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»Blicke auf die Revolution 1918/19«

Workshop des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam in Kooperation mit dem Institut für schleswig-holsteinische Zeit‑ und Regionalgeschichte (IZRG) in Schleswig sowie dem Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg, Potsdam und Berlin, 1./2. November 2018
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Published/Copyright: November 14, 2019
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»Im Kontext einer Meuterei fühlen sich Marineoffiziere immer etwas unwohl.« Mit diesen leicht ironisch vorgetragenen Worten begrüßte der Kommandeur des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) Jörg Hillmann die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops in Potsdam. Hillmann betonte sogleich den herausragenden Platz in der Geschichte, den der Matrosenaufstand und die Revolution von 1918/19 zu Recht haben. Nachdem die deutsche Revolution 1918/19 lange Zeit als »ausgeforscht« galt und seit den Höhepunkten der wissenschaftlichen Auseinandersetzung in den 1960er und 1970er Jahren lange auf wenig Interesse stieß, gewinnt das Sujet schon seit einigen Jahren wieder an Bedeutung und ist Gegenstand neuer Forschungsansätze.

Nicht nur das einhundertjährige Jubiläum der Revolution von 1918/19 wurde und wird begangen, sondern auch das Themenfeld einer einhundertjährigen Deutungs- und Forschungsgeschichte erneut in den Fokus gerückt.

In seiner Einführung betonte der Leitende Wissenschaftler des ZMSBw Michael Epkenhans die Dringlichkeit, sich mit Fragen und Facetten zu beschäftigen, die abseits der Mediendarstellung liegen. Während der Tagung sollten drei Dimensionen den Zugriff auf den Gegenstand bestimmen: die Dimension Zeit mit Blick auf die revolutionären Ereignisse in den Novembertagen 1918, die Dimension Raum mit Blick auf die Orte Kiel und Berlin und die Dimension Perspektiven mit verschiedenen Blickrichtungen auf die Sichtweisen der Akteure und Institutionen.

Unter dem Titel »Wilhelmshaven und die Revolution« gab Stefan Huck (Wilhelmshaven) einen Überblick über die auslösenden Faktoren und die ersten Tage des Aufstands. Huck erläuterte die damaligen Umstände in Wilhelmshaven. Die Lebensbedingungen der Matrosen und ihrer Familien verschlechterten sich gegen Kriegsende dramatisch. Es kam zu ersten Befehlsverweigerungen und Meutereien. In Wilhelmshaven führten diese Umstände zu Solidarisierungen zwischen Militär- und Zivilangehörigen. Man stand nicht mehr zur militärischen und politischen Führung. Bürgerkriegsähnliche Zustände begannen sich auszubreiten. In Kiel explodierte schließlich das angezündete Pulverfass. Die Zustände führten zur Revolution, aus der letztlich die erste deutsche Demokratie erwuchs. In der Erinnerungskultur Wilhelmshavens seien diese Ereignisse allerdings bislang kaum wirkmächtig.

Knut-Hinrik Kollex (Kiel) stellte in seinem Vortrag »Die Novemberrevolution als Erprobungsfeld neuer methodischer Zugänge in der Geschichtswissenschaft« vor. Kollex untersucht im Rahmen seiner Dissertation alternative Handlungsspielräume, Perspektiven und Erklärungsversuche bezüglich der Meuterei und der daraus resultierenden Revolution. So seien Meutereien, etwa aufgrund von schlechten Lebensbedingungen, auch in anderen Marinen dieser Zeit zu finden. Kollex stellte Fragen nach der Wirkung von Massenbewegungen und damit einhergehenden Drohkulissen während der Meuterei in Kiel. Waren die schlechten Lebensbedingungen der Matrosen der ausschlaggebende Faktor für den Aufstand? Gab es politisch keine Alternative zur Revolution? Das Auditorium gab zu bedenken, dass es sich bei Kiel um eine Stadt handelte, die schon sehr früh von einem stark sozialdemokratischen Milieu geprägt war. Die Umstände der Zeit boten den Nährboden für widerständiges Verhalten. Forderungen nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit wurden immer drängender und zu existenziellen Fragen.

Auch wenn die Quellenlage nicht zufriedenstellend ist, so finden sich genug schriftliche Belege, um die Aufarbeitung der Revolution zu unternehmen. Robert Bohn (Schleswig/Kiel) ließ Offiziere der Kaiserlichen Marine zu Wort kommen und bot Einblicke in deren schriftliche Korrespondenzen bis 1933. Dabei wird deutlich, wie gespalten die Reihen der Marineoffiziere waren. Zwischen Schuldzuweisungen, Versagen und Schwächen oszillierte Bohns Skizze aus der Perspektive verschiedener Akteure der Marine, ohne dabei ein vereinheitlichtes Bild des Traumas der Marine zu zeichnen. Gemeinsame Standpunkte im Offizierkorps ließen sich nur schwer feststellen.

Martin Platt (Bonn) analysierte die zeitgenössische Berichterstattung in der Kieler Presse. Die Unterschiede in den von ihm ausgewerteten Artikeln erklären sich durch die jeweilige politische Ausrichtung der Zeitungen und sind zugleich von der Zensur in jener Zeit gekennzeichnet. Vor allem die Unterschiede in der Verwendung spezifischer Begriffe bezogen auf die Kieler Ereignisse laden zu einem Perspektivwechsel ein. Ist in der einen Zeitung die Verwendung von Begriffen wie »Revolution« zu finden, so spricht man in der anderen von einer »Neuordnung« und von »revolutionärer Bewegung«. Begriffe wie »Matrosenaufstand« las man erst viel später in der Presse. Der Begriff der Revolution wird zunächst deutlich genannt, jedoch später mehr und mehr gemieden. Politisches Hauptziel konservativer Organe sei zunächst die schnelle Schaffung von Ruhe und Ordnung gewesen.

Zum Thema »Bürgerliche Räteorganisationen in Berlin 1918/19« beleuchtete Hans-Joachim Bieber (Kassel) jenseits des Arbeitermilieus bürgerliche Organisationen. So müsse man, zumindest ein Stück weit, von dem Handlungsmonopol der Arbeiter- und Soldatenräte abrücken, denn Rätebewegungen herrschten nicht nur in der Klientel und den Milieus der Unterschicht, sondern auch im gut situierten Bürgertum und Bildungsbürgertum – Partizipation an der Umgestaltung standen im Vordergrund. Auch Frauen- und Künstlerräte gründeten sich. Es wirkte so, als ob alle genannten Gruppen an der Revolution auf ihre Weise teilhaben wollten.

Detailliert stellte Ottokar Luban (Berlin) die ersten Novembertage der Revolution in der Hauptstadt Berlin dar. Vor allem die Erfahrungen der »kleinen Leute«, die oftmals wenig Beachtung finden, wurden eindrücklich beleuchtet.

Zur öffentlichen Abendveranstaltung begaben sich die Teilnehmenden in die Landesvertretung des Landes Schleswig-Holstein in Berlin. Der Staatssekretär und Bevollmächtigte des Landes Schleswig-Holstein beim Bund Ingbert Liebing verwies auf die Signalwirkung der Ereignisse im November 1918 im hohen Norden: »Mit einem gewissen Stolz auf den Beginn der ersten deutschen Demokratie blickt man auf Kiel und das Land Schleswig-Holstein!«

Astrid Schwabe (Flensburg) leitete mit einer kurzen Einführung zur Vorführung der historischen Filmdokumentation »Matrosen, Räte, Republiken« des Norddeutschen Rundfunks von 1978 über. Die damaligen Autoren Hartmut Idzko und Jörg Knickrehm befanden sich im Publikum. Durch den Film kamen die Zeitzeugen der Revolutionsereignisse noch einmal zu Wort.

Im Abendvortag widmete sich Uwe Danker (Schleswig/Flensburg) der Frage »Meuterei, Aufruhr, Revolution? – 100 Jahre sperrige Erinnerungen an den November 1918 in Kiel« und damit der Rezeptionsgeschichte rund um die umwälzenden Ereignisse. Die Erinnerungs- und Geschichtskultur Kiels erwies sich hinsichtlich der Ereignisse von 1918/19 als ein manchmal recht steiniger und für einige Menschen wohl auch unbequemer Weg der Erinnerung. Danker stellte vor allem die Verdrängung der Revolution und des Matrosenaufstandes in der öffentlichen Wahrnehmung passagenweise mit einem sarkastischen Unterton dar. So sind in Kiel, jenem Ausgangspunkt der Revolution, die öffentlichen und politischen (teils skurrilen) Debatten um die Revolution über Jahrzehnte hinweg von vielschichtigen und widersprüchlichen Erinnerungen geprägt. Im Jahr 2018 scheint man nun endlich bereit zu sein, die Revolution und die damit verbundene Erinnerungskultur in die gesellschaftliche Mitte Kiels rücken zu lassen.

Daniela Vates, Journalistin aus Berlin, leitete das Podiumsgespräch zum Umgang mit Vergangenheit und Tradition in der Bundeswehr. Als Gäste diskutierten der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Hans-Peter Bartels, Jörg Hillmann sowie der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium der Verteidigung Peter Tauber vor allem über den Zwiespalt zwischen Befehl und Gehorsam auf der einen und Meuterei und Ungehorsam auf der anderen Seite. Kann das, was vor hundert Jahren eine »katastrophale Befehlsverweigerung« war, in der heutigen Zeit in irgendeiner Deutung ein Maßstab für Soldaten im Sinne der »Inneren Führung« und des »Staatsbürgers in Uniform« sein? Die Diskussion wurde sehr lebendig und kontrovers geführt.

Den Auftakt am zweiten Tag machte Karl Heinrich Pohl (Kiel) mit seinem Vortrag zum Thema »Eine unnötige Revolution? Neue Überlegungen zu den Ereignissen 1918/19«. Pohl entwarf ein Planspiel, das die allmähliche Transformation von der Monarchie zu einer parlamentarischen Demokratie ohne eine Revolution imaginierte. Pohl stellte die Hypothese auf, dass es Potentiale für eine solche Transformation unter Einbeziehung der alten Eliten und des Adels gegeben hätte. Letztlich, so das Fazit, kam die Weimarer Republik zu früh. In der anschließenden Diskussion gab man zu bedenken, dass die Monarchie systembedingt und durch den Krieg bereits ihre Legitimität verloren hatte und daher keine Basis, Glaubwürdigkeit und Substanz mehr besaß. Als zusätzliche Belastungen der jungen Republik führten die Diskutanten die Bedeutung des Versailler Vertrags, die rasante Inflation und die Weltwirtschaftskrise an. Hätte trotz dieser Faktoren die Monarchie weiter funktionieren können? Letztendlich ist eine solche Art der Republikanisierung eine kontrafaktische Überlegung, ein Denkmodell – reizvoll, aber unrealistisch.

Timo D. Leimbach (Erfurt) lenkte in seinem Beitrag »Der 9. November 1918 in Deutschland – die ungeliebte Revolution?« den Blick auf die Ereignisse aus der Perspektive von Memoiren und Autobiografien. Zwar handelt es sich hier um eine Quellengattung mit durchaus begrenztem allgemeinen Aussagewert, aber nichtsdestotrotz zeigt sich darin auch die Bildung eines kollektiven Gedächtnisses. Ambivalenzen in der Bewertung des Erlebten und heterogene Deutungsmuster hinsichtlich der Revolution sind Sinnbilder dieser individuellen Verarbeitungstexte.

Bernd Braun (Heidelberg) demonstrierte anhand eindrucksvoller Fotografien und Karikaturen unter dem Titel »1918–1928. Das sozialdemokratische Gedenken an zehn Jahre Novemberrevolution« den Umgang der SPD in der Weimarer Republik mit dem Umsturz. Braun gelangte zu dem Schluss, dass in anderen politischen Parteien und Strömungen eine Ablehnung des Gedenkens an eine Revolution herrschte, die SPD dagegen im Jahr 1928 durchaus bereits sehr früh und reflektiert an eine »zwar unvollendete, aber nicht verfehlte« Revolution erinnerte.

Die Sichtweise der Marine auf die Revolution stellte Michael Epkenhans in seinem Vortrag »November 1918: Die Marine und die Bewältigung eines Traumas 1918–1990« vor. Der Umgang der Marine unter dem »Schock der Revolution« wurde ebenso beleuchtet wie die tiefe Spaltung bei jungen und älteren Offizieren jener Zeit in der Bewertung des soldatischen Verhaltens. Es entstand ein »Gerangel« darum, in »internen Reibereien die Ehre zu retten« und das Image der Marine zu verbessern. Nach 1945 und mit Beginn des Ost-West-Konflikts pflegten die beiden Marinen in Ost- und Westdeutschland jeweils eigene Erinnerungskulturen an die Aufstände und die Revolution von 1918. So zählte im Osten die Erinnerung an die Meuterei zur erinnerungswürdigen Grundlage der politischen Ausrichtung der DDR. Der gefallenen Helden vom November 1918 wurde unter anderem durch Flottenparaden gedacht. Im Westen nahm in der Bundeswehr das Prinzip der »Inneren Führung« Gestalt an. Eine Meuterei wie 1918 konnte jedoch keinesfalls sinnstiftend sein. Der Kämpfer war das Vorbild und nicht der Meuterer. Die Frage, ob das Trauma der Marine bis heute gänzlich bewältigt worden sei, blieb in der Diskussion offen.

Einen Einblick in den Umgang und auch in die »Verwertung« der Revolution bot Michael F. Scholz (Uppsala/Gotland). Unter der Überschrift »... mehr durch Analogie als direkt zu wirken suchen – Die Revolution 1918/19 im Spiegel der DDR-Comics« gewährte Scholz eine faszinierende Einsicht in ein Medium der DDR-Popkultur. Dabei überrascht es weniger, dass die Darstellung der Ereignisse im FDJ-Comicmagazin »ATZE« der Umsetzung des SED-Bildes der Revolution entsprach. Die Wandlung von »kindgerechter Heldendarstellung« zum »politischen Propagandakanal« wurde konsequent aufgezeigt. Scholz betonte die Bedeutung der Comics für die vom SED-Regime intendierte Deutung und die Jugendkultur in der DDR insgesamt. Eine geschlechtstypische Ausrichtung der Comics ist signifikant: männliche Helden funktionierten; Geschichten zur Identifikation mit historischen Persönlichkeiten für Mädchen gab es nicht. Letztlich wurde den jungen Leserinnen und Lesern Geschichtsdeutung stereotyp und gebetsmühlenartig präsentiert, wie auch am Beispiel der Revolution von 1918/19 deutlich wird.

Günter Watermeier (Berlin) fand in seinen Ausführungen zu »Kinderkrankheit und zwei Paar Schuhe« mahnende Worte: Die Erinnerung an die Revolution habe sich systematisch aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängen lassen. In der Öffentlichkeit und auf politischer Bühne herrsche ein Desinteresse an der Revolution von 1918/19. Zwar sei das Interesse zum einhundertsten Jahrestag größer, jedoch bleibe die Frage nach einem zentralen Erinnerungsort.

Zuletzt untersuchte Astrid Schwabe die Revolution in der gegenwärtigen Geschichtskultur. Anhand einer »Geschichtskulturellen Kartierung« der aktuellen Veranstaltungen rund um das Thema Revolution in Kiel und Schleswig-Holstein richtete sie einen geschichtsdidaktischen Blick auf das Jubiläum. Historische Jubiläen könnten sich zu einem dominierenden Merkmal von (Stadt-)Marketing entwickeln. Doch welche Veranstaltungsarten sind dem jeweiligen Ereignis angemessen? Passen ein Poetry Slam, das Singen von Revolutionsliedern und antimilitaristische Fahrradtouren in den Kontext der Erinnerungskultur bezüglich 1918/19 oder geht es um »Eventisierung« und Vermarktung von Geschichte? Wird die Revolution 1918/19 auch nach Verklingen der Festreden ihren festen Platz im kollektiven Gedächtnis und im Geschichtsbewusstsein der Deutschen finden?

In seinen abschließenden Worten betonte Michael Epkenhans nochmals die Relevanz, sich auch weiterhin mit den Geschehnissen rund um die Revolution 1918/19 auseinanderzusetzten. Er betonte, dass die dichte Taktung von historischen Jubiläen und Vermarktungstendenzen zu einer Gefahr für die Erinnerungskultur werden könnte, sollten nicht Historikerinnen und Historiker das Erinnern an historisch relevante Ereignisse weiterhin problematisieren und die Bildung des Geschichtsbewusstseins fördern.

Published Online: 2019-11-14
Published in Print: 2019-11-05

© 2019 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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  1. Frontmatter
  2. Frontmatter
  3. Editorial
  4. Nachruf
  5. Aufsatz
  6. Zur Lage der Zivilbewohner in Festungsstädten beim Kriegsausbruch 1914: Kommunale Vorsorge für den Unterhalt und behördliche Zwangsmaßnahmen
  7. Lebenswelten und Deutungszusammen-hänge im modernen Massenkrieg
  8. Propagandisten des k.u.k. Vielvölkerreiches: Österreichisch-ungarische Soldaten im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges
  9. Nachrichten aus der Forschung
  10. »Sowjetische Kriegsgefangene. Widerstand. Kollaboration. Erinnerung«
  11. »Blicke auf die Revolution 1918/19«
  12. »Comparing Militaries in the Long 19th Century«
  13. »Gewalt und Heldentum«
  14. Buchbesprechungen Allgemeines
  15. Gewaltgemeinschaften in der Geschichte. Entstehung, Kohäsionskraft und Zerfall. Hrsg. von Winfried Speitkamp, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, 276 S., EUR 60,00 [ISBN 978‑3‑525‑30116‑6]
  16. Jeremy Black, Combined Operations. A Global History of Amphibious and Airborne Warfare, Lanham, MD [u. a.]: Rowman & Littlefield 2018, XIV, 247 S., $ 35.00 [ISBN 978‑1‑4422‑7693‑2]
  17. Manfried Rauchensteiner, Unter Beobachtung. Österreich seit 1918, Wien [u. a.]: Böhlau 2017, 628 S., EUR 29,00 [ISBN 978-3-205-20500-5]
  18. Friederike Neumann, Schreiben im Geschichtsstudium, Opladen, Toronto: Budrich Verlag 2018, 111 S. (= utb. Schreiben im Studium, 5), EUR 12,99 [ISBN 978‑3‑8252‑4843‑7]
  19. Frühe Neuzeit
  20. Herfried Münkler, Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618–1648, Berlin: Rowohlt 2017, 975 S., EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑87134‑813‑6]
  21. Menschen im Krieg. Die Oberpfalz 1618 bis 1648. Eine Ausstellung des Staatsarchivs Amberg. Hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München: Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns 2018, 92 S. (= Staatliche Archive Bayerns. Kleine Ausstellungen, 58), EUR 4,00 [ISBN 978‑3‑938831‑85‑4]
  22. Zeichen und Medien des Militärischen am Fürstenhof in Europa. Hrsg. von Matthias Müller und Peter-Michael Hahn, Berlin: Lukas 2017, 240 S. (= Schriften zur Residenzkultur, 10), EUR 36,00 [ISBN 978‑3‑86732‑251‑5]
  23. Marcus Warnke, Logistik und friderizianische Kriegsführung. Eine Studie zur Verteilung, Mobilisierung und Wirkmächtigkeit militärisch relevanter Ressourcen im Siebenjährigen Krieg am Beispiel des Jahres 1757, Berlin: Duncker & Humblot 2018, 696 S. (= Quellen und Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, 50), EUR 139,90 [ISBN 978‑3‑428‑15371‑8]
  24. Brian L. Davies, The Russo-Turkish War, 1768–1774. Catherine II and the Ottoman Empire, London [u. a.]: Bloomsbury 2016, X, 328 S., £ 25.99 [ISBN 978‑1‑4725‑0801‑0]
  25. 1789–1870
  26. Günter Müchler, Napoleon. Revolutionär auf dem Kaiserthron, Darmstadt: Theiss 2019, 623 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑8062‑3917‑1]
  27. Hideaki Suzuki, Slave Trade Profiteers in the Western Indian Ocean. Suppression and Resistance in the Nineteenth Century, London: Palgrave Macmillan 2017, XIII, 224 S., EUR 74,96 [ISBN 978‑3‑319‑59803‑1]
  28. Buchbesprechungen, 1871–1918
  29. Matthias Häussler, Der Genozid an den Herero. Krieg, Emotion und extreme Gewalt in »Deutsch-Südwestafrika«, Weilerswist: Velbrück 2018, 348 S., EUR 38,90 [ISBN 978‑3‑95832‑164‑9]
  30. Handbuch einer transnationalen Geschichte Ostmitteleuropas, Bd 1: Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg. Hrsg. von Frank Hadler und Matthias Middell, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017, 685 S. (= Transnationale Geschichte, 6), EUR 75,00 [ISBN 978‑3‑525‑30173‑9]
  31. Vor dem Sprung ins Dunkle. Die militärische Debatte über den Krieg der Zukunft 1880–1914. Hrsg. von Stig Förster, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2016, 406 S. (= Krieg in der Geschichte, 92), EUR 54,00 [ISBN 978‑3‑506‑78266‑3]
  32. Geheimdienst und Propaganda im Ersten Weltkrieg. Die Aufzeichnungen von Oberst Walter Nicolai 1914 bis 1918. Im Auftrag des ZMSBw hrsg. von Michael Epkenhans [u. a.], Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, X, 667 S. (= Zeitalter der Weltkriege, 18), EUR 64,95 [ISBN 978‑3‑11‑060501‑3]
  33. Christian Th. Müller, Jenseits der Materialschlacht. Der Erste Weltkrieg als Bewegungskrieg, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, VI, 297 S., EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑77870‑3]
  34. Holger Afflerbach, Auf Messers Schneide. Wie das Deutsche Reich den Ersten Weltkrieg verlor, München: C. H. Beck 2018, 664 S., EUR 29,95 [ISBN 978‑3‑406‑71969‑1]
  35. Monika Gibas und Ulrike Krauße, Jüdische Soldaten Magdeburgs. Regionalgeschichtliche Aspekte des Ersten Weltkrieges, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag 2018, 94 S., EUR 10,00 [ISBN 978‑3‑96311‑028‑3]
  36. Das Kriegsgefangenenlager Amberg-Kümmersbruck im Ersten Weltkrieg. Begleitband zur Ausstellung in Zusammenarbeit von Staatsarchiv Amberg, Stadtarchiv Amberg, Gemeinde Kümmersbruck und Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern. Hrsg. vom Kultur-Schloss Theuern, Red.: Maria Rita Sagstetter [u. a.], Kümmersbruck: Kultur-Schloss Theuern 2017, 228 S. (= Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern – Kultur-Schloss Theuern, 56), EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑925690‑31‑0]
  37. Philosophers at the Front. Phenomenology and the First World War. Ed. by Nicolas de Warren and Thomas Vongehr, Leuven: Leuven University Press 2017, 285 S., EUR 49,50 [ISBN 978‑94‑6270‑121‑2]
  38. Sebastian Steiner, Unter Kriegsrecht. Die schweizerische Militärjustiz 1914–1921, Zürich: Chronos 2018, 472 S. (= Die Schweiz im Ersten Weltkrieg/La Suisse pendant la Première Guerre mondiale, 4), EUR 68,00 [ISBN 978‑3‑0340‑1479‑3]
  39. Ignaz Miller, 1918 – der Weg zum Frieden. Europa und das Ende des Ersten Weltkriegs, Zürich: NZZ Libro 2019, 459 S., EUR 39,00 [ISBN 978‑3‑03810‑372‑1]
  40. 1919–1945
  41. Stephen A. Smith, Revolution in Russland. Das Zarenreich in der Krise 1890–1928. Aus dem Engl. von Michael Haupt, Darmstadt: Zabern 2017, 496 S., EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8053‑5068‑6]
  42. Wolfgang Templin, Der Kampf um Polen. Die abenteuerliche Geschichte der Zweiten Polnischen Republik 1918–1939, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 254 S., EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑78757‑6]
  43. Volker Koop, Hitlers Griff nach Afrika. Kolonialpolitik im Dritten Reich, Bonn: Dietz 2018, 213 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑8012‑0538‑6]
  44. Dennis Egginger-Gonzalez, Der Rote Stoßtrupp. Eine frühe linkssozialistische Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus, Berlin: Lukas 2018, 794 S., EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86732‑274‑4]
  45. Nicholas John Williams, An »Evil Year in Exile«? The Evacuation of the Franco-German Border Areas in 1939 under Democratic and Totalitarian Conditions, Berlin: Metropol 2018, 612 S. (= Evakuierungen im Zeitalter der Weltkriege/Évacuations à l’ère des Guerres mondiales/Evacuations in the Age of World Wars, 2), EUR 39,00 [ISBN 978‑3‑86331‑368‑5]
  46. Kristian Gancer [= Christian Ganzer] [u. a.], Brest, leto 1941 g. Dokumenty, Materialy, Fotografii, Smolensk: Inbelkul’t 2017, 728 S., RUB 1355,00 [ISBN 978‑5‑00076‑037‑6]
  47. Alexander Querengässer, El Alamein 1942. Materialschlacht in Nordafrika, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, 266 S. (= Schlachten – Stationen der Weltgeschichte), EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑506‑78912‑9]
  48. Nach Stalingrad. Walther von Seydlitz’ Feldpostbriefe und Kriegsgefangenenpost 1939–1955. Hrsg. von Torsten Diedrich und Jens Ebert im Auftrag des ZMSBw, 2. überarb. Aufl., Göttingen: Wallstein 2018, 427 S., EUR 24,90 [ISBN 978-3-8353-3190-7]
  49. Thomas Karlauf, Stauffenberg. Porträt eines Attentäters, München: Blessing 2019, 367 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑89667‑411‑1]
  50. Linda von Keyserlingk-Rehbein, Nur eine »ganz kleine Clicque«? Die NS-Ermittlungen über das Netzwerk vom 20. Juli 1944, Berlin: Lukas 2018, 707 S. (= Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Reihe A: Analysen und Darstellungen, 12), EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86732‑303‑1]
  51. Jakob Knab, Ich schweige nicht. Hans Scholl und die Weiße Rose, Darmstadt: Theiss 2018, 264 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8062‑3748‑1]
  52. Sven Deppisch, Täter auf der Schulbank. Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust, Marburg, Tectum 2017, 672 S. (= Veröffentlichungen des Bayerischen Polizeimuseums, 2), EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑8288‑4050‑8] Hans-Christian Harten, Die weltanschauliche Schulung der Polizei im Nationalsozialismus, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2018, 668 S., EUR 89,00 [ISBN 978‑3‑506‑78836‑8]
  53. Klaus-Jürgen Bremm, Die Waffen-SS. Hitlers überschätzte Prätorianer, Darmstadt: Theiss 2018, 362 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8062‑3793‑1]
  54. Falk Breuer und Walter Waiss, Heinrich Sannemann. Ein Jagdfliegerleben in Berichten, Dokumenten, Fotos, Aachen: Helios 2018, 248 S., EUR 39,80 [ISBN 978‑3‑86933‑218‑5]
  55. Christian König und Axel Kleckers, Das große Bordflugzeug. Arado AR 95 und Heinkel He 114, Aachen: Helios 2018, 148 S., EUR 34,50 [ISBN 978‑3‑86933‑215‑4]
  56. The 10 Cent War. Comic Books, Propaganda, and World War II. Ed. by Trischa Goodnow and James J. Kimble, Jackson, MS: University Press of Mississippi 2017, IX, 256 S., $ 30.00 [ISBN 978‑1‑4968‑1848‑5]
  57. Nach 1945
  58. Victor Mauer, Brückenbauer. Großbritannien, die deutsche Frage und die Blockade Berlins 1948–1949, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, 573 S. (= Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London/Publications of the German Historical Institute London, 80), EUR 69,95 [ISBN 978‑3‑11‑058442‑4]
  59. Philipp Gassert, Bewegte Gesellschaft. Deutsche Protestgeschichte seit 1945, Stuttgart: Kohlhammer 2018, 308 S. (= Zeitgeschichte aktuell), EUR 25,00 [ISBN 978‑3‑17‑029270‑3]
  60. Jost Dülffer, Geheimdienst in der Krise. Der BND in den 1960er-Jahren, Berlin: Ch. Links 2018, 672 S. (= Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968, 8), EUR 50,00 [ISBN 978‑3‑96289‑005‑6]
  61. Florian Reichenberger, Der gedachte Krieg. Vom Wandel der Kriegsbilder in der militärischen Führung der Bundeswehr im Zeitalter des Ost-West-Konflikts, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2018, XI, 498 S. (= Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland, 13), EUR 49,95 [ISBN 978‑3‑11‑046260‑9]
  62. Rüdiger Wenzke, Wo stehen unsere Truppen? NVA und Bundeswehr in der ČSSR-Krise 1968, Berlin: Ch. Links 2018, VIII, 595 S. (= Militärgeschichte der DDR, 26), EUR 55,00 [ISBN 978‑3‑96289‑026‑1]
  63. DDR-Spionage. Von Albanien bis Grossbritannien. Hrsg. von Helmut Müller-Enbergs und Thomas Wegener Friis, Frankfurt a. M.: Verlag für Polizeiwissenschaft 2018, 320 S. (= Analysen zu Sicherheitsfragen, 6), EUR 34,90 [ISBN 978‑3‑86676‑535‑1]
  64. Siegfried Lautsch, Grundzüge des operativen Denkens in der NATO. Ein zeitgeschichtlicher Rückblick auf die 1980er-Jahre und Ausblick, 2., erw. Aufl., Berlin: Miles 2018, 327 S., EUR 24,80 [ISBN 978‑3‑945861‑58‑5]
  65. Tobias Wunschik, Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2014, 363 S. (= Analysen und Dokumente, 37), EUR 29,99, [ISBN 978‑3‑525‑35080‑5]
  66. Tradition in der Bundeswehr. Zum Erbe des deutschen Soldaten und zur Umsetzung des neuen Traditionserlasses. Hrsg. von Donald Abenheim und Uwe Hartmann, Berlin: Miles 2018, 312 S., EUR 29,80 [ISBN 978‑3‑945861‑75‑2]
  67. Paweł Machcewicz, Der umkämpfte Krieg. Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig. Entstehung und Streit. Aus dem Poln. übers. von Peter Oliver Loew, Wiesbaden: Harrassowitz 2018, XII, 253 S. (= Polnische Profile, 5), EUR 22,90 [ISBN 978‑3‑447‑11035‑8]
  68. Expeditionary Police Advising and Militarization. Building Security in a Fractured World. Ed. by Donald Stoker and Edward B. Westermann, Solihull: Helion 2018, XI, 347 S. (= Military History Series, 3), £ 35.00 [ISBN 978‑1‑911512‑86‑8]
  69. Andreas Herberg-Rothe and Key-young Son, Order Wars and Floating Balance. How the Rising Powers Are Reshaping Our Worldview in the Twenty-First Century, London, New York: Routledge 2018, XVI, 238 S. (= Routledge Advances in International Relations and Global Politics, 133), £ 105.00 [ISBN 978‑1‑138-05710‑4]
  70. Special Operations Forces in the 21st Century. Perspectives from the Social Sciences. Ed. by Jessica Glicken Turnley, Kobi Michael and Eyal Ben-Ari, London, New York: Routledge 2018, XIV, 312 S. (= Cass Military Studies), £ 105.00 [ISBN 978‑1‑138‑63262‑2]
  71. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  72. Gesamtinhaltsverzeichnis 2019
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