Startseite Geschichte Anne Applebaum, Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine. Aus dem Engl. von Martin Richter, München: Siedler 2019, 541 S., EUR 36,00 [ISBN 978‑3‑8275‑0052‑6]
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Anne Applebaum, Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine. Aus dem Engl. von Martin Richter, München: Siedler 2019, 541 S., EUR 36,00 [ISBN 978‑3‑8275‑0052‑6]

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Veröffentlicht/Copyright: 3. Dezember 2020
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Anne Applebaum, Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine. Aus dem Engl. von Martin Richter, München: Siedler 2019, 541 S., EUR 36,00 [ISBN 978‑3‑8275‑0052‑6]


Wenn die Autorin, Journalistin und Professorin an verschiedenen renommierten Universitäten, derzeit an der London School of Economics, in einem Punkt wirklich Recht hat, dann mit der Feststellung, wie gering das Allgemeinwissen über die Ukraine ist. So stößt die Frage des Verhältnisses zwischen Russland und der Ukraine und der Berechtigung eines unabhängigen ukrainischen Staates selbst bei an sich offenen und interessierten Menschen auf einen erstaunlichen Mangel an Grundkenntnissen und Verständnis. Immerhin handelt es sich um den größten Flächenstaat, der vollständig in Europa liegt und zumindest in seinem westlichen Teil mitteleuropäisch geprägt ist.

Mit ihrem großen Buch greift Anne Applebaum ein wichtiges, nein, eigentlich das zentrale Thema ukrainischer Geschichte auf, das aus dem historischen Verhältnis zwischen der Ukraine und Russland hervorgegangen ist und es in der Gegenwart bis weit in die Zukunft hinein maßgeblich bestimmt: die große Hungersnot der Jahre 1932–1933. Die Zahl ihrer Opfer war lange umstritten, heute wird sie in seriösen Berechnungen auf etwa 3,9 Mio. direkte und 600 000 indirekte Opfer angesetzt. Um dieses Thema mit dem Begriff »Genozid« zu kennzeichnen, wie ihn sein Erfinder Raphael Lemkin, ein Jurist polnisch-jüdischer Herkunft, entwickelt hat, reicht die Größenordnung, immerhin etwa 13 Prozent der ukrainischen Bevölkerung von 31 Mio., nicht aus. Genozid ist kein einzelnes Ereignis, sondern ein Prozess, der auf die Vernichtung vornehmlich der tragenden Gesellschaftsschichten, der Eliten, und die Zerstörung aller Werte, Symbole und zentralen Ausdrucksformen nationaler Kultur wie Sprache, Religion, Brauchtum abzielt. Ob es sich im Falle der ukrainischen Hungersnot, des »Holodomor«, um einen Genozid handelt, ist zwischen Russen und Ukrainern umstritten. Applebaum diskutiert diese Frage am Ende ihres Buches, vorher aber beschreibt sie eingehend, so weit wie möglich ins Detail gehend, was geschehen ist. Die Vorgeschichte gehört unabdingbar dazu, und deswegen bietet Applebaum in der Einleitung einen Überblick über die »Ukrainische Frage«, das heißt über die Bedeutung der Ukraine innerhalb des Russischen Reiches. Dabei richtet sie, wie auch in der gesamten Darstellung, den Blick hauptsächlich auf die Bauern als die eigentliche ukrainische Bevölkerungsschicht. Die Probleme, die der eindeutigen Markierung der ukrainischen Nation und der historisch-geografischen Abgrenzung ihres Staates im Wege standen, werden benannt.

Es fällt auf, dass nicht nur wichtige historische Ereignisse wie der Vertrag von Perejaslaw 1654, in dem sich Teile der Kosaken dem Zaren unterstellten und der die ost-westliche Differenzierung der Ukraine markierte, keine Erwähnung finden, sondern auch die orthodoxe Kirche in ihrer nationalpolitischen Rolle mehr als blass bleibt und lediglich unter den Opfern auftaucht. Immerhin stammte die Bezeichnung der Ukraine als »Kleinrussland« aus der byzantinischen Kirchentradition, und in der Frage des russisch dominierten Reichsverbandes spielte die orthodoxe Kirche eine wesentliche Rolle; mit ihrem Einfluss gerade auf die bäuerliche Bevölkerung und auf die Entwicklung des nationalen Selbstbewusstseins stellt sie auch heute noch eine wesentliche, streitbare Kraft dar.

Der rote Faden, der sich durch das ganze Buch zieht, ist das Kräftespiel zwischen ukrainischen Unabhängigkeitsbestrebungen und der mit wechselnden Methoden, vor allem aber durch Ausbeutung bis zum Letzten betriebenen russischen Einverleibungspolitik. In den beiden ersten Kapiteln schildert Applebaum die Bestrebungen nach nationaler Selbstverwirklichung durch staatliche Unabhängigkeit am Ende des Ersten Weltkrieges und danach: zunächst in einer nationalen Revolution, dann im Kampf gegen die Unterwerfung durch das bolschewistische Russland. Intellektuelle Gruppierungen um den Historiker Mychajlo Hruševs’kyj spielten dabei eine führende Rolle. Die Bauern kämpften in Aufständen um ihr Land und ihre Lebensweise. Unter diesen Umständen machten sie Erfahrungen mit Aktionen gewaltsamer Konfiszierung des Getreides, einschließlich des Saatgutes, sowie der sonstigen Lebensmittel und mit den daraus resultierenden Hungersnöten mit allen ihren Folgen. Aus dem Scheitern dieser ersten Phase ihrer Revolutionsherrschaft, des Kriegskommunismus, zog die bolschewistische Führung eine doppelte Konsequenz: Sie versuchte, durch die Neue Ökonomische Politik mit ihren Marktelementen die Wirtschaft in Schwung zu bringen und dadurch die Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Zugleich bemühte sie sich, mit der Politik der »Einwurzelung« die sprachlich-kulturelle Eigenart der verschiedenen Nationalitäten in dem Vielvölkerstaat zu entwickeln und diese somit für den Bolschewismus empfänglich zu machen. Beide in sich widersprüchlichen Ansätze riefen bereits innerhalb der Partei sehr unterschiedliche Reaktionen hervor. Während der landwirtschaftliche Ertrag nicht den gewünschten Erfolg brachte, drohten nationale Bewegungen die Auflösung des Gesamtstaates zu fördern und den Anspruch der Bolschewiki auf die zentrale Macht zu gefährden.

Die Schilderung der Gegenbewegung, die Stalin 1930 mit der Kollektivierung, der »Revolution auf dem Lande« einleitete, nimmt in dem Buch den größten Raum ein – mit Recht, ist sie doch das zentrale Thema, auf die das ganze Werk zuläuft. In acht von 15 Kapiteln plus Vorwort, Einleitung und Epilog beschreibt Applebaum die Maßnahmen der Kollektivierung und die Versuche der Bauern, zu rebellieren, Widerstand zu leisten oder wenigstens den existenziellen Bedrohungen irgendwie zu entgehen. Der brutale, gewaltsame Raub sämtlicher Vorräte, Lebensmittel, Behausungen, bis zu den Kleidern, welche die Menschen auf dem Leibe trugen, die Deportationen – bei all dem ging es der Stalin-Führung darum, die Städte, die industriellen Großprojekte am Laufen zu halten und die Arbeiter zu ernähren. Schon in der Nachbarschaft, etwa im Vorkaukasus, sah die Lage wieder anders aus, war von Hunger keine Rede. Aber die Ukraine war nun einmal die Kornkammer, die es auszubeuten galt, und Polen wie auch Deutschland hatten, wie sich am Ende des Ersten Weltkrieges gezeigt hatte, ein begehrliches Auge auf sie geworfen. Der Kampf ging nicht nur um die Kollektivierung als solche, sondern auch darum, die alten und neuen nationalen Eliten in der Ukraine zu vernichten, jedem Selbstständigkeitsbestreben oder Liebäugeln nach Westen den Boden zu entziehen. So ging mit den »Hungerbeschlüssen« die Beendigung aller Ukrainisierungspolitik einher. Die ukrainische Sprache wurde wieder zur primitiven Unterschichtssprache degradiert, das Russische dominierte erneut.

Die Stärke und Überzeugungskraft des Buches liegen vor allem in der Erzählung der Vorgänge in der Ukraine, die oft bis in die kleinste schreckliche und erschütternde Einzelheit geht. Applebaum hat hier in den Archiven und Quellen Detailarbeit geleistet. Die Grausamkeit und Unbarmherzigkeit im Verhalten der Menschen untereinander, den Raub und Verrat des Nachbarn am Nachbarn beschreibt sie ebenso, eigentlich sogar ausführlicher, aber auch Gesten der Menschlichkeit; für die naiv-gläubige Rücksichtslosigkeit jugendlicher Weltverbesserer lässt sie mehrfach Lev Kopelev als beteiligten Zeitzeugen auftreten. Gegenüber dem Ausland war die Stalin-Führung darum bemüht, die Hungerkatastrophen zu leugnen, die Opfer abzustreiten und die gesamten Vorgänge zu vertuschen. Leider hatte sie in den USA und, nicht zuletzt wegen des Aufstiegs NS-Deutschlands, bei den westeuropäischen Großmächten damit Erfolg.

Was die Nachwirkungen des Krieges angeht, den Stalin gegen die Ukraine führte, so hat, wie Applebaum schreibt, die Ukraine nicht nur überlebt, sondern auch das Fundament für ihre Unabhängigkeit und für die freie Entfaltung ihrer außerordentlichen Kräfte ein für allemal gefestigt. Ob man von einem Genozid sprechen kann, ist, wie erwähnt, weiterhin umstritten. Entscheidend bleibt, dass diese mörderischen Jahre im nationalen Geschichtsbild und Selbstverständnis ihren festen Platz behalten. Nur von der Kenntnis der Dinge aus kann es möglich werden, ein tragfähiges Verhältnis zu Russland zu entwickeln. Zu dieser Kenntnis trägt dieses Buch in hohem Maße bei. Ein wenig schade finde ich, dass die Autorin die deutsche Forschung zu diesem Thema – ich nenne hier nur Namen wie Andreas Kappeler, Frank Golczewski oder Stefan Merl – völlig unbeachtet lässt. Sie war oft und lang genug an deutschen Universitäten zu Gast, um sich mit ihren Arbeiten zu befassen.

Online erschienen: 2020-12-03
Erschienen im Druck: 2020-11-04

© 2020 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Artikel in diesem Heft

  1. Frontmatter
  2. Frontmatter
  3. Aufsätze
  4. Einleitung
  5. Die Mobilmachungs- und Kriegsvorbereitungen der Sowjetunion in den 1950er und 1960er Jahren
  6. Die mit Mittelstreckenraketen ausgerüsteten Streitkräfte der UdSSR: Etappen ihrer historischen Entwicklung und Erlangung der Gefechtsbereitschaft
  7. Die DDR als Operations- und Durchmarschgebiet der Vereinten Streitkräfte auf dem Westlichen Kriegsschauplatz
  8. Zur militärischen Mobilmachung in der DDR
  9. Dänemarks Vorbereitungen auf einen möglichen heißen Krieg im Kalten Krieg
  10. Kriegs-BND: Planungen für die Mobilmachung des Bundesnachrichten-dienstes von 1953 bis 1968
  11. Nachrichten aus der Forschung
  12. »Unsettled problems after the 1919 peace conference. Military conflicts and diplomatic negotiations«
  13. Nachwuchskolloquium zur Militärgeschichte
  14. Buchbesprechungen Allgemeines
  15. Sterben, Töten, Gedenken. Zur Sozialgeschichte des Todes. Hrsg. von Ute Planert, Dietmar Süß und Meik Woyke, Bonn: J. H. W. Dietz Nachf. 2015, 314 S. (= Einzelveröffentlichungen aus dem Archiv für Sozialgeschichte, 5), EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑8012‑4246‑6]
  16. Volker Schobeß, Das Kriegshandwerk der Deutschen. Preußen und Potsdam 1717–1945 [Bd 1], 3. Aufl., Berlin: trafo 2017, 736 S., EUR 69,80 [ISBN 978‑3‑86464‑055‑1] Volker Schobeß, Das Kriegshandwerk der Deutschen. Preußen und Potsdam 1717–1945 [Bd 2]. Fotos und Dokumente, Berlin: trafo 2017, 559 S., EUR 69,80 [ISBN 978‑3-86464‑076‑6]
  17. Gregor Schöllgen, Krieg. Hundert Jahre Weltgeschichte, München: DVA 2017, 367 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑421‑04767‑0]
  18. Naval Advising and Assistance. History, Challenges, and Analysis. Ed. by Donald Stoker and Michael T. McMaster, Solihull: Helion 2017, XII, 304 S. (= Modern Military History Series, 2), £ 35.00 [ISBN 978‑1‑911512‑82‑0]
  19. Erich und Hildegard Bulitta, Schritte zu einer Erinnerungs- und Gedenkkultur, Bd 1: Grundlagen einer Erinnerung – Analyse, Berlin: epubli 2017, 319 S., EUR 26,90 [ISBN 978‑3‑7450‑3528‑5] Erich und Hildegard Bulitta, Schritte zu einer Erinnerungs- und Gedenkkultur, Bd 2: Von der Erinnerung zu einer Erinnerungs- und Gedenkkultur – Analyse, Berlin: epubli 2017, 469 S., EUR 29,50 [ISBN 978‑3‑7450‑6125‑3]
  20. Michael Schwartz, Homosexuelle, Seilschaften, Verrat. Ein transnationales Stereotyp im 20. Jahrhundert, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2019, XII, 376 S. (= Schriftenreihe der Vierteiljahrshefte für Zeitgeschichte, 118), EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑11‑063265‑1]
  21. Karl Schlögel, Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt, München: 4., durchges. Aufl., C. H. Beck 2018, 912 S., EUR 38,00 [ISBN 978‑3‑406‑71511‑2]
  22. Ernst Würzburger, Garnisonstadt Höxter. Vom preußischen Infanteriebataillon bis zum ABC-Abwehrbataillon, Holzminden: Mitzkat 2018, 349 S. (= Höxtersches Jahrbuch, 8), EUR 19,80 [ISBN 978‑3‑95954‑055‑1]
  23. Altertum
  24. Michael Kulikowski, Triumph der Macht. Das römische Imperium von Hadrian bis Konstantin. Aus dem Engl. von Cornelius Hartz, Darmstadt: Theiss 2018, 488 S., EUR 34,00 [ISBN 978‑3‑8062‑3669‑9]
  25. Medieval Warfare. A Reader. Ed. by Kelly DeVries and Michael Livingston, Toronto: University of Toronto Press 2019, XVIII, 368 S. (= Readings in Medieval Civilizations and Cultures, 21), $ 49,95 [ISBN 978‑1‑4426‑3669‑9]
  26. David Crispin, Ihr Gott kämpft jeden Tag für sie. Krieg, Gewalt und religiöse Vorstellungen in der Frühzeit der Kreuzzüge (1095–1187), Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, VIII, 241 S., EUR 49,90 [ISBN 978‑3‑506‑79242‑6]
  27. Patrick Leukel, »all welt wil auf sein wider Burgundi«. Das Reichsheer im Neusser Krieg 1474/75, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, XI, 594 S. (= Krieg in der Geschichte, 110), EUR 148,00 [ISBN 978‑3‑506‑70914‑1]
  28. Frühe Neuzeit
  29. Heinz Duchhardt, Friedens-Miniaturen. Zur Kulturgeschichte und Ikonographie des Friedens in der Vormoderne, Münster: Aschendorff 2019, 184 S., EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑402‑13416‑0]
  30. Olaf Wagener, Forts in den Kolonien. See-Expeditionen der Niederlande und Schwedens im 17. und 18. Jahrhundert, Oppenheim: Nünnerich und Asmus 2019, 128 S., EUR 20,00 [ISBN 978‑3‑96176‑071‑8]
  31. Alexander Querengässer, Das kursächsische Militär im Großen Nordischen Krieg 1700–1717, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, 629 S. (= Krieg in der Geschichte, 107), EUR 148,00 [ISBN 978‑3‑506‑78871‑9]
  32. 1789–1870
  33. Dirk Ziesing, Das Münsterländer Landwehr-Infanterie-Regiment (4. Westfälisches) in den Befreiungskriegen 1813–1815, Münster: Agenda 2019, 405 S., EUR 29,80 [ISBN 978‑3‑89688‑639‑2]
  34. Ulrich Schiers, Schwarz-Rot-Gold und die Deutsche Flottengründung, Hamburg: Mittler 2019, 275 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8132‑0989‑1]
  35. Arne Karsten, Italiens Fahrt in die Moderne. Seekriegsführung und Staatsbildung im Kontext des Risorgimento, Frankfurt a. M., New York: Campus 2019, 356 S. (= Krieg und Konflikt, 8), EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑593‑51118‑4]
  36. Der Wiener Frieden 1864. Ein deutsches, europäisches und globales Ereignis. Hrsg. von Oliver Auge, Ulrich Lappenküper und Ulf Morgenstern, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2016, 396 S. (= Otto-von-Bismarck-Stiftung, Wissenschaftliche Reihe, 22), EUR 46,90 [ISBN 978‑3‑506‑78525‑1]
  37. Gerd Fesser, Sedan 1870. Ein unheilvoller Sieg, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, 202 S. (= Schlachten – Stationen der Weltgeschichte), EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑506‑79235‑8]
  38. Klaus-Jürgen Bremm, 70/71. Preußens Triumph über Frankreich und die Folgen, Darmstadt: Theiss 2019, 335 S., EUR 25,00 [ISBN 978‑3‑8062‑4019‑1]
  39. Eberhard Frhr. von Senden und Friedrich Frhr. von Senden, Der Erste Weltkrieg 1914–1918. Erlebnisse eines jungen Leutnants. Ostfront – Patrouillen an der Spitze im Bewegungskrieg. Westfront – Kämpfen, Durchhalten, Überleben im Stellungskrieg, Berlin: Miles 2020, 297 S., EUR 34,80 [ISBN 978‑3‑96776‑001‑9]
  40. Bernhard Bachinger, Die Mittelmächte an der Saloniki-Front 1915–1918. Zwischen Zweck, Zwang und Zwist, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, XII, 406 S. (= Krieg in der Geschichte, 106), EUR 69,00 [ISBN 978‑3‑506‑78857‑3]
  41. Materialschlachten 1916. Ereignis, Bedeutung, Erinnerung. Im Auftrag des ZMSBw hrsg. von Christian Stachelbeck, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2017, XII, 488 S. (= Zeitalter der Weltkriege, 17), EUR 49,90 [ISBN 978‑3‑506‑78759‑0]
  42. Mark Connelly and Stefan Goebel, Ypres. Great Battles, Oxford, New York: Oxford University Press 2018, XXVIII, 259 S., £ 18.99 [ISBN 978‑0‑19‑871337‑1]
  43. 1919–1945
  44. Annette Schmidt-Klügmann, Bernhard Wilhelm von Bülow (1885–1936). Eine politische Biographie, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2020, IX, 707 S., EUR 128,00 [ISBN 978‑3‑506‑70268‑5]
  45. Katja Kosubek, »genauso konsequent sozialistisch wie national«. Alte Kämpferinnen der NSDAP vor 1933. Eine Quellenedition 36 autobiographischer Essays der Theodore-Abel-Collection, Göttingen: Wallstein 2017, 608 S. (= Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte. Quellen, 4), EUR 42,00 [ISBN 978‑3‑8353‑3057‑3]
  46. Fragmentierte Republik? Das politische Erbe der Teilungszeit in Polen 1918–1939. Hrsg. von Michael G. Müller und Kai Struve, Göttingen: Wallstein 2017, 400 S. (= Phantomgrenzen im östlichen Europa, 2), EUR 36,90 [ISBN 978‑3‑8353‑1745‑1]
  47. Anne Applebaum, Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine. Aus dem Engl. von Martin Richter, München: Siedler 2019, 541 S., EUR 36,00 [ISBN 978‑3‑8275‑0052‑6]
  48. Marco Sigg, Der Zweite Weltkrieg, 1937–1945, Wiesbaden: 2. Aufl., Marix 2018, 254 S., EUR 6,00 [ISBN 978‑3‑86539‑994‑6]
  49. Birthe Kundrus, »Dieser Krieg ist der große Rassenkrieg«. Krieg und Holocaust in Europa, München: Beck 2018, 336 S., EUR 18,00 [ISBN 978‑3‑406‑67521‑8]
  50. Ernst Mohnike, Die Sumner-Welles-Mission. Frieden für Europa im Frühjahr 1940?, Neu Isenburg: Angelika Lenz Verlag 2020, 289 S., EUR 19,90 [ISBN 978‑3‑943624‑55‑7]
  51. Hans-Jürgen Kaack, Kapitän zur See Hans Langsdorff. Der letzte Kommandant des Panzerschiffs Admiral Graf Spee. Eine Biographie, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2020, XXI, 672 S. (= Schriften zur Marinegeschichte, 1), EUR 68,00 [ISBN 978‑3‑506‑70262‑3]
  52. Reinhard Otto und Rolf Keller, Sowjetische Kriegsgefangene im System der Konzentrationslager, Wien, Hamburg: new academic press 2019, 351 S. (= Mauthausen-Studien, 14), EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑7003‑2170‑5]
  53. Kerstin Theis, Wehrmachtjustiz an der »Heimatfront«. Die Militärgerichte des Ersatzheeres im Zweiten Weltkrieg, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2016, X, 537 S. (= Studien zur Zeitgeschichte, 91), EUR 74,95 [ISBN 978‑3‑11‑040558‑3]
  54. Peter Joachim Lapp, Hitlers NS-Führungsoffiziere 1944/45. Die letzten Propagandisten des Endsieges, Aachen: Helios 2019, 188 S., EUR 22,50 [ISBN 978‑3‑86933‑238‑3]
  55. Christian Ernst, Die Weiße Rose – eine deutsche Geschichte? Die öffentliche Erinnerung an den Widerstand in beziehungsgeschichtlicher Perspektive, Göttingen: V&R unipress, Universitätsverlag Osnabrück 2018, 555 S. (= Schriften des Erich Maria Remarque-Archivs, 34), EUR 70,00 [ISBN 978‑3‑8471‑0909‑9] Miriam Gebhardt, Die Weiße Rose. Wie aus ganz normalen Deutschen Widerstandskämpfer wurden, München: DVA 2017, 367 S., EUR 19,99 [ISBN 978‑3‑421‑04730‑4]
  56. Veit Scherzer, Sous le signe SS. Französische Freiwillige in der Waffen-SS. Mit einer Einführung von Oberstleutnant Dr. Thomas Müller, Sanitätsakademie der Bundeswehr (München), Bayreuth: Scherzer 2018, 806 S., EUR 89,00 [ISBN 978‑3‑938845‑54‑7]
  57. Peter Engelbrecht, Geheimwaffen für die Nazis. Kriegsforschung in Oberfranken, Weißenstadt: Druckkultur Heinz Späthling 2018, 156 S., EUR 14,95 [ISBN 978‑3‑942668‑49‑1]
  58. Maximilian Fügen, »Bis zum letzten Mann?« Die Rolle der Kampfkommandanten deutscher Großstädte 1945, Baden-Baden: Tectum Wissenschaftsverlag 2018, 264 S. (= Geschichtswissenschaft, 38), EUR 38,00 [ISBN 978‑3‑8288‑4182‑6]
  59. Valery Faminsky. Berlin May 1945 / Berlin Mai 1945. Mit einem Vorw. von Peter Steinbach, hrsg. von Thomas Gust [u. a.], 2. Aufl., Berlin: Buchkunst 2020, 184 S., EUR 48,00 [ISBN 978‑3‑9819805‑8‑5]
  60. Nach 1945
  61. »So war der deutsche Landser...«. Das populäre Bild der Wehrmacht. Hrsg. von Jens Westemeier, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, VIII, 361 S. (= Krieg in der Geschichte, 101), EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑78770‑5]
  62. Hermann Hagena, Jagdflieger Werner Mölders. Rote Linie zwischen Wehrmacht und Bundeswehr?, Aachen: Helios 2018, 281 S., EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑86933‑225‑3]
  63. Thomas Flemming, Die Berliner Mauer. Geschichte eines politischen Bauwerks. Dokumentation: Berliner Mauer-Archiv, Hagen Koch, Berlin: be.bra 2019, 238 S., EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑89809‑165‑7]
  64. Heiner Möllers, Die Affäre Kießling. Der größte Skandal der Bundeswehr, Berlin: Ch. Links 2019, 367 S., EUR 25,00 [ISBN 978‑3‑96289‑037‑7]
  65. Jan-Olof Grahn, Om svensk signalspaning. Andra världskriget (Über die schwedische Funkaufklärung. Zweiter Weltkrieg), Stockholm: Medströms Bokförlag 2018, 292 S., skr 291,00 [ISBN 978‑91‑7329‑143‑9] Jan-Olof Grahn, Om svensk signalspaning. Kalla kriget (Über die schwedische Funkaufklärung. Kalter Krieg), Stockholm: Medströms Bokförlag 2019, 330 S., skr 298,00 [ISBN 978‑91‑7329‑149‑1]
  66. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  67. Gesamtinhaltsverzeichnis 2020
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