Zusammenfassung
Der Beitrag beschäftigt sich mit dem militärischen Mobilmachungssystem in der DDR. Im Rahmen der Umstellung von Frieden auf Krieg in allen gesellschaftlichen Bereichen nahm die Mobilmachung der Nationalen Volksarmee (NVA) einen zentralen Platz ein. Ihre Struktur-, Mobilmachungs- und Einsatzplanungen waren eng miteinander verknüpft. Im Mobilmachungsfall sollten unter anderen fünf Divisionen der NVA-Landstreitkräfte auf der Basis sogenannter Ausbildungszentren personell und materiell aufgestellt werden, um nach 48 Stunden Mobilmachung und weiteren 48 Stunden Ausbildung voll einsatzbereit zu sein. Ständige Kontrollen und Überprüfungen unterstrichen die Bedeutung der Mobilmachungsarbeit in den ostdeutschen Streitkräften. Die militärische Mobilmachung als Teil des gesamtstaatlichen Mobilmachungssystems förderte die Militarisierung der ostdeutschen Gesellschaft in erheblichem Maße.
Im kommunistischen Machtbereich spielten die Vorbereitung auf einen Krieg sowie die Führung des Landes im Verteidigungszustand eine wichtige Rolle. Im Prinzip waren alle gesellschaftlichen Bereiche – staatliche Führungsorgane, Betriebe, Genossenschaften, kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen, Parteien und Massenorganisationen sowie die Streitkräfte und die anderen bewaffneten Organe – verpflichtet, zur Verteidigung des Landes nach einer einheitlichen Idee und letztlich auch gemeinsam zu handeln.
Die militärische Mobilmachung als Kernstück der allgemeinen Mobilmachung
Die allgemeine Mobilmachung war Teil dieser umfassenden Vorbereitung des Landes auf einen Krieg. Sie beinhaltete einen Komplex von Maßnahmen, die der Umstellung der Wirtschaft und der staatlichen Einrichtungen zur Sicherung des Kriegsbedarfs dienten.[1] In der DDR wurde das Mobilmachungssystem durch den operativen Auftrag der ostdeutschen Streitkräfte auf dem mitteleuropäischen Kriegsschauplatz bestimmt. Das Territorium der DDR wäre im Kriegsfall zum Aufmarsch-, Durchmarsch- und Handlungsgebiet der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Paktes geworden. Die Gewährleistung der Handlungsmöglichkeiten der verbündeten Streitkräfte auf dem Territorium lag in der Verantwortung der Nationalen Volksarmee (NVA). Damit verbunden waren umfangreiche Forderungen an den Staats- und Wirtschaftsapparat sowie die Bevölkerung, die nicht zuletzt zu einer fortschreitenden Militarisierung der gesamten Gesellschaft führten. Neuere Forschungen verfolgen daher den Ansatz, mit der Untersuchung der Mobilmachung auch den »Zugang zum militarisierten Sozialismus« zu erweitern.[2] »Letztlich gibt die Auseinandersetzung mit dem Mobilmachungssystem der DDR Aufschluss über die Funktionalität oder auch Qualität der Militarisierung an sich und offenbart darüber hinaus die offiziellen und inoffiziellen Anwendungen finanzieller, materieller und personeller Art, anhand derer sich die Militarisierung vermessen und quantifizieren lässt.«[3]
Im Folgenden soll vor allem auf die militärische Mobilmachung als das Kernstück der allgemeinen Mobilmachung eingegangen werden. Ihr Ziel bestand darin, planmäßig und in kürzester Zeit die aktiven Truppen »von der Friedens- auf die Kriegsstärke«[4] zu ergänzen und zu einer höheren Gliederung zu ergänzen und zu entfalten, neue Truppen aufzustellen sowie den Übergang der Armee von der Friedensstruktur auf die Kriegsstruktur zu gewährleisten.[5] Die militärische Mobilmachung war im Frieden auf der Grundlage von Rechtsvorschriften, Beschlüssen des Nationalen Verteidigungsrates, des obersten staatlichen Organs zu Fragen der Landesverteidigung, und Weisungen des Ministerrates sowie militärischer Bestimmungen der NVA und der Grenztruppen der DDR[6] vorzubereiten. Alle Maßnahmen sollten zeitgerecht, gedeckt oder offen und unter komplizierten Lagebedingungen durchgeführt werden. Dazu gehörten die Benachrichtigung der Stäbe und Truppen sowie der Reservisten über die Auslösung der Mobilmachung, die Zuführung, Einkleidung und Ausrüstung sowie die Eingliederung der Reservisten und der Angehörigen des aktiven Wehrdienstes in die Kriegsplanstellenstruktur. Hinzu kamen die Entkonservierung, Auslagerung und Zuführung der materiellen Mobilmachungsreserven (zum Beispiel Kampftechnik), die Gewährleistung eines gefestigten inneren Zustandes der Truppen im Sinne der Partei, die Formierung der Truppen und Stäbe sowie deren finanzielle und logistische Absicherung.[7]
»Die Mobilmachung der Streitkräfte, ihr organisierter Übergang von der Friedens- auf die Kriegsstruktur, ist das Element der operativ-strategischen Entfaltung, ohne das es zu keiner erfolgreichen Führung von Operationen und Gefechten in der Anfangsperiode eines Krieges kommen kann.« Sie bildete gemeinsam mit der ständigen Auffüllung der personellen Verluste »eine entscheidende Grundlage für die erforderliche Kampfkraft der Truppen bei Beginn eines Krieges und in dessen Verlauf«.[8] Die Umstellung aller Einrichtungen der Wirtschaft und Politik auf die Bedingungen des Krieges und die militärische Mobilmachung waren eng miteinander verzahnt. Die Verantwortung für die Überführung der NVA und der Grenztruppen vom Friedens- in den Kriegszustand sowie für die Mobilmachung und personelle Auffüllung der Streitkräfte trug der Minister für Nationale Verteidigung der DDR.[9]
Das Mobilmachungssystem gehörte zu den geheimsten Bereichen der DDR. In der Öffentlichkeit war sogar die Verwendung von Begriffen, die im direkten Zusammenhang mit der Mobilmachung standen, nicht erlaubt.[10] Daher wurden verschiedene Ausdrücke und Kürzel benutzt, die für Außenstehende harmlos und nichtssagend klangen. So wurde die »Mobilmachung« schlicht zur »Umstellung«. Anstelle der Mobilmachungsarbeit sprach man in der Wirtschaft beispielsweise von sogenannter Berechnungsarbeit (»B-Arbeit«). Es gab »B-Kader«, die in der Staatlichen Plankommission und in den Ministerien in speziellen Hauptabteilungen und Abteilungen mit der Bezeichnung »I« tätig waren und dort sogenannte B-Pläne zur Vorbereitung und Durchführung der Mobilmachung und der Umstellung von Frieden auf Krieg in der Volkswirtschaft erarbeiteten.
Selbst innerhalb der NVA unterlagen die Aufgaben und Maßnahmen der Mobilmachung sowie der personellen Auffüllung einer besonders strengen Geheimhaltung. In schriftlichen oder mündlichen Informationen und Aufgabenstellungen wurde gegenüber den staatlichen und wirtschaftsleitenden Organen sowie den einzuberufenden Reservisten nur der Begriff »Reservistenübung« angewandt. Hierbei konnte es sich jedoch auch um eine Mobilmachungsübung oder eine Überprüfung der Mobilmachungsbereitschaft handeln. Die Mobilmachungsdokumente wurden zudem gesondert aufbewahrt und gesichert. Insofern war es schwierig, »das ›eigene‹ Mobilmachungssystem (MobSys) zu durchschauen«, erinnert sich ein ehemaliger NVA-Offizier. »Schon durch die Geheimhaltung dürfte niemand in der Lage gewesen sein, alle Facetten der Mobilmachung bis hin zum Personalersatz zu kennen.«[11]
Die NVA als Mobilmachungsarmee
Die NVA war eine Mobilmachungsarmee, das heißt alle militärischen, politischen und ideologischen Maßnahmen zur Gewährleistung einer ständig hohen Gefechtsbereitschaft dienten stets der Vorbereitung auf den Verteidigungszustand. Die DDR-Volksarmee wurde von Anfang an vor dieser Folie konzipiert und aufgebaut. Die Schaffung einer umfangreichen und gut ausgebildeten personellen Reserve nahm dabei einen wichtigen Platz ein.[12] Diese Reserve war in den herrschenden sowjetischen militärdoktrinären Vorstellungen allerdings mehr als eine klassische personelle Ergänzung der Streitkräfte. Sie bildete im Konnex der »sozialistischen Landesverteidigung« einen nicht unbedeutenden systemstabilisierenden Faktor in militärischer und politischer Hinsicht. Ihre militärische Bedeutung lag darin, für eine schnelle Mobilmachung und einen hohen Ausbildungsstand zu sorgen. Ihre politische Bedeutung lag im erhöhten Drohpotential und in der ideologischen und organisatorischen Militarisierung der Gesellschaft.[13]
Bereits einige Jahre vor der offiziellen Gründung der NVA im Januar 1956 hatte der damalige Chef der Kasernierten Volkspolizei (KVP), Generalleutnant Heinz Hoffmann, dafür plädiert, eine kontinuierliche personelle Auffüllung des ostdeutschen Militärs zu gewährleisten, um letztlich auch die notwendigen Reserven schaffen zu können. Ansätze dazu zeigten sich in einer getarnten Wehrerfassung der männlichen Bevölkerung im Alter von 18 bis 50 Jahren sowie in der Durchführung militärischer Lehrgänge mit Mitgliedern der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), die in Partei-, Staats- und Wirtschaftsorganen tätig waren. Aber erst nach 1956 begann die DDR-Militärführung, systematisch die materiellen und personellen Voraussetzungen zu schaffen, was ihr unter den Bedingungen der Freiwilligkeit des Wehrdienstes freilich nur partiell gelang.[14] Immerhin bestand bereits seit Ende der 1950er Jahre die Möglichkeit, Studenten der Universitäten, Hoch- und Fachschulen während ihres Studiums eine »allgemeine militärische Grundausbildung«[15] absolvieren zu lassen. Insgesamt registrierte die DDR-Führung im Jahr des Mauerbaus 1961 über 400 000 Bürger, die im aktiven Dienst oder als Reservisten eine militärische Ausbildung in den bewaffneten Organen der DDR erhalten hatten. Das entsprach einem Anteil von 14 Prozent am Gesamtbestand der wehrfähigen Männer (Geburtsjahrgänge 1915 bis 1943). Nur eineinhalb Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war dies durchaus bemerkenswert.[16]
Wegen der noch offenen Grenzen schien jedoch der weitere personelle Ausbau der Streitkräfte und ihrer Reserve ernsthaft gefährdet. Viele junge DDR-Bürger entzogen sich durch Flucht in den »Westen« dem Dienst in der Truppe und schwächten das ostdeutsche Wehrpotenzial.[17] Damit stand die Entwicklung der Armee insgesamt in Frage, die Anfang der 1960er Jahre nach Maßgabe der Sowjetunion zunehmend in die Vereinten Streitkräfte des Warschauer Paktes eingebunden werden sollte. Probleme der Gefechts- und Alarmbereitschaft sowie der Mobilmachung der NVA rückten dadurch mehr denn je in den Blickpunkt der DDR-Armeeführung. Erst die Grenzschließung (Mauerbau) 1961 machte dann den Weg frei für die Einführung der Wehrpflicht im Januar 1962 und damit für den systematischen Auf- und Ausbau eines funktionierenden Mobilmachungssystems in der DDR und in ihren Streitkräften.
Für die NVA galt es nunmehr, ständig die Bereitschaft und die Fähigkeit zu besitzen, in Kampfhandlungen schnell und organisiert eintreten, Gefechtshandlungen führen und deren logistische Absicherung unter allen Bedingungen erreichen zu können. Dies betraf vor allem die im Bestand der ersten operativen Staffel der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Paktes eingesetzten Verbände und Truppenteile der NVA. Diese aktiven Hauptkräfte in den Landstreitkräften und in den Luftstreitkräften/Luftverteidigung (LSK/LV) sowie die Räum-, Stoß- und Landungskräfte der Volksmarine waren schon bald in der Lage, ohne vorherige Mobilmachung, quasi »aus dem Stand« heraus, Handlungen bei Kriegsausbruch zu beginnen. Sie galten daher als weitgehend mobilmachungsunabhängig.
Dennoch perfektionierte die NVA-Führung das Mobilmachungssystem in den DDR-Streitkräften in einer solchen Qualität, dass Bundeswehroffiziere nach 1990 in einer internen Studie zu der Feststellung gelangten, dass die NVA »vermutlich – nach Israel – das wirksamste Mobilmachungssystem«[18] besaß. Hier zeigt sich deutlich, wie sehr die Mobilmachung mit der Rolle der DDR und ihrer Streitkräfte auf dem so genannten Westlichen Kriegsschauplatz zusammenhing. So war der vom sowjetischen Generalstab geforderte Anteil der die Mobilmachung sicherstellenden Truppen und Ersatztruppen sowie operativer, taktischer und Spezialverbände in der zweiten operativen Staffel zur Unterstützung der Vereinten Streitkräfte sehr hoch.[19] Darüber hinaus offenbart sich ein Charakteristikum des ostdeutschen Militärs, nämlich der Hang zur perfekten Organisation: Die DDR‑Militärführung stützte sich auf Erfahrungen der Mobilmachungsarbeit der Wehrmacht – auch personell. Sie ging in ihren Planungen zudem stets von den kompliziertesten Bedingungen aus und versuchte alle Eventualitäten zu berücksichtigen. Hinzu kam, dass sich der »große Bruder« der NVA, das sowjetische Militär, kaum einmischte und die Organisation der Mobilmachung und Auffüllung im Detail offenbar weitgehend den Ostdeutschen überließ.[20]
Gefechtsbereitschaft und militärische Mobilmachung
Die Organisation, Planung und Durchführung der militärischen Mobilmachung war Teil des Systems der Gefechtsbereitschaft in der NVA. Es gab die Stufen »Ständige Gefechtsbereitschaft« (SG), »Erhöhte Gefechtsbereitschaft« (EG), »Gefechtsbereitschaft bei Kriegsgefahr« (GK) und »Volle Gefechtsbereitschaft« (VG). Bereits bei der ersten Stufe »Ständige Gefechtsbereitschaft«, die die Normalität in der Armee widerspiegelte und bei der sich 85 Prozent des Personalbestandes rund um die Uhr in den Kasernen befanden, wurde alles der Gewährleistung der Gefechtsbereitschaft unter- und nachgeordnet. Dies führte immer wieder zu Problemen und teilweise zu schweren Verwerfungen im inneren Gefüge der Truppe.[21]
Vor allem in den 1970er und 1980er Jahren zeigte sich, dass neben dem Gefechtswert der Waffen die schnelle Mobilmachung und die Fähigkeit der Streitkräfte, rasch entschlossene Gefechtshandlungen zu führen, an Bedeutung gewannen. Die NVA-Verantwortlichen widmeten daher der Führungsbereitschaft der Armee in Form einer präzisen Führungsdokumentation und eines straffen Alarmsystems besondere Aufmerksamkeit. So gab es in allen Einheiten bis zur Kompanie- und Batterieebene ein System der Diensthabenden. Für die Auslösung von Gefechtsalarm waren beginnend beim Operativen Diensthabenden des Ministeriums für Nationale Verteidigung bis hin zu den Diensthabenden der Teilstreitkräfte und Grenztruppen, der Militärbezirke, der Divisionen und Truppenteile (»Offizier vom Dienst«) Alarmierungsumschläge mit den Aufgabenstellungen zur Herstellung der verschiedenen Stufen der Gefechtsbereitschaft eingelagert. Diese grünen, weißen oder roten Umschläge waren je mit einem Signalwort – ein Substantiv mit einer dreistelligen Zahl – und mit einem Hartsiegel versehen sowie mit einem Spezialfaden miteinander vernäht. Seit Anfang der 1980er Jahre wurde zur Alarmierung der NVA zudem stufenweise das technische Alarmierungssystem P 161 eingesetzt. Dieses sowjetische Gerät – modifiziert für die NVA – gewährleistete die automatisierte Alarmierung der angeschlossenen Teilnehmer über mehrere Führungsebenen, indem es bestehende direkte Draht-, Richtfunk- oder Funkverbindungen nutzte. Beim Einsatz in der NVA wurden jedoch vor allem Drahtverbindungen genutzt. Innerhalb von 15 bis 20 Minuten war es mit diesem System möglich, die gesamte NVA bis in die letzte Einheit zu alarmieren. So rasch es auch gelang, die Führungsorgane zu alarmieren, so aufwändig und umständlich war die Organisation der Benachrichtigung des anderen Personals. Es gab in der DDR schlichtweg zu wenig private Telefonanschlüsse. »Wohnungsdiensthabende« mit Telefonanschluss benachrichtigten daher ihre »Genossen« über ein Schneeballsystem. In den zivilen Wohnblocks von NVA-Wohnsiedlungen waren Signalhupen und Alarmklingeln installiert.[22]
Obwohl die Mobilmachungsbereitschaft untrennbar zur Gefechtsbereitschaft gehörte, wurde sie durch ein gesondertes System organisiert. Die allgemeine oder teilweise Mobilmachung konnte offen oder gedeckt in jeder Stufe der Gefechtsbereitschaft befohlen werden. Ihre Auslösung war ähnlich wie bei der Gefechtsbereitschaft geregelt. Mit der Überführung der »Ständigen Gefechtsbereitschaft« in die Stufe »Erhöhte Gefechtsbereitschaft« begann unter anderem die Entkonservierung eingelagerter Militärtechnik. Die Stufe »Gefechtsbereitschaft bei Kriegsgefahr« entfaltete das Führungssystem der NVA und der Grenztruppen in vollem Umfang. Nach ihrer Auslösung begann zudem die Übernahme der geplanten Sachleistungen aus der Volkswirtschaft in die Armee. Die Hälfte aller Mobilmachungsaufgaben in den Landstreitkräften war nach Auslösung dieser Stufe umzusetzen. Mit der Überführung in die höchste Stufe »Volle Gefechtsbereitschaft« sollte die Mobilmachung ihren Abschluss finden und die Geschlossenheit der mobilgemachten Truppen hergestellt werden.[23]
Von der Friedens- zur Kriegsstruktur
Die Auslösung der allgemeinen Mobilmachung hätte in der NVA dazu geführt, alle Stäbe und Truppen der Teilstreitkräfte und der Grenztruppen sowie Teile anderer bewaffneter Organe[24] von der Friedens- in die Kriegsstruktur zu überführen.
Allein in den Landstreitkräften betraf dies über 1000 Führungsorgane und Truppen. Im Mittelpunkt stand dabei, die sechs Divisionen der »Ständigen Gefechtsbereitschaft«[25] personell und materiell zu ergänzen. Die Mobilmachungsfähigkeit der Verbände wurde alle zwei bis vier Jahre durch Standardübungen überprüft. Zugleich hatte die NVA den Auftrag, im Mobilmachungsfall fünf weitere Motorisierte (Mot.-)Schützendivisionen innerhalb von zwei Tagen mobil zu machen und den Vereinten Streitkräften des Paktes in Teilen oder komplett zur Verfügung zu stellen. Vor diesem Hintergrund entstanden bis Mitte der 1980er Jahre auf der Grundlage von Unteroffizierschulen der NVA sogenannte Ausbildungszentren (AZ) mit differenzierten Aufträgen und Möglichkeiten.[26] Diese Ausbildungszentren bildeten nicht nur die Mobilmachungsbasis für die Aufstellung der Divisionen, sondern dienten auch weiterhin als wichtige Ausbildungseinrichtungen für Unteroffiziere und Reservisten der NVA. Die Bezeichnung »Ausbildungszentrum« sowie die an Ausbildungsaufgaben orientierte Struktur (»Fachrichtungen«) verschleierten, dass es sich hier um potenzielle Kampfdivisionen handelte. Deshalb wurden »ganz bewusst Vorschläge verworfen, sie als ›Ausbildungsdivisionen‹ zu bezeichnen«.[27] Mit den Ausbildungszentren sollten trotz ihrer relativ geringen Friedensstärke nicht zuletzt militärische »Nachteile« ausgeglichen werden, die sich aus der neuen Militärdoktrin des Warschauer Paktes von 1987 hinsichtlich einer strategischen Verteidigung ergaben.
| Geplante Aufstellungszeiten von Mot.-Schützendivisionen der NVA, 1976 bis 1989 | |
| Jahr | Mobilmachungszeit in Tagen |
| 1976 | 5 |
| 1980 | 3 |
| 1986 bis 1989 | 2 |
| Ab April 1990 | 4 |
Ende der 1980er Jahre existierten in der NVA fünf dieser Ausbildungszentren: AZ-6 Haide/Weißkeißel, AZ-10 Schneeberg, AZ-17 Delitzsch, AZ-19 Burg und AZ-20 Karpin.[28] Die Zentren waren mit Ausnahme des AZ-19 ähnlich strukturiert und wiesen Personalstärken von 1700 bis 2300 Armeeangehörigen und Zivilbeschäftigten auf. Insbesondere das Stammpersonal, das etwas mehr als die Hälfte des jeweiligen Gesamtpersonalbestandes ausmachte, war einer erheblichen Doppelbelastung durch Unteroffizierausbildung und Mobilmachungsaufgaben ausgesetzt. Beides war in der Regel parallel und unabhängig voneinander zu erfüllen. Nach Auslösung der Mobilmachung erfolgte die schrittweise Umgliederung der Ausbildungszentren in Mot.-Schützendivisionen mit jeweils rund 14 000 Mann. So entstand zum Beispiel auf der Basis des AZ-6 Haide/Weißkeißel und weiterer Truppenteile und Lager, der Zuführung von aktiven Armeeangehörigen sowie der Ergänzung von etwa 13 600 Reservisten und 2750 Fahrzeugen, Maschinen und Geräten aus der Volkswirtschaft die 6. Mot.-Schützendivision der NVA. Mehr als das bei den anderen Ausbildungszentren der Fall war, ähnelte die Struktur des AZ-19 bereits den Verbänden der Ständigen Gefechtsbereitschaft. Hier wurden in einer vierteljährlichen Ausbildung jeweils etwa 2000 Armeeangehörige des Reservistendienstes ausgebildet sowie Reservistenqualifizierungen und andere Lehrgänge durchgeführt.
| Personalbestand der Ausbildungszentren/Mobilmachungsdivisionen, 1987 | ||
| Verband | Istbestand | Mob.-Ergänzung |
| 6. Mot.-Schützendivision (AZ-6) | 1380 | 13228 |
| 10. Mot.-Schützendivision (AZ-10) | 1706 | 12958 |
| 17. Mot.-Schützendivision (AZ-17) | 1410 | 13118 |
| 19. Mot.-Schützendivision (AZ-19) | 2276 | 12312 |
| 20. Mot.-Schützendivision (AZ-20) | 1892 | 12645 |
| Quelle: Helmut Göpel, NVA-Landstreitkräfte. In: NVA. Anspruch und Wirklichkeit (wie Anm. 19), S. 77–120, hier S. 119 f. | ||
Als wichtigste Form der Mobilmachungsausbildung an den Ausbildungszentren galten die jährlich durchzuführenden Mobilmachungs- und Reservistenübungen mit den Tarnbezeichnungen »Diplom« und »Wettkampf«. Dabei wurde die Zuführung von Angehörigen des aktiven Wehrdienstes, von Reservisten sowie von Fahrzeugen, Maschinen und Geräten, die Formierung der Einheiten auf Übungsplätzen, die Gefechtsausbildung der mobilgemachten Einheiten sowie die Demobilisierung der einberufenen Reservisten und Fahrzeuge geübt.
Jedem Ausbildungszentrum war ein sogenanntes Komplexlager (KL)[29] zugeordnet, in dem wesentliche Teile der Bewaffnung, Ausrüstung, Technik und Munition der Mobilmachungsdivision aufbewahrt (konserviert), gepflegt und gewartet wurden. Die Dimensionen, aber auch die Kosten dieser Lager waren beträchtlich. Beispielsweise verfügte das Komplexlager-15, das sich rund fünf Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Anklam (Mecklenburg-Vorpommern) befand, insgesamt über eine Lagerflächenkapazität von über 217 000 Quadratmeter, wovon knapp 25 000 Quadratmeter (Hallen) beheizt werden konnten. Hinzu kamen zwölf Munitionsbunker, mehrere Wartungspunkte, Ladestationen, Waschrampen und andere Einrichtungen. In diesem Komplexlager waren unter anderem 250 Panzer, über 400 Schützenpanzerwagen, über 1000 Kraftfahrzeuge, etwa 20 000 Schützenwaffen sowie tausende Tonnen Bekleidung, Ausrüstung, Munition und Treibstoffe eingelagert.[30]
Neben den fünf Mobilmachungsverbänden auf der Basis der Ausbildungszentren sollten in den Landstreitkräften weitere Truppen und Stäbe verschiedener Unterstellung ergänzt, aufgestellt und entfaltet werden. Hierzu gehörte die Mobilmachung der sogenannten Ausbildungsbasen, die 1989 auf der Grundlage von aufgelösten Panzerregimentern entstanden waren und zu sechs Mot.-Schützenregimentern mit je rund 2300 Mann aufwachsen sollten. Nach Auslösung der allgemeinen Mobilmachung mussten auch in den anderen Teilstreitkräften der NVA Führungsorgane und Truppen von der Friedensstruktur in die Kriegsstruktur überführt sowie eine Vielzahl weiterer Brigaden, Regimenter und Bataillone aufgestellt werden. Zudem hatten die ostdeutschen Streitkräfte in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem zivilen Bereich den Auftrag, im Rahmen der Gewährleistung der Operationsfreiheit der verbündeten Streitkräfte, insbesondere für den Bedarf der in der DDR stationierten sowjetischen Truppen, zusätzlich zwei Straßenkommandantendienstbrigaden, eine Straßenbrückenbaubrigade, eine Eisenbahnbrigade, 18 selbstständige Transportbataillone, zwölf selbstständige Kraftfahrzeugbataillone, fünf selbstständige Sanitätstransportkompanien, zehn Lazarettzüge sowie 400 weitere Kraftfahrzeuge mit Fahrer mobilzumachen.[31]
Mit den Anforderungen der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Paktes und der NVA waren gravierende Folgen für die Wirtschaft, das Verkehrs- und Nachrichtenwesen, das Gesundheitswesen und die Versorgung der Bevölkerung in der DDR verbunden. Die Volkswirtschaft insgesamt hatte für die Streitkräfte erhebliche Kapazitäten bereitzustellen.[32] Berechnungen für das Jahr 1986 ergaben, dass der Volkswirtschaft im Mobilmachungsfall für die bewaffneten Kräfte beispielsweise 43 Prozent der Nutzfahrzeuge ab 1,3 Tonnen, 67 Prozent der Planierraupen und 56 Prozent aller Notstromaggregate in der DDR »entnommen« werden sollten.[33]
| Personelle und materielle Mobilmachung in der NVA (Auswahl), 1987 | ||||||
| Ist-Personal-bestand | Mob.-Personal-ergänzung | Gesamt-personal | Kfz | Kraftstoffe (Kubikmeter) | Lebens-mittel (Tonnen) | |
| Landstreitkräfte | 105 983 | 152 024 | 258 007 | 31 350 | 12 700 | 3080 |
| Luftstreitkräfte/ Luftverteidigung | 26 579 | 24 166 | 50 745 | 2420 | 280 | 410 |
| Volksmarine | 14 163 | 16 863 | 31 026 | 1970 | 3220 | 400 |
| Weitere Truppen der NVA | 8594 | 88 151 | 96 745 | 4220 | 770 | 310 |
| Gesamt | 155 319 | 281 204 | 436 553 | 39 960 | 16 970 | 4200 |
| Territorialverteidigung | 40–50 000 | |||||
| Quelle: Engelhardt, Das Mobilmachungssystem (wie Anm. 19), S. 312. In anderen Unterlagen finden sich zum Teil davon abweichende Angaben. | ||||||
Um das System der Gefechts- und Mobilmachungsbereitschaft noch reaktionsfähiger zu gestalten, entwickelte sich auch die Organisation des Reservistenwehrdienstes weiter. Der planbare Bestand an Reservisten betrug in der DDR Ende der 1980er Jahre knapp 2,62 Millionen Mann, davon mehr als zwei Millionen gediente Reservisten.[34] Jährlich mussten rund 80 000 Reservisten eingezogen werden, Spezialisten kamen so mitunter alle zwei Jahre für drei Monate zur Armee. Der Reservistendienst in der NVA war bei den Betroffenen allerdings unbeliebt, weil die Einberufung zum Reservistenwehrdienst zumeist sehr kurzfristig erfolgte und keine Rücksicht auf die persönlichen Belange der Betroffenen genommen wurde. Missstände während des Dienstes kamen hinzu. Dazu zählten die häufige Wachgestellung, die einer effektiven Qualifizierung der Soldaten entgegenstand, die unzureichende Vorbereitung der zumeist jüngeren Vorgesetzten auf die Führung älterer und lebenserfahrener Reservisten sowie die oftmals schlechten Dienst- und Lebensbedingungen in der Kaserne. All dies führte zu Unzufriedenheit, Frustration und zu einer wachsenden Renitenz unter den gedienten »Resis«. Nicht wenige bewerteten den Reservistendienst generell als vertane Zeit. Als im Herbst 1989 neue Einberufungsüberprüfungen angekündigt wurden, kam es vor einigen Wehrkreiskommandos erstmals zu Protesten gegen diese Einberufungspraxis. Die NVA-Führung ließ daraufhin die Einberufung von Reservisten für das Jahr 1990 stoppen und nahm sie kurze Zeit später gänzlich zurück.
Schlussbetrachtungen
Erste militärhistorische Forschungen zeigen, dass das Mobilmachungssystem in der DDR überaus umfassend und offenbar auch sehr wirksam war. Es beinhaltete den Aufwuchs der Streitkräfte als Kern sowie die Umstellung von Frieden auf Krieg in allen anderen staatlichen und gesellschaftlichen Bereichen. Die Mobilmachung der NVA hatte dabei im Ernstfall absolute Priorität. Ihre Struktur-, Mobilmachungs- und Einsatzplanungen waren eng miteinander verknüpft, wobei die Friedensstruktur konsequent aus einer Kriegsstruktur abgeleitet wurde. Der hohe Bereitschaftsgrad der NVA und die Vorgabe kurzer Mobilmachungszeiten beeinflussten die Mobilmachungsfähigkeit der ostdeutschen Streitkräfte positiv. »Das Alarmierungssystem und das System der ständigen Gefechtsbereitschaft waren zwar ›unmenschlich‹, aber nahezu perfekt«.[35] Zudem waren die Zuständigkeiten für die Organisation der Mobilmachung in der NVA klar festgelegt. Es gab gut ausgebildetes Personal, das etwa zehn Prozent der Stäbe ausmachte. In Frankfurt/Oder existierte eine spezielle Einrichtung (»Ausbildungseinrichtung der OrgOrgane der NVA ›Bruno Peters‹«), in der Berufssoldaten und Zivilangestellte als Mobilmachungspersonal geschult wurden. Die fünf Mobilmachungsdivisionen der NVA-Landstreitkräfte auf der Basis der Ausbildungszentren stellten personell und materiell gut ausgerüstete Verbände dar, die in der Regel nach 48 Stunden Mobilmachung und spätestens weiteren 48 Stunden Ausbildung voll einsatzbereit waren. Ständige Kontrollen und Überprüfungen sorgten für eine permanente Drucksituation und machten den Kommandeuren die Bedeutung der Mobilmachungsarbeit in den Streitkräften deutlich. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass es zwischen Theorie und Praxis der Mobilmachung, anders als in vielen anderen Bereichen in der DDR, offenbar keinen gravierenden Widerspruch gab. Die geforderten Vorgaben wurden in Übungen und Überprüfungen nahezu vollständig umgesetzt.
Der rigorose Zugriff auf die materiellen und personellen Ressourcen des Staates ließ jedoch bereits in Friedenszeiten die Grenzen der ökonomischen und personellen Belastbarkeit erkennen. Ein Mobilmachungszustand auf dem geforderten hohen Niveau wäre wahrscheinlich nicht lange zu halten gewesen. Ein weiteres Manko zeigte sich in der personellen Überforderung der aktiven Armeeangehörigen, die sich quasi ständig in Bereitschaft befanden. Dadurch kam es zu erheblichen Belastungen für das innere Gefüge der Streitkräfte, die erst im Kontext der Militärreform 1989/90 schrittweise abgebaut werden konnten.
Die Strukturen und Führungsmechanismen des militarisierten Sozialismus in der DDR bildeten einerseits wichtige Voraussetzungen für die uneingeschränkte Durchsetzung der Belange der Landesverteidigung und der NVA zu Vorbereitung auf den Verteidigungszustand. Andererseits forcierte die militärische Mobilmachung als Teil des gesamtstaatlichen Mobilmachungssystems die Militarisierung der ostdeutschen Gesellschaft in erheblichem Maße.
© 2020 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
Articles in the same Issue
- Frontmatter
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- Aufsätze
- Einleitung
- Die Mobilmachungs- und Kriegsvorbereitungen der Sowjetunion in den 1950er und 1960er Jahren
- Die mit Mittelstreckenraketen ausgerüsteten Streitkräfte der UdSSR: Etappen ihrer historischen Entwicklung und Erlangung der Gefechtsbereitschaft
- Die DDR als Operations- und Durchmarschgebiet der Vereinten Streitkräfte auf dem Westlichen Kriegsschauplatz
- Zur militärischen Mobilmachung in der DDR
- Dänemarks Vorbereitungen auf einen möglichen heißen Krieg im Kalten Krieg
- Kriegs-BND: Planungen für die Mobilmachung des Bundesnachrichten-dienstes von 1953 bis 1968
- Nachrichten aus der Forschung
- »Unsettled problems after the 1919 peace conference. Military conflicts and diplomatic negotiations«
- Nachwuchskolloquium zur Militärgeschichte
- Buchbesprechungen Allgemeines
- Sterben, Töten, Gedenken. Zur Sozialgeschichte des Todes. Hrsg. von Ute Planert, Dietmar Süß und Meik Woyke, Bonn: J. H. W. Dietz Nachf. 2015, 314 S. (= Einzelveröffentlichungen aus dem Archiv für Sozialgeschichte, 5), EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑8012‑4246‑6]
- Volker Schobeß, Das Kriegshandwerk der Deutschen. Preußen und Potsdam 1717–1945 [Bd 1], 3. Aufl., Berlin: trafo 2017, 736 S., EUR 69,80 [ISBN 978‑3‑86464‑055‑1] Volker Schobeß, Das Kriegshandwerk der Deutschen. Preußen und Potsdam 1717–1945 [Bd 2]. Fotos und Dokumente, Berlin: trafo 2017, 559 S., EUR 69,80 [ISBN 978‑3-86464‑076‑6]
- Gregor Schöllgen, Krieg. Hundert Jahre Weltgeschichte, München: DVA 2017, 367 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑421‑04767‑0]
- Naval Advising and Assistance. History, Challenges, and Analysis. Ed. by Donald Stoker and Michael T. McMaster, Solihull: Helion 2017, XII, 304 S. (= Modern Military History Series, 2), £ 35.00 [ISBN 978‑1‑911512‑82‑0]
- Erich und Hildegard Bulitta, Schritte zu einer Erinnerungs- und Gedenkkultur, Bd 1: Grundlagen einer Erinnerung – Analyse, Berlin: epubli 2017, 319 S., EUR 26,90 [ISBN 978‑3‑7450‑3528‑5] Erich und Hildegard Bulitta, Schritte zu einer Erinnerungs- und Gedenkkultur, Bd 2: Von der Erinnerung zu einer Erinnerungs- und Gedenkkultur – Analyse, Berlin: epubli 2017, 469 S., EUR 29,50 [ISBN 978‑3‑7450‑6125‑3]
- Michael Schwartz, Homosexuelle, Seilschaften, Verrat. Ein transnationales Stereotyp im 20. Jahrhundert, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2019, XII, 376 S. (= Schriftenreihe der Vierteiljahrshefte für Zeitgeschichte, 118), EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑11‑063265‑1]
- Karl Schlögel, Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt, München: 4., durchges. Aufl., C. H. Beck 2018, 912 S., EUR 38,00 [ISBN 978‑3‑406‑71511‑2]
- Ernst Würzburger, Garnisonstadt Höxter. Vom preußischen Infanteriebataillon bis zum ABC-Abwehrbataillon, Holzminden: Mitzkat 2018, 349 S. (= Höxtersches Jahrbuch, 8), EUR 19,80 [ISBN 978‑3‑95954‑055‑1]
- Altertum
- Michael Kulikowski, Triumph der Macht. Das römische Imperium von Hadrian bis Konstantin. Aus dem Engl. von Cornelius Hartz, Darmstadt: Theiss 2018, 488 S., EUR 34,00 [ISBN 978‑3‑8062‑3669‑9]
- Medieval Warfare. A Reader. Ed. by Kelly DeVries and Michael Livingston, Toronto: University of Toronto Press 2019, XVIII, 368 S. (= Readings in Medieval Civilizations and Cultures, 21), $ 49,95 [ISBN 978‑1‑4426‑3669‑9]
- David Crispin, Ihr Gott kämpft jeden Tag für sie. Krieg, Gewalt und religiöse Vorstellungen in der Frühzeit der Kreuzzüge (1095–1187), Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, VIII, 241 S., EUR 49,90 [ISBN 978‑3‑506‑79242‑6]
- Patrick Leukel, »all welt wil auf sein wider Burgundi«. Das Reichsheer im Neusser Krieg 1474/75, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, XI, 594 S. (= Krieg in der Geschichte, 110), EUR 148,00 [ISBN 978‑3‑506‑70914‑1]
- Frühe Neuzeit
- Heinz Duchhardt, Friedens-Miniaturen. Zur Kulturgeschichte und Ikonographie des Friedens in der Vormoderne, Münster: Aschendorff 2019, 184 S., EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑402‑13416‑0]
- Olaf Wagener, Forts in den Kolonien. See-Expeditionen der Niederlande und Schwedens im 17. und 18. Jahrhundert, Oppenheim: Nünnerich und Asmus 2019, 128 S., EUR 20,00 [ISBN 978‑3‑96176‑071‑8]
- Alexander Querengässer, Das kursächsische Militär im Großen Nordischen Krieg 1700–1717, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, 629 S. (= Krieg in der Geschichte, 107), EUR 148,00 [ISBN 978‑3‑506‑78871‑9]
- 1789–1870
- Dirk Ziesing, Das Münsterländer Landwehr-Infanterie-Regiment (4. Westfälisches) in den Befreiungskriegen 1813–1815, Münster: Agenda 2019, 405 S., EUR 29,80 [ISBN 978‑3‑89688‑639‑2]
- Ulrich Schiers, Schwarz-Rot-Gold und die Deutsche Flottengründung, Hamburg: Mittler 2019, 275 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8132‑0989‑1]
- Arne Karsten, Italiens Fahrt in die Moderne. Seekriegsführung und Staatsbildung im Kontext des Risorgimento, Frankfurt a. M., New York: Campus 2019, 356 S. (= Krieg und Konflikt, 8), EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑593‑51118‑4]
- Der Wiener Frieden 1864. Ein deutsches, europäisches und globales Ereignis. Hrsg. von Oliver Auge, Ulrich Lappenküper und Ulf Morgenstern, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2016, 396 S. (= Otto-von-Bismarck-Stiftung, Wissenschaftliche Reihe, 22), EUR 46,90 [ISBN 978‑3‑506‑78525‑1]
- Gerd Fesser, Sedan 1870. Ein unheilvoller Sieg, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, 202 S. (= Schlachten – Stationen der Weltgeschichte), EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑506‑79235‑8]
- Klaus-Jürgen Bremm, 70/71. Preußens Triumph über Frankreich und die Folgen, Darmstadt: Theiss 2019, 335 S., EUR 25,00 [ISBN 978‑3‑8062‑4019‑1]
- Eberhard Frhr. von Senden und Friedrich Frhr. von Senden, Der Erste Weltkrieg 1914–1918. Erlebnisse eines jungen Leutnants. Ostfront – Patrouillen an der Spitze im Bewegungskrieg. Westfront – Kämpfen, Durchhalten, Überleben im Stellungskrieg, Berlin: Miles 2020, 297 S., EUR 34,80 [ISBN 978‑3‑96776‑001‑9]
- Bernhard Bachinger, Die Mittelmächte an der Saloniki-Front 1915–1918. Zwischen Zweck, Zwang und Zwist, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, XII, 406 S. (= Krieg in der Geschichte, 106), EUR 69,00 [ISBN 978‑3‑506‑78857‑3]
- Materialschlachten 1916. Ereignis, Bedeutung, Erinnerung. Im Auftrag des ZMSBw hrsg. von Christian Stachelbeck, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2017, XII, 488 S. (= Zeitalter der Weltkriege, 17), EUR 49,90 [ISBN 978‑3‑506‑78759‑0]
- Mark Connelly and Stefan Goebel, Ypres. Great Battles, Oxford, New York: Oxford University Press 2018, XXVIII, 259 S., £ 18.99 [ISBN 978‑0‑19‑871337‑1]
- 1919–1945
- Annette Schmidt-Klügmann, Bernhard Wilhelm von Bülow (1885–1936). Eine politische Biographie, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2020, IX, 707 S., EUR 128,00 [ISBN 978‑3‑506‑70268‑5]
- Katja Kosubek, »genauso konsequent sozialistisch wie national«. Alte Kämpferinnen der NSDAP vor 1933. Eine Quellenedition 36 autobiographischer Essays der Theodore-Abel-Collection, Göttingen: Wallstein 2017, 608 S. (= Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte. Quellen, 4), EUR 42,00 [ISBN 978‑3‑8353‑3057‑3]
- Fragmentierte Republik? Das politische Erbe der Teilungszeit in Polen 1918–1939. Hrsg. von Michael G. Müller und Kai Struve, Göttingen: Wallstein 2017, 400 S. (= Phantomgrenzen im östlichen Europa, 2), EUR 36,90 [ISBN 978‑3‑8353‑1745‑1]
- Anne Applebaum, Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine. Aus dem Engl. von Martin Richter, München: Siedler 2019, 541 S., EUR 36,00 [ISBN 978‑3‑8275‑0052‑6]
- Marco Sigg, Der Zweite Weltkrieg, 1937–1945, Wiesbaden: 2. Aufl., Marix 2018, 254 S., EUR 6,00 [ISBN 978‑3‑86539‑994‑6]
- Birthe Kundrus, »Dieser Krieg ist der große Rassenkrieg«. Krieg und Holocaust in Europa, München: Beck 2018, 336 S., EUR 18,00 [ISBN 978‑3‑406‑67521‑8]
- Ernst Mohnike, Die Sumner-Welles-Mission. Frieden für Europa im Frühjahr 1940?, Neu Isenburg: Angelika Lenz Verlag 2020, 289 S., EUR 19,90 [ISBN 978‑3‑943624‑55‑7]
- Hans-Jürgen Kaack, Kapitän zur See Hans Langsdorff. Der letzte Kommandant des Panzerschiffs Admiral Graf Spee. Eine Biographie, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2020, XXI, 672 S. (= Schriften zur Marinegeschichte, 1), EUR 68,00 [ISBN 978‑3‑506‑70262‑3]
- Reinhard Otto und Rolf Keller, Sowjetische Kriegsgefangene im System der Konzentrationslager, Wien, Hamburg: new academic press 2019, 351 S. (= Mauthausen-Studien, 14), EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑7003‑2170‑5]
- Kerstin Theis, Wehrmachtjustiz an der »Heimatfront«. Die Militärgerichte des Ersatzheeres im Zweiten Weltkrieg, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2016, X, 537 S. (= Studien zur Zeitgeschichte, 91), EUR 74,95 [ISBN 978‑3‑11‑040558‑3]
- Peter Joachim Lapp, Hitlers NS-Führungsoffiziere 1944/45. Die letzten Propagandisten des Endsieges, Aachen: Helios 2019, 188 S., EUR 22,50 [ISBN 978‑3‑86933‑238‑3]
- Christian Ernst, Die Weiße Rose – eine deutsche Geschichte? Die öffentliche Erinnerung an den Widerstand in beziehungsgeschichtlicher Perspektive, Göttingen: V&R unipress, Universitätsverlag Osnabrück 2018, 555 S. (= Schriften des Erich Maria Remarque-Archivs, 34), EUR 70,00 [ISBN 978‑3‑8471‑0909‑9] Miriam Gebhardt, Die Weiße Rose. Wie aus ganz normalen Deutschen Widerstandskämpfer wurden, München: DVA 2017, 367 S., EUR 19,99 [ISBN 978‑3‑421‑04730‑4]
- Veit Scherzer, Sous le signe SS. Französische Freiwillige in der Waffen-SS. Mit einer Einführung von Oberstleutnant Dr. Thomas Müller, Sanitätsakademie der Bundeswehr (München), Bayreuth: Scherzer 2018, 806 S., EUR 89,00 [ISBN 978‑3‑938845‑54‑7]
- Peter Engelbrecht, Geheimwaffen für die Nazis. Kriegsforschung in Oberfranken, Weißenstadt: Druckkultur Heinz Späthling 2018, 156 S., EUR 14,95 [ISBN 978‑3‑942668‑49‑1]
- Maximilian Fügen, »Bis zum letzten Mann?« Die Rolle der Kampfkommandanten deutscher Großstädte 1945, Baden-Baden: Tectum Wissenschaftsverlag 2018, 264 S. (= Geschichtswissenschaft, 38), EUR 38,00 [ISBN 978‑3‑8288‑4182‑6]
- Valery Faminsky. Berlin May 1945 / Berlin Mai 1945. Mit einem Vorw. von Peter Steinbach, hrsg. von Thomas Gust [u. a.], 2. Aufl., Berlin: Buchkunst 2020, 184 S., EUR 48,00 [ISBN 978‑3‑9819805‑8‑5]
- Nach 1945
- »So war der deutsche Landser...«. Das populäre Bild der Wehrmacht. Hrsg. von Jens Westemeier, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, VIII, 361 S. (= Krieg in der Geschichte, 101), EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑78770‑5]
- Hermann Hagena, Jagdflieger Werner Mölders. Rote Linie zwischen Wehrmacht und Bundeswehr?, Aachen: Helios 2018, 281 S., EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑86933‑225‑3]
- Thomas Flemming, Die Berliner Mauer. Geschichte eines politischen Bauwerks. Dokumentation: Berliner Mauer-Archiv, Hagen Koch, Berlin: be.bra 2019, 238 S., EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑89809‑165‑7]
- Heiner Möllers, Die Affäre Kießling. Der größte Skandal der Bundeswehr, Berlin: Ch. Links 2019, 367 S., EUR 25,00 [ISBN 978‑3‑96289‑037‑7]
- Jan-Olof Grahn, Om svensk signalspaning. Andra världskriget (Über die schwedische Funkaufklärung. Zweiter Weltkrieg), Stockholm: Medströms Bokförlag 2018, 292 S., skr 291,00 [ISBN 978‑91‑7329‑143‑9] Jan-Olof Grahn, Om svensk signalspaning. Kalla kriget (Über die schwedische Funkaufklärung. Kalter Krieg), Stockholm: Medströms Bokförlag 2019, 330 S., skr 298,00 [ISBN 978‑91‑7329‑149‑1]
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Gesamtinhaltsverzeichnis 2020
Articles in the same Issue
- Frontmatter
- Frontmatter
- Aufsätze
- Einleitung
- Die Mobilmachungs- und Kriegsvorbereitungen der Sowjetunion in den 1950er und 1960er Jahren
- Die mit Mittelstreckenraketen ausgerüsteten Streitkräfte der UdSSR: Etappen ihrer historischen Entwicklung und Erlangung der Gefechtsbereitschaft
- Die DDR als Operations- und Durchmarschgebiet der Vereinten Streitkräfte auf dem Westlichen Kriegsschauplatz
- Zur militärischen Mobilmachung in der DDR
- Dänemarks Vorbereitungen auf einen möglichen heißen Krieg im Kalten Krieg
- Kriegs-BND: Planungen für die Mobilmachung des Bundesnachrichten-dienstes von 1953 bis 1968
- Nachrichten aus der Forschung
- »Unsettled problems after the 1919 peace conference. Military conflicts and diplomatic negotiations«
- Nachwuchskolloquium zur Militärgeschichte
- Buchbesprechungen Allgemeines
- Sterben, Töten, Gedenken. Zur Sozialgeschichte des Todes. Hrsg. von Ute Planert, Dietmar Süß und Meik Woyke, Bonn: J. H. W. Dietz Nachf. 2015, 314 S. (= Einzelveröffentlichungen aus dem Archiv für Sozialgeschichte, 5), EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑8012‑4246‑6]
- Volker Schobeß, Das Kriegshandwerk der Deutschen. Preußen und Potsdam 1717–1945 [Bd 1], 3. Aufl., Berlin: trafo 2017, 736 S., EUR 69,80 [ISBN 978‑3‑86464‑055‑1] Volker Schobeß, Das Kriegshandwerk der Deutschen. Preußen und Potsdam 1717–1945 [Bd 2]. Fotos und Dokumente, Berlin: trafo 2017, 559 S., EUR 69,80 [ISBN 978‑3-86464‑076‑6]
- Gregor Schöllgen, Krieg. Hundert Jahre Weltgeschichte, München: DVA 2017, 367 S., EUR 24,00 [ISBN 978‑3‑421‑04767‑0]
- Naval Advising and Assistance. History, Challenges, and Analysis. Ed. by Donald Stoker and Michael T. McMaster, Solihull: Helion 2017, XII, 304 S. (= Modern Military History Series, 2), £ 35.00 [ISBN 978‑1‑911512‑82‑0]
- Erich und Hildegard Bulitta, Schritte zu einer Erinnerungs- und Gedenkkultur, Bd 1: Grundlagen einer Erinnerung – Analyse, Berlin: epubli 2017, 319 S., EUR 26,90 [ISBN 978‑3‑7450‑3528‑5] Erich und Hildegard Bulitta, Schritte zu einer Erinnerungs- und Gedenkkultur, Bd 2: Von der Erinnerung zu einer Erinnerungs- und Gedenkkultur – Analyse, Berlin: epubli 2017, 469 S., EUR 29,50 [ISBN 978‑3‑7450‑6125‑3]
- Michael Schwartz, Homosexuelle, Seilschaften, Verrat. Ein transnationales Stereotyp im 20. Jahrhundert, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2019, XII, 376 S. (= Schriftenreihe der Vierteiljahrshefte für Zeitgeschichte, 118), EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑11‑063265‑1]
- Karl Schlögel, Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt, München: 4., durchges. Aufl., C. H. Beck 2018, 912 S., EUR 38,00 [ISBN 978‑3‑406‑71511‑2]
- Ernst Würzburger, Garnisonstadt Höxter. Vom preußischen Infanteriebataillon bis zum ABC-Abwehrbataillon, Holzminden: Mitzkat 2018, 349 S. (= Höxtersches Jahrbuch, 8), EUR 19,80 [ISBN 978‑3‑95954‑055‑1]
- Altertum
- Michael Kulikowski, Triumph der Macht. Das römische Imperium von Hadrian bis Konstantin. Aus dem Engl. von Cornelius Hartz, Darmstadt: Theiss 2018, 488 S., EUR 34,00 [ISBN 978‑3‑8062‑3669‑9]
- Medieval Warfare. A Reader. Ed. by Kelly DeVries and Michael Livingston, Toronto: University of Toronto Press 2019, XVIII, 368 S. (= Readings in Medieval Civilizations and Cultures, 21), $ 49,95 [ISBN 978‑1‑4426‑3669‑9]
- David Crispin, Ihr Gott kämpft jeden Tag für sie. Krieg, Gewalt und religiöse Vorstellungen in der Frühzeit der Kreuzzüge (1095–1187), Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, VIII, 241 S., EUR 49,90 [ISBN 978‑3‑506‑79242‑6]
- Patrick Leukel, »all welt wil auf sein wider Burgundi«. Das Reichsheer im Neusser Krieg 1474/75, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, XI, 594 S. (= Krieg in der Geschichte, 110), EUR 148,00 [ISBN 978‑3‑506‑70914‑1]
- Frühe Neuzeit
- Heinz Duchhardt, Friedens-Miniaturen. Zur Kulturgeschichte und Ikonographie des Friedens in der Vormoderne, Münster: Aschendorff 2019, 184 S., EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑402‑13416‑0]
- Olaf Wagener, Forts in den Kolonien. See-Expeditionen der Niederlande und Schwedens im 17. und 18. Jahrhundert, Oppenheim: Nünnerich und Asmus 2019, 128 S., EUR 20,00 [ISBN 978‑3‑96176‑071‑8]
- Alexander Querengässer, Das kursächsische Militär im Großen Nordischen Krieg 1700–1717, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, 629 S. (= Krieg in der Geschichte, 107), EUR 148,00 [ISBN 978‑3‑506‑78871‑9]
- 1789–1870
- Dirk Ziesing, Das Münsterländer Landwehr-Infanterie-Regiment (4. Westfälisches) in den Befreiungskriegen 1813–1815, Münster: Agenda 2019, 405 S., EUR 29,80 [ISBN 978‑3‑89688‑639‑2]
- Ulrich Schiers, Schwarz-Rot-Gold und die Deutsche Flottengründung, Hamburg: Mittler 2019, 275 S., EUR 24,95 [ISBN 978‑3‑8132‑0989‑1]
- Arne Karsten, Italiens Fahrt in die Moderne. Seekriegsführung und Staatsbildung im Kontext des Risorgimento, Frankfurt a. M., New York: Campus 2019, 356 S. (= Krieg und Konflikt, 8), EUR 39,95 [ISBN 978‑3‑593‑51118‑4]
- Der Wiener Frieden 1864. Ein deutsches, europäisches und globales Ereignis. Hrsg. von Oliver Auge, Ulrich Lappenküper und Ulf Morgenstern, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2016, 396 S. (= Otto-von-Bismarck-Stiftung, Wissenschaftliche Reihe, 22), EUR 46,90 [ISBN 978‑3‑506‑78525‑1]
- Gerd Fesser, Sedan 1870. Ein unheilvoller Sieg, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, 202 S. (= Schlachten – Stationen der Weltgeschichte), EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑506‑79235‑8]
- Klaus-Jürgen Bremm, 70/71. Preußens Triumph über Frankreich und die Folgen, Darmstadt: Theiss 2019, 335 S., EUR 25,00 [ISBN 978‑3‑8062‑4019‑1]
- Eberhard Frhr. von Senden und Friedrich Frhr. von Senden, Der Erste Weltkrieg 1914–1918. Erlebnisse eines jungen Leutnants. Ostfront – Patrouillen an der Spitze im Bewegungskrieg. Westfront – Kämpfen, Durchhalten, Überleben im Stellungskrieg, Berlin: Miles 2020, 297 S., EUR 34,80 [ISBN 978‑3‑96776‑001‑9]
- Bernhard Bachinger, Die Mittelmächte an der Saloniki-Front 1915–1918. Zwischen Zweck, Zwang und Zwist, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, XII, 406 S. (= Krieg in der Geschichte, 106), EUR 69,00 [ISBN 978‑3‑506‑78857‑3]
- Materialschlachten 1916. Ereignis, Bedeutung, Erinnerung. Im Auftrag des ZMSBw hrsg. von Christian Stachelbeck, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2017, XII, 488 S. (= Zeitalter der Weltkriege, 17), EUR 49,90 [ISBN 978‑3‑506‑78759‑0]
- Mark Connelly and Stefan Goebel, Ypres. Great Battles, Oxford, New York: Oxford University Press 2018, XXVIII, 259 S., £ 18.99 [ISBN 978‑0‑19‑871337‑1]
- 1919–1945
- Annette Schmidt-Klügmann, Bernhard Wilhelm von Bülow (1885–1936). Eine politische Biographie, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2020, IX, 707 S., EUR 128,00 [ISBN 978‑3‑506‑70268‑5]
- Katja Kosubek, »genauso konsequent sozialistisch wie national«. Alte Kämpferinnen der NSDAP vor 1933. Eine Quellenedition 36 autobiographischer Essays der Theodore-Abel-Collection, Göttingen: Wallstein 2017, 608 S. (= Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte. Quellen, 4), EUR 42,00 [ISBN 978‑3‑8353‑3057‑3]
- Fragmentierte Republik? Das politische Erbe der Teilungszeit in Polen 1918–1939. Hrsg. von Michael G. Müller und Kai Struve, Göttingen: Wallstein 2017, 400 S. (= Phantomgrenzen im östlichen Europa, 2), EUR 36,90 [ISBN 978‑3‑8353‑1745‑1]
- Anne Applebaum, Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine. Aus dem Engl. von Martin Richter, München: Siedler 2019, 541 S., EUR 36,00 [ISBN 978‑3‑8275‑0052‑6]
- Marco Sigg, Der Zweite Weltkrieg, 1937–1945, Wiesbaden: 2. Aufl., Marix 2018, 254 S., EUR 6,00 [ISBN 978‑3‑86539‑994‑6]
- Birthe Kundrus, »Dieser Krieg ist der große Rassenkrieg«. Krieg und Holocaust in Europa, München: Beck 2018, 336 S., EUR 18,00 [ISBN 978‑3‑406‑67521‑8]
- Ernst Mohnike, Die Sumner-Welles-Mission. Frieden für Europa im Frühjahr 1940?, Neu Isenburg: Angelika Lenz Verlag 2020, 289 S., EUR 19,90 [ISBN 978‑3‑943624‑55‑7]
- Hans-Jürgen Kaack, Kapitän zur See Hans Langsdorff. Der letzte Kommandant des Panzerschiffs Admiral Graf Spee. Eine Biographie, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2020, XXI, 672 S. (= Schriften zur Marinegeschichte, 1), EUR 68,00 [ISBN 978‑3‑506‑70262‑3]
- Reinhard Otto und Rolf Keller, Sowjetische Kriegsgefangene im System der Konzentrationslager, Wien, Hamburg: new academic press 2019, 351 S. (= Mauthausen-Studien, 14), EUR 29,90 [ISBN 978‑3‑7003‑2170‑5]
- Kerstin Theis, Wehrmachtjustiz an der »Heimatfront«. Die Militärgerichte des Ersatzheeres im Zweiten Weltkrieg, Berlin [u. a.]: De Gruyter Oldenbourg 2016, X, 537 S. (= Studien zur Zeitgeschichte, 91), EUR 74,95 [ISBN 978‑3‑11‑040558‑3]
- Peter Joachim Lapp, Hitlers NS-Führungsoffiziere 1944/45. Die letzten Propagandisten des Endsieges, Aachen: Helios 2019, 188 S., EUR 22,50 [ISBN 978‑3‑86933‑238‑3]
- Christian Ernst, Die Weiße Rose – eine deutsche Geschichte? Die öffentliche Erinnerung an den Widerstand in beziehungsgeschichtlicher Perspektive, Göttingen: V&R unipress, Universitätsverlag Osnabrück 2018, 555 S. (= Schriften des Erich Maria Remarque-Archivs, 34), EUR 70,00 [ISBN 978‑3‑8471‑0909‑9] Miriam Gebhardt, Die Weiße Rose. Wie aus ganz normalen Deutschen Widerstandskämpfer wurden, München: DVA 2017, 367 S., EUR 19,99 [ISBN 978‑3‑421‑04730‑4]
- Veit Scherzer, Sous le signe SS. Französische Freiwillige in der Waffen-SS. Mit einer Einführung von Oberstleutnant Dr. Thomas Müller, Sanitätsakademie der Bundeswehr (München), Bayreuth: Scherzer 2018, 806 S., EUR 89,00 [ISBN 978‑3‑938845‑54‑7]
- Peter Engelbrecht, Geheimwaffen für die Nazis. Kriegsforschung in Oberfranken, Weißenstadt: Druckkultur Heinz Späthling 2018, 156 S., EUR 14,95 [ISBN 978‑3‑942668‑49‑1]
- Maximilian Fügen, »Bis zum letzten Mann?« Die Rolle der Kampfkommandanten deutscher Großstädte 1945, Baden-Baden: Tectum Wissenschaftsverlag 2018, 264 S. (= Geschichtswissenschaft, 38), EUR 38,00 [ISBN 978‑3‑8288‑4182‑6]
- Valery Faminsky. Berlin May 1945 / Berlin Mai 1945. Mit einem Vorw. von Peter Steinbach, hrsg. von Thomas Gust [u. a.], 2. Aufl., Berlin: Buchkunst 2020, 184 S., EUR 48,00 [ISBN 978‑3‑9819805‑8‑5]
- Nach 1945
- »So war der deutsche Landser...«. Das populäre Bild der Wehrmacht. Hrsg. von Jens Westemeier, Paderborn [u. a.]: Schöningh 2019, VIII, 361 S. (= Krieg in der Geschichte, 101), EUR 39,90 [ISBN 978‑3‑506‑78770‑5]
- Hermann Hagena, Jagdflieger Werner Mölders. Rote Linie zwischen Wehrmacht und Bundeswehr?, Aachen: Helios 2018, 281 S., EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑86933‑225‑3]
- Thomas Flemming, Die Berliner Mauer. Geschichte eines politischen Bauwerks. Dokumentation: Berliner Mauer-Archiv, Hagen Koch, Berlin: be.bra 2019, 238 S., EUR 22,00 [ISBN 978‑3‑89809‑165‑7]
- Heiner Möllers, Die Affäre Kießling. Der größte Skandal der Bundeswehr, Berlin: Ch. Links 2019, 367 S., EUR 25,00 [ISBN 978‑3‑96289‑037‑7]
- Jan-Olof Grahn, Om svensk signalspaning. Andra världskriget (Über die schwedische Funkaufklärung. Zweiter Weltkrieg), Stockholm: Medströms Bokförlag 2018, 292 S., skr 291,00 [ISBN 978‑91‑7329‑143‑9] Jan-Olof Grahn, Om svensk signalspaning. Kalla kriget (Über die schwedische Funkaufklärung. Kalter Krieg), Stockholm: Medströms Bokförlag 2019, 330 S., skr 298,00 [ISBN 978‑91‑7329‑149‑1]
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Gesamtinhaltsverzeichnis 2020