Zusammenfassung
Dieser Beitrag skizziert Überlegungen zu einer bibliothekspolitischen Frage, die bisher noch schwer zu überblicken ist und die nur aus einer interdisziplinären Perspektive beleuchtet werden kann: Wie beeinflusst die Privatisierung Öffentlicher Bibliotheken die Auffassung des Bibliotheksortes? Inwieweit dürfen sich die Mitarbeitenden weiterhin auf die kommunale Koordination mit den neuartigen Vertragspartnern verlassen? Bleibt die pluralistische Arena zur Bildung einer kritischen Öffentlichkeit erhalten?
Schwedische Öffentliche Bibliotheken gelten als eine der letzten Bastionen des ehemaligen sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaates. Ihre deliberativen Arbeitsweisen, ihre Abstimmung auf den kommunalen und regionalen Rahmen in den Bibliotheksplänen und ihre Profilierung durch das demokratiefördernd intendierte nationale Bibliotheksgesetz sind inspirierend auch für die deutschsprachige Bibliothekslandschaft oder für verwandte Einrichtungen. In der Diskussion um alternative Trägerschaften steht aus der Perspektive des Personals offenbar viel auf dem Spiel. Die ausgewerteten Stellungnahmen von schwedischen Bibliothekar:innen aus dem letzten Jahrzehnt geben Einblicke in die Selbstvergewisserung einer anti-neoliberalen Wertegemeinschaft, die einerseits für den Erhalt humanistischer Kultur- und Bildungseinrichtungen kämpft, andererseits die Notwendigkeit erkennt – angesichts der Einsparungen und des zunehmenden Einflusses rechtspopulistischer und liberal-konservativer Kräfte –, neuartige Trägerschaften und Betreibermodelle zu erproben.
Abstract
This article outlines reflections on a library policy issue that is still difficult to grasp and can only be examined from an interdisciplinary perspective: How does the privatization of public libraries affect the view of the library’s place? To what extent can staff continue to rely on municipal coordination with new types of contractual partners? Will the pluralistic arena for the formation of a critical public remain intact?
Swedish public libraries are regarded as one of the last bastions of the former social democratic welfare state. Their deliberative working methods, their alignment with the municipal and regional framework in the library plans, and their profiling through the national library law intended to promote democracy are also inspiring for the German-speaking library landscape or for related institutions.
From the staff’s perspective, there is clearly a lot at stake in the discussion about alternative sponsorship. The evaluated statements by Swedish librarians from the last decade provide insights into the self-assurance of an anti-neoliberal community of values, which on the one hand fights for the preservation of humanistic cultural and educational institutions, and on the other hand recognizes the need – in view of cutbacks and the increasing influence of right-wing populist and liberal-conservative forces – to try out new operating models.
1 Einstieg
Obwohl es in Schweden nur wenige privatisierte Bibliotheken gibt, steht das Bibliothekspersonal diesen mit Skepsis gegenüber, wie die Auswertung eines Berichts der Schwedischen Bibliotheksvereinigung (2020) im Folgenden zeigen wird. Einigen Bibliotheksaktivist:innen geht der Widerstand gegen neoliberale Umstrukturierungen nicht weit genug, sie befürchten eine Fragmentierung der Bibliothekslandschaft und eine erschwerte Zusammenarbeit von kommunalen und nicht-kommunalen Bibliotheksbetreibenden, außerdem fehlende Transparenz in den Entscheidungsprozessen und Absprachen. Es wird befürchtet, dass der sozialemanzipatorische Anspruch einer ‚Bibliothek für alle‘ an Verbindlichkeit einbüßt und damit der öffentliche Auftrag und wesentliche Inhalte der Bibliotheksarbeit infrage gestellt werden. Angesichts der wachsenden sozialen Kluft und der Herausforderungen urbaner Segregation könnten womöglich Zielgruppen- oder Nischenbibliotheken entstehen,[1] die abgegrenzte Verantwortungsbereiche oder sozial unterschiedliche Zuständigkeiten implizierten. Die Einwände gehen mit einer Kritik am ‚Rückzug des Staates‘ bei der Finanzierung öffentlicher Kultur- und Bildungseinrichtungen einher. Am Beispiel der Bibliotheken in der Kommune Nacka (Stockholms län) und dem dort involvierten Konzern Axiell werden im Folgenden einige exemplarische Problemfelder aufgezeigt. Da die Erfahrungen mit privatisierten Bibliotheken in Schweden vergleichsweise frisch sind und noch keine vertiefenden Forschungsbeiträge vorliegen, kann der vorliegende Artikel lediglich gewisse Tendenzen skizzieren.
2 Kulturgeografische Zugänge zur Erforschung des Bibliotheksortes
Mit Konzepten wie dem „dritten Ort“ oder dem „Wohnzimmer der Stadt“ wurde um 2000 versucht,[2] die Rolle Öffentlicher Bibliotheken angesichts ökonomischer, politischer, digitaler und weiterer soziokulturell folgenreicher Veränderungsprozesse neu zu bestimmen. Vor diesem Hintergrund ist die rezente Wiederentdeckung der Bibliothek als einem physischen Ort, der in unverwechselbare lokale sowie in übergeordnete raumzeitliche Bezüge eingebunden ist, als eine zweifache Erwiderung zu verstehen: zum einen auf die Vorstellung nivellierter, sich zunehmend angleichender Orte in Folge von Globalisierungsprozessen und zum anderen auf die vermeintliche Ort-Losigkeit des Digitalen.
Bei der Erforschung von Orten sind die Verortung in Räumen („location“) und die Relationen zu anderen Orten sowie die soziale Verwirklichung („locale“) wichtige Beschreibungskriterien.[3] Eine weitere für Bibliotheken entscheidende Dimension betrifft den „sense of place“, nämlich den speziellen Effekt, den raumzeitliche und ortsspezifische Alltagshandlungen und Praktiken dauerhaft auf die Raumerfahrungen und die jeweilige Bedeutungsaufladung eines Ortes haben. So hinterlässt die lebendige Geschichte eines wohlbekannten Begegnungsortes Spuren, und die dort tätige Gemeinschaft schreibt sich im Laufe der Zeit in den Ort ein: Eine besondere Lesung, ein Konzert oder der Stammplatz einer Sprachcafé-Gruppe tragen mit zur Ausprägung des „sense of place“ bei. Dabei geht es nicht nur um situatives gemeinschaftliches Erleben, sondern auch um bestehende Machtverhältnisse und entsprechende Regularien, wie der Begriff „moral order“ zu fassen sucht: „a sense of place or identification with a place as a unique community, landscape, and moral order.“[4] Wird diese Ordnungsidee von einem Kollektiv oder einer maßgeblichen Gruppe getragen, erscheint bei einer positiv verstandenen Aufladung, wie sie die demokratiefördernde Bibliothek auszeichnet, der Terminus Wertegemeinschaft anwendbar.[5]
Während diese Ortsbestimmung des Kulturgeographen James Agnew stellvertretend „moral order“ nennt, nehmen seine norwegischen Kollegen David Jordhus-Lier und Kristian Stokke nachdrücklicher eine ‚Politik der Plätze‘ ins Visier,[6] die für Bibliothekspersonal inspirierend sein könnte. Mit dem ‚Ortsgefühl‘ bzw. der ‚Ortswahrnehmung‘ („stedsfølelse“), das sich ausgehend vom „sense of place“ bilden kann, werden nicht nur Aspekte des Vor-Ort-Seins in Präsenz hervorgehoben, sondern auch die potenzielle Ausbildung von Öffentlichkeit berücksichtigt, wie diese beiden Kultursoziologen im Rückgriff auf Habermas betonen.[7] Bevor ein vollgültiger Ort entsteht und eine Ortsidentifikation („place identity“) ermöglicht wird, müsste laut David Seamon – aus phänomenologischer Sicht – die folgende Bedingung erfüllt sein: „accepting and recognizing place as integral to one’s personal and communal identity“.[8] Würde man die Ordnungsidee, die Regeln der Macht oder die Rahmenbedingungen des Regimes ausblenden, bliebe allerdings nur ein unpolitisch gefasster „genius loci“ übrig.
Die ortsspezifischen und sozialen Bedingungen von Bibliotheken geben jeweils vor, welches bibliothekspolitische Potenzial überhaupt entstehen kann. Das Personal und die Nutzenden entscheiden – sowohl unabhängig voneinander als auch gemeinsam – durch ihr soziales, sprachliches und physisches Handeln mit darüber, wie der Ort konstituiert wird und wer welches Mitgestaltungsrecht erhält. Sie übernehmen Verantwortung für einen sozialen Raum. In den nächsten Abschnitten wird an Beispielen beleuchtet, wie ein Wechsel zur „Marktlinie“ beim Betreiben von Bibliotheken – anstatt der bewährten wohlfahrtsstaatlich geprägten, kommunalen „Demokratielinie“ – die drei Ebenen des Ortes beeinflussen könnte.
3 Nicht-kommunale Trägerschaften
Die Publikation „Folkbibliotek på entreprenad“[9] stellt der kommunalen Regie eine Reihe von Alternativen zur Seite, die in ihrer Vielfalt und Komplexität erstaunlich ist. In insgesamt 290 Kommunen haben nur 18 Bibliotheken zum Zeitpunkt der Erhebung ein kombiniertes Betreibermodell, in zwei Kommunen sind 2021 kommerzielle Unternehmen betraut (Nacka, Hällefors).[10] Da sich die Bibliotheksvereinigung zur Neutralität verpflichtet sieht, hat sie einen Thinktank hinzugezogen („Tankesmedjan Balans“), der zuvor privatisierte Einrichtungen aus dem Krankenhaus- und Schulwesen begutachtet hatte. Es wird vermerkt, dass einige Bibliotheken Phasen mit alternativen Betreibermodellen durchlaufen haben, inzwischen aber zum kommunalen Modell zurückgekehrt sind.[11] In dünn besiedelten Gebieten Schwedens hat sich die Lösung bewährt, dass Vereine oder kleinere Stiftungen Bibliotheken betreiben (insgesamt 14), um Schließungen zu vermeiden.[12]
Die trotz Neutralitätsbeteuerung durchscheinende grundsätzliche Skepsis der Bibliotheksvereinigung gegenüber Privatisierungen bezieht sich auf „Systemveränderungen“, die eine neuartige „Organisationsphilosophie“ bedingten und die womöglich zu einer kulturpolitischen Verarmung führen könnten.[13] Eine Bibliothek erfülle eine gesellschaftliche Funktion, ein Konzern eine marktwirtschaftliche.[14] Zur Veranschaulichung der Standpunkte in der referierten Diskussion unterscheiden die Autorinnen zwischen „Demokratielinie“ und „Marktlinie“.[15]
Trägerschaft und Betreibermodell könnten für sich genommen nicht allein über die Qualität einer Bibliothek entscheiden, meinen die Autorinnen Wedberg Spade und Plesner.[16] Sie warnen jedoch vor gesamtgesellschaftlichen Folgen und stellen eine „Veränderung der Standards“ dahingehend fest, dass „die Nutzenden als ‚Kunden‘ und Individuen betrachtet werden und dass die kollektive Sichtweise, die traditionell für Öffentliche Bibliotheken betont wird, abgelöst worden ist.“[17] Dass die Begriffsprägung ‚Bibliothekskunden‘ in Schweden weder allgemein verbreitet noch akzeptiert ist, bringt die starken Widerstände gegen neoliberale Umstrukturierungen plastisch zum Ausdruck.
Auch wenn die allgemeine Ausrichtung nicht zwangsläufig durch eine geänderte Trägerschaft oder ein neues Betreibermodell gefährdet sei,[18] und sich die Zufriedenheit des Nutzenden nicht verschlechtert habe, mahnen die Autorinnen zur Wachsamkeit. In einigen Bereichen fehlten ausreichende Erfahrungen, was das Zusammenspiel von nicht-kommunalen und kommunalen Personen oder Organisationseinheiten betrifft. Eine antikommerzielle und kapitalismuskritische Haltung drückt sich in der Verteidigung des „kostenlosen Begegnungsortes“ oder der „konsumfreien Zone“ aus.[19] Erstens wird durch diese kritische Haltung die Funktion des vorbehaltlosen Zufluchtsortes in Erinnerung gerufen, zweitens wird die „Marktlinie“ in der Argumentation für privatisierte Bibliotheken als mit den demokratisierend verstandenen Alltagshandlungen kaum vereinbar dargeboten.
„Svensk biblioteksföreningen“ vermeidet eine offizielle Stellungnahme zur Privatisierungspolitik, was den debattenfreudigen Bibliothekar Nick Johnson-Jones dazu veranlasste, die Risiken zu verdeutlichen.[20] Jones war von 2007–2011 Chef der Bibliothek Nacka Forum[21] und kann auf ambivalente Erfahrungen mit den Privatisierungsbestrebungen in einer wohlhabenden Kommune zurückblicken: Er betont, dass Privatisierungen die Verletzlichkeit von Bibliotheken erhöhten. Doch wird von den Verteidigern privater Lösungen gerade die stabilisierende Wirkung von Privatisierungen betont: Angesichts der eigenen Budgetverantwortung sei bei Konjunkturschwankungen eine größere Manövriersicherheit gewährleistet, schnelleres Handeln und maßgeschneiderte Lösungen jenseits der schwerfälligen kommunalen Dienstwege werden in Aussicht gestellt.[22] Jones hält dagegen, dass die betreibenden Unternehmen selbst unvorhersehbaren Konjunkturschwankungen ausgesetzt und daher keine verlässlichen Partner seien. Darüber hinaus landeten die privaten oder teilprivatisierten Bibliotheken – ohne dies planvoll anzustreben – in einer isolierteren Position.[23]
Jones warnt vor den bisher noch nicht absehbaren sozial- und kulturpolitischen Folgen der neoliberalen Umorientierung. Wie sich die Absprachen zwischen privaten und öffentlichen Trägern und Einheiten auf zukünftige Arbeitsformen auswirkten, sei kaum zu überblicken. So könnte kaum eingeschätzt werden, welche Transformationen irreversible Effekte hätten. Jones ist davon überzeugt, dass krisenfeste Lösungen am ehesten durch deliberative und revisionsbereite Prozesse gefunden würden. Diese erfordern Geduld und Zeit, genau die Zeit, die im Rahmen von Privatisierungsprozessen gerade aus Effizienzgründen eingespart werden soll.
4 Im Zentrum der Kontroverse: Nacka kommun und der Axiell Konzern
„Nacka ist eine großstädtische Kommune mit großer Einwohnerdichte, hohem Durchschnittseinkommen und einer recht weit zurückreichenden Geschichte, aus ideologischen Gründen private Akteure für öffentliche Aufträge einzusetzen“.[24]
Da sich der kommunale Kulturausschuss Nacka in der konservativen Kommune bereits mehrmals, in Abständen von drei bis vier Jahren für das private Modell und dessen Ausbau entschieden hat, kann sich dort die private Trägerschaft zusehends konsolidieren. Die erste Bibliothek in Nacka kommun wurde 2004 von Dieselverkstaden AB (Dieselwerkstatt GmbH)[25] übernommen, zwei weitere Bibliotheken folgten. Dieselverkstaden ist ein Kulturunternehmen, das u. a. ein Kunstmuseum, Cafés, eine Kletterhalle und ein Archiv betreibt.[26] Seit 2019 hat der Konzern Axiell, größter Anbieter von Bibliothekslösungen in Skandinavien, die drei übrigen Bibliotheken, u. a. Nacka Forum bibliotek[27] übernommen. Dieser Übernahme waren öffentliche Ausschreibungen in Nacka kommun vorausgegangen. Der Anbieter Axiell ist im Bibliothekswesen und im Bildungsbereich tätig und stellt u. a. Bibliothekssoftware, Katalogsysteme, Apps für die Ausleihe und Tools etwa für das Veranstaltungsmanagement bereit. Im Januar 2023 beschloss der Kulturausschuss der konservativ angeführten Kommune, das unternehmerische Modell für mindestens zwei weitere Jahre fortzusetzen.[28]
Im Rahmen der Förderungsmaßnahme „Stärkta bibliotek“ (Gestärkte Bibliotheken 2018–20) erhielt der Verbund der sechs Bibliotheken Nacka, einschließlich der (damals noch) drei privatisierten Bibliotheken, Fördermittel des schwedischen Kulturrates.[29] In diesem Fall besteht also eine private Unternehmens-Trägerschaft in kommunaler Einbettung. Wird der Anspruch einer Bibliothek für alle dadurch relativiert? Thord Eriksson erwähnt die Befürchtungen, dass entweder angepasste ‚Nachfragebibliotheken‘ entstehen könnten, die durch die Bereitstellung von Bestsellern und Trendmedien ihre Ausleihstatistik hochtreiben oder dass Bibliotheken mit eingeschränktem Angebot bevorzugt Medien für einzelne Zielgruppen anschaffen könnten.[30]
Wie wahrscheinlich ist es, dass nicht allmählich, trotz gleichbleibender Zufriedenheit der Nutzenden[31] das Grundverständnis einer demokratischen Institution unterlaufen wird? Leisten derartige Übergangsformen von privat und öffentlich langfristig einer Entpolitisierung Vorschub – sogar der Bibliothekspolitik selbst?
Der Konzern Axiell hat im skandinavischen Raum als Distributor eine starke Position. Durch weitere Bibliotheksübernahmen würde dessen Expansion befördert. Die Vorbehalte von Seiten des Bibliothekspersonals gründen sich nicht zuletzt darin, dass Axiell auf mehreren Arbeitsgebieten inhaltlich unerfahren oder fachfremd ist, gerade was den Austausch mit den lokalen Nutzenden in Präsenz vor Ort betrifft. Als Dienstleister verfolgt Axiell nicht die Bildung inhaltlich motivierter Netzwerke oder einer entsprechenden Kooperation von Kultureinrichtungen, sondern geschäftliche Effizienz und langfristige Profite durch weitere Aufkäufe.[32] Ob und wie sich ein solcher Akteur sinnvoll an deliberativen Prozessen der Bibliotheksarbeit beteiligen kann, ist eine berechtigte Frage. Die spezielle Ausbildung, die über lange Zeit ausentwickelten Arbeitsroutinen sowie ein entsprechendes tacit knowledge des Bibliothekspersonals,[33] die Orientierung an Bibliotheksplänen und die lokale Interaktion scheinen durch die neue Strukturierung der Arbeitsprozesse im Sinne des New Public Managements nachhaltig relativiert. Die Ausschreibungsverfahren und Vertragsabschlüsse mit mehrjähriger Bindung, die mit Firmen oder anderen nicht-kommunalen Partnereinrichtungen eingegangen werden, normalisieren das New Public Management im Kultur- und Bildungsbereich.
Da Axiell seit Erscheinen des Berichts 2020 noch erfolgreicher geworden ist, sind die Vorbehalte interessant, die von Wedberg Spade und Plesner vor drei Jahren formuliert wurden:
„In den vorausgegangenen Abschnitten unseres Berichts haben wir gesehen, dass es sowohl ideologische als auch ökonomische Gründe dafür gibt, Bibliotheken in Unternehmen umzuwandeln. Axiells Geschäftsführer meint, dass Axiell in seiner doppelten Rolle als Systemlieferant und als Betreiber dazu in der Lage ist, die Bibliothek im Vergleich zur Kommune selbst effizienter zu betreiben. ‚Wir sprechen über das Thema ‚What’s inside the box‘. Wir werden herausfinden, wie wir die Technologie übernehmen und wie wir mehr leisten, wenn auch kostengünstiger als zuvor [wörtlich: mehr für weniger leisten, die Verf.].‘ Diese Äußerung ist in ihrer Schlichtheit interessant. Es ist eine empirisch überprüfbare Frage, ob es wirklich möglich ist, ‚mehr für weniger‘ zu leisten. In Schweden verfügt Axiell nicht über ausreichend lange Erfahrung, um hierzu Stellung nehmen zu können.“[34]
Indem Axiell die technologisch-mediale Infrastrukturen festlegt, werden Vorentscheidungen darüber angebahnt, welche Aktivitäten begünstigt und welche Bibliothekskooperationen befürwortet werden. Es werden auch langfristig bindende Personalentscheidungen getroffen, und Axiell wäre mit weit reichenden Verantwortlichkeiten betraut.
„Axiell ist bislang bloß ein Bibliothekslieferant gewesen. Über lange Zeit hat Axiell seine Produkte und Dienstleistungen entwickelt, um den Ansprüchen von Bibliotheken zu genügen und zugleich Profit für das Unternehmen zu generieren. Ihr Einsatz als Betreiber bedeutet, dass Axiell nun auch an Entscheidungen darüber mitwirkt, wie die Ressourcen der Bibliotheken verteilt werden sollen – wie viel Geld ist für Gehälter vorgesehen, wie viel für die Lieferdienste, einschließlich Axiell […] etc. Axiell befindet sich jedoch auch selbst ‚inside the box‘ und verfolgt ein Profitinteresse. Die Möglichkeit, selbst als verantwortlicher Betreiber der Bibliothek Steuermittel zu verteilen und als Systemlieferant Dienstleistungen zu verkaufen, die mit eben diesen Steuermitteln bezahlt werden, macht Axiell zu einem einzigartigen Akteur in unserer Auswertung. Axiells Rolle sollte von der Leitung [in diesem Zusammenhang von der Kommune und vom kommunalen Kulturausschuss, die Verf.] mit großem Bedacht gehandhabt werden und ist genau auszuwerten.“[35]
Axiell wird an der Entscheidung über die Verteilung von Steuermitteln mitbeteiligt, was für die Befürwortenden der kommunalen Trägerschaft ein beinahe skandalträchtiges Novum bedeutet. Auch staatliche Zuschüsse oder Projektmittel zur Innovation werden mitverwaltet.[36]
Im Bericht der schwedischen Bibliotheksvereinigung kommt zum Ausdruck, dass ein Unbehagen an der ‚wohlfahrtsstaatlichen Abwicklung‘ fortbesteht. Könnte die veränderte Funktionszuschreibung des öffentlichen und gemeinschaftlichen Bibliotheksortes durch den Wechsel zum ‚Betriebssystem‘ Axiell womöglich doch eines Tages von der „location“ (d. h. der Kommune bzw. dem Verbund der inzwischen sechs privaten Nacka-Bibliotheken) über „locale“ (etwa der einzelnen Bibliothek Nacka Forum in der Shoppingmall)[37] bis zum „sense of place“ durchschlagen?
Allzu schematische Feinbilder sind kaum angebracht. Axiell scheint den eigenen Mangel an Innovationen und an Bezugnahmen auf das lokale Milieu erkannt zu haben und schwenkt auf die ortsspezifischen Bedarfslagen und die bisher für die kommunale Bibliotheksarbeit relevanten Leitdokumente ein, wie u. a. eine Werbeformulierung verrät: Axiells Produkte sollen den Mitarbeitenden mehr Zeit verschaffen, um „das Lesen und Lernen sowie die Kreativität zu fördern, um Forschende und Recherchierende unterstützen zu können und um die Bibliothek zu einem einladenden Ort für alle zu machen“.[38] In der Älta bibliotek[39] in Nacka wird der Materialbestand inzwischen besser auf finnischsprechende Personen im Einzugsgebiet abgestimmt,[40] ein Zugeständnis an den alltäglichen Bedarf auf Seiten der Nutzenden. Vielleicht versucht der Konzern, in Kenntnis der bisherigen Auswertungen und Stellungnahmen, gleichsam kommunale Eigenheiten und eine Demokratielinie zu entwickeln.
Die Bibliothekschefin der privatisierten Bibliotheken in Nacka[41] Jenny Poncin war zugleich Mitglied der Axiell Leitungsgruppe und ist seit 2024 Chefin der kommunalen Bibliothek Haninge. Poncins „Arbeitsbericht für das Jahr 2021“ belegt, dass mit den kommunalen Bibliotheken übereinstimmende Arbeitsweisen zur Anwendung kommen und dass das Transparenzprinzip fortbestehe.[42] Dabei lassen Textsorte und Stil von Poncins Arbeitsbericht eine Orientierung an Bibliotheksplänen, Leitdokumenten oder Rechenschaftsberichten erkennen, wie sie in kommunalen Bibliotheken gängigerweise eingesetzt werden. Als Fokusbereiche der Nacka Forum Bibliothek nennt Poncin 1) demokratische Mitbürger, 2) kreative Mitbürger, 3) lebensbegleitendes Lernen und 4) Leseförderung. In diesem Bericht bleibt Axiell unerwähnt, aber es wird bekannt gegeben, dass Dieselverkstaden AB einen Wechsel zum LIBRIS-Katalogsystem[43] vollziehen und damit von den drei von Axiell betriebenen Bibliotheken medien-infrastrukturell abweichen wird.
Axiell muss sich sowohl am Bibliotheksgesetz orientieren als sich auch an den kommunalen Rahmen halten. Der Konzern nimmt diese Ausrichtung inzwischen selbst in das Präsentationsmaterial und die Firmenpolicy auf: „Bibliotheken sind wertvolle Begegnungsorte der Gesellschaft und wichtig für den Zugang aller zu Wissen und Information.“[44]
Die bisher genannten Ortscharakteristika haben mit der Gestaltungsfreiheit von Bibliotheken zu tun, die gemessen am Gesundheits- oder Bildungswesen recht groß ist, wie auch die sozialistische Bibliothekszeitschrift „Bibliotek i samhälle“ (BiS) festhält.[45] Die Absprachen und Vertragsabschlüsse mit privaten Trägern verheißen laut BiS eine eingeschränkte Gestaltungsfreiheit.
5 Heterotopische Hoffnungen
Der fachjournalistisch engagierte Bibliothekar Nick Jones, ehemaliger Bibliothekschef der Nacka Forum Bibliothek (2007–2011) unternimmt den Versuch, Bibliothekspolitik vom Ort aus zu denken: Der Sammelband „Försök att förstå. Folkbibliotek, rasism och platsens politik“ (Versuch zu verstehen. Öffentliche Bibliotheken, Rassismus, Politik des Ortes 2012) versammelt Jones’ Beiträge aus den Jahren 2003 bis 2012. Jones spricht – genauso wie die Lundenser Gruppe der „Critical Library Studies“ um Johanna Rivano Eckerdal – ein politisch mündiges Bibliothekspersonal an, das sich mit einem kollektiven Bibliotheksort identifiziert und mit Lernbereitschaft und Ausdauer die einschlägigen deliberativen Arbeitsprozesse gestaltet.
Der schwedisch-englische Autor verfasst nachdenkliche Artikel aus der Perspektive der Vororte Alby/ Botkyrka und Vårby/ Huddinge südlich von Stockholm (1999–2007). Er setzt sich das Ziel, der stigmatisierenden Medienberichterstattung über die Stockholmer Vororte entgegenzuwirken und die Wohnumgebung der Bibliotheksbesuchenden anzuerkennen. Zu dieser Zeit galten Stadtteilaufwertungen als vielsprechende Maßnahmen, um Segregationsmuster zu durchbrechen. Parteienübergreifend wurde das Argument vertreten, dass u. a. von Bibliotheken oder Museen lancierte integrative Maßnahmen langfristig die Arbeitslosigkeit unter sozial schwachen Gruppen verringern und mithin das ökonomische Wachstum der Stockholmer Region steigern könnten. Ob das soziale Gefälle zwischen Stadtvierteln auf diese Weise reduziert werden kann, bleibt schwer zu beurteilen.
In Jones’ Beiträgen scheint indes die Hoffnung auf, Bibliotheken als Heterotopien gestalten zu können, etwa indem sich diese Versammlungsorte als konsumfreie Zonen[46] oder gegenkulturelle Orte behaupten. Dabei geht Jones nicht so weit wie die Gruppe um Johanna Rivano Eckerdal, die für eine zielgerichtete Etablierung von Gegenöffentlichkeit in allgemeinen Bibliotheken eintritt.[47] Einig sind sich diese Bibliotheksaktivist:innen und Jones hingegen in ihrer Kritik an homogenisierenden Vorstellungen innerhalb ihrer Profession. Jones wendet sich vor diesem Hintergrund gegen die Bibliothek als ‚Wohnzimmer‘, denn dieses Konzept sei weniger inkludierend als angenommen, im Gegenteil würden bestimmte sozioökonomische Maßstäbe und Vorstellungen des gelungenen Lebens verabsolutiert und eine ‚domestizierte Öffentlichkeit‘[48] legitimiert. Jones hält fest, dass öffentliche Räume nicht zu einem Zuhause für bestimmte Gruppen erklärt werden dürfen.[49] Zu den von ihm genannten unerwünschten Effekten zählt auch das womöglich überproportionale Gestaltungsvorrecht der tatsächlichen oder symbolischen ‚Bibliothekseigentümer:innen‘.[50] Statt von einem Wohnzimmer sollte von einem alltäglichen Raum der Bibliothek die Rede sein.[51]
Folgt man den instruktiven Vorschlägen des Soziologen Stephan Lessenich, ist die Demokratie noch weiter zu demokratisieren und das Wahlrecht auszubauen.[52] Bezeichnenderweise verankert Lessenich sein Plädoyer für ein erweitertes Wahlrecht im Lokalen, indem er eine „gleiche Teilhabe aller an der politischen Gestaltung der Lebensverhältnisse vor Ort“[53] fordert. Laut Lessenich erhöht sich in alltäglichen Begegnungsräumen die politische Reichweite im Sinne einer Gemeinschaft der Nutzenden: Denn dort, „wo sich die Menschen alltäglich begegnen“, eröffnet sich „die Chance auf neue Formen der Kollektivität und eines Lebens in kollektiv-individueller Verantwortung“.[54] Mit der Betonung des Alltagslebens wird das Lokale nachdrücklicher auf den Sozialraum und die Gemeinschaft vor Ort bezogen als auf eine mögliche (vorgestellte) territoriale Einheit. Implizit werden in Lessenichs Plädoyer „locale“ und „sense of place“ stark gemacht. Anders als in der Gegenüberstellung von ‚individualistischem Eigennutz‘ versus ‚kollektivistischer Gemeinnützigkeit‘, wie sie bei Wedberg Spade und Plesner anklang,[55] vermeidet Stephan Lessenichs Begriffsprägung „kollektiv-individueller Verantwortung“[56] eine Dichotomie von individualistischen versus kollektivistischen Leitmodellen.
Die Bibliothekspläne haben auf Seiten des Personals „internalisierte“ Praktiken etabliert und prägen das alltägliche Handeln.[57] Auch die Nutzenden verfügen über Routinen, die sie auf Dauer verinnerlicht haben, wie ein ungeplantes Experiment der Göteborg Stadsbibliotek belegt: An einem Feiertag Anfang November 2023 blieb eine der Eingangstüren versehentlich unverschlossen. Bevor das Versehen von einer Mitarbeiterin zufällig entdeckt wurde, hatten bereits über 400 Personen der Bibliothek einen Besuch abgestattet. An diesem Tag wurden sogar 246 Bücher ausgeliehen. Der Bibliotheksalltag fand in geordneten Formen statt, weil sich alle Beteiligten routiniert und umsichtig sowie in dem Bewusstsein verhielten, einen gemeinsamen Ort mittels bewährter Praktiken zu gestalten.[58]
Allgemeine Bibliotheken sind ortsstiftend, sie realisieren sich als öffentlichkeitswirksame Begegnungs- und Versammlungsorte, vor allem in ihrem lokalen Bedingungszusammenhang.[59] Attribute wie demokratisch oder gemeinnützig leiten sich fortlaufend aus den sozialen Praktiken der Anwendenden und des Personals vor Ort ab. Eine diffuse Vermischung von profitorientierten Zielsetzungen und sozialemanzipatorischen Maximen ist indessen weder auszuschließen noch durch eine Doxa der Konsumfreiheit konsequent zu vermeiden.
6 Präzedenzfall Zutrittsverbot
In diesem Abschnitt soll der größtmögliche Ausnahmefall in Relation zur offenen und inklusiven Bibliothek beleuchtet werden: die zeitweise Aufhebung des Zugangsrechts. Dem Bibliothekar und Journalisten Lars Ilshammar zufolge sei die Öffentliche Bibliothek der einzige noch verbleibende offene öffentliche Raum der schwedischen Gesellschaft.[60] Sozialkompensatorische Leistungen des Bibliothekspersonals und eine nicht immer gewährte Sicherheit am Arbeitsplatz sind Ilshammar zufolge für das hohe Gut der allgemeinen Zugänglichkeit in Kauf zu nehmen.
Ab Juli 2022 trat ein Zutrittsverbot in Kraft, das in vielen anderen Ländern sicher weniger Aufsehen erregt hätte: § 1 legt fest, dass nicht allein Geschäfte ein Zutritts- und Aufenthaltsverbot aussprechen können, sondern auch Badeanstalten und Bibliotheken, an denen Tätigkeiten ausgeübt werden, die sich an die „Allgemeinheit“ richteten.[61] Während vor 2022 die Rechte von Geschäftsbesitzenden verteidigt werden sollten, heißt es nun verallgemeinert und auf den sozialen Ort bezogen: Diejenigen, die über den Ort/ Platz verfügen, also auch diejenigen, die eine Öffentliche Bibliothek betreiben, können unabhängig vom Gesetz den Zugang erlauben oder verweigern. Damit wird konzeptuell das Besitzrecht hervorgehoben. Was störendes Verhalten ausmacht, definiert § 2: Das Verhalten der störenden Person lässt darauf schließen, dass unter bestimmten Umständen das Risiko besteht, dass eine kriminelle Handlung begangen oder dass eine andere Person auf ernsthafte Weise schikaniert oder bedroht wird. Grober Vandalismus am Gebäude oder die vorsätzliche Zerstörung von Materialien der Bibliothek sind ebenfalls als kriminelle Handlungen zu werten. Das Verbot kann für einen Zeitraum bis zu einem Jahr gelten; Jugendliche unter 15 Jahren können nicht belangt werden.
§ 2a betont den Rang der Bibliothek als Institution elementarer demokratischer Infrastruktur und erklärt die enorme symbolpolitische Aufladung des Themas zumindest teilweise. Das Zutrittsverbot umfasst nicht den Zugang oder den Aufenthalt an diesem Ort, wenn dieser mit dem ausschließlichen Ziel einer Stimmabgabe bei Wahlen erfolgt. Von der Ausübung des Wahlrechts darf niemand ausgeschlossen werden. Dabei sind Parlamentswahlen und Wahlen zum EU-Parlament, Kommunalwahlen oder Wahlen zum Regionalrat oder samischen Parlament sowie Volksabstimmungen abgedeckt. Auch wenn Bibliothek und Wahllokal einen gemeinsamen Eingang haben, darf die gezielte Handlung der Stimmabgabe nicht verwehrt werden.
Das Zutrittsverbot wurde seit Einführung des Gesetzes erst in fünf Fällen verhängt.[62] Die besonderen Bedingungen, die erfüllt sein müssten, seien nur selten gegeben; die Inanspruchnahme dieser gesetzlichen Regelung sei bloß ein allerletzter Ausweg, um die Sicherheit von Personal und Besuchern wiederherzustellen. Dass lärmende Jugendliche nicht des Ortes verwiesen werden dürfen, wird sogar als Ausdruck einer besonderen pädagogischen Verantwortung der Öffentlichen Bibliotheken für Personen unter 15 Jahren verstanden.[63]
Sich für die Anwendung des Verbots in zu begründenden Fällen auszusprechen, heißt keineswegs, einem reaktionären Standpunkt einzunehmen.[64] Rivano Eckerdal und Carlsson halten fest: „One comes to realize that the concept of a ‚library for all‘ does not require libraries to meet all the needs of any user“.[65] Jones hebt den stellvertretenden Charakter des Streits hervor, sowohl die Verteilungs- als auch die Teilhabegerechtigkeit sind betroffen: Er pointiert, „dass die Herausforderungen dadurch bedingt sind, dass bestimmte Relationen von sozialer Ungleichheit zwischen bestimmten Gruppen prädisponiert sind“.[66] Die soziale Bühne der Bibliothek führt alltäglich gesamtgesellschaftliche Spannungen vor.
Lessenich ruft in Erinnerung, dass Inklusion stets bestimme Exklusionen voraussetzt, wodurch seine zunächst provokant anmutende Formulierung „Teilhabe durch Ausschluss“[67] Prägnanz gewinnt: „Es geht darum, dass in der Geschichte der modernen Demokratie die Freiheiten der einen regelmäßig die Zwänge der anderen waren, dass die Berechtigung der einen auf der Entrechtung anderer beruhte.“[68] Die beiden ausgewählten kontroversen Diskussionsbeispiele um Privatisierung und Zutrittsverbot veranschaulichen, wie um einen „sozialen Raum der Berechtigung“ gerungen wird.[69] Für Privatisierung und Zutrittsverbot ist gerade das von Lessenich dargelegte Spannungsverhältnis zwischen einer „Logik der Konkurrenzgesellschaft“ und einer „Logik der Klassengesellschaft“[70] charakteristisch. Zugleich nimmt die Komplexität der zusammenwirkenden Kategorien zu. Die Kreuzung der beiden Logiken führt nämlich dazu, dass sich eine Reihe von zusätzlichen „Antagonismen“ entfaltet: „zwischen Etablierten und Außenseitern, Insidern und Outsidern, Arrivierten und Prätendent*innen“.[71] Es sind dies wiederkehrende Antagonismen auch in der Bibliotheksdebatte.
Im März 2023 wurde über einen Fall im Stockholmer Vorort Tensta berichtet, bei dem das Zutrittsverbot nicht verhängt werden durfte, weil die dortige Bibliothek ihre Räumlichkeiten mit dem Bürgeramt teilt. Tensta mit seiner als monoton geltenden Hochhausbebauung wurden bisher kaum ortsspezifische Merkmale zuerkannt.[72] Diese vermeintliche ‚Ortlosigkeit‘ begünstigt offenbar eine institutionell motivierte Prinzipienentscheidung über den Aufgabenbereich und die Bestimmung dieser Öffentlichen Bibliothek. Für die Tensta Bibliothek[73] lehnte die zuständige Staatsanwältin den Antrag der Stadtbibliothek Stockholm, d. h. der übergeordneten Bibliothekseinheit ab, einer wiederholt störenden Person Hausverbot zu erteilen. Der Antrag war vom Leiter der Stockholmer Bibliotheken Daniel Forsman eingereicht worden, der für seine demokratiefördernde Haltung bekannt ist.
Das Zutrittsverbot durfte nicht verhängt werden, weil das der Tensta Bibliothek angeschlossene Bürgeramt der Bevölkerung jederzeit zur Verfügung stehen muss. Die Kooperation mit einer administrativen behördlichen Einrichtung, deren gemeinnützige Funktion formal gesetzt ist, verhinderte in Tensta die Umsetzung des Verbots.
Zum Antrag zur Gesetzesanwendung in Tensta resümiert die involvierte Staatsanwältin: „Das Gesetz darf den Zugang lediglich für Bibliotheken, Badeanstalten und Geschäfte verbieten. Nichts anderes darf miterfasst werden. Doch möglicherweise gibt es eine unternehmerische Nutzung innerhalb einer Bibliothek, ein Café oder etwas ähnliches. Dort wären unter Umständen Ausnahmen möglich. In diesem Fall [Tensta Bibliothek kombiniert mit dem Bürgeramt, die Verf.] bin ich zu dem Schluss gekommen, dass keine klaren Abgrenzungen möglich sind.“[74]
In der zitierten Äußerung der Staatsanwältin geht es nicht allein um institutionelle Binnengrenzen, sondern auch um eine Systemkonkurrenz zwischen öffentlicher Interessenssphäre und dem kommerziellen Betrieb auf einem abgrenzbaren Territorium. In diesem prinzipiengeleiteten Urteil erhält das Netzwerk der Stockholmer Bürgerämter deutlich Priorität vor den lokalen Belangen der Betroffenen. Der seit ca. 2010 bestehende Trend zur Fusion von Bürgeramt und Bibliothek gründete seinerzeit auf dem Argument, Institutionen zu verschmelzen und die Integration zu fördern. Der Stockholmer Bibliothekschef Forsman zeigt nichtsdestotrotz Verständnis für die Ablehnung und für das Argument des Bürgeramtes, denn diese Anlaufstellen des Bürgerservices seien für eine große Zahl von Stockholmbewohnern elementar. Forsman schlägt kompromisshaft den Einsatz von Wachpersonal in Tensta vor. Proaktiv weist er auf eine weitere abgrenzbare Funktionszone hin, für die eigene Regeln ableitbar wären, um bei Bedarf ein Zutrittsverbot motivieren zu können: die Computerterminals in Bibliotheken. Sobald die Anwender:innen gegen die digitalen Nutzungsbedingungen verstießen, könnte ein Zutrittsverbot ausgesprochen werden.[75] Der heterotopische ‚Allaktivitätsraum‘ (Ilshammar) würde in Folge einer solchen juristischen Notlösung in vorgestellte Parzellen aufgeteilt.
Das Lokalspezifische ist konkret, aber zugleich von den kontingenten Effekten beeinflusst, die aus dem Zusammenwirken der kommunalen, regionalen und nationalen Skalen erwachsen.[76] Den wohlhabenden Kommunen stehen voraussichtlich vielfältigere Wahlmöglichkeiten von Betreibermodellen oder Trägerschaften zur Auswahl.
7 Einschätzung und Ausblick
Bibliotheken in kommunaler Trägerschaft sind üblicherweise auf der Ebene der Verortung (in Relation zur Region und zum entsprechenden regionalen Kulturplan sowie im Verhältnis zum nationalen Bibliotheksgesetz) zu betrachten und als lokale Betreiber im Wechselspiel mit den Nutzenden sowie allen anderen Personen des Einzugsgebiets. Die besondere Kompetenz, oft erschlossen in der Arbeit mit den Bibliotheksplänen, besteht in den Gestaltungsmöglichkeiten des konkreten und des für die Gemeinschaft vorgestellten Ortes (sense of place, place identity, stedsfølelse). Der überlegene Wert einer Zusammenarbeit mit erfahrenen und kundigen Nachbarschaftsinstitutionen liegt auf der Hand.
Im Unterschied zu den Privatisierungen von Kliniken und Schulen, die seit den 1990er-Jahren nachdrücklich verfolgt wurden,[77] sind Bestrebungen, die Öffentlichen Bibliotheken zu privatisieren, hartnäckig abgewiesen worden. Aus deutscher Perspektive könnte dies wie eine zeitversetzte Auseinandersetzung um die neoliberale Umgestaltung öffentlicher Einrichtungen wirken. Der Widerstand der beiden Bibliotheksvereinigungen, einiger Vertreter:innen der Bibliotheks- und Informationswissenschaft und einiger bibliothekspolitischer Aktivist:innen bedeutet ein eindrucksvolles Bekenntnis zur Bibliothek als einer demokratischen und pluralistischen Institution und Organisation. Das demokratische Alltagshandeln ist verbürgt durch eine intensive wechselseitige Kommunikation mit den Nutzenden und der Lokalgesellschaft. Gerade diese Prämisse, die in vielen Bibliotheksplänen aufgefächert und veranschaulicht wird,[78] steht mit der Vorstellung eines international operierenden Konzerns in Konflikt. Es sind die spezifischen Merkmale der Standorte, die sprichwörtlich mit der Kommune und der „Demokratielinie“ verknüpft sind, die eine Garantie des gesellschaftlichen Zusammenhalts und ein Engagement gegen Bildungsungerechtigkeit verheißen.
Als riskante Entwicklung für die Zukunft muss der wachsende Einfluss der rechtspopulistischen Partei Sverigedemokraterna (SD), die seit 2010 im Parlament vertreten ist, auf die Kulturpolitik genannt werden. Bei der Parlamentswahl im Herbst 2022 hatte SD über 30 Prozent der Stimmen erhalten. SD konnte sich durch Absprachen mit der konservativen, christdemokratischen und liberalen Partei noch vor der Regierungsbildung (Tidöabsprache/Tidöavtalet) grundlegenden politischen Einfluss sichern. In 18 Kommunen erhielt SD zwar eine Mehrheit,[79] die kulturpolitischen Versuche zu einer Umgestaltung wurden jedoch begrenzt, wie der Fall der Bibliothek Sölvesborg im südschwedischen Blekinge län illustriert, der große mediale Aufmerksamkeit auf sich zog.[80] SD-Vertreter:innen versuchten, direkten Einfluss auf die Zusammensetzung des Personals, insbesondere die Auswahl der Leitung, auf die Programmgestaltung und den Materialbestand zu nehmen. Unter der Vorgabe, den nationalen Literaturkanon zu stärken, sollten beispielsweise Ausgaben für nichtschwedische Materialien vermieden werden. Die Versuche der SD-Kommunalpolitiker:innen, den Bibliotheksplan zu beeinflussen, konnten mit Hinweis auf das Bibliotheksgesetz und andere Leitdokumente abgewiesen werden.
Im Fall Nacka ging es um Wirtschaftsförderung im Zeichen von Privatisierungen, wie es dem Programm der in Nacka kommun tonangebenden konservativen Partei Moderaterna (M) entspricht. Die Prämisse, durch das Konkurrenzprinzip und durch Steuersenkungen markante Qualitätsverbesserungen zu erzielen und Innovationsanreize zu schaffen, ist bekannt. Als anerkannte und regierungserprobte Partei, die bekannte Staatsminister wie Carl Bildt und Fredrik Reinfeldt gestellt hat, stand M bislang nicht unter Verdacht, sich auf unangemessene Weise in Bibliotheksbelange einzumischen. Erst durch die vom jetzigen konservativen Staatsministers Ulf Kristersson geleitete Tidöabsprache mit ihren großen Zugeständnissen an SD wurde eine Phase erreicht, die sogar die Civil Right Defenders alarmiert hat.[81]
Die Beteiligung des Konzerns Axiell kollidiert infolge der in diesem Beitrag referierten Positionen nicht mit dem Bibliotheksgesetz. Dennoch steht Axiell für eine trans- und internationale Netzwerkstruktur, d. h. vornehmlich für „location“ statt für „locale“. Die unternehmerische Ordnungsidee bezieht sich auf jede der Filialen, sie könnte sich möglicherweise in Zukunft ortsspezifisch ausdifferenzieren, wie die erwähnten strategischen Anpassungen bereits anzeigen. Wann und ob die Nutzenden diese unternehmerische Ordnungsidee im Umgang mit dem „sense of place“ identifizieren, bleibt eine offene Frage, die nur teilnehmende Beobachtungen klären könnten.
Mit dem Einzelfall der abgelehnten Verhängung eines Zutrittsverbots in der Bibliothek Tensta wurde die Frage aufgeworfen, ob in der institutionellen Zusammenarbeit unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden, woraus eine problematische Arbeitsverteilung der 40 Stockholmer Bibliotheken hervorginge, die sowohl das soziale Gefälle als auch Privilegierungen verstetigen könnte.
Bisher geht niemand davon aus, dass privatisierte Bibliotheken zu Nicht-Orten werden könnten, weil durch die Involvierung von Konzernen mit Standardisierungen zu rechnen ist, die den Ortscharakter abschwächen. Die Entscheidung über die Trägerschaft und Betreibermodell bleibt insofern eine strukturell politische, als sie an Parlament und Kommune gebunden bleibt.
(Teil-)Privatisierungen sind in vielen Ländern aus dem Bibliothekssektor nicht mehr wegzudenken. Da die Verträge mit privaten Anbietern nur über einige Jahre geschlossen werden, bleibt prinzipiell eine Option zum Rückbau der neoliberalen Transformation erhalten. Die Kommunen behalten die oberste Entscheidungsmacht. Verfolgt die Kommune selbst jedoch selbst eine dezidierte Privatisierungspolitik, könnten weitreichende Umgestaltungen begünstigt oder irreversibel werden.
Es bleibt zu beobachten, ob und wie privatisierte Bibliotheken eine eigene inhaltliche Agenda entwickeln und in welcher Weise diese jeweils auf die eigenen Dienste und Produkte bezogen werden. Eine sowohl thematisch-fachspezifische als auch sozioökomisch motivierte weitere Auffächerung des öffentlichen Bibliothekswesens zeichnet sich ab. Die Beteiligung von Stiftungen und Vereinen nimmt zu. Eine Normalisierung unternehmerischer Betreibermodelle hat in Schweden noch nicht stattgefunden, und die kommunale Koordination und Kontrolle stellen bislang ein breites Meinungsspektrum und ein vielfältiges Medienangebot sicher. Doch möglicherweise können die kommunalen Akteur:innen eine solche Schutzfunktion auf lange Sicht nicht mehr gewährleisten: Die Einflussnahme rechtspopulistischer und rechtsextremistischer Politik im kommunalen Kulturbereich hat bedrohliche Formen angenommen und verlangt einen nachdrücklichen Widerstand von Seiten der Kultur- und Bildungseinrichtungen – sowohl in Schweden als auch in Deutschland.
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Antje Wischmann
Literaturverzeichnis
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Artikel in diesem Heft
- Titelseiten
- Editorial
- Editorial: Bibliotheken und Politik
- Themenschwerpunkt: Bibliotheken und Politik
- Engagement für Bibliotheken fördern und sichtbar machen
- Politische Interessenvertretung für Bibliotheken: Themen, Forderungen, Methoden
- WEITER WISSEN. Mit uns! Mit der Kampagne WEITER WISSEN machen wissenschaftliche Bibliotheken ihre Leistungen für eine offene Wissenschaft und Forschung sichtbar
- „Es ist die Aufgabe der Verwaltung, das sachlich Notwendige möglich zu machen.“
- „Hexenjagd im Bayern-Staat“: Die Universitätsbibliothek der LMU München und die Holzer-Affäre 1974
- Eine Chronik laufender Ereignisse – Über die Bibliothek der ukrainischen Literatur in Moskau
- Interview mit Boryano Rickum über die rechtsextremen Vorfälle in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof in Berlin und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind
- Über Bibliotheken als Werkstätten der Demokratie
- Argumente gegen Stammtischparolen – auch für Bibliothekarinnen und Bibliothekare
- Bibliotheken: Die fünfte Gewalt im Staat?
- Bibliotheken aus systemtheoretischer Sicht. Eine Skizze
- Kommunal geschützt? – Trägerschaftsmodelle schwedischer Öffentlicher Bibliotheken auf dem Prüfstand. Einblicke in eine Debatte
- Kulturgutschutz und Bekämpfung von Desinformation – Aufgaben internationaler Bibliothekskooperation in Zeiten des Krieges
- Decolonising the Library – in Deutschland?
- Koloniale Kontexte in der Bibliothek. Vernetzen, Erschließen, Bereitstellen
- Subprime Impact Crisis. Bibliotheken, Politik und digitale Souveränität
- Thesen zur Zukunft des wissenschaftsgeleiteten Open-Access-Publizierens – Entwicklung und Diskussion in einem partizipativen Prozess
- Sie stehlen unsere Aufmerksamkeit!
- Was ist eine wissenschaftliche Bibliothek heute?
- Sonstige Beiträge
- Serendipität und Open Data. Richtlinien für die Implementierung von Empfehlungssystemen auf Entdeckungsplattformen
- Analyse der Abdeckung wissenschaftlicher Publikationen auf Semantic Scholar im Kontext von Open Access
- Chancen und Herausforderungen der E-Preferred-Strategie für die monografische Erwerbung in wissenschaftlichen Bibliotheken
- Der Berg ruft und ein Reiseunternehmen will geführt sein, wo steckt der Fehlerteufel? Ein Interview mit Markus Walter
- Rezensionen
- Pettegree, Andrew: The Book at War. Libraries and Readers in a Time of Conflict. London: Profile Books, 2023. 474 S., s/w-Abb. im Text, 31 Farbabb., ISBN: 978-1-80081-493-6, eISBN: 978-1-80081-495-0. Hardcover ₤ 30, Paperback ₤ 12,99
- Anne Baillot: From Handwriting to Footprinting: Text and Heritage in the Age of Climate Crisis. Cambridge: Open Book Publishers, 2023, 179 Seiten, ISBN 978-1-80511-089-7, https://doi.org/10.11647/OBP.0355
- Hassan Soilihi Mzé: Geöffnet – Gelenkt – Umgebaut. Universitätsbibliothek Leipzig, Deutsche Bücherei und Leipziger Stadtbibliothek zwischen institutioneller Reorganisation und politischer Instrumentalisierung (1945–1968/69). Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, 2023. 266 S., ISBN 978-3-96023-555-2. Hardcover € 33,–
- Madeleine C. Fombad, Collence Takaingenhamo Chisita, Omwoyo Bosire Onyancha und Mabel K. Minishi-Majanja (Hrsg.): Information Services for a Sustainable Society: Current Developments in an Era of Information Disorder. Berlin, Boston: Walter de Gruyter, 2023. VII, 369 Seiten: Illustrationen, 129,00 €, ISBN 978-3-11-077268-5. Auch als PDF & EPUB
- Stefan Alker-Windbichler, Axel Kuhn, Benedikt Lodes, Günther Stocker (Hrsg.): Akademisches Lesen. Medien, Praktiken, Bibliotheken. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, V&R unipress 2022. 370 S.
- Verena-Christin Schmidt: Digitale und hybride Lernraumgestaltung in Wissenschaftlichen Bibliotheken, Wiesbaden: b.i.t. verlag gmbh, 2023, 118 Seiten, 24,50 €, ISBN 978-3-9824425-5-6
Artikel in diesem Heft
- Titelseiten
- Editorial
- Editorial: Bibliotheken und Politik
- Themenschwerpunkt: Bibliotheken und Politik
- Engagement für Bibliotheken fördern und sichtbar machen
- Politische Interessenvertretung für Bibliotheken: Themen, Forderungen, Methoden
- WEITER WISSEN. Mit uns! Mit der Kampagne WEITER WISSEN machen wissenschaftliche Bibliotheken ihre Leistungen für eine offene Wissenschaft und Forschung sichtbar
- „Es ist die Aufgabe der Verwaltung, das sachlich Notwendige möglich zu machen.“
- „Hexenjagd im Bayern-Staat“: Die Universitätsbibliothek der LMU München und die Holzer-Affäre 1974
- Eine Chronik laufender Ereignisse – Über die Bibliothek der ukrainischen Literatur in Moskau
- Interview mit Boryano Rickum über die rechtsextremen Vorfälle in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof in Berlin und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind
- Über Bibliotheken als Werkstätten der Demokratie
- Argumente gegen Stammtischparolen – auch für Bibliothekarinnen und Bibliothekare
- Bibliotheken: Die fünfte Gewalt im Staat?
- Bibliotheken aus systemtheoretischer Sicht. Eine Skizze
- Kommunal geschützt? – Trägerschaftsmodelle schwedischer Öffentlicher Bibliotheken auf dem Prüfstand. Einblicke in eine Debatte
- Kulturgutschutz und Bekämpfung von Desinformation – Aufgaben internationaler Bibliothekskooperation in Zeiten des Krieges
- Decolonising the Library – in Deutschland?
- Koloniale Kontexte in der Bibliothek. Vernetzen, Erschließen, Bereitstellen
- Subprime Impact Crisis. Bibliotheken, Politik und digitale Souveränität
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- Serendipität und Open Data. Richtlinien für die Implementierung von Empfehlungssystemen auf Entdeckungsplattformen
- Analyse der Abdeckung wissenschaftlicher Publikationen auf Semantic Scholar im Kontext von Open Access
- Chancen und Herausforderungen der E-Preferred-Strategie für die monografische Erwerbung in wissenschaftlichen Bibliotheken
- Der Berg ruft und ein Reiseunternehmen will geführt sein, wo steckt der Fehlerteufel? Ein Interview mit Markus Walter
- Rezensionen
- Pettegree, Andrew: The Book at War. Libraries and Readers in a Time of Conflict. London: Profile Books, 2023. 474 S., s/w-Abb. im Text, 31 Farbabb., ISBN: 978-1-80081-493-6, eISBN: 978-1-80081-495-0. Hardcover ₤ 30, Paperback ₤ 12,99
- Anne Baillot: From Handwriting to Footprinting: Text and Heritage in the Age of Climate Crisis. Cambridge: Open Book Publishers, 2023, 179 Seiten, ISBN 978-1-80511-089-7, https://doi.org/10.11647/OBP.0355
- Hassan Soilihi Mzé: Geöffnet – Gelenkt – Umgebaut. Universitätsbibliothek Leipzig, Deutsche Bücherei und Leipziger Stadtbibliothek zwischen institutioneller Reorganisation und politischer Instrumentalisierung (1945–1968/69). Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, 2023. 266 S., ISBN 978-3-96023-555-2. Hardcover € 33,–
- Madeleine C. Fombad, Collence Takaingenhamo Chisita, Omwoyo Bosire Onyancha und Mabel K. Minishi-Majanja (Hrsg.): Information Services for a Sustainable Society: Current Developments in an Era of Information Disorder. Berlin, Boston: Walter de Gruyter, 2023. VII, 369 Seiten: Illustrationen, 129,00 €, ISBN 978-3-11-077268-5. Auch als PDF & EPUB
- Stefan Alker-Windbichler, Axel Kuhn, Benedikt Lodes, Günther Stocker (Hrsg.): Akademisches Lesen. Medien, Praktiken, Bibliotheken. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, V&R unipress 2022. 370 S.
- Verena-Christin Schmidt: Digitale und hybride Lernraumgestaltung in Wissenschaftlichen Bibliotheken, Wiesbaden: b.i.t. verlag gmbh, 2023, 118 Seiten, 24,50 €, ISBN 978-3-9824425-5-6