Home Linguistics & Semiotics 10. Kommunikative Strategien der Wissenschaftspopularisierung
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10. Kommunikative Strategien der Wissenschaftspopularisierung

  • Wolf-Andreas Liebert
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Abstract

Die Wissenschaftsvermittlung ist von vielen Faktoren bestimmt, wie den Akteuren, den adressatenbezogenen Zielen, den Wissensformen, Wissenschaftstraditionen und Wissenschaftsparadigmen, so dass eine Strategie der Popularisierung immer nur relativ zu bestimmten Faktorenbündeln, die hier als Prototypen bezeichnet werden, beschrieben werden kann. Popularisierungsstrategien sind immer funktional an bestimmte kommunikative Ziele gebunden, die sich an Adressaten und ihre (Wissens-) Bedürfnisse wenden. Für die jeweiligen Prototypen können Strategien der Popularisierung dann jedoch beschrieben werden, was hier am Beispiel der Vermittlung der Naturwissenschaften durch Wissenschaftsjournalisten gezeigt wird. Dabei ist auch die sich verändernde Kommunikationslandschaft einzubeziehen: Die mit der Globalisierung einhergehende Mediatisierung führt zu einem Umbruch der Popularisierung von Wissenschaft. Durch den Einbezug neuer Medien können Rezipienten zu Autoren oder Co-Autoren werden und selbst Ansprüche auf die Wissensproduktion erheben. Durch die spätmoderne Fragmentierung der Öffentlichkeit entsteht zudem ein zunehmender Wettbewerb um Aufmerksamkeit, so dass unterhaltende Formate und Nachrichten im Kampf darum, wahrgenommen zu werden, eine wichtige Rolle spielen.

Abstract

Die Wissenschaftsvermittlung ist von vielen Faktoren bestimmt, wie den Akteuren, den adressatenbezogenen Zielen, den Wissensformen, Wissenschaftstraditionen und Wissenschaftsparadigmen, so dass eine Strategie der Popularisierung immer nur relativ zu bestimmten Faktorenbündeln, die hier als Prototypen bezeichnet werden, beschrieben werden kann. Popularisierungsstrategien sind immer funktional an bestimmte kommunikative Ziele gebunden, die sich an Adressaten und ihre (Wissens-) Bedürfnisse wenden. Für die jeweiligen Prototypen können Strategien der Popularisierung dann jedoch beschrieben werden, was hier am Beispiel der Vermittlung der Naturwissenschaften durch Wissenschaftsjournalisten gezeigt wird. Dabei ist auch die sich verändernde Kommunikationslandschaft einzubeziehen: Die mit der Globalisierung einhergehende Mediatisierung führt zu einem Umbruch der Popularisierung von Wissenschaft. Durch den Einbezug neuer Medien können Rezipienten zu Autoren oder Co-Autoren werden und selbst Ansprüche auf die Wissensproduktion erheben. Durch die spätmoderne Fragmentierung der Öffentlichkeit entsteht zudem ein zunehmender Wettbewerb um Aufmerksamkeit, so dass unterhaltende Formate und Nachrichten im Kampf darum, wahrgenommen zu werden, eine wichtige Rolle spielen.

Chapters in this book

  1. Frontmatter I
  2. Inhalt V
  3. Einleitung 1
  4. I Rahmenbedingungen und Akteure
  5. 1. Mathematik und Sprache 9
  6. 2. Physikalische Erkenntnis, Denken und Sprache 55
  7. 3. Sprache und Technik 91
  8. II Wissenskonstitution in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik
  9. 4. Die kognitive Metapher als Instrument der Erkenntnisgewinnung, -versprachlichung und -vermittlung 119
  10. 5. Zur Konstitution und Kommunikation naturwissenschaftlichen Wissens in und mit Bildern 139
  11. 6. Terminologiearbeit und Wissensmanagement 167
  12. 7. Technisches Schreiben: Spracharbeit an und mit Textdokumenten zur Techniknutzung 191
  13. 8. Die Fachübersetzung in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik 221
  14. 9. Texts in Mathematics and Natural Sciences Phenomena and Processing Methods 241
  15. III Wissensvermittlung in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik
  16. 10. Kommunikative Strategien der Wissenschaftspopularisierung 271
  17. 11. Sprache und Wissensvermittlung im naturwissenschaftlichen Museum 291
  18. 12. Die Rede über Technik in der wissenschaftlichen Politikberatung 315
  19. 13. Zur Auseinandersetzung mit Naturwissenschaften im Web 2.0 – das Beispiel Wikipedia 335
  20. 14. Nichtwissen und Unsicherheit in Naturwissenschaften und Mathematik 355
  21. IV Diskurs, Text, Sprache
  22. 15. Diskurs 381
  23. 16. Denkstil und Fachsprache 405
  24. 17. Textsorten des mathematischen und naturwissenschaftlichen Diskurses 423
  25. 18. Textsorten in technischen Diskursen 445
  26. 19. Vocabulary of Mathematics 469
  27. 20. Deutsch als Sprache von Mathematik, Naturwissenschaften und Technik 489
  28. 21. Sprache der Mathematik, Naturwissenschaften und Technik im Französischen 509
  29. 22. Sprache der Mathematik, Naturwissenschaften und Technik im Italienischen 527
  30. 23. The Russian Language of Exact, Natural and Engineering Sciences 551
  31. Autorenverzeichnis 579
  32. Sachregister 581
Downloaded on 25.1.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783110296259-011/html
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