Defizite der russischen Armee als inopportune Kritik hätte gelesen werden können. Um diesen Eindruck zu vermeiden, betonten viele Autoren Russlands Andersartigkeit. Sie verhindere eine exakte Imitation der preußischen Armee und verlange stattdessen Adaptionen. Tatsächlich, so Vlasov, habe der Vergleich mit Preußen dennoch Einfluss auf die Reformen gehabt. Nach preußischem Vorbild wurde beispielsweise die allgemeine Wehrpflicht eingeführt und die Ausbildung von Offizieren und Soldaten verbessert. Die Betonung der Andersartigkeit in den militärischen Vergleichen half Reformen anzustoßen, ohne dem preußischen Muster vollständig zu folgen.
Johannes Nagel (Bielefeld) analysierte, wie im Kontext politischer Auseinandersetzungen um Militärreformen zwischen dem Amerikanischen Bürgerkrieg und dem Ersten Weltkrieg im US-amerikanischen Diskurs militärisch verglichen wurde. Anhand von drei Entwicklungen lasse sich so eine allgemeine Veränderung zwischen 1865 und 1914 feststellen. Erstens wurden Militärvergleiche in Army und Navy zunehmend koordiniert und institutionalisiert. Diese Entwicklung wurde von reformorientierten Militärs in Eigeninitiative vorangetrieben. Zweitens wurde das Universum von Militärvergleichen ausgeweitet. Während europäische Entwicklungen von Anfang an aufmerksam beobachtet wurden, geriet mit dem Japanisch-Chinesischen Krieg von 1894/95 auch Ostasien zunehmend in den Fokus US-amerikanischer Militärs. Die Beobachtung aller Weltregionen diente dazu, politische Argumente für Militärreformen empirisch zu unterfüttern. Drittens wandelte sich im beschriebenen Zeitraum der normative Rahmen von Militärvergleichen im politischen Establishment. Während der Vergleich zwischen USA und Europa traditionell der militärpolitischen Kontrastierung und Abgrenzung diente, wurde er gegen Ende des Jahrhunderts zunehmend zu einem Argument für die Nachahmung europäischer Kriegsvorbereitung und Militärorganisation umgedeutet.
Die fünfte Sektion beleuchtete in zwei Vorträgen die Bedeutung von Beobachten und Vergleichen für die Planung künftiger Kriege in den Generalstäben. Lukas Grawe (Bremen) stellte mit dem deutschen – genauer preußischen – Generalstab eine derjenigen Organisationen vor, die das Beobachten und Vergleichen institutionalisierte. Dort wurden Strukturen geschaffen, gesammelte Informationen gezielt auszuwerten und regelmäßig Vergleiche und darauf basierende Bedrohungsanalysen zu verfassen, welche wiederum die Operationsplanung aber auch die Außenpolitik beeinflussen konnten. Dabei, so mahnte Grawe, müsse freilich differenziert werden. Die optimierte Organisation mit ihren zahlreichen Länderabteilungen, die wiederum in Unterabteilungen zu militärischen Gebieten wie Mobilisierung, Ausbildung oder Taktik gegliedert waren, hätte in der Regel Vergleiche nur auf der obersten Ebene zugelassen. In den dortigen Memoranden seien fremde Militärwesen dann primär mit dem eigenen Militär verglichen worden, selten dagegen untereinander. Ähnlich wie von Lemke für den wissenschaftlichen Vergleich herausgestellt, habe auch im deutschen Generalstab die Fülle an detaillierten Informationen das Vergleichen zunehmend erschwert. Andererseits verschafften die umfassenden Beobachtungs- und Analyseinstrumente dem Generalstab im Wettbewerb mit anderen Institutionen ein Monopol auf militärische Informationen.
Sabine Mischner (Freiburg) verdeutlichte, welche Folgen das Vergleichen von Mobilisierungsplänen und Eisenbahnnetzen zwischen 1860 und 1914 hatte. Die Bedeutung der Eisenbahn für die industrialisierte Kriegführung war bereits im Amerikanischen Bürgerkrieg 1861–65 deutlich geworden. Der Faktor Geschwindigkeit, so Mischners Feststellung, rückte danach auch ins Zentrum der Kriegsvorstellungen und -vorbereitungen der europäischen Generalstäbe. Während Beobachter fremde Fahrpläne bis ins Detail evaluierten, drängten Militärs auf den inländischen Ausbau von Eisenbahnnetzen und enge Taktungen für den Ernstfall. Wie beim Seestreitkräftevergleich gewann das Vergleichen von Geschwindigkeiten ebenfalls eine Eigendynamik. So können die Befürchtungen, zu langsam zu mobilisieren und die Initiative zu verlieren, durchaus als Faktor für die Beschleunigung der Ereignisse im Sommer 1914 angesehen werden.
Der Workshop hat gezeigt, wie etablierte und aufstrebende Mächte bis 1914 spezialisierte Institutionen der militärischen Beobachtung aufbauten und versuchten, anhand zunehmend metrifizierter Vergleichskriterien weltweite Veränderungen zu erfassen. Überraschenderweise, so verdeutlichte das Panorama der verschiedenen Fallbeispiele, wurde das Vergleichen zwar als zentrale empirische Methode einer modernen Kriegswissenschaft begründet, führte in der Praxis jedoch selten zu wirklichen Lerneffekten. Stattdessen hatte der Verweis auf andere Militärwesen meist das Motiv, sich der eigenen Fortschrittlichkeit zu vergewissern oder aber die eigene Besonderheit gegenüber angesehenen Militärstrukturen herauszustellen. Ebenso dienten Vergleiche selten dazu, bestehende militärtheoretische Paradigmen zu hinterfragen, denn qualitativ neuartige Beobachtungen wurden meistens an bereits etablierte Ideen angepasst. Obwohl sie häufig zur Selbstbestätigung genutzt wurden, blieben militärische Vergleiche keinesfalls ohne Folgen. In den Diskussionen über die politische Verwendung des Vergleichens zeigte sich, dass sie gerade aufgrund ihrer vermeintlichen Objektivität wirkmächtig waren und eine Eigendynamik entfalten konnten, die beispielsweise Prozesse des Wettrüstens stark beschleunigten. Es ist daher wichtig, wechselseitige Beobachtungen und militärische Vergleiche nicht bloß festzustellen, sondern sie auf ihre möglichen Wirkungen hin zu untersuchen.
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- Frontmatter
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- Aufsatz
- Zur Lage der Zivilbewohner in Festungsstädten beim Kriegsausbruch 1914: Kommunale Vorsorge für den Unterhalt und behördliche Zwangsmaßnahmen
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- Buchbesprechungen Allgemeines
- Gewaltgemeinschaften in der Geschichte. Entstehung, Kohäsionskraft und Zerfall. Hrsg. von Winfried Speitkamp, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, 276 S., EUR 60,00 [ISBN 978‑3‑525‑30116‑6]
- Jeremy Black, Combined Operations. A Global History of Amphibious and Airborne Warfare, Lanham, MD [u. a.]: Rowman & Littlefield 2018, XIV, 247 S., $ 35.00 [ISBN 978‑1‑4422‑7693‑2]
- Manfried Rauchensteiner, Unter Beobachtung. Österreich seit 1918, Wien [u. a.]: Böhlau 2017, 628 S., EUR 29,00 [ISBN 978-3-205-20500-5]
- Friederike Neumann, Schreiben im Geschichtsstudium, Opladen, Toronto: Budrich Verlag 2018, 111 S. (= utb. Schreiben im Studium, 5), EUR 12,99 [ISBN 978‑3‑8252‑4843‑7]
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- Menschen im Krieg. Die Oberpfalz 1618 bis 1648. Eine Ausstellung des Staatsarchivs Amberg. Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München: Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 2018, 92 S. (= Staatliche Archive Bayerns. Kleine Ausstellungen, 58), EUR 4,00 [ISBN 978‑3‑938831‑85‑4]
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- Marcus Warnke, Logistik und friderizianische Kriegsführung. Eine Studie zur Verteilung, Mobilisierung und Wirkmächtigkeit militärisch relevanter Ressourcen im Siebenjährigen Krieg am Beispiel des Jahres 1757, Berlin: Duncker & Humblot 2018, 696 S. (= Quellen und Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, 50), EUR 139,90 [ISBN 978‑3‑428‑15371‑8]
- Brian L. Davies, The Russo-Turkish War, 1768–1774. Catherine II and the Ottoman Empire, London [u. a.]: Bloomsbury 2016, X, 328 S., £ 25.99 [ISBN 978‑1‑4725‑0801‑0]
- 1789–1870
- Günter Müchler, Napoleon. Revolutionär auf dem Kaiserthron, Darmstadt: Theiss 2019, 623 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑8062‑3917‑1]
- Hideaki Suzuki, Slave Trade Profiteers in the Western Indian Ocean. Suppression and Resistance in the Nineteenth Century, London: Palgrave Macmillan 2017, XIII, 224 S., EUR 74,96 [ISBN 978‑3‑319‑59803‑1]
- Buchbesprechungen, 1871–1918
- Matthias Häussler, Der Genozid an den Herero. Krieg, Emotion und extreme Gewalt in »Deutsch-Südwestafrika«, Weilerswist: Velbrück 2018, 348 S., EUR 38,90 [ISBN 978‑3‑95832‑164‑9]
- Handbuch einer transnationalen Geschichte Ostmitteleuropas, Bd 1: Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg. Hrsg. von Frank Hadler und Matthias Middell, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, 685 S. (= Transnationale Geschichte, 6), EUR 75,00 [ISBN 978‑3‑525‑30173‑9]
- Vor dem Sprung ins Dunkle. Die militärische Debatte über den Krieg der Zukunft 1880–1914. Hrsg. von Stig Förster, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2016, 406 S. (= Krieg in der Geschichte, 92), EUR 54,00 [ISBN 978‑3‑506‑78266‑3]
- Geheimdienst und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Die Aufzeichnungen von Oberst Walter Nicolai 1914 bis 1918. Im Auftrag des ZMSBw hrsg. von Michael Epkenhans [u. a.], Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, X, 667 S. (= Zeitalter der Weltkriege, 18), EUR 64,95 [ISBN 978‑3‑11‑060501‑3]
- Christian Th. Müller, Jenseits der Materialschlacht. Der Erste Weltkrieg als Bewegungskrieg, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, VI, 297 S., EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑77870‑3]
- Holger Afflerbach, Auf Messers Schneide. Wie das Deutsche Reich den Ersten Weltkrieg verlor, München: C. H. Beck 2018, 664 S., EUR 29,95 [ISBN 978‑3‑406‑71969‑1]
- Monika Gibas und Ulrike Krauße, Jüdische Soldaten Magdeburgs. Regionalgeschichtliche Aspekte des Ersten Weltkrieges, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag 2018, 94 S., EUR 10,00 [ISBN 978‑3‑96311‑028‑3]
- Das Kriegsgefangenenlager Amberg-Kümmersbruck im Ersten Weltkrieg. Begleitband zur Ausstellung in Zusammenarbeit von Staatsarchiv Amberg, Stadtarchiv Amberg, Gemeinde Kümmersbruck und Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern. Hrsg. vom Kultur-Schloss Theuern, Red.: Maria Rita Sagstetter [u. a.], Kümmersbruck: Kultur-Schloss Theuern 2017, 228 S. (= Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern – Kultur-Schloss Theuern, 56), EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑925690‑31‑0]
- Philosophers at the Front. Phenomenology and the First World War. Ed. by Nicolas de Warren and Thomas Vongehr, Leuven: Leuven University Press 2017, 285 S., EUR 49,50 [ISBN 978‑94‑6270‑121‑2]
- Sebastian Steiner, Unter Kriegsrecht. Die schweizerische Militärjustiz 1914–1921, Zürich: Chronos 2018, 472 S. (= Die Schweiz im Ersten Weltkrieg/La Suisse pendant la Première Guerre mondiale, 4), EUR 68,00 [ISBN 978‑3‑0340‑1479‑3]
- Ignaz Miller, 1918 – der Weg zum Frieden. Europa und das Ende des Ersten Weltkriegs, Zürich: NZZ Libro 2019, 459 S., EUR 39,00 [ISBN 978‑3‑03810‑372‑1]
- 1919–1945
- Stephen A. Smith, Revolution in Russland. Das Zarenreich in der Krise 1890–1928. Aus dem Engl. von Michael Haupt, Darmstadt: Zabern 2017, 496 S., EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8053‑5068‑6]
- Wolfgang Templin, Der Kampf um Polen. Die abenteuerliche Geschichte der Zweiten Polnischen Republik 1918–1939, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 254 S., EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑78757‑6]
- Volker Koop, Hitlers Griff nach Afrika. Kolonialpolitik im Dritten Reich, Bonn: Dietz 2018, 213 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑8012‑0538‑6]
- Dennis Egginger-Gonzalez, Der Rote Stoßtrupp. Eine frühe linkssozialistische Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus, Berlin: Lukas 2018, 794 S., EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86732‑274‑4]
- Nicholas John Williams, An »Evil Year in Exile«? The Evacuation of the Franco-German Border Areas in 1939 under Democratic and Totalitarian Conditions, Berlin: Metropol 2018, 612 S. (= Evakuierungen im Zeitalter der Weltkriege/Évacuations à l’ère des Guerres mondiales/Evacuations in the Age of World Wars, 2), EUR 39,00 [ISBN 978‑3‑86331‑368‑5]
- Kristian Gancer [= Christian Ganzer] [u. a.], Brest, leto 1941 g. Dokumenty, Materialy, Fotografii, Smolensk: Inbelkul’t 2017, 728 S., RUB 1355,00 [ISBN 978‑5‑00076‑037‑6]
- Alexander Querengässer, El Alamein 1942. Materialschlacht in Nordafrika, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, 266 S. (= Schlachten – Stationen der Weltgeschichte), EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑506‑78912‑9]
- Nach Stalingrad. Walther von Seydlitz’ Feldpostbriefe und Kriegsgefangenenpost 1939–1955. Hrsg. von Torsten Diedrich und Jens Ebert im Auftrag des ZMSBw, 2. überarb. Aufl., Göttingen: Wallstein 2018, 427 S., EUR 24,90 [ISBN 978-3-8353-3190-7]
- Thomas Karlauf, Stauffenberg. Porträt eines Attentäters, München: Blessing 2019, 367 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑89667‑411‑1]
- Linda von Keyserlingk-Rehbein, Nur eine »ganz kleine Clicque«? Die NS-Ermittlungen über das Netzwerk vom 20. Juli 1944, Berlin: Lukas 2018, 707 S. (= Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Reihe A: Analysen und Darstellungen, 12), EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86732‑303‑1]
- Jakob Knab, Ich schweige nicht. Hans Scholl und die Weiße Rose, Darmstadt: Theiss 2018, 264 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8062‑3748‑1]
- Sven Deppisch, Täter auf der Schulbank. Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust, Marburg, Tectum 2017, 672 S. (= Veröffentlichungen des Bayerischen Polizeimuseums, 2), EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8288‑4050‑8] Hans-Christian Harten, Die weltanschauliche Schulung der Polizei im Nationalsozialismus, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 668 S., EUR 89,00 [ISBN 978‑3‑506‑78836‑8]
- Klaus-Jürgen Bremm, Die Waffen-SS. Hitlers überschätzte Prätorianer, Darmstadt: Theiss 2018, 362 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8062‑3793‑1]
- Falk Breuer und Walter Waiss, Heinrich Sannemann. Ein Jagdfliegerleben in Berichten, Dokumenten, Fotos, Aachen: Helios 2018, 248 S., EUR 39,80 [ISBN 978‑3‑86933‑218‑5]
- Christian König und Axel Kleckers, Das große Bordflugzeug. Arado AR 95 und Heinkel He 114, Aachen: Helios 2018, 148 S., EUR 34,50 [ISBN 978‑3‑86933‑215‑4]
- The 10 Cent War. Comic Books, Propaganda, and World War II. Ed. by Trischa Goodnow and James J. Kimble, Jackson, MS: University Press of Mississippi 2017, IX, 256 S., $ 30.00 [ISBN 978‑1‑4968‑1848‑5]
- Nach 1945
- Victor Mauer, Brückenbauer. Großbritannien, die deutsche Frage und die Blockade Berlins 1948–1949, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, 573 S. (= Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London/Publications of the German Historical Institute London, 80), EUR 69,95 [ISBN 978‑3‑11‑058442‑4]
- Philipp Gassert, Bewegte Gesellschaft. Deutsche Protestgeschichte seit 1945, Stuttgart: Kohlhammer 2018, 308 S. (= Zeitgeschichte aktuell), EUR 25,00 [ISBN 978‑3‑17‑029270‑3]
- Jost Dülffer, Geheimdienst in der Krise. Der BND in den 1960er-Jahren, Berlin: Ch. Links 2018, 672 S. (= Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968, 8), EUR 50,00 [ISBN 978‑3‑96289‑005‑6]
- Florian Reichenberger, Der gedachte Krieg. Vom Wandel der Kriegsbilder in der militärischen Führung der Bundeswehr im Zeitalter des Ost-West-Konflikts, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, XI, 498 S. (= Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland, 13), EUR 49,95 [ISBN 978‑3‑11‑046260‑9]
- Rüdiger Wenzke, Wo stehen unsere Truppen? NVA und Bundeswehr in der ČSSR-Krise 1968, Berlin: Ch. Links 2018, VIII, 595 S. (= Militärgeschichte der DDR, 26), EUR 55,00 [ISBN 978‑3‑96289‑026‑1]
- DDR-Spionage. Von Albanien bis Grossbritannien. Hrsg. von Helmut Müller-Enbergs und Thomas Wegener Friis, Frankfurt a. M.: Verlag für Polizeiwissenschaft 2018, 320 S. (= Analysen zu Sicherheitsfragen, 6), EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86676‑535‑1]
- Siegfried Lautsch, Grundzüge des operativen Denkens in der NATO. Ein zeitgeschichtlicher Rückblick auf die 1980er-Jahre und Ausblick, 2., erw. Aufl., Berlin: Miles 2018, 327 S., EUR 24,80 [ISBN 978‑3‑945861‑58‑5]
- Tobias Wunschik, Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014, 363 S. (= Analysen und Dokumente, 37), EUR 29,99, [ISBN 978‑3‑525‑35080‑5]
- Tradition in der Bundeswehr. Zum Erbe des deutschen Soldaten und zur Umsetzung des neuen Traditionserlasses. Hrsg. von Donald Abenheim und Uwe Hartmann, Berlin: Miles 2018, 312 S., EUR 29,80 [ISBN 978‑3‑945861‑75‑2]
- Paweł Machcewicz, Der umkämpfte Krieg. Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig. Entstehung und Streit. Aus dem Poln. übers. von Peter Oliver Loew, Wiesbaden: Harrassowitz 2018, XII, 253 S. (= Polnische Profile, 5), EUR 22,90 [ISBN 978‑3‑447‑11035‑8]
- Expeditionary Police Advising and Militarization. Building Security in a Fractured World. Ed. by Donald Stoker and Edward B. Westermann, Solihull: Helion 2018, XI, 347 S. (= Military History Series, 3), £ 35.00 [ISBN 978‑1‑911512‑86‑8]
- Andreas Herberg-Rothe and Key-young Son, Order Wars and Floating Balance. How the Rising Powers Are Reshaping Our Worldview in the Twenty-First Century, London, New York: Routledge 2018, XVI, 238 S. (= Routledge Advances in International Relations and Global Politics, 133), £ 105.00 [ISBN 978‑1‑138-05710‑4]
- Special Operations Forces in the 21st Century. Perspectives from the Social Sciences. Ed. by Jessica Glicken Turnley, Kobi Michael and Eyal Ben-Ari, London, New York: Routledge 2018, XIV, 312 S. (= Cass Military Studies), £ 105.00 [ISBN 978‑1‑138‑63262‑2]
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Gesamtinhaltsverzeichnis 2019
Articles in the same Issue
- Frontmatter
- Frontmatter
- Editorial
- Nachruf
- Aufsatz
- Zur Lage der Zivilbewohner in Festungsstädten beim Kriegsausbruch 1914: Kommunale Vorsorge für den Unterhalt und behördliche Zwangsmaßnahmen
- Lebenswelten und Deutungszusammen-hänge im modernen Massenkrieg
- Propagandisten des k.u.k. Vielvölkerreiches: Österreichisch-ungarische Soldaten im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges
- Nachrichten aus der Forschung
- »Sowjetische Kriegsgefangene. Widerstand. Kollaboration. Erinnerung«
- »Blicke auf die Revolution 1918/19«
- »Comparing Militaries in the Long 19th Century«
- »Gewalt und Heldentum«
- Buchbesprechungen Allgemeines
- Gewaltgemeinschaften in der Geschichte. Entstehung, Kohäsionskraft und Zerfall. Hrsg. von Winfried Speitkamp, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, 276 S., EUR 60,00 [ISBN 978‑3‑525‑30116‑6]
- Jeremy Black, Combined Operations. A Global History of Amphibious and Airborne Warfare, Lanham, MD [u. a.]: Rowman & Littlefield 2018, XIV, 247 S., $ 35.00 [ISBN 978‑1‑4422‑7693‑2]
- Manfried Rauchensteiner, Unter Beobachtung. Österreich seit 1918, Wien [u. a.]: Böhlau 2017, 628 S., EUR 29,00 [ISBN 978-3-205-20500-5]
- Friederike Neumann, Schreiben im Geschichtsstudium, Opladen, Toronto: Budrich Verlag 2018, 111 S. (= utb. Schreiben im Studium, 5), EUR 12,99 [ISBN 978‑3‑8252‑4843‑7]
- Frühe Neuzeit
- Herfried Münkler, Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618–1648, Berlin: Rowohlt 2017, 975 S., EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑87134‑813‑6]
- Menschen im Krieg. Die Oberpfalz 1618 bis 1648. Eine Ausstellung des Staatsarchivs Amberg. Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München: Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 2018, 92 S. (= Staatliche Archive Bayerns. Kleine Ausstellungen, 58), EUR 4,00 [ISBN 978‑3‑938831‑85‑4]
- Zeichen und Medien des Militärischen am Fürstenhof in Europa. Hrsg. von Matthias Müller und Peter-Michael Hahn, Berlin: Lukas 2017, 240 S. (= Schriften zur Residenzkultur, 10), EUR 36,00 [ISBN 978‑3‑86732‑251‑5]
- Marcus Warnke, Logistik und friderizianische Kriegsführung. Eine Studie zur Verteilung, Mobilisierung und Wirkmächtigkeit militärisch relevanter Ressourcen im Siebenjährigen Krieg am Beispiel des Jahres 1757, Berlin: Duncker & Humblot 2018, 696 S. (= Quellen und Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, 50), EUR 139,90 [ISBN 978‑3‑428‑15371‑8]
- Brian L. Davies, The Russo-Turkish War, 1768–1774. Catherine II and the Ottoman Empire, London [u. a.]: Bloomsbury 2016, X, 328 S., £ 25.99 [ISBN 978‑1‑4725‑0801‑0]
- 1789–1870
- Günter Müchler, Napoleon. Revolutionär auf dem Kaiserthron, Darmstadt: Theiss 2019, 623 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑8062‑3917‑1]
- Hideaki Suzuki, Slave Trade Profiteers in the Western Indian Ocean. Suppression and Resistance in the Nineteenth Century, London: Palgrave Macmillan 2017, XIII, 224 S., EUR 74,96 [ISBN 978‑3‑319‑59803‑1]
- Buchbesprechungen, 1871–1918
- Matthias Häussler, Der Genozid an den Herero. Krieg, Emotion und extreme Gewalt in »Deutsch-Südwestafrika«, Weilerswist: Velbrück 2018, 348 S., EUR 38,90 [ISBN 978‑3‑95832‑164‑9]
- Handbuch einer transnationalen Geschichte Ostmitteleuropas, Bd 1: Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg. Hrsg. von Frank Hadler und Matthias Middell, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, 685 S. (= Transnationale Geschichte, 6), EUR 75,00 [ISBN 978‑3‑525‑30173‑9]
- Vor dem Sprung ins Dunkle. Die militärische Debatte über den Krieg der Zukunft 1880–1914. Hrsg. von Stig Förster, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2016, 406 S. (= Krieg in der Geschichte, 92), EUR 54,00 [ISBN 978‑3‑506‑78266‑3]
- Geheimdienst und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Die Aufzeichnungen von Oberst Walter Nicolai 1914 bis 1918. Im Auftrag des ZMSBw hrsg. von Michael Epkenhans [u. a.], Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, X, 667 S. (= Zeitalter der Weltkriege, 18), EUR 64,95 [ISBN 978‑3‑11‑060501‑3]
- Christian Th. Müller, Jenseits der Materialschlacht. Der Erste Weltkrieg als Bewegungskrieg, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, VI, 297 S., EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑77870‑3]
- Holger Afflerbach, Auf Messers Schneide. Wie das Deutsche Reich den Ersten Weltkrieg verlor, München: C. H. Beck 2018, 664 S., EUR 29,95 [ISBN 978‑3‑406‑71969‑1]
- Monika Gibas und Ulrike Krauße, Jüdische Soldaten Magdeburgs. Regionalgeschichtliche Aspekte des Ersten Weltkrieges, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag 2018, 94 S., EUR 10,00 [ISBN 978‑3‑96311‑028‑3]
- Das Kriegsgefangenenlager Amberg-Kümmersbruck im Ersten Weltkrieg. Begleitband zur Ausstellung in Zusammenarbeit von Staatsarchiv Amberg, Stadtarchiv Amberg, Gemeinde Kümmersbruck und Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern. Hrsg. vom Kultur-Schloss Theuern, Red.: Maria Rita Sagstetter [u. a.], Kümmersbruck: Kultur-Schloss Theuern 2017, 228 S. (= Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern – Kultur-Schloss Theuern, 56), EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑925690‑31‑0]
- Philosophers at the Front. Phenomenology and the First World War. Ed. by Nicolas de Warren and Thomas Vongehr, Leuven: Leuven University Press 2017, 285 S., EUR 49,50 [ISBN 978‑94‑6270‑121‑2]
- Sebastian Steiner, Unter Kriegsrecht. Die schweizerische Militärjustiz 1914–1921, Zürich: Chronos 2018, 472 S. (= Die Schweiz im Ersten Weltkrieg/La Suisse pendant la Première Guerre mondiale, 4), EUR 68,00 [ISBN 978‑3‑0340‑1479‑3]
- Ignaz Miller, 1918 – der Weg zum Frieden. Europa und das Ende des Ersten Weltkriegs, Zürich: NZZ Libro 2019, 459 S., EUR 39,00 [ISBN 978‑3‑03810‑372‑1]
- 1919–1945
- Stephen A. Smith, Revolution in Russland. Das Zarenreich in der Krise 1890–1928. Aus dem Engl. von Michael Haupt, Darmstadt: Zabern 2017, 496 S., EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8053‑5068‑6]
- Wolfgang Templin, Der Kampf um Polen. Die abenteuerliche Geschichte der Zweiten Polnischen Republik 1918–1939, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 254 S., EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑78757‑6]
- Volker Koop, Hitlers Griff nach Afrika. Kolonialpolitik im Dritten Reich, Bonn: Dietz 2018, 213 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑8012‑0538‑6]
- Dennis Egginger-Gonzalez, Der Rote Stoßtrupp. Eine frühe linkssozialistische Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus, Berlin: Lukas 2018, 794 S., EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86732‑274‑4]
- Nicholas John Williams, An »Evil Year in Exile«? The Evacuation of the Franco-German Border Areas in 1939 under Democratic and Totalitarian Conditions, Berlin: Metropol 2018, 612 S. (= Evakuierungen im Zeitalter der Weltkriege/Évacuations à l’ère des Guerres mondiales/Evacuations in the Age of World Wars, 2), EUR 39,00 [ISBN 978‑3‑86331‑368‑5]
- Kristian Gancer [= Christian Ganzer] [u. a.], Brest, leto 1941 g. Dokumenty, Materialy, Fotografii, Smolensk: Inbelkul’t 2017, 728 S., RUB 1355,00 [ISBN 978‑5‑00076‑037‑6]
- Alexander Querengässer, El Alamein 1942. Materialschlacht in Nordafrika, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, 266 S. (= Schlachten – Stationen der Weltgeschichte), EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑506‑78912‑9]
- Nach Stalingrad. Walther von Seydlitz’ Feldpostbriefe und Kriegsgefangenenpost 1939–1955. Hrsg. von Torsten Diedrich und Jens Ebert im Auftrag des ZMSBw, 2. überarb. Aufl., Göttingen: Wallstein 2018, 427 S., EUR 24,90 [ISBN 978-3-8353-3190-7]
- Thomas Karlauf, Stauffenberg. Porträt eines Attentäters, München: Blessing 2019, 367 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑89667‑411‑1]
- Linda von Keyserlingk-Rehbein, Nur eine »ganz kleine Clicque«? Die NS-Ermittlungen über das Netzwerk vom 20. Juli 1944, Berlin: Lukas 2018, 707 S. (= Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Reihe A: Analysen und Darstellungen, 12), EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86732‑303‑1]
- Jakob Knab, Ich schweige nicht. Hans Scholl und die Weiße Rose, Darmstadt: Theiss 2018, 264 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8062‑3748‑1]
- Sven Deppisch, Täter auf der Schulbank. Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust, Marburg, Tectum 2017, 672 S. (= Veröffentlichungen des Bayerischen Polizeimuseums, 2), EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8288‑4050‑8] Hans-Christian Harten, Die weltanschauliche Schulung der Polizei im Nationalsozialismus, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 668 S., EUR 89,00 [ISBN 978‑3‑506‑78836‑8]
- Klaus-Jürgen Bremm, Die Waffen-SS. Hitlers überschätzte Prätorianer, Darmstadt: Theiss 2018, 362 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8062‑3793‑1]
- Falk Breuer und Walter Waiss, Heinrich Sannemann. Ein Jagdfliegerleben in Berichten, Dokumenten, Fotos, Aachen: Helios 2018, 248 S., EUR 39,80 [ISBN 978‑3‑86933‑218‑5]
- Christian König und Axel Kleckers, Das große Bordflugzeug. Arado AR 95 und Heinkel He 114, Aachen: Helios 2018, 148 S., EUR 34,50 [ISBN 978‑3‑86933‑215‑4]
- The 10 Cent War. Comic Books, Propaganda, and World War II. Ed. by Trischa Goodnow and James J. Kimble, Jackson, MS: University Press of Mississippi 2017, IX, 256 S., $ 30.00 [ISBN 978‑1‑4968‑1848‑5]
- Nach 1945
- Victor Mauer, Brückenbauer. Großbritannien, die deutsche Frage und die Blockade Berlins 1948–1949, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, 573 S. (= Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London/Publications of the German Historical Institute London, 80), EUR 69,95 [ISBN 978‑3‑11‑058442‑4]
- Philipp Gassert, Bewegte Gesellschaft. Deutsche Protestgeschichte seit 1945, Stuttgart: Kohlhammer 2018, 308 S. (= Zeitgeschichte aktuell), EUR 25,00 [ISBN 978‑3‑17‑029270‑3]
- Jost Dülffer, Geheimdienst in der Krise. Der BND in den 1960er-Jahren, Berlin: Ch. Links 2018, 672 S. (= Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968, 8), EUR 50,00 [ISBN 978‑3‑96289‑005‑6]
- Florian Reichenberger, Der gedachte Krieg. Vom Wandel der Kriegsbilder in der militärischen Führung der Bundeswehr im Zeitalter des Ost-West-Konflikts, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, XI, 498 S. (= Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland, 13), EUR 49,95 [ISBN 978‑3‑11‑046260‑9]
- Rüdiger Wenzke, Wo stehen unsere Truppen? NVA und Bundeswehr in der ČSSR-Krise 1968, Berlin: Ch. Links 2018, VIII, 595 S. (= Militärgeschichte der DDR, 26), EUR 55,00 [ISBN 978‑3‑96289‑026‑1]
- DDR-Spionage. Von Albanien bis Grossbritannien. Hrsg. von Helmut Müller-Enbergs und Thomas Wegener Friis, Frankfurt a. M.: Verlag für Polizeiwissenschaft 2018, 320 S. (= Analysen zu Sicherheitsfragen, 6), EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86676‑535‑1]
- Siegfried Lautsch, Grundzüge des operativen Denkens in der NATO. Ein zeitgeschichtlicher Rückblick auf die 1980er-Jahre und Ausblick, 2., erw. Aufl., Berlin: Miles 2018, 327 S., EUR 24,80 [ISBN 978‑3‑945861‑58‑5]
- Tobias Wunschik, Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014, 363 S. (= Analysen und Dokumente, 37), EUR 29,99, [ISBN 978‑3‑525‑35080‑5]
- Tradition in der Bundeswehr. Zum Erbe des deutschen Soldaten und zur Umsetzung des neuen Traditionserlasses. Hrsg. von Donald Abenheim und Uwe Hartmann, Berlin: Miles 2018, 312 S., EUR 29,80 [ISBN 978‑3‑945861‑75‑2]
- Paweł Machcewicz, Der umkämpfte Krieg. Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig. Entstehung und Streit. Aus dem Poln. übers. von Peter Oliver Loew, Wiesbaden: Harrassowitz 2018, XII, 253 S. (= Polnische Profile, 5), EUR 22,90 [ISBN 978‑3‑447‑11035‑8]
- Expeditionary Police Advising and Militarization. Building Security in a Fractured World. Ed. by Donald Stoker and Edward B. Westermann, Solihull: Helion 2018, XI, 347 S. (= Military History Series, 3), £ 35.00 [ISBN 978‑1‑911512‑86‑8]
- Andreas Herberg-Rothe and Key-young Son, Order Wars and Floating Balance. How the Rising Powers Are Reshaping Our Worldview in the Twenty-First Century, London, New York: Routledge 2018, XVI, 238 S. (= Routledge Advances in International Relations and Global Politics, 133), £ 105.00 [ISBN 978‑1‑138-05710‑4]
- Special Operations Forces in the 21st Century. Perspectives from the Social Sciences. Ed. by Jessica Glicken Turnley, Kobi Michael and Eyal Ben-Ari, London, New York: Routledge 2018, XIV, 312 S. (= Cass Military Studies), £ 105.00 [ISBN 978‑1‑138‑63262‑2]
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