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Das Heilmittel der demokratischen Krise ist mehr Demokratie

Über die Vitalität demokratischer Alltagskultur
  • Thomas Röbke

    Dr. Thomas Röbke ist geschäftsführender Vorstand des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern e. V. und Vorsitzender des SprecherInnenrates des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE).

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Published/Copyright: June 29, 2018

Zusammenfassung

Der Beitrag befasst sich mit den Schnittstellen, Übergängen und Grenzen von demokratischer Alltagskultur, bürgerschaftlichem Engagement und politischer Beteiligung in zwei Perspektiven: Einer makropolitischen Perspektive, die an das Programm der deliberativen Demokratie anschließt, und einer mikropolitischen Perspektive einer solidarischen Wohnprojektes. In Zeiten der Krise repräsentativer Demokratie ist gerade die Stärkung demokratischer Alltagsbezüge besonders wichtig. Das bürgerschaftliche Engagement nimmt dabei eine wichtige Brückenfunktion ein.

Abstract

The article discusses the transition between democratic action in everyday life and the public space of political participation from two perspectives. The first perspective is a macro-political point of view underlining the importance of the theory of democratic deliberation by John Dewey, Jürgen Habermas and Hannah Arendt. The second concerns a micro-political prospective of a local cohousing initiative. If certain conditions are met, volunteering can build a bridge and vitalize the democratic system as a whole in times of acute crisis.

About the author

Dr. Thomas Röbke

Dr. Thomas Röbke ist geschäftsführender Vorstand des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern e. V. und Vorsitzender des SprecherInnenrates des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE).

Literatur

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Published Online: 2018-06-29
Published in Print: 2018-06-26

© 2018 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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