Abstract
This paper examines the successful establishment of the „Universum“ makerspace at the University of Stuttgart, focusing on the key dimensions of spatial, programmatic, and organizational implementation. The makerspace aims to provide an open and creative environment for interdisciplinary work, experimentation, and learning for students and university members. We explore how the physical design, diverse workshop offerings, and effective community management contribute to the makerspace’s popularity and integration into university life. Special attention is given to the makerspace’s role in fostering creativity, innovation, and interdisciplinary collaboration, as well as its impact on teaching and learning practices within higher education.
1 Einleitung
In den letzten Jahren hat sich an vielen Hochschulen ein verstärktes Interesse an offenen, kollaborativen Infrastrukturen für Forschung, Lehre und Wissensproduktion entwickelt. Neben klassischen Bibliotheksräumen und digitalen Arbeitsumgebungen gewinnen physische Orte wie Makerspaces, Media Labs oder Digital Humanities Labs zunehmend an Bedeutung. Diese Räume dienen nicht nur dem Experimentieren mit digitalen und analogen Technologien, sondern auch als soziale Knotenpunkte für interdisziplinäre und praxisorientierte Zusammenarbeit.
Der Makerspace „Universum“ der Universität Stuttgart wurde im Rahmen eines BMBF geförderten Projektvorhabens zum April 2022 eröffnet. Er richtet sich an Lehramtsstudierende sowie Studierende aller Fachrichtungen und auch Mitglieder der Universität Stuttgart, einschließlich wissenschaftlicher, technischer und administrativer Mitarbeitender. Der Makerspace wurde mit dem Ziel geschaffen, einen offenen und kreativen Raum für interdisziplinäres Arbeiten, Experimentieren und Lernen zu bieten. Als zentraler Bestandteil der universitären Infrastruktur ermöglicht er Studierenden und Mitarbeitenden den Zugang zu modernen Fertigungstechnologien und fördert zugleich kollaborative und praxisnahe Lehr- und Lernformate.
In vielen Hochschulkontexten existieren bereits etablierte digitale Laborstrukturen, etwa Digital Humanities Labs (DH Labs), die interdisziplinäre und medienpraktische Forschung unterstützen. Der Makerspace „Universum“ stellt in diesem Zusammenhang ein hybrides Format dar, das ebenfalls kollaborative, technikgestützte und kreative Arbeitsformen fördert – jedoch mit einem stärkeren Fokus auf „Making“, Materialität und gestalterisches Lernen.
Seit Eröffnung erfreut sich der Makerspace großer Beliebtheit. In den folgenden Abschnitten werden verschiedene Facetten beschrieben und eingeordnet, die einen Einfluss auf Akzeptanz und Beliebtheit haben (und die durch Betrieb des Makerspaces zumindest in Ansätzen beeinflussbar sind). Die erfolgreiche Etablierung eines Makerspaces erfordert jedoch weit mehr als die Bereitstellung von Räumlichkeiten und Geräten. Eine nachhaltige und wirkungsvolle Integration in den universitären Alltag basiert auf drei zentralen Dimensionen:

Raumbild des Makerspace Universum an der Universität Stuttgart (Quelle: Eigene Aufnahme)
Räumliche Umsetzung – Die Gestaltung der physischen Umgebung beeinflusst maßgeblich die Nutzbarkeit und Atmosphäre des Makerspaces. Flexible, multifunktionale Arbeitsbereiche und eine durchdachte Infrastruktur schaffen optimale Bedingungen für kreative und technische Projekte.
Programmatische Umsetzung – Ein vielfältiges Angebot an Workshops, Lehrveranstaltungen und offenen Nutzungsmöglichkeiten trägt dazu bei, den Makerspace als festen Bestandteil von Lehre und Forschung zu etablieren. Dabei spielt auch die strategische Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen eine zentrale Rolle.
Organisatorische Umsetzung – Die langfristige Akzeptanz und Nutzung des Makerspaces hängen von einer effektiven Verwaltung, nachhaltigen Finanzierungsstrategie und einer aktiven Community-Bildung ab. Eine transparente Organisationsstruktur sowie ein niederschwelliger Zugang sind hierbei entscheidende Erfolgsfaktoren.
Im Folgenden werden diese drei Dimensionen detailliert betrachtet, um die zentralen Elemente für eine erfolgreiche Implementierung und Verstetigung eines Makerspaces am Beispiel des Makerspaces „Universum“ zu analysieren.
2 Räumliche Umsetzung
Die Gestaltung der räumlichen Umgebung eines Makerspaces beeinflusst maßgeblich dessen Nutzung und Akzeptanz. Ein erfolgreicher Hochschul-Makerspace muss sowohl funktionale Anforderungen für verschiedene Fertigungstechnologien erfüllen als auch eine Atmosphäre schaffen, die Kreativität, Kollaboration und selbstbestimmtes Lernen fördert. Dabei sind Aspekte wie die räumliche Flexibilität, Barrierefreiheit und eine durchdachte Aufteilung essenziell, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzer:innen gerecht zu werden. In diesem Abschnitt wird untersucht, welche räumlichen Konzepte sich bewährt haben und welche Herausforderungen sich bei der Implementierung eines offenen, interdisziplinären Lernraums an einer Universität ergeben.
Wir haben unser Konzept und den Raum auf Basis des Equity Mindsets etabliert, um eine inklusive und gerechte Teilnahme im Makerspace zu fördern. Das Equity Mindset ist eine Haltung, die darauf abzielt, Makerspaces durch bewusste Reflexion, inklusive Gestaltung und konkrete Maßnahmen so zu verändern, dass alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Fähigkeiten oder Identität – gleichberechtigt teilhaben und lernen können[1]. Dieses Mindset berücksichtigt die Dimensionen Diversität, Inklusion und Zugänglichkeit und entwickelt konkrete Maßnahmen, um den Zugang für alle Mitglieder der Gemeinschaft zu gewährleisten. Das Ergebnis ist ein Makerspace mit dem Motto: divers. inklusiv. barrierefrei. Dieses Konzept wurde nicht nur erfolgreich etabliert, sondern wird auch aktiv von der Hochschulgemeinschaft angenommen und weiterentwickelt. Auf dieser Grundlage wird die Gestaltung des Makerspaces an der Universität Stuttgart vorangetrieben, wobei sowohl funktionale als auch ästhetische Aspekte eine entscheidende Rolle spielen.
Die Gestaltung des Makerspaces an der Universität Stuttgart ist von entscheidender Bedeutung, da sie sowohl die Funktionalität als auch die ästhetische und kreative Ausstrahlung des Raumes maßgeblich prägt. Dieser Raum wurde nicht nur als Ort für technische Arbeit konzipiert, sondern auch als Plattform für interdisziplinäre Zusammenarbeit und kreatives Denken. Der Makerspace hat sich als kreativer Lernort etabliert, an dem experimentelles Arbeiten ermöglicht und zugleich ein Umfeld geschaffen wird, das kooperative Prozesse und Innovationsdenken unterstützt. Im Designprozess wurde besonders auf die Schaffung einer Umgebung geachtet, die durch ihre Offenheit und Vielseitigkeit sowohl den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzer:innen gerecht wird als auch einen Raum für spontane Kreativität bietet. Hierbei wurden Aspekte wie Standort, Gestaltung, Ausstattung und Barrierefreiheit berücksichtigt, um eine inspirierende und zugängliche Atmosphäre zu schaffen. Ein weiterer wichtiger Aspekt besteht darin, dass durch die kontinuierliche Einbeziehung der Nutzer:innen in den Entwicklungsprozess eine Umgebung geschaffen wurde, die dynamisch und anpassungsfähig bleibt und so den sich wandelnden Bedürfnissen gerecht wird. Zentrale Prinzipien des offenen Lernens und der kollaborativen Wissensproduktion – wie sie von Resnick[2] und Chan und Blikstein[3] beschrieben werden – fließen direkt in die Gestaltung des Raumes ein und bestimmen die Grundstruktur des Makerspaces. Um zu verstehen, wie diese Prinzipien in die Raumgestaltung eingeflossen sind, ist es sinnvoll, die konkreten räumlichen und funktionalen Elemente zu betrachten, die den Makerspace prägen.
3 Standort und Zugänglichkeit
Der Makerspace befindet sich an einer strategisch günstigen Stelle auf dem Campus der Universität Stuttgart, was eine gute Erreichbarkeit für Studierende und Lehrende sicherstellt. Die Nähe zur Bibliothek und anderen wichtigen hochfrequentierten Einrichtungen wie der Mensa trägt zur Integration des Makerspaces in das akademische Umfeld bei. Durch den Standort wurde nicht nur die Zugänglichkeit gewährleistet, sondern auch ein Kontext geschaffen, in dem der Makerspace als kreativer Knotenpunkt auf dem Campus wirken kann.
Die gute Erreichbarkeit des Raumes ist eine der zentralen Säulen des Designprozesses. Durch die offene Gestaltung des Raumes, die großen Fenster, sowie eine Vitrine, die Ausstellungsstücke zeigt, wird nicht nur die Zugänglichkeit für alle Benutzer:innen verbessert, sondern auch die Kultur der Offenheit und Partizipation aktiv gefördert. Der barrierefreie Zugang zu allen Bereichen des Makerspaces – einschließlich stufenloser Zugänge, breiter Türöffnungen und rollstuhlunterfahrbaren Arbeitsflächen – sorgt dafür, dass kein:e Nutzer:in ausgeschlossen wird und jeder die gleichen Chancen zur Teilhabe hat. Diese barrierefreie Gestaltung bildet die Grundlage für die weitere Raumgestaltung und wird durch flexible Arbeitsbereiche und eine kreative Atmosphäre ergänzt.
3.1 Raumgestaltung
Die Raumgestaltung wurde so konzipiert, dass sie nicht nur funktional, sondern auch inspirierend wirkt. Eine offene Raumstruktur fördert die Kommunikation und das kollaborative Arbeiten. Die Flexibilität der Gestaltung spielt eine entscheidende Rolle, da sie es ermöglicht, den Raum schnell an unterschiedliche Bedürfnisse und Szenarien anzupassen – von der Einzelnutzung für kreative Projekte bis hin zu größeren Workshops und kollaborativen Arbeitsgruppen. Modular aufgebaute Arbeitsflächen mit mobilen Möbeln bieten den Nutzenden die Möglichkeit, die Raumaufteilung nach ihren individuellen Bedürfnissen zu verändern und anzupassen. Diese Anpassungsfähigkeit des Raums entspricht dem offenen Lernansatz, der es den Nutzer:innen ermöglicht, selbstbestimmt zu arbeiten und kreativ zu sein.
Ein weiteres zentrales Element ist die Anordnung der Arbeitsbereiche: Diese wurden bewusst so gestaltet, dass sie eine vielseitige Nutzung ermöglichen. Zwar sind die Bereiche für 3D-Druck, Sticken oder Lasern durch die Maschinen teilweise vorgegeben, jedoch nicht vollständig voneinander getrennt. Diese Offenheit führt dazu, dass die Nutzer:innen zwangsläufig einen Einblick in die Arbeiten anderer erhalten, was das Interesse an anderen Techniken weckt und den Austausch fördert. Der fließende Übergang zwischen den Arbeitsbereichen wird durch gezielte Designelemente, wie mobile Tische oder offene Regalsysteme, unterstützt, die sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend sind und so eine dynamische und kollaborative Arbeitsumgebung schaffen.
Die Raumgestaltung umfasst auch gezielte Designelemente, die die Kreativität und das Experimentieren anregen. Farbige Akzente und kreative Wandgestaltungen setzen visuelle Impulse, die die Dynamik und die Atmosphäre im Raum unterstreichen und so das kreative Potenzial der Nutzer:innen aktiv fördern. Die Philosophie des „Lifelong Kindergarten“ von Mitchel Resnick,[4] das spielerisches Lernen und Experimentieren betont, spiegelt sich nicht nur in den Arbeitsbereichen wider, sondern auch in der Art und Weise, wie der Raum selbst den Lernprozess fördert und unterstützt. Dieser spielerische Zugang wird auch durch die haptischen Exponate, die im Raum integriert sind, unterstützt. Diese „Anfassungsobjekte“ veranschaulichen beispielhaft die Möglichkeiten, die den Nutzer:innen zur Verfügung stehen, und regen zum Experimentieren und Entdecken an. So wird der Raum nicht nur als funktionale Werkstatt genutzt, sondern als eine Plattform für kreatives und spielerisches Lernen, die das Experimentieren aktiv fördert.
Durch die gezielte Nutzung von Glasflächen und einer offenen Grundrissgestaltung wird nicht nur die Sichtbarkeit der Aktivitäten im Makerspace erhöht, sondern es wird auch eine transparente und einladende Atmosphäre geschaffen. Dies fördert den interdisziplinären Austausch und erleichtert es den Besucher:innen, sich mit den laufenden Projekten auseinanderzusetzen und selbst Teil des kreativen Prozesses zu werden. Dieser Aspekt der Offenheit und Sichtbarkeit ist zentral für die Förderung von Interaktion und Zusammenarbeit im Makerspace.
3.2 Ausstattung und Maschinen
Der Makerspace ist mit einer breiten Palette an Maschinen und Werkzeugen ausgestattet, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer:innen abgestimmt sind. Dabei wird besonders Wert auf einen niederschwelligen Zugang gelegt, sodass Menschen mit unterschiedlichem technischem Wissen und Erfahrungsstand gleichermaßen die Möglichkeit haben, die verfügbaren Ressourcen zu nutzen. Dieser niederschwellige Zugang ist nicht nur ein praktisches Element, sondern ein wichtiger Bestandteil des inklusiven Konzepts des Makerspaces. Durch intuitiv bedienbare Maschinen und regelmäßige Einweisungen werden potenzielle Nutzungshürden minimiert. Dies ermöglicht es allen Nutzer:innen, sich schnell mit den Geräten vertraut zu machen und eigenständig zu arbeiten. Neben den praktischen Maschinen und Werkzeugen stehen den Nutzer:innen auch digitale Lernressourcen zur Verfügung. Das Makerspace-Wiki, das sowohl von Studierenden als auch von Mitarbeitenden gepflegt wird, bietet eine wertvolle Wissensquelle und unterstützt die eigenständige Weiterentwicklung der Nutzer:innen. So wird eine kontinuierliche Lernumgebung geschaffen, die es den Nutzer:innen ermöglicht, sowohl ihre technischen als auch ihre kreativen Fähigkeiten auszubauen. Die Materialien und Werkzeuge im Makerspace sind strukturiert und gut sichtbar platziert, sodass ein spontanes und effektives Experimentieren möglich ist. Eine durchdachte Lagerstruktur mit klaren Markierungen sorgt für eine effiziente Nutzung der Ressourcen und minimiert Suchaufwände, was die kreative Arbeit weiter fördert. Durch diese gut organisierte Ausstattung wird der Makerspace zu einem Ort, der das experimentierende Lernen unterstützt.
3.3 Sozialraum
Der Makerspace ist nicht nur ein Ort für technische und kreative Tätigkeiten, sondern auch ein sozialer Treffpunkt, der Interaktionen und kollaboratives Arbeiten fördert. Ein Sofa fungiert als lehrbegleitendes Raumstrukturelement, das eine informelle, entspannte Atmosphäre für Diskussionen, Reflexionen und den Wissensaustausch schafft. Diese sozial gestalteten Bereiche unterstreichen den kollaborativen Charakter des Makerspaces und tragen dazu bei, dass der Raum nicht nur als Werkstatt, sondern als lebendiger Treffpunkt für kreative Köpfe aus allen Disziplinen wahrgenommen wird. Der Makerspace hat sich zu einem Ort entwickelt, an dem nicht nur technisches Wissen vermittelt wird, sondern an dem die Nutzer:innen durch den Austausch voneinander lernen und neue Perspektiven entwickeln. Obwohl der Makerspace nicht als klassischer „Third Place“ im Sinne von Ray Oldenburg[5] formal konzipiert wurde, werden viele seiner zentralen Aspekte integriert, die eine Reflexion der eigenen Arbeit und kreatives Experimentieren fördern. Dies geschieht zum Beispiel durch eine spielerische Atmosphäre, die durch Experimentierfreude und Fehleroffenheit geprägt ist. Hier wird der Umgang mit Fehlern als Teil des Lernprozesses akzeptiert. Die bunte Möblierung, Ausstellungen und Kunst von Studierenden tragen zur kreativen, offenen Umgebung bei, die auch die Reflexion und den Austausch fördert. Die Gestaltung des Makerspaces setzt bewusst auf Funktionalität vor Optik, wobei die Ästhetik dennoch eine wichtige Rolle spielt. Der Sozialraum wird bewusst vor dem Maschinenraum platziert, um eine interaktive und kollaborative Nutzung zu begünstigen.
Die bisherigen Überlegungen und Erkenntnisse zur räumlichen Gestaltung des Makerspaces verdeutlichen, wie entscheidend ein durchdachtes Design für dessen Nutzung und Akzeptanz ist. Die erfolgreiche Gestaltung des Makerspaces an der Universität Stuttgart stellt sicher, dass er als Kreativraum und Lernumgebung optimal genutzt werden kann. Das durchdachte Design sorgt dafür, dass sowohl technische Ressourcen als auch kreative Freiräume gleichermaßen zugänglich sind, wodurch eine niedrigschwellige Nutzung und eine hohe Motivation der Nutzer:innen gefördert werden. Darüber hinaus schafft die inspirierende Raumgestaltung eine Atmosphäre, die den kreativen Prozess unterstützt und die Nutzer:innen dazu ermutigt, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Die fortlaufende Weiterentwicklung des Makerspaces zeigt, wie wichtig es ist, eine offene, inklusive und anpassungsfähige Umgebung zu schaffen, die den kreativen Austausch und die interdisziplinäre Zusammenarbeit unterstützt.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und der Wissensaustausch werden durch die räumliche Offenheit und die vielseitige Ausstattung des Makerspaces gezielt gefördert. Lernprozesse entstehen nicht nur durch den individuellen Umgang mit Technologien, sondern vor allem durch den Austausch und das gemeinsame Arbeiten in einer offenen, unterstützenden Umgebung. Dies bestätigt sich auch in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Makerspaces, die maßgeblich durch das Feedback der Nutzer:innen geprägt wird.
Die diversitätsorientierte und barrierefreie Gestaltung des Raumes sorgt dafür, dass sich alle Nutzer:innen gleichermaßen einbezogen fühlen und in einem kreativen, inklusiven Umfeld arbeiten können. Mit dieser Gestaltung wird der Makerspace nicht nur zu einem Ort des Lernens und des Experimentierens, sondern zu einem Katalysator für die Entwicklung neuer Ideen und innovativer Lösungen.
4 Programmatische Umsetzung
Ein Makerspace ist mehr als nur ein Raum mit Maschinen – sein Erfolg hängt maßgeblich davon ab, wie er inhaltlich gestaltet und in den universitären Kontext eingebunden wird. Neben der Bereitstellung technischer Infrastruktur spielen didaktische Konzepte, niedrigschwellige Zugänge und thematische Angebote eine zentrale Rolle, um sowohl Studierende als auch Lehrende für die Nutzung zu begeistern. Dieser Abschnitt beleuchtet, welche methodischen und inhaltlichen Ansätze sich als erfolgreich erwiesen haben, wie die Balance zwischen formaler und informeller Nutzung gelingt und welche Maßnahmen dazu beitragen, den Makerspace als Ort des kreativen Lernens zu etablieren.
Der Makerspace an der Universität Stuttgart ist eine Einrichtung mit dem Schwerpunkt auf Lehre und Lernen. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze, Rahmenbedingungen und Programme, um diese Ziele zu verwirklichen – insbesondere, weil der Makerspace kein Angebot einer einzelnen Fakultät oder eines Instituts ist, sondern einer zentralen Einrichtung der Universität zugeordnet ist. Im Folgenden werden mehrere Ansätze dargestellt, die auf verschiedene Arten an Strukturen und Gruppen innerhalb der Universität ankoppeln. Sie unterscheiden sich einmal in der räumlichen und zeitlichen Ausgestaltung, aber auch andererseits in ihrer eigenen Struktur oder Anwendung in Studiengänge oder gar Lehrveranstaltungen.
4.1 Freies Arbeiten
Grundlegend kann die Idee des Arbeitens im Makerspace als Förderung einer „Community of Practice“[6] gesehen werden. Sowohl die vorbereitete Umgebung wie auch der Austausch zwischen den Nutzer:innen dienen dem Schaffen von Lerngelegenheiten[7] in und außerhalb von Workshops. Dies soll auch die Möglichkeit eröffnen, einen Zugang für Nutzer:innen zu finden, die noch kein Konzept von „Making“ oder „Makerspaces“ haben.
So bietet der Makerspace zum einen sehr umfangreiche Öffnungszeiten (Mo-Fr 14:00 – 19:00, sowie Di-Fr 10:00 – 14:00). Es gibt Sicherheits- und Grundeinweisungen an den wichtigsten Maschinen sowie eine grundlegende Sicherheitseinweisung, in der die gewünschten Regeln und Erwartungen zum Verhalten im Makerspace erläutert werden. Auch soll es leichter sein, nicht nur Mitarbeitende leicht anzusprechen, sondern auch andere Nutzer:innen. So sieht also die Nutzerordnung das Tragen von Namensschildern vor.
4.2 Workshops
Im Makerspace finden neben den Einführungsworkshops, die einen großen Sicherheitsschwerpunkt haben, auch vertiefende Workshops statt. Ziel dieser Workshops ist es, über den reinen Einstieg in eine Technologie schon erste Schritte ins eigene Tun zu machen und dann die ersten Ergebnisse zu diskutieren. Wichtig hierbei ist stets die Ausrichtung auf ein konkretes Artefakt. So gibt es Workshops für „Einfache Animationen mit Krita erstellen“[8] – und nicht „Einführung in das 3D-Drucken“. Grund dafür ist, dass die Fokussierung auf eine Technologie nur solche Teilnehmer:innen anspricht, die schon etwas mit dem Thema verbinden und eventuell solche Teilnehmer:innen abschreckt, die damit noch nichts verbinden.
4.3 Angebote im Rahmen von „Schlüsselqualifikationen (SQ)“ – Studium Generale
An der Universität Stuttgart ist es ein zentrales Konzept, dass die Studierenden im Rahmen eines „Studium Generale“ Veranstaltungen besuchen, die nicht im engeren Sinne zu ihren Studienfächern zählen. Ziel ist es dort primär außerfachliche oder überfachliche beziehungsweise zum Studienfach komplementäre Kompetenzen aufzubauen.
Der Besuch einer Lehrveranstaltung aus einem anderen Studienbereich, die als Schlüsselqualifikation (SQ) für Studierende verschiedener Fachrichtungen geöffnet ist – beispielsweise eine „Einführung in die politische Philosophie“ für Studierende außerhalb der Geisteswissenschaften – kann eine Möglichkeit zur interdisziplinären Vernetzung und Kompetenzentwicklung bieten. Eine weitere Option ist die Teilnahme an Veranstaltungen zentraler universitätsweiter Einrichtungen, wie etwa dem Sprachenzentrum, dem Zentrum für Lehre und Weiterbildung oder den Technischen Informations- und Kommunikationsdiensten, zu denen der Makerspace organisatorisch angegliedert ist.
Um die Teilnahme an solchen Veranstaltungen als Lehrveranstaltung mit Leistungspunkten anrechnen zu können, werden mehrere Workshops zu einer übergreifenden Veranstaltung gebündelt und mit einer Projektpräsentation abgeschlossen. Diese Präsentation dient nicht der Bewertung eines fertigen Produkts, sondern vielmehr der Reflexion des aktuellen Entwicklungsstands und dem Austausch über den Arbeitsprozess. Im Mittelpunkt steht dabei die Kommunikation zwischen den Teilnehmenden, nicht die fachliche Perfektion oder die technische Ausgereiftheit der Konstruktion oder des Designs.
Durch dieses Modell profitieren Studierende vom expansiven[9] Lernen nicht auf Grund externer curricularer Anforderungen, sondern aus der Situation heraus sowie interessengeleitet. Lerncharakter des Makerspaces, ohne ihr ohnehin begrenztes Zeitbudget für Lehrveranstaltungen zusätzlich zu belasten. Würden solche Workshops ausschließlich als freiwillige Angebote ohne akademische Anerkennung organisiert, könnte dies dazu führen, dass nur jene Studierende den Makerspace nutzen, die über ausreichende zeitliche Ressourcen verfügen. Indem jedoch Lehrangebote gezielt integriert und mit bestehenden Studienstrukturen verknüpft werden, lässt sich der Makerspace als interdisziplinärer Lernort etablieren, der über den direkten Zugang zu technischen Geräten hinaus auch einen Mehrwert für das individuelle Studium bietet.
Obwohl der Makerspace als „Third Space“ betrachtet werden kann, unterscheidet er sich von klassischen Lernräumen wie Bibliotheken, da sein Nutzen nicht primär in der Bereitstellung von Fachwissen, sondern in der Ermöglichung praktischer, erfahrungsbasierter Lernprozesse liegt. Auch wenn solche Lernprozesse nicht per se konstitutiv für die Definition eines Third Space sind, stellen sie in vielen Anwendungen – insbesondere in informellen und community-orientierten Kontexten – zentrale Ausdrucksformen third-space-pädagogischer Ansätze dar. Durch die Kombination mit Lehrveranstaltungen kann dieser Mehrwert gezielt erschlossen und in den Studienalltag integriert werden.[10]
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Nachhaltigkeit der Nutzung: Da Workshops sowohl zu Beginn der Projektphase als auch regelmäßig im laufenden Betrieb angeboten werden, rekrutiert sich ein großer Teil der Teilnehmenden über persönliche Empfehlungen anderer Nutzender. Diese Mund-zu-Mund-Propaganda fördert eine Community-basierte Nutzung des Makerspaces. Allerdings stellt die kontinuierliche Durchführung von Workshops eine Herausforderung dar, da sie mit einem erhöhten personellen Aufwand für die Betreuung und Organisation verbunden ist.
4.4 Entwicklung von Lehrveranstaltungen und Workshops
An der Universität Stuttgart beinhalten zahlreiche Lehrveranstaltungen in den technischen Studiengängen projektbasiertes Arbeiten in Gruppen als zentralen Bestandteil ihres didaktischen Konzepts. Allerdings verfügen nicht alle Institute, die solche Lehrformate anbieten, über die erforderlichen technischen Ressourcen im Bereich Making, insbesondere in den Bereichen Rapid Prototyping (schnelle und einfache Produktion physischer Objekte aus digitalen Vorlagen.), und digitale Fertigungstechnologien. Zudem fehlt es oft an geeigneten Räumlichkeiten, die es Studierenden ermöglichen, in Teams an ihren Projekten zu arbeiten.
Der Makerspace bietet in diesem Kontext eine wertvolle Unterstützung, indem er nicht nur Arbeitsflächen für Projektgruppen bereitstellt, sondern auch den Zugang zu relevanten Technologien wie 3D-Druck und Lasercutting ermöglicht. Ergänzend dazu erhalten Studierende eine grundlegende Einführung in die Nutzung dieser Technologien, um sie gezielt für ihre Projektarbeit einsetzen zu können. In einigen Fällen erfolgt zudem eine gemeinsame Entwicklung von Projektideen, um die Möglichkeiten der vorhandenen Infrastruktur optimal zu nutzen. Durch diese enge Verzahnung mit der universitären Lehre erweitert der Makerspace das Spektrum der praktischen Lehr- und Lernformate und trägt zur Förderung interdisziplinärer, erfahrungsbasierter Lernprozesse bei.
5 Bedeutung für interdisziplinäre und praxisnahe Lehre
Im Gegensatz zu Labors oder Werkstätten ist die Nutzung nicht an eine konkrete Gruppe gebunden. Übliche Gruppen wären hier Studierende eines Faches oder einer Lehrveranstaltung. Der Makerspace steht allen Hochschulangehörigen offen, sofern sie an einer entsprechenden Einführung teilgenommen haben. Beispiele hierfür sind Labore für Praktika oder Werkstätten für die Vorbereitung von Werkzeugen für Experimente in der Forschung. Dies ermöglicht den Zugang für Studierende, deren Studium die Arbeit im Labor nicht oder nur eingeschränkt vorsieht. Es entsteht ein Begegnungsraum für Studierende unterschiedlicher Studiengänge.
5.1 Makerspaces und ihre Rolle in der Hochschullehre
Neben ihrer Bedeutung als Lernorte sind Makerspaces auch Treiber für technologische und soziale Innovationen an Hochschulen. Wie Farritor[11] betont, können Universitäten durch gezielt gestaltete Makerspaces eine Kultur der Innovation etablieren, indem sie Studierenden nicht nur Zugang zu modernsten Fertigungstechnologien bieten, sondern auch eine offene und inspirierende Umgebung schaffen, die intrinsische Motivation und unstrukturiertes, exploratives Arbeiten begünstigt. Er argumentiert, dass der Erfolg eines Makerspaces maßgeblich davon abhängt, ob er eine diverse und dichte Ideenlandschaft ermöglicht, in der interdisziplinäre Perspektiven miteinander in Kontakt treten und sich zu neuen Konzepten verbinden können. Dies wird insbesondere dadurch gefördert, dass Makerspaces oft außerhalb des regulären akademischen Curriculums angesiedelt sind und somit eine Art „dritten Raum“ bieten, in dem Studierende freiwillig und aus eigenem Antrieb forschen, experimentieren und Prototypen entwickeln können. Die Flexibilität und Offenheit dieser Räume unterscheidet sie von klassischen Laboren und Unterrichtsräumen, da hier Lernen nicht durch strikte Vorgaben und Notendruck, sondern durch Neugier und intrinsische Motivation angetrieben wird.[12]
5.2 Hochschuldidaktische Prinzipien und Ziele
Bei jeder hochschuldidaktischen Aufgabe ist es sinnvoll, das eigene Handeln an klar definierten Zielen auszurichten. Dies gilt auch für das Konzept eines Makerspaces. Im Folgenden werden daher mehrere zentrale Ziele des Makerspace-Konzeptes aufgezeigt und näher beschrieben.
Förderung von Kreativität und Innovation: Makerspaces werden häufig im Zusammenhang mit Kreativität und Innovation diskutiert.[13] Sie sind insbesondere an Hochschulen mit technologischem oder gestalterischem Schwerpunkt zu finden, etwa in den Bereichen Ingenieurwesen, Informatik, Konstruktion oder Design. In jüngster Zeit gewinnen sie jedoch auch in anderen akademischen Disziplinen an Bedeutung, da das Konzept des Makings zunehmend als interdisziplinärer Ansatz verstanden wird, der kreative Prozesse, experimentelles Arbeiten und neue Herangehensweisen an Produktionstechnologien fördert.
Im Gegensatz zu standardisierten, planungsbasierten Methoden zeichnet sich das Making durch einen explorativen, oft iterativen Charakter aus. Dieser Ansatz ermöglicht es, durch experimentelles Ausprobieren neue Lösungen zu entwickeln und kreative Spielräume für individuelles sowie gemeinschaftliches Arbeiten zu eröffnen. Makerspaces bieten daher nicht nur Zugang zu modernen Fertigungstechnologien, sondern schaffen zugleich eine offene Umgebung, in der traditionelle Produktionsmethoden mit flexibleren, innovationsfördernden Praktiken kombiniert werden können.
In gewisser Weise ähnelt der Makerspace-Ansatz klassischen Formaten wie Konstruktions-, Produkt-, Programmier- oder Entwurfspraktika, bei denen Prototypen entwickelt oder technische Prozesse erprobt werden. Während jedoch diese traditionellen Lehrformate häufig an spezifische Lernziele und feste Zeitvorgaben gebunden sind, bieten Makerspaces eine freiere und oft disziplinübergreifende Plattform für kreatives Arbeiten, unkonventionelle Lösungsansätze und kollaborative Innovationsprozesse.
Gemeinschaftsbildung: Da das Konzept der Communities of Practice als theoretische Grundlage dient, müssen Aktivitäten implementiert werden, die den Gemeinschaftsaufbau und die Gruppenkohärenz fördern. Eine zentrale Grundlage hierfür ist ein verbindlicher Code of Conduct, der die Gestaltung der Gemeinschaft sowie die Erwartungen an das Verhalten der Teilnehmenden klar definiert.
Zu diesen Erwartungen zählen auch konkrete Praktiken, wie beispielsweise die Verpflichtung zur Teilnahme an Einführungssitzungen. Diese Sitzungen dienen nicht nur der Orientierung, sondern sollen auch den aktiven Austausch zwischen den Teilnehmenden fördern. Zudem wird von den Teilnehmenden ein respektvoller, nicht bewertender Umgang erwartet. Kommentare oder Hilfestellungen dürfen nur nach vorheriger Zustimmung der empfangenden Person gegeben werden, um eine konstruktive und wertschätzende Kommunikation sicherzustellen.
Darüber hinaus ist es im Makerspace eine klare Erwartung, dass die Teilnehmenden direkt ansprechbar sind – sei es über ein Namensschild oder durch die Ansprache mit ihrem Vornamen. Dabei soll die persönliche Interaktion im Vordergrund stehen, während formale Rollen bewusst in den Hintergrund treten, um eine offene, einladende und kollaborative Atmosphäre zu schaffen.
Barrierefreiheit mental (niedrigschwellig): Es geht auch darum, bestimmte mentale Barrieren abzubauen. Dies geschieht zum einen dadurch, dass explizit ein Raum geschaffen werden soll, in dem Nutzer:innen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten gemeinsam arbeiten bzw. sich austauschen können. Darüber hinaus werden die im Raum vorhandenen Geräte explizit so ausgewählt, dass der Zugang bzw. die Nutzung möglichst barrierearm ist, in dem Sinne, dass die Anschlussfähigkeit an vorhandene Geräte gegeben ist. D. h. es geht in erster Linie darum, die eigentliche technische Herausforderung in Form von einfachen Benutzeroberflächen oder auch spezifischen Programmen zu abstrahieren. Darüber hinaus gibt es gerade bei komplizierteren Programmen auch immer wieder grundlegende Einführungen für die ersten Schritte und weitere Ressourcen, um den Nutzenden einen eigenständigen Ausbau ihrer Fähigkeiten und Wissen zu ermöglichen.
5.3 Vergleich formaler und informeller Lernorte an Universitäten
Dadurch, dass der Makerspace an einer Universität angesiedelt ist, sich jedoch in vielen Ansätzen des Lernens stark von den traditionellen hochschuldidaktischen Konzepten in Studiengängen unterscheidet, stellt er ein Kontrastprogramm zu diesen dar. Während in klassischen Studiengängen – auch bei projektbasiertem Arbeiten – meist hohe Anforderungen an die Qualität der Projekte gestellt werden und eine Bewertung durch Dritte erfolgt, liegt der Fokus im Makerspace weniger auf Bewertungen und mehr auf der Förderung individueller kreativer Prozesse. Diese klassische Herangehensweise ist sicherlich zielführend, wenn ein bestimmtes Kompetenzniveau erreicht werden soll. Allerdings kann sie auch Studierende ausschließen, die mit den hohen Anforderungen Schwierigkeiten haben, aber dennoch ein Interesse am kreativen und praktischen Prozess mitbringen.
Ein Beispiel hierfür sind Studiengänge aus dem ingenieurwissenschaftlichen Bereich, bei denen die Konstruktion von Artefakten Teil des Lehrplans ist. Oft werden dabei konkrete Anforderungen an Werkstücke oder Werkzeuge gestellt, die bestimmte Vorkenntnisse und Fähigkeiten voraussetzen. Diese Anforderungen können zwar auch im Makerspace mithilfe der vorhandenen Rapid Prototyping-Maschinen umgesetzt werden – und das möglicherweise sogar schneller. Gleichzeitig soll es jedoch auch möglich sein, dass Studierende auf bestehende Designs aus Repositorien zurückgreifen und diese direkt mit den Rapid Prototyping-Maschinen umsetzen können, ohne alle Schritte der Konstruktion selbst durchlaufen zu müssen.
Durch die offene und kollaborative Umgebung des Makerspace entsteht zudem die Möglichkeit des Austauschs zwischen Studierenden mit unterschiedlichen Herangehensweisen. Solche, die eher vom fertigen Produkt ausgehend denken, können dabei von anderen Ansätzen lernen, die stärker auf den Konstruktionsprozess fokussiert sind – und umgekehrt. Diese Begegnungen fördern nicht nur die individuelle Weiterentwicklung, sondern auch die Interdisziplinarität und Kreativität im Umgang mit Projekten.
5.4 Förderung von Projektarbeit und forschendem Lernen
Im Rahmen des kompetenzorientierten Arbeitens, beispielsweise durch das Studieren anhand der Lernziele aus den jeweiligen Modulen, ist es hilfreich, eine offene Werkstatt zu nutzen. In einer solchen Werkstatt können die Projektaufgaben umgesetzt werden, während gleichzeitig andere Teilnehmer:innen vor Ort sind, die entweder an ähnlichen Projekten arbeiten oder ganz andere Aufgaben verfolgen. Dieser Austausch kann wertvollen Input liefern, der über den Fokus der eigenen Gruppe hinausgeht, da die Perspektiven und Ansätze der anderen inspirierend und bereichernd wirken können.
6 Organisatorische Umsetzung
Die organisatorische Einbettung eines Makerspaces entscheidet maßgeblich über seine langfristige Tragfähigkeit. Neben administrativen und finanziellen Aspekten müssen Fragen zur Personalstruktur, zur strategischen Einbindung in die Hochschullandschaft und zur Nutzendenbeteiligung geklärt werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Flexibilität des Betriebs, der Governance-Struktur und den Mechanismen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung. Dieser Abschnitt analysiert, wie eine nachhaltige und nutzungsorientierte Organisation des Makerspaces gelingt und welche Faktoren dazu beitragen, eine hohe Akzeptanz und regelmäßige Nutzung sicherzustellen.
6.1 Organisatorische Verankerung/Freiheitsgrade
Der Makerspace „Universum“ an der Universität Stuttgart ist organisatorisch an einer zentralen Einrichtung der Universität (Technische Informations- und Kommunikationsdienste – TIK) verankert, was sowohl eine enge Einbindung in die universitäre Struktur als auch einen relevanten Grad an Autonomie ermöglicht. Diese Kombination schafft ein fruchtbares Umfeld für interdisziplinäre Zusammenarbeit und Innovation. Dies ermöglicht es Studierenden und Mitarbeitenden aus verschiedenen Fachbereichen, gemeinsam an Projekten zu arbeiten und voneinander zu lernen. Die Teilnahme an zentralen universitären Prozessen wie Lehre, Forschung und Verwaltung eröffnet dem Makerspace zudem vielfältige Möglichkeiten zur Kooperation und zur Nutzung von Ressourcen.
Ein weiterer Vorteil der organisatorischen Verankerung an der Universität besteht in der geringen Anzahl an externen Stakeholdern mit finanziellen Interessen. Dadurch kann der Makerspace seine Aktivitäten weitgehend unabhängig von kurzfristigen äußeren Einflüssen gestalten und sich auf seine Kernaufgaben in Lehre und Forschung konzentrieren. Die hohe Autonomie ermöglicht es dem Makerspace, flexibel auf neue Entwicklungen und Bedürfnisse der Nutzer:innen einzugehen und innovative Projekte zu initiieren.
Gleichzeitig profitiert der Makerspace von der Unterstützung durch die Universität. Die Einbindung in die universitäre Infrastruktur und die Nutzung von Ressourcen erleichtern den Betrieb und schaffen eine stabile Grundlage für die Aktivitäten des Makerspaces. Die universitäre Einbindung trägt zudem zur Sichtbarkeit und Anerkennung des Makerspaces bei und stärkt seine Position als zentrale Anlaufstelle für kreatives Arbeiten und Lernen.
6.2 Personal
Der Makerspace zeichnet sich durch ein vielfältiges und dynamisches Personalteam aus, das aus verschiedenen Beschäftigungsgruppen besteht. Zu den Mitarbeitenden zählen engagierte Studierende, die sich freiwillig einbringen, sowie studentische Hilfskräfte (SHK, WHK), die den Betrieb unterstützen. Hinzu kommen Mitarbeitende, deren Stellen durch befristete Drittmittelprojekte finanziert werden, sowie unbefristet beschäftigte Mitarbeitende, die über Haushaltsmittel der Universität angestellt sind. Diese heterogene Zusammensetzung des Teams ermöglicht es, die Bedürfnisse der Nutzer:innen flexibel zu adressieren und gleichzeitig eine nachhaltige Struktur für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Makerspaces zu gewährleisten.
Ein besonderes Merkmal des Makerspaces ist die enge Verzahnung zwischen der Personalentwicklung und der strategischen Nutzung der Infrastruktur. So dient die frühzeitige und kontinuierliche Nutzung des Makerspaces nicht nur als Lern- und Innovationsplattform (Personalentwicklung), sondern bildet auch die Grundlage für erfolgreiche Drittmittelanträge. Mitarbeitende, die in Drittmittelprojekten tätig sind, profitieren von der Möglichkeit, ihre Expertise in einem interdisziplinären Umfeld zu vertiefen und wertvolle Kompetenzen für ihre berufliche Weiterentwicklung zu erwerben.
Zur Unterstützung des Teams und zur Förderung der Zusammenarbeit werden verschiedene Maßnahmen angeboten. Hierzu gehören die Teilnahme an einem wöchentlichen Jour fixe, der den Austausch zwischen allen Mitarbeitenden fördert, sowie Qualifizierungsangebote wie Exkursionen zu anderen Makerspaces oder thematisch passenden Veranstaltungen. Darüber hinaus wird den Mitarbeitenden eine kostenfreie Nutzung der Geräte in ihrer Freizeit ermöglicht, um ihre eigenen Projekte umzusetzen und ihre praktischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Teambuilding-Maßnahmen, wie gemeinsame Making-bezogene Aktivitäten oder Weihnachtsfeiern, tragen ebenfalls zur Stärkung des Teamgeists und der Motivation bei.
Insgesamt schafft diese Kombination aus Diversität im Personal, gezielten Fördermaßnahmen und einer offenen, kollaborativen Arbeitskultur einen erheblichen Mehrwert. Sie ermöglicht es, den Makerspace nicht nur als technologische Ressource, sondern als Ort des Austauschs, der Kreativität und der persönlichen Entwicklung zu etablieren.
6.3 Strategien zur Erhöhung der Akzeptanz und Nutzung
Um die Nutzung des Makerspaces an der Universität Stuttgart nachhaltig zu steigern, wurden diverse strategische Maßnahmen ergriffen. Diese zielen auf eine hohe Nutzerfreundlichkeit, Sichtbarkeit und Relevanz ab.
Ein zentrales Element ist die Schaffung vielfältiger Entrypoints für Interessierte. Die Präsenz in Einführungsveranstaltungen, im universitären Marketing und bei uniweiten Events erhöht den Bekanntheitsgrad. Zusätzlich werden Arbeitsergebnisse und Werkzeuge sichtbar gemacht, um die Faszination des Makerspaces auch außerhalb der physischen Räumlichkeiten zu transportieren.
Die Kommunikation berücksichtigt u. a. die folgenden Aspekte:
Inhaltsorientiert: Praktische und leicht zugängliche für Studierende konzipierte Angebote ermöglichen sowohl tiefgehende, studiumsbezogene Projekte als auch alltagsnahe Anwendungen und erleichtern den Zugang zum Maker-Mindset.
Inklusion und Code of Conduct: Die transparente Gestaltung des Verhaltens im Makerspace sowie das aktive Leben von Inklusion schaffen eine offene und einladende Atmosphäre.
Um die Nutzungsintensität zu optimieren, wurden nutzendenfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen. Dies beinhaltet flexible Öffnungszeiten sowie eine an die Bedürfnisse der Studierenden angepasste Organisation von Einweisungen und Sicherheitskursen (z. B. mehrfache Angebote pro Woche und zu verschiedenen Tageszeiten, auch Kurse on demand).
Darüber hinaus werden curriculare Anknüpfungspunkte genutzt, indem Kurse zu universitär anerkannten Leistungsnachweisen gebündelt werden. Ein aktiver Nutzendendialog (durch Mitarbeiter:innen im Space, informelle Rückmeldungen und Befragungen) ermöglicht die bedarfsorientierte Weiterentwicklung des Angebots. Dies schließt die regelmäßige Prüfung der Angebotsseite (Kurse, Ausstattung) und die gezielte Reaktion auf Trends (z. B. Ausbau des textilen Making-Angebots) mit ein. Ergänzend werden Kurse mit verwandten Themen angeboten (z. B. Textilreparatur), um neue Zielgruppen zu erschließen.
Ein aktives, experimentelles Kursmanagement stellt sicher, dass neben stark nachgefragten Angeboten auch regelmäßig Kurse für weniger stark repräsentierte Nutzendengruppen (z. B. Komponieren, VR-Entwicklung) angeboten werden, um die Diversität zu fördern. Diese Maßnahmen werden durch die kontinuierliche Messung der Nutzung und der Besuchenden, z. B. durch ein überarbeitetes, kartenbasiertes Check-in-System, evaluiert und angepasst.
6.4 Verwaltung und Betrieb
Verwaltung und Betrieb des Makerspaces sind durch eine nutzendenorientierte und zugleich strukturierte Organisation geprägt. Ein festes Kernteam wird ergänzt durch Mitarbeitende anderer IT-Bereiche sowie studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte, was eine breite Expertise und flexible Ressourcenplanung ermöglicht. Die Ausrichtung auf die Nutzendenbedürfnisse manifestiert sich beispielsweise in minimalen Schließzeiten, die sich an der Nutzungsnachfrage orientieren. Prozessseitig werden etablierte einrichtungsweite Standards in Bereichen wie Beschaffung, Sicherheit und Budgetmanagement adaptiert und in Form von maßgeschneiderten Prozessen für den Makerspace umgesetzt. Die klare Verantwortungsverteilung wird durch Instrumente wie die RACI-Matrix[14] unterstützt, mit der Aufgaben und Aktivitäten verantwortlichen Personen zugeordnet werden als responsible (Umsetzungsverantwortung), accountable (Gesamtverantwortung für Aktivität), consulted (wessen Einschätzung muss eingeholt werden) und informed (wer muss über die Aktivität und Fortschritt informiert werden).[15] Der Betrieb ist durch feste, regelmäßige Öffnungszeiten in Schichten strukturiert. Ein eigenes Projektbudget ermöglichte den Aufbau, wobei die Verstetigung des Betriebs (erfolgreich abgeschlossen über spezifische Budgetanpassung) und der weitere Ausbau durch Drittmitteleinwerbung angestrebt werden. Die Verwaltung des Budgets erfolgt themenbezogen und mit transparenter Nachverfolgung. Ein zentrales Element der Verwaltung ist die dialogische Gestaltung der Prozesse. Wöchentliche Jour Fixe mit allen Betriebsbeteiligten sowie die Anwendung der OKR-Methodik[16] (engl. objectives and key results – OKR) zur Zielsteuerung und -nachverfolgung gewährleisten eine dynamische Anpassung und kontinuierliche Verbesserung der Abläufe. Die Nutzungsrichtlinien umfassen obligatorische Sicherheitseinführungen und Geräteführerscheine mit jährlicher Auffrischung, deren Einhaltung ab dem zweiten Quartal 2025 durch einen kartenbasierten Check-in und bis dahin manuell kontrolliert wird. Ein etablierter Code of Conduct und klare Spielregeln, wie die Anwesenheitspflicht während 3D-Druckjobs, tragen zu einem reibungslosen und sicheren Betrieb bei. Diese partizipativ geprägte und gleichzeitig stringente Verwaltungs- und Betriebsstruktur schafft einen verlässlichen und nutzungsfreundlichen Rahmen für die vielfältigen Aktivitäten im Makerspace.
6.5 Finanzierung/Verstetigung
Im Hinblick auf die mittelfristige Finanzierung und damit einhergehende Verstetigung des Makerspaces an der Universität Stuttgart hat sich insbesondere eine konsequente, breit aufgestellte Öffentlichkeitsarbeit als erfolgskritisch erwiesen. Durch vielfältige Kommunikationsformate – von klassischen Infobriefen über dreimal pro Semester verschickte Newsletter bis hin zu Social-Media-Kanälen wie Instagram – konnten zahlreiche Zielgruppen erreicht werden. Dabei half eine präzise Erfolgskontrolle: So stellte beispielsweise die RACI-Matrix sicher, dass Zuständigkeiten klar verteilt sind und kontinuierlich geprüft wird, ob die definierten Kommunikationsziele (z. B. die Anzahl an und die Qualität von Beiträgen) erreicht werden. Auch der direkte, gute Kontakt bei Vor-Ort-Besuchen sorgt für eine hohe Identifikation potentieller Unterstützer:innen mit dem Makerspace.
Parallel dazu trägt die Verankerung des Makerspaces in der Lehre entscheidend zur Stabilisierung der Finanzierung bei, da so sowohl die Relevanz als auch die strukturelle Einbindung in den Universitätsalltag gestärkt werden. In Ergänzung hierzu ermöglicht die Nutzung regionaler und außeruniversitärer Netzwerke eine weitergehende finanzielle und inhaltliche Absicherung: Unternehmen, Stiftungen und gemeinnützige Organisationen werden direkt angesprochen und in Kooperationen eingebunden. Ergänzend sorgen eine sorgfältige Inventarisierung aller Geräte und Materialien sowie ein klares Aufsichtskonzept für vergleichsweise niedrige Betriebskosten, da Defekte und „Sublimationsverluste“ (z. B. unbemerkt „verbrauchtes“ Material) minimiert werden können.
Kennzeichnend für den Makerspace an der Universität Stuttgart ist schließlich die Ausrichtung als „Third Place“ mit explizit partizipativem und integrativem Anspruch. Für Studierende, Lehrende, Mitarbeitende und externe Interessierte von Hochschulen der Region entsteht damit ein offener, kreativer Raum, der Innovation fördert und unterschiedlichste Zielgruppen zusammenbringt. Diese ausgeprägte Willkommenskultur steigert nicht nur die Motivation zur Mitarbeit, sondern stärkt auch die Sichtbarkeit des Makerspaces innerhalb und außerhalb der Universität. Letztlich entsteht auf dieser Basis ein sich selbstverstärkender Kreislauf aus Lehre, Vernetzung, kreativer Praxis und öffentlicher Wahrnehmung, der die nachhaltige Finanzierung und stetige Weiterentwicklung des Makerspaces maßgeblich unterstützt.
6.6 Akzeptanz und Nutzung durch Studierende
Die zuvor erläuterten Charakteristika und Maßnahmen des Makerspace an der Universität Stuttgart haben zu einer bemerkenswert starken Nachfrage geführt. Besonders hervorzuheben ist die Nutzendenstruktur, die mit deutlich über 98 % nahezu ausschließlich aus Studierenden der Universität Stuttgart besteht. Dies unterstreicht die erfolgreiche Ausrichtung des Angebots auf die Bedürfnisse der studentischen Zielgruppe.
Seit dem Softlaunch im Jahr 2022 hat der Makerspace eine beeindruckende Entwicklung vollzogen. Wie aus Tabelle 1 ersichtlich wird, konnte die Einrichtung im Jahr 2024 bereits über 4 000 Besuche (Nutzende müssen sich vor Nutzung des Raumes/der Geräte anmelden) verzeichnen. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll die wachsende Bedeutung des Makerspace als integraler Bestandteil der universitären Lernlandschaft.
Anzahl Besuche pro Jahr. Nutzungsdaten vom 12.05.2022 bis zum 24.02.2025
|
Jahr |
Anzahl Besuche |
|
2022 |
1 166 |
|
2023 |
3 532 |
|
2024 |
4 016 |
|
2025 |
497 |
Die Nutzungsintensität spiegelt sich auch in der durchschnittlichen Verweildauer von circa 2,5 Stunden wider. Hierbei nehmen 80 % der Arbeiten zwischen ca. 40 Minuten und ca. 5 Stunden in Anspruch (siehe Tabelle 2). Diese Zeitspanne deutet auf eine substantielle Auseinandersetzung mit den Projekten hin und lässt auf eine tiefgehende Nutzung der vorhandenen Ressourcen schließen.
Nutzungsdauer Makerspace. Nutzungsdaten vom 12.05.2022 bis zum 24.02.2025
|
Datenpunkte |
Nicht verfügbar |
Median |
Mittelwert |
10. Perzentil |
90. Perzentil |
|
9 211 |
8 |
2,02 |
2,52 |
0,58 |
5,07 |
Die Nutzungsdaten lassen u. E. die folgenden Schlussfolgerungen zu:
Der Makerspace hat sich innerhalb kurzer Zeit als bedeutsamer Lern- und Arbeitsort etabliert.
Die Studierenden nutzen den Raum für Projekte, die eine substanzielle Bearbeitungszeit erfordern.
Die hohe Nutzungsfrequenz deutet auf eine erfolgreiche Integration in den studentischen Alltag hin.
Die sehr positive Akzeptanz durch die Studierendenschaft belegt, dass der Makerspace einen bedeutenden Mehrwert für die Ausbildung an der Universität Stuttgart darstellt. Die Kombination aus niedrigschwelligem Zugang, professioneller Betreuung und bedarfsgerechter Ausstattung hat offensichtlich den Bedarf der Zielgruppe getroffen und fördert die aktive Partizipation an dem universitären Makerspace-Ökosystem.
7 Fazit
Die Integration eines Makerspaces in die Hochschullehre und als informellen Lernort stellt eine komplexe, aber lohnenswerte Herausforderung dar. Die Analyse der räumlichen, programmatischen und organisatorischen Umsetzung zeigt, dass ein erfolgreicher Makerspace nicht nur eine technische Infrastruktur benötigt, sondern auch durch didaktische Konzepte, niedrigschwellige Zugänge und eine tragfähige Organisationsstruktur gestützt werden muss.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Flexibilität des Makerspaces – sowohl in der Nutzung als auch in der curricularen Einbindung. Die Möglichkeit, ihn sowohl für formale Lehrveranstaltungen als auch für selbstbestimmte Projekte zu nutzen, erhöht die Attraktivität für Studierende und Lehrende gleichermaßen. Die organisatorische Anbindung an die Universität erleichtert die langfristige Verstetigung, während gezielte Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung – etwa durch eine inklusive Gestaltung, strategische Kommunikationsmaßnahmen und partizipative Formate – den nachhaltigen Betrieb sichern. Die Erfolgsmessung erweist sich als vielschichtig und geht über reine Nutzungszahlen hinaus. Qualitative Faktoren wie interdisziplinäre Kooperationen, innovative Lehrkonzepte und der Beitrag zur wissenschaftlichen Weiterbildung spielen eine ebenso zentrale Rolle wie quantitative Indikatoren.
Langfristig wird sich zeigen, inwiefern sich die dokumentierten Erfahrungen und Methoden verallgemeinern und auf andere Hochschulen übertragen lassen. Der Makerspace der Universität Stuttgart hat bereits gezeigt, dass er nicht nur als Werkstatt, sondern als interdisziplinärer, kreativer und sozialer Lernraum eine wertvolle Ergänzung zur Hochschullehre darstellt. Die Herausforderung besteht nun darin, diesen Erfolg weiterzuführen und auszubauen – durch kontinuierliche Anpassung an neue Bedarfe, innovative didaktische Ansätze und eine enge Verzahnung mit der akademischen Gemeinschaft.
Über die Autoren

Merve Yilmaz

Jan Vanvinkenroye

Ulrich Haase
© 2025 bei den Autoren, publiziert von Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
Dieses Werk ist lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.
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