Rezensierte Publikation:
Tamara Bodden. 2023. Kunst und Geld. Eine diskurslinguistische Untersuchung zur documenta 14 (Sprache und Wissen 59). Berlin, Boston: De Gruyter. 394 S.
Tamara Boddens Dissertation behandelt das Zusammenspiel von Kunst und Geld am Beispiel der documenta 14. Diese fand erstmals nicht nur in Kassel, sondern parallel auch in Athen statt, und endete mit einem erheblichen haushalterischen Defizit, was als „Finanzskandal“ thematisiert wurde. Bodden analysiert dazu die Debatten rund um die Ausstellung und arbeitet die Rolle des ökonomischen Denkens, differenziert nach Diskursakteuren, heraus. Es handelt sich um eine Diskursanalyse, die verstehen will, wie der öffentliche Raum in und durch Sprache strukturiert wird und wie mediale Darstellung die Wahrnehmung der Wirklichkeit beeinflusst. Der Kontext der documenta ist für eine Untersuchung zur Wirkmacht des Geldes besonders interessant, weil das Ökonomische erstens längst zum Kernbestand der künstlerischen Gegenstände gehört, zweitens durch das Dispositiv des Kunstmarktes wesentlich mitbestimmt, was Kunst ist, und drittens – auf der banal organisatorischen Ebene – die documenta als städtisches Event und Instrument des Stadtmarketings erst ermöglicht. Wie wird also das Thema Finanzen im öffentlichen Diskurs über Kunstausstellungen thematisiert? Welche Akteure äußern sich wie und welche sprachlichen Muster zeigen sich? Wie sind die Texte intertextuell miteinander verknüpft? Diese Fragen leiten Boddens Untersuchung, die sich in 8 Kapitel gliedert.
Aufbau und Inhalt
Nach einer instruktiven Einführung legt die Autorin im Theoriekapitel die Grundlagen ihres korpushermeneutischen Ansatzes dar, der den Fokus auf die Diskurssemantik legt und einen konstruktivistischen Blick auf Sprache einnimmt. ‚Diskurs‘ versteht sie als einen dynamischen Prozess, der Meinungen und Überzeugungen kommunikativ ausdrückt und zukünftiges Handeln prägt. Ein besonderes Augenmerk legt sie auf bewusste und unbewusste Ausschlussmechanismen, die Beteiligung von Akteuren einschränken können. Als strukturelle Heuristik nutzt die Autorin den Intertextualitätsbegriff im Sinne von referentieller (Zitate, Plagiate) und typologischer Intertextualität („Systemreferenz“, S. 14). Die Bezugnahmen interessieren sie insbesondere hinsichtlich des „Widerstreits“ (Lyotard 1987) der Akteure im Diskurs. Ein Widerstreit entsteht, wenn ein Konflikt zwischen Parteien nicht angemessen gelöst werden kann, da eine übergeordnete Urteilsregel fehlt: „Im Unterschied zum Rechtstreit [litige] wäre ein Widerstreit [différend] ein Konfliktfall zwischen (wenigstens) zwei Parteien, der nicht angemessen entschieden werden kann, da eine auf beide Argumentationen anwendbare Urteilregel fehlt.“ (Lyotard 1987: 9). Dies führt zu „agonalen Zentren“ (Felder 2013) – konkurrierenden Sprachspielen und widersprüchlichen Deutungen. Mattfeldt (2018) erweitert dieses Konzept um zwölf Dimensionen der Agonalität, die in Texten feststellbar sind (z. B. explizite Gegenüberstellung, negative Wertung, Agonalität von Schein und Sein). Diese Dimensionen werden auf niedriger (Oberflächenindikatoren), mittlerer (agonale Zentren) und hoher Abstraktionsebene (agonale Diskursrahmen) untersucht.
Der untersuchte Diskurs zeichnet sich aus durch eine breite Beteiligung verschiedener Akteure aus den Domänen Politik, Journalismus, Kunst bis hin zu interessierten Laien, insbesondere Kasseler Bürgerinnen und Bürgern, die sich in vielfältigen Textsorten (Leserkommentare, Zeitungsberichte, Petitionen, offene Briefe, Blogs, Interviews) äußern. Diese Konstellation sucht die Autorin mit einem Korpus aus 227 digital verfügbaren Texte aus den Jahren 2017 bis 2019 abzubilden, das sie in Kap. 3 vorstellt und begründet. Das Korpus ist heterogen in Bezug auf Medien (74 verschiedene Publikationen), Textlängen (44 bis 7984 Wortformen) und Sprachen (25 Texte auf Englisch). Leserkommentare machen etwa ein Drittel des Korpus aus.
In Kap. 4 widmet sich die Autorin den Wissensdomänen ‚Kunst‘ und ‚Ökonomie‘, die sie als Felder mit spezifischen Regeln und Sprachspielen, die den Zugang für Akteure einschränken, beschreibt. Sie referiert die einschlägige Forschung zu Kunst- und Wirtschaftskommunikation und arbeitet so die systemische Agonalität zwischen Kunst und Ökonomie heraus. Die documenta inszeniere sich als „marktferne Institution“, was aber ihre Verstrickung in ökonomische Zusammenhänge verschleiere (S. 57).
Die Ergebnisse ihrer Korpusanalyse präsentiert die Autorin in Kap. 5. Dazu nimmt sie in einem ersten Unterkapitel die Akteure in den Blick und unterscheidet zwischen Laien (gelegentlich mit Kunst befasst) und Expert*innen (professionell befasst). Die Kasseler Öffentlichkeit identifiziert sich stark mit der documenta und äußert sich rege in Leserkommentaren. Als Hauptfiguren werden Annette Kulenkampff (Geschäftsführung), Adam Szymczyk (künstlerischer Leiter), Christian Geselle (OB/Aufsichtsratsvorsitzender) und Boris Rhein (Aufsichtsrat) vorgestellt, daneben sind Stimmen aus Journalismus und professionellem Kunstdiskurs wahrnehmbar. Laien stehen dem Kunstdiskurs oft kritisch gegenüber, sehen ihn als elitär oder gar als Teil „mafioser Strukturen“ (S. 86). In Leserkommentaren und Petitionen werden persönliche Verortungen (z. B. „Kasseler Bürger“, „Steuerzahler“) als Legitimierungsstrategie genutzt. Ein zweites Unterkapitel untersucht die intertextuelle Vernetzung der Texte. Hier arbeitet die Autorin den Einfluss bestimmter Texte und Akteure heraus. Der Zeitungsartikel vom 12.09.2017 wird als „Initiationstext für den ‚Skandal‘“ (S. 113) bezeichnet, mit einem sehr hohen Output an Referenzen in anderen Korpus-Texten. Pressemitteilungen und Interviews zentraler Akteure sind ebenfalls häufige Prätextquellen. Intertextualität wird kreativ genutzt, um Zitate zu rekontextualisieren oder mit ihnen zu spielen, wie im Fall des Mottos „Von Athen lernen“, das in Leser*innenkommentaren zu „Schulden machen lernen“ (S. 74) umgedeutet wird, basierend auf gesellschaftlichen Vorurteilen über Griechenland. Auf der Basis dieser Vernetzungsanalyse widmet sich die Autorin dem agonalen Charakter des Diskurses und arbeitet Argumentationsmuster und sprachliche Mittel des Widerstreits heraus, der im Wesentlichen daraus besteht, dass die Akteure die Sprache der jeweils Anderen metadiskursiv reflektieren: Verben wie kritisieren, kämpfen, angreifen oder Substantive wie Widerstand, Debatte indizieren Konfliktbeziehungen. Oft metaphorisch verwendete Antonyme wie hoch/tief, offen/geschlossen, groß/klein oder gut/schlecht transportieren axiologische Bewertungen. Konzeptuelle Metaphern wie ‚Argument is War‘ (z. B. Rundumschlag, spitze Pfeile) oder ‚Sportlicher Wettstreit‘ (z. B. Verantwortungsball) inszenieren Konflikte zwischen Akteuren (v. a. documenta-Leitung vs. Aufsichtsrat). Besonders sticht die sprachliche Kontrastbildung zwischen „Expert*innen“ und „Laien“ mit der Stereotypisierung (Kunst-)Elite vs. Normalbürger/Steuerzahler (S. 132) hervor. Es wird die abgehobene Kunstwelt (S. 133) kritisiert, die zeitgenössische Kunst als Müll (S. 135) bezeichnet und eine Rückkehr zu handwerklichem Können (S. 136) gefordert.
Agonale Zentren sind auf verschiedenen Abstraktionsebenen angesiedelt und betreffen z. B. ‚Kunst‘ vs. Ökonomie‘, ‚Autonomie‘ vs. ‚Heteronomie‘ oder Subvention‘ vs. ‚Investition‘. Die Autorin arbeitet heraus, dass der Diskurs um die documenta 14 als mehrfache Krise („Sinnkrise“, „ökonomische Krise“, „kommunikative Krise“ – S. 207) konzeptualisiert wird, deren Thematisierungen im Diskurs sich gegenseitig verstärken. Es findet ein gegenseitiges „Zuschieben von Verantwortung“ (S. 191) statt. Der Austragungsort Athen wird häufig als Sündenbock für das Defizit dargestellt. Das Schweigen der documenta-Leitung auf Geheiß des Aufsichtsrates („Schweigegebot“, S. 192) beförderte Spekulationen und Gerüchte und führte zu Vertrauensverlust. Transparenz wird als Schlüssel zur Wiederherstellung von Vertrauen gesehen. Ausdrücke wie Schmiergeld, Korruption, Bestechung, Schattenwirtschaft und Seilschaften evozieren das Deutungsmuster krimineller Machenschaften (S. 205).
Ein weiteres Unterkapitel widmet sich dem Sagbarkeitsraum und den Ausschlussmechanismen des Diskurses. Hier diagnostiziert die Autorin sichtbar markierte Löschungen von Leserkommentaren, Fälle von Selbstzensur, verdeckte intentionale Ausschlüsse wie die Nicht-Freigabe oder unbemerktes Entfernen von Beiträgen, Schweigegebot für institutionell eingebundene Akteure und unproportionale Berichterstattung über verschiedene Sponsoringsaktivitäten.
In Kap. 6 stellt die Autorin ihre Analysen in den historischen Kontext der Diskursgeschichte der documenta, insbesondere im Hinblick auf die Berichterstattung über Finanzdefizite, über die festgestellt wird, sie seien eher die Regel als die Ausnahme. Auch Gründervater Arnold Bode wurde wegen Überschreitungen des Budgets kritisiert. Bodden zeigt, dass Finanzkrisen oft zu Neuausrichtungen und Umbenennungen zentraler Posten (z. B. von Generalsekretär zu Künstlerischer Leitung oder von Geschäftsführung zu Generaldirektorin, S. 231 ff.) führten, um institutionelles Vertrauen wiederherzustellen und negative Assoziationen zu vermeiden. Sponsoring wurde in der Geschichte der documenta diskret behandelt und kritische Diskurse darüber kommen selten auf.
Ein weiterer Vergleich, diesmal synchron angelegt, betrifft äquivalente Debatten über die Finanzierung von öffentlichen Theatern, die Bodden anhand eines kleinen handgewählten Korpus aus 20 Zeitungsartikeln und 762 Leser*innenkommentaren untersucht. Auch hier findet sie agonale Kämpfe zwischen Befürwortern und Kritikern der öffentlichen Subventionierung von Theatern, deren Analogizität zur documenta-Finanzierung im Diskurs in Frage gestellt wird.
Kap. 7 enthält ein ausführliches Fazit der Arbeit, das Zusammenfassungen der sachlichen Ergebnisse und der theoretischen Erkenntnisse über Metaphorik, Intertextualität, Agonalität und Ausschlussmechanismen bietet. Zudem wird ein kurzer Ausblick gegeben.
Wenn man also die Arbeit schon am Ende wähnt, überrascht die Autorin mit einem 27 Seiten starken Zusatzkapitel über die Debatten der documenta fifteen, das ausweislich der Einleitungspassage dem Buch nach Einreichung der Dissertation 2022 hinzugefügt wurde. In der Tat war die vom indonesischen Kollektiv ruangrupa kuratierte Ausstellung im Gewirr von Antisemitismus- und Rassismus-Anschuldigungen sicherlich die debattenträchtigste documenta. Auch hier spielten, wie Bodden darstellt, Finanzierungsfragen eine Rolle; der öffentlich wahrgenommene und hier interessierende Punkt ist aber zweifellos die Debatte, die von antisemitischen Siglen im zentral aufgestellten, 8x12 m großen Banner „People’s Justice“ des indonesischen Künstlerkollektiv Taring Padi ausgelöst wurde. Hier finden sich alle Aspekte, die Bodden interessieren, in einer Wucht und Dringlichkeit, die es unbedingt rechtfertigen, das Kapitel noch nachträglich aufzunehmen: die Fragen nach Autonomie und gesellschaftlicher Verantwortung der Kunst, der Widerstreit zwischen antikolonialistischen und antisemitischen Perspektiven, voice und Diskursmacht verschiedener Akteursgruppen. Bodden kann zeigen, dass die Architektur dieser gesellschaftlich wesentlich folgenreicheren Debatte auf den bereits gelegten Fundamenten der ökonomischen Kunstkritik aufsetzt.
Fazit
Tamara Boddens Dissertation ist lesenswert, wenn man lernen will, wie man eine Diskursanalyse schreibt, die klar methodengeleitet ist und trotzdem nicht am eigentlich Interessanten vorbeischreibt. Weil man bei der Lektüre so viel über die Sache lernt, fällt es schwer, die kleineren methodischen Fragezeichen als echte Kritik zu formulieren: Welche genau waren die Auswahlprinzipien der doch recht kleinen Korpora? Führen alle Metaphernanalysen zum Kern der Debatte oder geht es gelegentlich doch eher darum, die Methode abzuarbeiten? Was kann bei der interessanten Suche nach Ausschlussprinzipien gezeigt werden und was muss gemutmaßt werden und – vor allem – wie lässt sich die Grenze zwischen beidem bestimmen? Jedenfalls ist Boddens Buch Pflichtlektüre für alle, die sich in Kunstwissenschaft, Kunstbetrieb und Linguistik für Kunstkommunikation interessieren, weil sie am Musterbeispiel der documenta nicht nur in vielen Belegen die widerstreitenden gesellschaftlichen Interessen und Positionen rund um die Kunst aufscheinen lässt, sondern auch zeigt, dass die Agonalität zeitgenössischer Kunstdiskurse für die Kunst auf repräsentationistischer und organisatorischer Ebene konstitutiv ist.
Literatur
Felder, Ekkehard. 2013. Faktizitätsherstellung mittels handlungsleitender Konzepte und agonaler Zentren. Der diskursive Wettkampf um Geltungsansprüche. In: Ekkehard Felder (Hg.). Faktizitätsherstellung in Diskursen. Die Macht des Deklarativen. Berlin, Boston: De Gruyter, 13–28.10.1515/9783110289954.13Search in Google Scholar
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