Zusammenfassung Der Artikel befasst sich mit den Möglichkeiten der Vorhersage von Kriegen und deren wahrscheinlichen Verläufen. Zwar lassen sich Kriege in den seltensten Fällen konkret vorhersagen, aber anhand von zwei bereits von Clausewitz genannten Indikatoren kann man zumindest eine erhöhte Kriegswahrscheinlichkeit feststellen: wenigstens ein Akteur muss den Willen zum Krieg aufweisen und er muss die dazu benötigten Rüstungsaufwendungen tätigen. Auch lassen sich Abläufe von Kriegen in Kenntnis der vorhandenen Waffen und Doktrinen auf mögliche Szenarien reduzieren. Der Beitrag gelangt zu dem Ergebnis, dass im nächsten Jahrzehnt ein großer Krieg am ehesten um die Kontrolle von Taiwan ausbrechen könnte oder um die Verfügungsgewalt des Irans über Kernwaffen. Zudem muss mit regional begrenzten Kriegen in Europa gerechnet werden, die von Russland ausgehen. Das denkbar unangenehmste Szenario würde eintreten, wenn Russland und China sich verabreden zum gleichen Zeitpunkt regionale Kriege an ihren Peripherien anzufangen.
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Zusammenfassung Nach Auffassung Pjöngjangs ist die koreanische Halbinsel Schauplatz eines eingefrorenen geopolitischen Konflikts zwischen Großmächten. Die Vereinigten Staaten betreiben dabei eine aus Sicht des nordkoreanischen Regimes „feindselige Politik“, die dessen Überleben gefährde und den politischen Gestaltungsraum sowie das wirtschaftliche Entwicklungspotenzial des Landes untergrabe. Während Südkorea und den Vereinigten Staaten vor allem das wachsende Kernwaffenarsenal und die zunehmenden ballistischen Raketenfähigkeiten Nordkoreas Sorgen bereiten, sollte das Bündnis auch der stetigen Weiterentwicklung der nordkoreanischen – offensiven und defensiven – Cyberfähigkeiten mehr Aufmerksamkeit schenken. Nordkorea strebt nach strategischer Überlegenheit, indem es kostengünstige, asymmetrische militärische Fähigkeiten einschließlich Cyberstrategien entwickelt, um Informationen zu sammeln, seine Rivalen unter Druck zu setzen, andere finanziell zu erpressen und auf anderem Wege Einfluss in einer Weise auszuüben, gegen die herkömmliche Abschreckungs- und militärische Gegenmaßnahmen wirkungslos sind. Seoul und Washington benötigen eine umfassende militärische Einsatzstrategie gegen das gesamte Spektrum potenzieller nordkoreanischer Provokationen, während europäische Staaten ihre Cybersicherheitsstrategien verstärken müssen, um die zunehmenden globalen Cyberoperationen Nordkoreas verlässlich aufzuspüren und abzuwehren.
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Zusammenfassung Die Vereinigten Staaten haben sich bemüht, eine Art „Friedensvereinbarung“ für Afghanistan mit den Taliban zu erreichen, die jedoch möglicherweise keinen Bestand haben wird. Es fehlt an einer klaren Strategie für Afghanistan, die über eine bloße Konfliktbeendigung, einen Waffenstillstand oder die Ausschaltung terroristischer Bedrohungen hinausginge. Ein Friedensplan für Afghanistan, der keine dauerhaften Regelungen in Bezug auf Regierungsbeteiligung, die Sicherheitskräfte und die Wirtschaft umfasst, wird zu einer Situation führen, die zahlreiche Gemeinsamkeiten mit jener Zeit aufweist, als die Vereinigten Staaten durch den Abzug ihrer Truppen aus Vietnam einen Frieden herbeiführen wollten – was letztlich zum Fall Saigons führte.
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Kurzfassung Mehr als fünf Jahre nach dem NATO-Gipfel in Wales blickt dieser Artikel auf die Prioritäten der Allianz sowie die Streitkräfteentwicklung einer Auswahl ihrer Mitglieder. Konkret wird zunächst die Bündnisebene in den Blick genommen und anschließend werden die Landstreitkräfte der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Polens und Deutschlands betrachtet. Die Analyse legt dar, dass alle betrachteten Landstreitkräfte, mit Ausnahme Frankreichs, nach Osten blicken, hierbei allerdings auf unterschiedlichen Konfliktbildern, politischen Kontexten und bestehenden Streitkräftestrukturen aufbauen, aus denen sich Divergenzen ergeben.
Kurzanalysen und Berichte
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Pyongyang sees the Korean Peninsula as entrenched in a geopolitical deadlock among great powers, with the United States continuing to employ what the North Korean regime sees as a “hostile policy” detrimental to its survival, its ability to shape relevant events, and the country’s political and economic development. While the core security concerns of South Korea and the United States are North Korea’s growing nuclear weapons and ballistic missile capabilities, the alliance must increasingly also prioritize the continuous development of North Korea’s cyber capabilities, both offensive and defensive. North Korea aims to gain strategic advantage by pursuing cost-effective, asymmetric military capabilities, including cyber strategies, to gather intelligence, coerce its rivals, financially extort others, and otherwise exert influence in ways that are resistant to traditional deterrence and defense countermeasures. Seoul and Washington need a full-spectrum military readiness posture against the full range of potential North Korean provocations, while European democracies need to strengthen their cyber readiness posture to effectively track and counter North Korea’s evolving global cyber operations.