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Bernd Jürgen Wendt (1934–2025)

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Veröffentlicht/Copyright: 1. Dezember 2025
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Bernd Jürgen Wendt gehörte zu einer Generation kritischer Historiker, die sich seit den 1960er Jahren mit den Voraussetzungen und Folgen der beiden Weltkriege für die deutsche Gesellschaft auseinandersetzte, dabei auch internationale Beziehungen mitberücksichtigte und vergleichende Studien durchführte. Seine Wirkungsstätte war das Historische Seminar der Universität Hamburg, wo zwei Lokalmatadore, Fritz Fischer (1908–1999) als Autor des provokativen Buches „Griff nach der Weltmacht“ (1961) und sein älterer Kollege Egmont Zechlin (1896–1992), Anfang der 1960er Jahre einen als Fischer-Kontroverse bezeichneten Streit vom Zaun brachen, der für die strategische Neuausrichtung der deutschen Geschichtswissenschaft, aber auch für ihn selber von kaum zu überschätzender Bedeutung werden sollte.

Wendts wissenschaftliche Karriere begann in dieser gleichermaßen aufregenden wie anregenden Atmosphäre. Im Anschluss an ein zunächst in Tübingen und Freiburg, dann in seiner Geburtsstadt Hamburg absolviertes und mit der Doktorprüfung beendetes Lehrerstudium (Geschichte, Latein, Philosophie und Pädagogik) wurde der 25-Jährige zum Wintersemester 1960/61 als Wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar eingestellt. Nachdem er sich als kluger Kopf und belastbare Kraft erwiesen hatte, wurde er mehrfach befördert: zunächst zum Studienrat im Hochschuldienst, weil er bereits Familie hatte und sich die Schullaufbahn offenhalten wollte; im Zuge einer Ausweitung von Dauerstellen dann zum Akademischen Rat; und schließlich nach der Habilitation im Wintersemester 1968/69 zum Akademischen Rat und Professor. 1972 folgte Wendt einem Ruf an die Gesamthochschule Kassel, doch schon wenige Jahre später führte ihn sein Berufsweg wieder nach Hamburg. Denn dort war Fritz Fischers Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte vorzeitig vakant geworden, und die für die Neubesetzung platzierten Kandidaten hatten einer nach dem anderen abgesagt. Daraufhin riefen bzw. beriefen ihn seine Hamburger Kollegen 1976 zurück ans Historische Seminar. Obwohl er den personell und finanziell unterausgestatteten Massenbetrieb dort bestens kannte (und einen weiteren Ruf ins beschauliche Salzburg erhalten hatte), übernahm er die Position und füllte sie bis zu seiner Emeritierung im Frühjahr 2000 aus.

Aufgrund seiner geradlinigen Hamburger Karriere ist der Fischer-Nachfolger Bernd Jürgen Wendt immer wieder auch als Fischer-Schüler charakterisiert worden.[1] Betrachtet man seine akademischen Anfänge, erweist sich dieses Label indes als nur bedingt zutreffend. Zwar wurde die Assistentenstelle, in die der junge Dr. phil. 1960 einrückte, im Zuge der Separierung von „Übersee-“ und „Zeitgeschichte“ im Arbeitsbereich Neuzeit beizeiten an den Lehrstuhl von Fritz Fischer verlagert, so dass dieser sein direkter Vorgesetzter, in akademischen Fragen sicher auch sein Ratgeber wurde.[2] Ursprünglich war seine Einstellung jedoch von Egmont Zechlin veranlasst worden. Dessen Name – und nicht der von Fischer – ist denn auch in der Liste akademischer Lehrer aufgeführt, bei denen Wendt sich in dem seiner Dissertation beigefügten Lebenslauf bedankt. Warme Worte findet er dort außerdem für ein freies Jahr des Studiums „generale et sociale“ am Tübinger Leibniz-Kolleg, und das sicher nicht nur, weil er dort seine spätere Ehefrau Ingrid geb. Kuhlmann, eine Kaufmannstochter aus Namibia, kennengelernt hatte.[3] Dort erhielt er vielmehr Gelegenheit zu ermitteln, in welchem Studienfach er sein Interesse an wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen am besten zur Geltung bringen könnte. Die ursprünglich erwogene Juristerei war es jedenfalls nicht, wie sich herausstellte.

Fragt man, was den bejahrten, politisch konservativ eingestellten Zechlin für den jungen Mann eingenommen haben könnte, stößt man auf zwei Berührungspunkte. Einer davon war das, was man heute „die Chemie“ nennt. Obwohl wie viele andere seiner Generation der politischen Linken verbunden – Wendt selber bezeichnete sich als Sozialdemokrat –, achtete er die Amtsautorität der Professoren. Der frischgebackene Dr. phil. hatte die Hamburger Gelehrtenschule des Johanneums absolviert, wo sein Vater, Dr. rer. pol. Kurt Wendt, alte Sprachen unterrichtete, und brachte die erwarteten Umgangsformen mit. Das war für Zechlin auch deshalb ein Aspekt, weil er Wert auf taktvolle Rückmeldung legte, wenn sein aus dem Kaiserreich konservierter Habitus wieder einmal zu Irritationen bei den Studierenden geführt hatte.[4] Gleichermaßen verbindend – und letztlich wohl wichtiger – dürften aber Bernd Jürgen Wendts analytische Fähigkeiten gewesen sein. In seiner Doktorarbeit über „Roms Anspruch auf Germanien“ (1960)[5] hatte er zeitliche, sachliche und räumliche Faktoren gebündelt und die Wechselbeziehungen aus unterschiedlichen Perspektiven rekonstruiert, um plausibel zu machen, warum die Protagonisten bestimmte strategische Entscheidungen getroffen oder unterlassen hatten. Das war ganz im Sinne von Zechlin, der eben darin die hohe Kunst des Historikers erkannte.[6] Dass das Werk nicht in der Neueren Geschichte angesiedelt war, erschien demgegenüber zweitrangig, war Zechlin doch überzeugt, dass jemand, der sich zeitlich entfernte Sachverhalte aus den Quellen erarbeitet hatte, auch zur Lösung aktueller Fragen beitragen könne. So hat es wohl auch Bernd Jürgen Wendt selber gesehen, erklärte er doch in der Einleitung selbstbewusst, dass er sich für sein Thema besonders mit Blick auf allgemeine Zusammenhänge interessiere. Es gehe ihm darum, die „Grundprinzipien der römischen Aussenpolitik überhaupt“ zu erfassen; deshalb wolle er Roms Anspruch auf Britannien als Vergleichsfall hinzuziehen.

Die Doktorarbeit blieb ungedruckt, denn der Wissenschaftliche Assistent wandte sich umgehend zeitgeschichtlichen Fragen der Außenpolitik zu. Das Ergebnis waren aufeinander aufbauende Buchpublikationen, in denen Wendt die britische Sicht der deutschen Politik während der Sudetenkrise und beim Münchner Abkommen rekonstruierte. In „München 1938. England zwischen Hitler und Preußen“ (1965) und „Appeasement 1938. Wirtschaftliche Rezession und Mitteleuropa“ (1966) erörterte er zunächst den Forschungsstand und entwickelte auf der Basis gedruckter Quellen konzeptionelle Überlegungen, um die Thematik aus der Isolierung einer politisch-diplomatischen Betrachtungsweise zu lösen. Da er erkannt hatte, dass die im Herbst 1937 einsetzende wirtschaftliche Rezession ein wichtiges Motiv von Chamberlains Entspannungspolitik gewesen war, wollte er die Geschehnisse „aus dem Blickwinkel Londons in einen umfassenden historischen, vor allem auch wirtschaftspolitisch akzentuierten Rahmen […] stellen“.[7] Dieses ehrgeizige Vorhaben realisierte Wendt schließlich in der Habilitationsschrift „Economic Appeasement. Handel und Finanz in der britischen Deutschland-Politik 1933–39“, die er im Wintersemester 1968/69 vorlegte und 1971 publizierte. Auf 700 engbedruckten Seiten hatte er außer den Akten des Foreign Office und des Cabinet Office auch die des Treasury Department und des Board of Trade, ferner die Presse der Außenhandelswirtschaft und der Finanzwelt in der City ausgewertet. Das Werk stieß in der Fachwelt auf wohlwollende Resonanz – nicht nur wegen der beeindruckenden Arbeitsleistung, sondern auch, weil es die von Kollegen wie Klaus Hildebrand, Hans-Ulrich Wehler und Gustav Schmidt mit Leidenschaft geführte Debatte über den Primat der Außen- und Innenpolitik als rein akademisch entlarvte. Auch der in die Politik- und Diplomatieforschung eingebettete finanz- und wirtschaftsgeschichtliche Ansatz überzeugte, und so begründete „Economic Appeasement“ zugleich Wendts Image eines modernen, interdisziplinär orientierten Historikers.

In den nachfolgenden Jahren festigte er sein Renommee (und das des Hamburger Historischen Seminars), indem er – teils mit Immanuel Geis, teils mit Dirk Stegmann und Peter-Christian Witt – gleich drei Festschriften für Fritz Fischer organisierte. Zu dessen 65. Geburtstag erschien „Deutschland in der Weltpolitik des 19. und 20. Jahrhunderts“ (1973), zum 70. folgte „Industrielle Gesellschaft und politisches System“ (1978) und zum 75. „Deutscher Konservatismus im 19. und 20. Jahrhundert“ (1983). Der Kommunikations- und Koordinationsaufwand für diese Bände war im Zeitalter von Brief und Telefon beträchtlich und belastete das Familienleben der Wendts. „Fischer hat wieder Geburtstag!“ – das wurde zum geflügelten Wort der in solchen Phasen „abgemeldeten“ Kinder. Als Ausdruck eines gesteigerten Verehrungsbedürfnisses sollte man die Festschriften daher besser nicht verstehen.[8] Die Herausgeber machten auch gar kein Hehl aus der eigentlichen Absicht, die sie mit den Festschriften verbanden, nämlich die Möglichkeiten der Anwendung, Vertiefung und Ausdifferenzierung der modernen, wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Zugangsweise zur Neueren Geschichte auszuloten. Zu den Autoren, die sie mobilisieren konnten, zählte die Crème de la Crème der Neuzeithistoriker aus der jüngeren Generation, und zwar nicht nur aus Hamburg und Deutschland, sondern auch aus Großbritannien und Frankreich, den USA und Australien. Kein ernsthafter Student, keine Studentin der Neueren Geschichte dieser Jahre kam an diesen Bänden vorbei, wenn es etwa im Vorfeld einer Prüfung darum ging, Namen und Positionen mit Themen und Trends, Methoden und Befunden zu verbinden.

In der ersten Fischer-Festschrift hatte Wendt einen eigenen Aufsatz zur britischen (bzw. wie es damals hieß: englischen) Gewerkschaftsgeschichte und den politischen Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit („Sozialkonflikt“) in der Zwischenkriegszeit untergebracht. Das war der Aufschlag zu einer Serie von Aufsätzen zu benachbarten Themen wie „War Socialism“, „Labour Unrest“, „Whitleyism“ und „Welfare State“, die er im weiteren Verlauf der 1980er Jahre erarbeitete und als Bausteine zu einer Gesamtdarstellung der britischen Gewerkschaftsbewegung von den Anfängen bis zur Gegenwart betrachtete. Ermunterung und Anregungen zu diesem Vorhaben hatte er unter anderem von den Politikwissenschaftlern Gustav Schmidt und Karl Rohe erhalten, mit denen er sich fächerübergreifend im Arbeitskreis deutsche Englandforschung (heute: Arbeitskreis Großbritannien-Forschung) austauschte, ferner von Historikerkollegen im Beirat des DHI London und schließlich am St. Antony’s College, Oxford, wo er 1982/83 ein Jahr als Visiting Fellow verbrachte. Der aufwendige Lehrbetrieb am Historischen Seminar und die gewissermaßen nebenbei verfasste, dann aber doch zeitaufwendige Studie „Großdeutschland“ (München 1987), in der Wendt seine früheren Befunde zu Außenpolitik und Kriegsvorbereitung auf der Basis neuerer Literatur aktualisierte und mit neuen Akzentsetzungen versah, führten dazu, dass das Projekt immer wieder hinausgeschoben wurde. Im Sommersemester 1989 wollte er ein Forschungsfreisemester nutzen, um wieder in die britische Geschichte zurückzufinden.[9] Doch unter dem Eindruck des Mauerfalls und dann der deutschen Wiedervereinigung wurde die Gewerkschaftsgeschichte erneut vertagt und schließlich ganz ad acta gelegt. Die Koinzidenz, dass Wendt die spannenden Tage um den 3. Oktober 1990 zusammen mit Kollegen und Kolleginnen des Hamburger Historischen Seminars in Budapest verlebt hatte, wo im Rahmen der Partnerschaft mit der Eötvös-Loránd-Universität ein deutsch-ungarisches Historikerkolloquium zum Thema „Identitätsprobleme in Mitteleuropa im 19. und 20. Jahrhundert“ stattfand[10], erweist sich im Nachhinein als Weichenstellung.

Seine wichtigsten Arbeiten zur britischen Geschichte wurden anlässlich seines 60. Geburtstags im Jahr 1994 in einem Sammelband zusammengestellt.[11] Neben Beiträgen zum Thema „Sozialkonflikt und ‚Industrial Democracy‘“ umfasste die Auswahl auch solche zur „Britischen[n] Außen- und Außenwirtschaftspolitik“ seit dem 19. Jahrhundert. Weitere, in den Jahren zuvor erarbeitete Publikationen zur jüdischen Emigration nach Großbritannien während des „Dritten Reichs“ und zu den britischen Beziehungen des deutschen Widerstands blieben unberücksichtigt. Gleichwohl hatte das Vorwort Wendts britischer Freund John Grenville beigesteuert, der 1928 unter dem Namen Hans Guhrauer in eine Berliner jüdische Familie geboren, dann als Zehnjähriger mit einem Kindertransport über den Ärmelkanal in Sicherheit gebracht worden war und mittlerweile als Professor of Modern History an der Birmingham University arbeitete. Die beiden hatten sich 1976 auf einer deutsch-britischen Schulbuchtagung in Braunschweig kennengelernt, Wendt hatte Grenville als Visiting Professor nach Hamburg eingeladen und dieser war ein Freund der Familie geworden. Nicht zuletzt die Fragen von Wendts drei Kindern hatten dazu beigetragen, dass Grenville begann, seine eigene Geschichte zu erforschen. Daraus erwuchs das umfassende Werk „The Jews and the Germans of Hamburg. The Destruction of Civilization 1790–1945“ (2011).[12]

In den frühen 1990er Jahren arbeitete sich auch Wendt selber in die Geschichte des „Dritten Reichs“ intensiv ein. Aus einem mehrsemestrigen Vorlesungszyklus erwuchs ein 744 Seiten umfassendes Handbuch mit dem Titel „Deutschland 1933–1945“ (1995). Sechs in sich geschlossene Kapitel, die über politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, militärische und kulturelle Teilaspekte informierten, wurden unter gemeinsamen Leitperspektiven und in Kenntnis der Forschungspositionen miteinander verklammert. Dieses Werk, das eine im Fackelträger-Verlag erscheinende Publikationsreihe des Historischen Seminars vervollständigte, erschien einige Jahre später noch einmal in gekürzter Fassung bei der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin (1999) und unter dem Titel „Das nationalsozialistische Deutschland“ bei Leske & Budrich (2000). In der Kurzfassung stand die in diesen Jahren lebhaft diskutierte Kontroverse über das Verhältnis von Nationalsozialismus, Modernisierung und Moderne im Vordergrund, so dass sich Wendt in einer Phase, als sein Berufsleben sich dem Ende näherte, noch einmal mit der alten Fischer-Frage nach Kontinuität und Diskontinuität in der deutschen Geschichte auseinandersetzte. Das tat er, wie es sein Stil war, kenntnisreich, differenziert und abgewogen. Neu war, dass er zu der Thematik immer öfter auch aus der Universität heraustrat und in den Medien Rede und Antwort stand.

Nach der Emeritierung zum Ende des Wintersemesters 1999/2000 setzte er diese außeruniversitären Aktivitäten fort, aber auch am Historischen Seminar blieb er präsent. Während seiner aktiven Dienstzeit hatte Wendt Generationen von Lehramtsstudenten und, weil Hamburg eine Medienstadt ist, zahlreiche angehende Journalisten ausgebildet, und manch eine/r dieser Ehemaligen reihte sich nun ein in die neue Klientel der sogenannten Seniorenstudenten, die in die Lehrveranstaltungen drängten. Mit Blick auf dieses gleichermaßen anspruchsvolle wie kritische Publikum hielt er sich mit der Lektüre von Neuerscheinungen auf dem Laufenden und verfasste eine beeindruckende Vielzahl von Rezensionen und Literaturberichten. Die „Oldies“, wie er sie selbstironisch nannte, wussten den Service zu würdigen; für den leidenschaftlichen Lehrer Wendt, der das Unterrichten stets als Hauptaufgabe seiner Tätigkeit als Hochschullehrer betrachtet hatte, ergab sich eine Bereicherung des Ruhestands.

Als dieser durchaus auch gesellige Austausch in der Corona-Zeit unmöglich wurde und nach dem Tod seiner Frau Ingrid im Jahr 2022 die Kräfte nachließen, konzentrierte sich sein Interesse zusehends auf die Kinder und Enkelkinder. Am 8. Februar 2025 ist Bernd Jürgen Wendt nun in Hamburg gestorben. Er wurde 90 Jahre alt.

Online erschienen: 2025-12-01

© 2025 The author(s), published by Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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Artikel in diesem Heft

  1. Frontmatter
  2. Aufsätze
  3. Neuro-History. Neue interdisziplinäre Perspektiven am Beispiel mystischer Erfahrungsberichte
  4. „Vom Siegen ruhn“ oder Die Erfindung der revolutionären Schweiz von 1847/48
  5. Zwischen Wien, Prag und Berlin. Zur widersprüchlichen Rolle des Deutschen Kulturverbandes in der Tschechoslowakei (1918–1938)
  6. Bernd Jürgen Wendt (1934–2025)
  7. Themen, Methoden, Schauplätze. Die Napoleonischen Kriege im Handbuch
  8. Rezensionen
  9. Alan Forrest, Waterloo. (Great Battles.) Oxford, Oxford University Press 2023
  10. Rudolf J. Schlaffer, Deutsche Kriegführung. Militärische Spitzengliederungen von 1871 bis 2015. Stuttgart, Kohlhammer 2023
  11. Ben Kiernan / T. M. Lemos / Tristan S. Taylor (Eds.), The Cambridge World History of Genocide. Vol. 1: Genocide in the Ancient, Medieval and Premodern Worlds. Cambridge, Cambridge University Press 2023
  12. Hans-Jürgen Becker, Die päpstlichen Wahlkapitulationen. Ein Beitrag zur kirchlichen Verfassungsgeschichte. 2 Halbbde. Stuttgart, Hiersemann 2024
  13. Matthias Schnettger / Dietrich Scholler (Hrsg.), Figurationen des Nationalen. Kulturelle Aushandlungsprozesse vom 14. bis 19. Jahrhundert. Bielefeld, Transcript 2024
  14. Donald Bloxham, Why History? A History. Oxford, Oxford University Press 2022
  15. Manuel Köster / Holger Thünemann (Hrsg.), Geschichtskulturelle Transformationen. Kontroversen, Akteure, Zeitpraktiken. Köln, Böhlau 2024
  16. Jesse Millek, Destruction and Its Impact on Ancient Societies at the End of the Bronze Age. Atlanta, Lockwood Press 2023
  17. Marie Oellig, Die Sukzession von Weltreichen. Zu den antiken Wurzeln einer geschichtsmächtigen Idee. (Oriens et Occidens. Studien zu antiken Kulturkontakten und ihrem Nachleben, Bd. 38.) Stuttgart, Steiner 2023
  18. Roberta Mazza, Stolen Fragments. Black Markets, Bad Faith, and the Illicit Trade in Ancient Artefacts. Palo Alto, CA, Stanford University Press 2024
  19. Kordula Schnegg, Antike Geschlechterdebatten. Die soziale Verortung der Frauen und Männer in der griechisch-römischen Antike. Tübingen, Narr 2021
  20. William V. Harris, Dire Remedies. A Social History of Healthcare in Classical Antiquity. Berlin/Boston, De Gruyter 2024
  21. Hans-Joachim Gehrke, Historische Landeskunde und Geographie. Hrsg. von Christian Mann und Kai Trampedach. (Ausgewählte Schriften, Bd. 4.) Stuttgart, Steiner 2024
  22. Peter Franz Mittag, Geschichte des Hellenismus. (Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 51.) Berlin/Boston, De Gruyter 2023
  23. Johannes C. Bernhardt / Mirko Canevaro (Eds.), From Homer to Solon. Continuity and Change in Archaic Greece. (Mnemosyne Supplements. History and Archaeology of Classical Antiquity, Vol. 454.) Leiden, Brill 2022
  24. Jaime Curbera (Ed.), Inscriptiones Atticae Euclidis Anno Posteriores consilio et auctoritate academiae scientiarum Berolinensis et Bandenburgensis editae. Editio tertia. Pars VIII: Miscellanea. Fasciculus I: Defixiones Atticae. Berlin/Boston, De Gruyter 2024
  25. Julian Degen / Hilmar Klinkott / Robert Rollinger et al. (Eds.), Ancient Worlds in Perspective. Contextualizing Herodotus. (Philippika – Altertumswissenschaftliche Abhandlungen / Contributions to the Study of Ancient World Cultures, Vol. 150.) Wiesbaden, Harrassowitz 2024
  26. Christopher J. Joyce, Amnesty and Reconciliation in Late Fifth-Century Athens. The Rule of Law under Restored Democracy. Edinburgh, Edinburgh University Press 2022
  27. Seth Bernard / Lisa Marie Mignone / Dan-El Padilla Peralta (Eds.), Making the Middle Republic. New Approaches to Rome and Italy, c. 400–200 BCE. Cambridge, Cambridge University Press 2023
  28. Michael Sommer, Mordsache Caesar. Die letzten Tage des Diktators. München, C. H. Beck 2024
  29. Theresia Schusser, Christliche religiöse Gewalt im spätantiken Ägypten. Hagiographische Schriften im Fokus kultur- und mentalitätsgeschichtlicher Fragestellungen. Münster, Zaphon 2023
  30. Michael Hahn, Laici religiosi. Überwachung, soziale Kontrolle und christliche Identität in der Spätantike. München, C. H. Beck 2024
  31. Matthias Weber, Der Bischof stirbt. Zu Form, Funktion und Vorstellung bischöflicher Sterbeberichte (6.–12. Jahrhundert). Göttingen, V&R unipress 2023
  32. Stefan Esders / Sören Kaschke / Britta Mischke u. a. (Hrsg.), Fränkische Herrschererlasse (814–840). (Capitularia regum Francorum a. 814 – a. 840). (Monumenta Germaniae Historica. Capitularia regum Francorum, Nova series, Bd. 4.) Wiesbaden, Harrassowitz 2024
  33. Peter Feldbauer / Gottfried Liedl, Seide, Zobel und Gelehrte. Zentralasien 900–1200. Handelsdrehscheibe und Kulturknoten. Wien, Mandelbaum 2024
  34. Matthias Becher / Michael Rohrschneider (Hrsg.), Gipfeltreffen in der Vormoderne. Der Bonner Vertrag 921 in synchroner und diachroner Perspektive. Göttingen, V&R unipress 2025
  35. Cordelia Heß, Rassismus im Norden? Eine postkoloniale Spurensuche in Grönland und Sápmi, ca. 980–1500. (Europa im Mittelalter.) Berlin/Boston, De Gruyter 2025
  36. Hanna Vollrath, Das Reich der Salier. Lebenswelten und gestaltende Kräfte 1024–1125. 10., völlig neu bearbeitete Aufl. (Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 4.) Stuttgart, Klett-Cotta 2024
  37. Johannes Luther, Reformer und Vermittler. Bischöfliche Gruppenbildungen und Vernetzungen im burgundischen Raum 1032–1156. Ostfildern, Thorbecke 2023
  38. Charles M. Radding (Ed.), The Recensio Walcausina of the Liber Papiensis. In Collaboration with Antonio Ciaralli. (Monumenta Germaniae Historica. Leges nationum Germanicarum, Vol. 7.) Wiesbaden, Harrassowitz 2024
  39. Béatrice Bakhouche / Evelyne Berriot-Salvadore / Daniel Le Blévec (Eds.), Gui de Chauliac et sa Grande Chirurgie. Turnhout, Brepols 2023
  40. Elise Boillet / Ian Johnson (Eds.), Religious Transformations in New Communities of Interpretation in Europe (1350–1570). Bridging the Historiographical Divides. (New Communities of Interpretation, Vol. 3.) Turnhout, Brepols 2023
  41. Bernd Hamm, Religiöse Dynamik zwischen 1380 und 1520. Antriebskräfte der Mentalität, Frömmigkeit, Theologie, Bildkultur und Kirchenreform. (Spätmittelalter, Humanismus, Reformation, Bd. 140.) Tübingen, Mohr Siebeck 2024
  42. Wolfgang Behringer, Der große Aufbruch. Globalgeschichte der Frühen Neuzeit. München, C. H. Beck 2023
  43. Elizabeth Harding / Joëlle Weis (Hrsg.), Gelistete Dinge. Objekte und Listen in der Frühen Neuzeit. (Ding, Materialität, Geschichte, Bd. 6.) Köln, Böhlau 2024
  44. Ute Frietsch, Epistemischer Wandel. Eine Geschichte der Alchemie in der Frühen Neuzeit. Paderborn, Fink 2023
  45. Susangeline Yalili Patrick, Art as a Pathway to God. A Historical-Theological Study of the Jesuit Mission to China, 1552–1773. Leiden, Brill 2024
  46. János Szabados, Die Karriere des deutschen Renegaten Hans Caspar in Ofen (1627–1660) im politischen und kulturellen Kontext. Wien, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2023
  47. Braunschweigischer Geschichtsverein e.V. (Hrsg.), Aus den Briefen der Herzogin Philippine Charlotte von Braunschweig 1732–1801. Bd. 1: 1732–1768, mitgeteilt von Hans Droysen und übersetzt von Gretel Walberg. Braunschweig, Appelhans 2024
  48. Arunima Datta, Waiting on Empire. A History of Indian Travelling Ayahs in Britain. Oxford, Oxford University Press 2023
  49. Edward J. Gillin, An Empire of Magnetism. Global Science and the British Magnetic Enterprise in the Age of Imperialism. Oxford, Oxford University Press 2023
  50. Lino Schneider-Bertenburg, 1873. Der Gründerkrach und die Krisenwahrnehmung der deutschen Sozialdemokratie. (Geschichte in Wissenschaft und Forschung.) Stuttgart, Kohlhammer 2022
  51. Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Verbindung mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Hrsg.), Matthias Erzberger. Für Demokratie und gegen den Obrigkeitsstaat. Ostfildern, Thorbecke 2023
  52. Hartmut Kaelble, Das soziale Europa. Europäische Sozialpolitik und nationale Wohlfahrtsstaaten, 1883–2020. Frankfurt am Main, Campus 2024
  53. Carsten Stahn, Confronting Colonial Objects. Histories, Legalities, and Access to Culture. (Cultural Heritage Law and Policy.) Oxford, Oxford University Press 2023
  54. Arvid Schors / Fabian Klose (Hrsg.), Wie schreibt man Internationale Geschichte? Empirische Vermessungen zum 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main, Campus 2023
  55. Thilo Scholle / Mike Schmeitzner (Hrsg.), Hermann Heller, die Weimarer Demokratie und der soziale Rechtsstaat. Bonn, Dietz Nachf. 2024
  56. Michael Buddrus / Angrit Lorenzen-Schmidt, Ärzte in Mecklenburg im Dritten Reich. Biographisches Lexikon sowie Studien zu Gesundheitsverhältnissen und Medizinalpolitik 1929 bis 1945. 2 Bde. Bremen, Edition Temmen 2023
  57. Pierre Pfütsch (Hrsg.), Die Rolle der Pflege in der NS-Zeit. Neue Perspektiven, Forschungen und Quellen. (Medizin, Gesellschaft und Geschichte, Bd. 83.) Stuttgart, Steiner 2023
  58. Michael Grüttner, Talar und Hakenkreuz. Die Universitäten im Dritten Reich. München, C. H. Beck 2024; Michael Grüttner, Ausgegrenzt. Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus. Biogramme und kollektivbiografische Analyse. Berlin/Boston, De Gruyter 2023
  59. Peter Henning, Zwischen Opportunismus und Opposition. Kulturschaffende im Nationalsozialismus am Beispiel Erich Ebermayers. Stuttgart, Kohlhammer 2024
  60. Frédéric Bonnesoeur / Hannah Wilson / Christin Zühlke (Eds.), New Microhistorical Approaches to an Integrated History of the Holocaust. Berlin/Boston, De Gruyter 2023
  61. Felix Bellaire, Augsburg 1939–1945. Eine Stadt im Kriegszustand. (Veröffentlichungen der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Reihe 1: Studien zur Geschichte des bayerischen Schwaben, Bd. 46.) Friedberg, Likias 2020
  62. Christoph Schneider, Der Kalmenhof in Idstein. NS-„Euthanasie“ und ihre Nachgeschichte. (Schriftenreihe der Gedenkstätte Hadamar, Bd. 2.) Leiden, Brill 2024
  63. Klaus H. Schmider, Hitler’s Fatal Miscalculation. Why Germany Declared War on the United States. (Cambridge Military Histories.) Cambridge, Cambridge University Press 2021
  64. Dan Stone, The Liberation of the Camps. The End of the Holocaust and Its Aftermath. London, Yale University Press 2023
  65. Paolo Heywood, Burying Mussolini. Ordinary Life in the Shadows of Fascism. Ithaca, NY, Cornell University Press 2024
  66. Hans-Walter Schmuhl, Kur oder Verschickung? Die Kinderkuren der DAK zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Hamburg, Dölling und Galitz 2023
  67. Norbert Frei, Im Namen der Deutschen. Die Bundespräsidenten und die NS-Vergangenheit. München, C. H. Beck 2023
  68. Reginald Elias Kiray, Memories of German Colonialism in Tanzania. (European Colonialism in Global Perspective, Vol. 2.) Berlin/Boston, De Gruyter 2023
  69. Klaus Neumann, Blumen und Brandsätze. Eine deutsche Geschichte 1989–2023. Hamburg, Hamburger Edition 2024
  70. Omer Bartov, Genocide, the Holocaust and Israel-Palestine. First-Person History in Times of Crisis. New York, Bloomsbury Academic 2023
  71. Eingegangene Bücher
  72. Eingegangene Bücher
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