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Public Health Infos

Published/Copyright: June 8, 2017

Tagungen

Gemeinsame Jahrestagung der DGEpi, der DGMS und der DGSMP

Gemeinsam forschen – gemeinsam handeln

05. bis 08. September 2017

Lübeck

Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)

Passend für die drei Fachgesellschaften lautet das Kongressmotto „Gemeinsam forschen, gemeinsam handeln“. Epidemiologie, Sozialmedizin und Medizinische Soziologie sind durch viele Schnittstellen miteinander verbunden. Sie eint, was auch der Wahlspruch der Universität zu Lübeck ist, wo die Tagung stattfinden wird: „Im Fokus das Leben“. Ziel der gemeinsamen Jahrestagung ist es, die thematische Verbundenheit durch gemeinsame wissenschaftliche Sitzungen zu stärken und zur intensiven Diskussion und zum Austausch zwischen den Fachgesellschaften anzuregen. Informationen zum Programm und auch zur Anmeldung werden auf der Tagungs-Webseite www.gemeinsam-forschen.de zur Verfügung gestellt.

AEM-Jahrestagung 2017

„Gute Medizin“ – Beitrag der Ethik zur Diskussion über Qualität in Patientenversorgung und Forschung

28. bis 30. September 2017

Hannover

Veranstalter: Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin, Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

Das Ziel der AEM-Jahrestagung 2017 ist es, den Qualitätsbegriff zu hinterfragen und speziell den Beitrag der Ethik genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Bedarf an ‚hoher Qualität‘ in der ärztlichen und pflegerischen Versorgung von Menschen, in der Organisation des Gesundheitswesens und in der gesundheitsbezogenen Forschung wird immer wieder betont. Mit dem Begriff ‚Qualität‘ werden die Merkmale und Eigenschaften von Prozessen und Strukturen bezeichnet, insbesondere deren Güte. Ziel der AEM-Jahrestagung 2017 ist über das, was ‚gut‘ ist in Medizin, Pflege, Public Health und Forschung zu diskutieren und herauszufinden, welchen Beitrag die Ethik in dieser Diskussion (einerseits zur Definition des Guten, andererseits zur Sicherung und Steigerung von Qualität in medizinischen und pflegerischen Versorgungsstrukturen) leistet. Weitere Informationen finden sie unter www.mh-hannover.de/igepm-veranstaltungen.html.

Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

28. bis 30. September 2017

Frankfurt

Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

„Evidenz und Innovation in geriatrischer Diagnostik und Therapie“ lautet das Leitthema des 29. Jahreskongresses der Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Vom 28.-30. September 2017 werden in Frankfurt am Main nationale und internationale Experten der Geriatrie zusammenkommen, um aktuelle Themen und neueste Forschungsbeiträge zu diskutieren. Informationen rund um Einreichung von Beiträgen und Teilnahme finden Sie auf der Kongress-Webseite www.geriatrie-kongress.de.

Related Links

Das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) ist ein auf dem Gebiet der sozialen Gerontologie und Alternarbeit tätiges wissenschaftliches Forschungsinstitut des Bundes. Das DZA, gegründet 1974, hat zum Ziel, mit den Methoden sozial- und verhaltenswissenschaftlicher Alternsforschung die Lebenslagen, Lebenssituationen und Lebensstile älter werdender und alter Menschen zu untersuchen. Forschungsprojekte werden zu den Themenbereichen Erwerbsarbeit und Ruhestand, Wirtschaftskraft, wirtschaftliches Verhalten und materielle Lagen, Gesundheit und Pflege, Familie, Partnerschaft und soziale Beziehungen sowie gesellschaftliche Partizipation durchgeführt. Basierend auf dieser Forschung und mit Blick auf gesellschaftlich relevante Altersfragen betreibt das DZA wissenschaftlich unabhängige Politikberatung und bietet der Öffentlichkeit Informationsdienste an. Mehr Informationen zu den drei Arbeitsbereichen Forschung, Politikberatung und Informationsdienste des DZA sind auf der Webseite www.dza.de/ zu finden.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betreibt im Rahmen ihres Arbeitsschwerpunkts „Gesund und aktiv älter werden“ das Gesundheitsinformationsportal www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/. Auf dieser Wissens- und Kommunikationsplattform stellt die BZgA aktuelle Daten und Publikationen, fachlich geprüfte Gesundheitsinformationen, relevante Adressen, Tipps, Arbeitshilfen und Veranstaltungstermine zur Verfügung. Die Praxisdatenbank auf „Gesund & aktiv älter werden“ ermöglicht einen deutschlandweiten Überblick über Angebote und Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen. Sie leistet einen Beitrag, die Thematik „Gesundheit im Alter“ mit Hilfe von Praxisbeispielen in der Fachöffentlichkeit zu stärken. Zudem gibt sie Anregungen von der Praxis für die Praxis. Interessierte ältere Menschen sowie deren Angehörige bekommen die Möglichkeit, sich über aktuelle Initiativen (in ihrer Nähe) zu informieren. Es besteht zudem die Möglichkeit, eigene Angebote einzustellen.

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) wurde im Jahr 2000 mit Sitz in Köln gegründet. Zum Angebot des Instituts gehört das gesamte Spektrum der anwendungsbezogenen Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen. Das DIP ist ein gemeinnütziges Institut ohne staatliche oder private Grundförderung und finanziert sich über projektbezogene Förder- und Auftragsmittel sowie Mitgliedsbeiträge und Spenden. Zu den Auftraggebern und Kooperationspartnern gehören zahlreiche Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen, Kranken- und Pflegekassen, Verbände, Kommunen, Hochschulen, wissenschaftliche Institute und weitere Einrichtungen. Auf der Webseite www.dip.de/des DIP werden Berichte und Informationen zu laufenden und abgeschlossenen Projekten sowie die „Datenbank für wissenschaftliche Schriften in der Pflege (WISE)“ zur Verfügung gestellt.

Weiterführende Literatur

Bäcker G. Altersarmut, Lebensstandardsicherung und Rentenniveau. In: Naegele G, Olbermann E, Kuhlmann A, editors. Teilhabe im Alter gestalten: Aktuelle Themen der Sozialen Gerontologie. Wiesbaden: Springer Fachmedien, 2016:63–82.

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), Herausgeber. Gesund älter werden. Initiativen und Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität und der Gesundheit älterer Menschen. 2. Auflage. Bonn. BAGSO, 2013.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Ergänzender Bericht der Bundesregierung zum Rentenversicherungsbericht 2016 gemäß § 154 Abs. 2 SGB VI (Alterssicherungsbericht 2016). Berlin: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2016.

Bundesregierung. Unterrichtung durch die Bundesregierung. Siebter Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland. Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften und Stellungnahme der Bundesregierung. Bundestags-Drucksache. 18/10210. Berlin: Deutscher Bundestag, 2016.

Deutscher Bundestag. Gutachten 2009 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Koordination und Integration – Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens. Drucksache 16/13770, 2009.

Fachinger U. Materielle Versorgung im Alter: Zur regionalen Bedeutung von Alterssicherungssystemen. In: Fachinger U, Künemund H (Hrsg.). Gerontologie und ländlicher Raum Lebensbedingungen, Veränderungsprozesse und Gestaltungsmöglichkeiten. Vechtaer Beiträge zur Gerontologie. Wiesbaden: Springer VS Verlag, 2015:113–38.

Falk K. Selbstbestimmung bei Pflegebedarf im Alter – wie geht das? Kommunale Handlungsspielräume zur Versorgungsgestaltung. In: Kümpers S, Heusinger J, (Hrsg.): Autonomie trotz Armut und Pflegebedarf? Altern unter Bedingungen von Marginalisierung. Bern: Huber, 2012: 39–75.

Frerichs F. Altern in der Erwerbsarbeit: Perspektiven der Laufbahngestaltung. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, 2016.

Hahn D. Gesundes Altern. In: Schröder-Bäck P, Kuhn J. Hrsg. Ethik in den Gesundheitswissenschaften. Weinheim/Basel: Beltz Juventa, 2016:296–305.

Knesebeck Ovd, Schäfer I. Gesundheitliche Ungleichheit im höheren Lebensalter. In: Richter M, Hurrelmann K, Hrsg. Gesundheitliche Ungleichheit. Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2009:253–65.

Kricheldorff, C. Altern im Gemeinwesen aus sozialgerontologischer Perspektive. In: van Rießen A, Bleck Ch, Knopp R. Sozialer Raum und Alter(n). Zugänge, Verläufe und Übergänge sozialräumlicher Handlungsforschung. Wiesbaden: Springer VS, 2015:15–30.

Kroll LE, Ziese T. Kompression oder Expansion der Morbidität? In: Böhm K, Tesch-Römer C, Ziese T, editors. Gesundheit und Krankheit im Alter Eine gemeinsame Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes, des Deutschen Zentrums für Altersfragen und des Robert Koch-Instituts. Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Berlin: Robert-Koch-Institut, 2009:105–12.

Kuhlmey A, Schaeffer D. (Hrsg.). Alter, Gesundheit und Krankheit. Bern: Huber, 2008.

Lampert T. Soziale Ungleichheit und Gesundheit im höheren Lebensalter. In: Böhm K, Tesch-Römer C, Ziese T, Hrsg. Gesundheit und Krankheit im Alter Eine gemeinsame Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes, des Deutschen Zentrums für Altersfragen und des Robert Koch-Instituts. Berlin. Robert Koch-Institut, 2009:121–33.

Lawton MP. Environmental design features and the well-being of older persons. In: Duffy M, Editor. Handbook of counseling and psychotherapy with older adults. New York: Wiley& Sons, 1999:350–63.

Lindner R, Henry D, Schaller S, Schneider B, Sperling U, Herausgeber. Suizidgefährdung und Suizidprävention bei älteren Menschen. Berlin Heidelberg: Springer, 2014.

Nussbaum M. Gerechtigkeit oder das gute Leben. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 2014.

Pohlmann S. (Hrsg.). Alter und Prävention. Wiesbaden: Springer VS, 2016.

Schweppe C. Biographieforschung und Altersforschung. In: Krüger HH, Marotzki W (Hrsg.): Handbuch erziehungswissenschaftliche Biographieforschung (Vol. 2). Wiesbaden: Springer, 2006.

Schlicht W, Schott N. Körperlich aktiv altern. Weinheim: Beltz, Juventa, 2013.

Steffen J. Rentenniveau und Fürsorgebedürftigkeit. Anteil der Niveausenkung am steigenden Armutsrisiko im Alter. Berlin: Portal Sozialpolitik, 2016.

van Dyk S, Graefe S. Fit ohne Ende – gesund ins Grab? Kritische Anmerkungen zur Trias Alter, Gesundheit, Prävention. In: Bauer U, Bittligmayer U. Dieterich A, et al. Hrsg. Schuld und Sühne. Jahrbuch für Kritische Medizin und Gesundheitswissenschaften, Bd. 46, Hamburg. Argument, 2013:96–121.

van Rießen A, Bleck Ch, Knopp R. Sozialer Raum und Alter(n). Zugänge, Verläufe und Übergänge sozialräumlicher Handlungsforschung. Wiesbaden: Springer VS, 2015.

Wacker E. Wohn-, Förder- und Versorgungskonzepte für ältere Menschen mit geistiger Behinderung – ein kompetenz- und lebensqualitätsorientierter Ansatz. In: Deutsches Zentrum für Altersfragen (Hg.): Versorgung und Förderung älterer Menschen mit geistiger Behinderung, Opladen, 2001:43–121.

WHO – Word Health Organization. World report on ageing and health. Geneva: WHO, 2015.

Wolff JK, Nowossadeck S, Spuling SM. Altern nachfolgende Kohorten gesünder? Selbstberichtete Erkrankungen und funktionale Gesundheit im Kohortenvergleich. In: Mahne K, Wolff JK, Simonson J, Tesch-Römer C, editors. Altern im Wandle Zwei Jahrzehnte Deutscher Alterssurvey. Wiesbaden: Springer VS, 2017:125–38.

Bücher

Lotte Habermann-Horstmeier. Public Health. Kompakte Einführung und Prüfungsvorbereitung für alle Studienfächer im Gesundheitsbereich. 160 S., Softcover. Hogrefe Verlag, 2017. ISBN: 978-3-456-85706-0; 19,95 €

Das Buch stellt den Auftakt der neuen „Kompaktreihe Gesundheitswissenschaften“ dar und beschäftigt sich mit der Frage „Was ist das überhaupt: Public Health?“. Als eine Art Einführungstext richtet es sich vor allem an Studierende im Gesundheitsbereich und Interessierte ohne Fachkenntnisse. Ziel ist es, den Leser für die historischen Ursprünge und die Entwicklung von Public Health, die interdisziplinäre Zusammensetzung und Arbeitsweise des Fachs sowie die aktuelle Relevanz des Themas zu sensibilisieren. Neben grundlegenden Fragestellungen und Definitionen werden Public Health-Programme auf internationaler und nationaler Ebene beleuchtet sowie ein kurzer Überblick über Public Health-Methoden gegeben. Praxisbezogene Fragen am Ende jedes Kapitels sollen den Leser dazu ermutigen, die Textinhalte mit eigenen Erfahrungen zu verknüpfen. Um den Transfervorgang zu unterstützen, finden sich am Ende des Buches ausführliche Lösungsvorschläge. Ein umfangreiches Glossar und Verweise auf aktuelle Literatur- und Internetquellen unterstreichen den Charakter eines Lehrbuchs. Die Autorin, die Medizin in Deutschland und Public Health in der Schweiz studiert hat, stellt immer wieder Bezüge zur Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz her, und erleichtert damit den Zugang für Leser aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Die Texte sind leicht verständlich geschrieben und anschaulich illustriert. Nicht zuletzt aufgrund seines im Vergleich zu anderen Einführungswerken geringen Umfangs und damit moderaten Preises stellt das Buch einen niedrigschwelligen Einstieg in die Theorie und Praxis von Public Health dar.

Forschung

Lampert T, Hoebel J, Kuntz B, Müters S, Kroll LE (2017) Gesundheitliche Ungleichheit in verschiedenen Lebensphasen. Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis. RKI, Berlin

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes einen Bericht zum Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland veröffentlicht. Auf rund 120 Seiten wird der aktuelle Forschungs- und Erkenntnisstand zusammengefasst und um eine lebensphasenspezifische Betrachtung der gesundheitlichen Ungleichheit ergänzt, die vom Kindes- und Jugendalter über das junge und mittlere Erwachsenenalter bis hin zum höheren Lebensalter reicht. Die im Bericht enthaltenen statistischen Analysen basieren vorwiegend auf Daten der am RKI im Rahmen des Gesundheitsmonitorings durchgeführten Studien KiGGS, GEDA und DEGS. Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere Datenquellen herangezogen, darunter das Sozio-oekonomische Panel (SOEP), der Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes, die Repräsentativerhebungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Studie „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC), die Einschulungsuntersuchungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sowie Abrechnungsdaten der Sozialversicherungsträger, vor allem der gesetzlichen Krankenkassen und der Deutschen Rentenversicherung Bund. Der Bericht basiert auf einer Expertise, die das RKI im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) für den 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung verfasst hat. Die Ergebnisse verweisen darauf, dass die gesundheitliche Ungleichheit über den gesamten Lebensverlauf stark ausgeprägt ist und Maßnahmen, die auf eine Stärkung der gesundheitlichen Chancengleichheit zielen, lebensphasenspezifisch ausgerichtet und umgesetzt werden sollten.

Weitere Informationen unter: http://www.rki.de

Lehre

Gesellschaften

Gesundheitsförderung in der Arbeitsförderung

Arbeitslose werden bisher über die etablierten Setting-Ansätze der Prävention und Gesundheitsförderung kaum erreicht, obwohl ihre Krankheitsrisiken im Vergleich zu den Beschäftigten signifikant höher sind. Die gesetzlichen Krankenkassen erschließen deshalb neue Zugangswege durch eine Kooperation mit fast 60 Jobcentern und Arbeitsagenturen in allen 16 Bundesländern. Sie verzahnen systematisch die Arbeits- und Gesundheitsförderung. Das Angebot wird fester Bestandteil der Beratungs- und Vermittlungsprozesse von Jobcentern und Arbeitsagenturen. Arbeitslose sollen so diese belastende Lebensphase durch speziell auf sie ausgerichtete regionale Angebote der gesetzlichen Krankenkassen, z.B. zur Stressbewältigung oder zur gesunden Ernährung und Bewegung, besser meistern. Ziel ist es, die Lebensqualität für Arbeitslose zu verbessern, die Wechselwirkungen zwischen Arbeitslosigkeit und Krankheit aufzubrechen und die Arbeitsmarktintegration zu fördern. Partner der bundesweiten Initiative des GKV-Spitzenverbandes und der gesetzlichen Krankenkassen vor Ort sind die Bundesagentur für Arbeit und der Deutsche Städtetag sowie der Deutsche Landkreistag. Derzeit finden in allen Bundesländern Auftaktveranstaltungen mit Vertretern von Krankenkassen, Jobcentern, Arbeitsagenturen und Kommunen statt. Dabei wird ein lokales Steuerungsgremium gegründet, das alle relevanten Akteure einbezieht und die Maßnahmen bedarfsorientiert plant und koordiniert. In der zweiten Jahreshälfte 2017 soll das Projekt auf weitere interessierte Standorte im gesamten Bundesgebiet ausgeweitet werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterstützt die Aktivitäten der Krankenkassen im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages. Sie übernimmt die bundesweite Projektkoordination, unterstützt die Standorte bzw. die federführenden Krankenkassen in den Regionen und betreut den Evaluationsprozess. Für die Präventionsmaßnahmen, die Betreuung der Projekte vor Ort sowie für die wissenschaftliche Untersuchung stellt die gesetzliche Krankenversicherung über 8 Mio. Euro bis 2018 bereit.

Published Online: 2017-6-8
Published in Print: 2017-6-27

©2017 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Articles in the same Issue

  1. Frontmatter
  2. Editorial
  3. Editorial
  4. Alter und Gesundheit multiperspektivisch betrachtet
  5. Der Siebte Altenbericht – was erfahren wir über das Thema gesundheitliche Versorgung älterer Menschen?
  6. Das Nationale Gesundheitsziel Gesund älter werden
  7. „Den Jahren Leben geben!“ Das gilt auch für lebenslang behinderte Menschen
  8. Ressourcenorientierte Beratung für gesundes Altern
  9. Wirksamkeit körperlicher Aktivität bei Bewohnern in der stationären Pflege
  10. Bewegungsförderung in der pflegerischen Langzeitversorgung
  11. Altersbilder als Ressource zur Förderung körperlicher Aktivität bei älteren Erwachsenen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  12. Das Erlanger Schlaganfallregister – ein Modell für umfassende und nachhaltige Versorgungsforschung der Volkskrankheit Schlaganfall
  13. Patientenorientierung in der akut-stationären Versorgung älterer Patienten
  14. Aktiv mobil im ländlichen Raum – was denken die zukünftigen „Alten“?
  15. Materielle Versorgung im Alter: Zur regionalen Bedeutung von Alterssicherungssystemen
  16. Gesundheitliche Ungleichheit im höheren Lebensalter
  17. Soziale und gesundheitliche Ungleichheit im Alter und die Morbiditätskompression
  18. Gesund Altern: Martha Nussbaums Gerechtigkeits-Ethik
  19. Herausforderung Fragilitätsfrakturen – aus Sicht eines Alterstraumazentrums
  20. Arzneimitteltherapie im Alter – individualisiert und sicher
  21. Innovative Technologien für gesundes Altern
  22. Partizipative Gesundheitsforschung mit älteren Menschen im Wohnquartier
  23. Das AlltagsTrainingsProgramm (ATP)
  24. Kognitive Veränderungen im Alter: Förderung kognitiver Kontrolle als präventiver Ansatz?
  25. Neuropsychologische Frühdiagnostik von kognitiven Störungen und Demenzen im Alter
  26. Suizid und Alter: Eine Bestandsaufnahme
  27. Gerontologische Kompetenzen für Pflegekräfte
  28. Public Health Infos
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