Zusammenfassung
Das Interesse junger Menschen an informationswissenschaftlichen Studiengängen hat in dem vergangenen Jahrzehnt stetig nachgelassen. Dieser Trend ist dabei nicht auf einzelne Studienangebote beschränkt, sondern trifft – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß – auf alle regulären informationswissenschaftlichen Studienangebote im deutschsprachigen Raum zu. Dieser Aufsatz dokumentiert diese Entwicklung am Beispiel des Studienangebots Informationswissenschaften an der Hochschule der Medien Stuttgart, stellt die getroffenen Maßnahmen vor und zeigt die mittel- und langfristigen Folgen auf. Neben den Studiengängen selbst sind vor allem Informationseinrichtungen betroffen, da der bereits bestehende Mangel an Fachkräften durch diese Entwicklung noch verstärkt wird.
Abstract
In the past decade, interest in Information Science (B. A.) programs has dropped significantly. This trend is not limited to specific programs but can be observed in varying extent at all regular university programs in the German-speaking countries. This article documents the development at Stuttgart Media University, the countermeasures that have been tried and discusses the mid- and long-term consequences. Besides the programs themselves, this development should be of concern to all kinds of libraries, as it will worsen the already existing lack of qualified staff.
1 Einleitung
Das Interesse junger Menschen an informationswissenschaftlichen Studiengängen hat in den vergangenen Jahren stetig nachgelassen. Am Beispiel des Studienangebots an der Hochschule der Medien soll diese Entwicklung anhand von Kennzahlen nachvollzogen werden und es sollen die direkten Folgen für den Studiengang und die bisherigen Anpassungen an den Inhalten des Studienangebots vorgestellt werden. Während Ausmaß und Timing des Rückgangs an den verschiedenen Hochschulen im deutschsprachigen Raum unterschiedlich stark ausgeprägt sein dürften, sind die Folgen im Prinzip auf alle Standorte übertragbar und die Konsequenzen werden im gesamten Bereich der Informationseinrichtungen spürbar sein.
Bibliothekarische Lehrangebote in Stuttgart können auf eine 80-jährige Geschichte zurückblicken: Die seit 1942 bestehende Ausbildungsstätte für Bibliothekar:innen wurde in den 1970er-Jahren zu einer Fachhochschule. Die heutige Hochschule der Medien entstand 2001 durch den Zusammenschluss der Hochschule für Druck und Medien mit dieser Hochschule für Bibliotheks- und Informationswesen. Der entsprechende Studiengang wurde im Betrachtungszeitraum 2013–2022 zunächst unter dem Namen Bibliotheks- und Informationsmanagement angeboten, ab 2018 dann als Informationswissenschaften. Die Regelstudienzeit beträgt sieben Semester (davon ein verpflichtendes Praxissemester) und anfangs wurde jeweils nur im Wintersemester zugelassen. Seit dem akademischen Jahr 2016 ist der Studienbeginn sowohl im Winter- als auch im Sommersemester möglich. Es handelt sich um ein örtlich zulassungsbeschränktes Angebot, in dem die Bewerbungen im Rahmen des Auswahlverfahrens gereiht werden und zunächst nur eine begrenzte Anzahl an Zulassungen erteilt wird. Nehmen Bewerbende die Zulassung nicht an, werden entsprechend weitere Zulassungen erteilt, bis entweder der Bewerber:innenpool erschöpft oder die angebotenen Plätze gefüllt sind.
Die Bewerbung erfolgte früher direkt bei der Hochschule und ab 2017 über das Dialogorientierte Service-Verfahren (DOSV), das auf der Online-Plattform hochschulstart.de angeboten wird. Studieninteressierte können dort Angebote recherchieren und sich nach einer Registrierung für einen oder mehrere Studienplätze bewerben. Anschließend müssen noch Unterlagen zu allen ausgewählten Hochschulen geschickt werden, um die Bewerbung vollständig abzuschließen. Die Bewerbungen müssen auf der Plattform priorisiert werden; in den vergangenen Jahren gab es dabei einige Änderungen, um das Verfahren zu optimieren. Anfangs wurden den Bewerber:innen alle Zusagen angezeigt und die Bewerber:innen lehnten angebotene Plätze entweder dadurch ab, dass sie die Annahmefrist verstreichen ließen oder dadurch, dass sie aktiv einen Platz in einem anderen Studiengang annahmen – in diesem Fall wurden alle anderen Zusagen abgelehnt. Seit 2019 werden die nach der Bewerbungsphase eingehenden Zusagen so koordiniert, dass den Bewerber:innen nur noch die zum aktuellen Zeitpunkt am höchsten priorisierte angezeigt wird.[1]
1.1 Die Entwicklung in Zahlen
Bedingt durch die unterschiedlichen Varianten des DOSV und das davon abweichende frühere lokale Bewerbungsverfahren sind die Statistiken der letzten Jahre nur bedingt vergleichbar. Ein wesentlicher Unterschied ergibt sich bei unvollständigen Bewerbungen: Durch den erforderlichen zweistufigen Ablauf kann es sein, dass eine Bewerbung auf hochschulstart.de begonnen, aber an der Hochschule nicht abgeschlossen wird. Bei den früheren Verfahren waren in jedem Fall Unterlagen an die Hochschulen zu senden, sodass unvollständige Bewerbungen seltener waren und gegebenenfalls durch ein Nachhaken der Prüfungsämter korrigiert werden konnten. Für den Vergleich werden daher nur vollständige Bewerbungen herangezogen.
Abb. 1 zeigt die vollständigen Bewerbungen für den Studiengang im Zeitraum 2012 bis 2022. Da ab 2016 eine semesterweise Zulassung möglich war, wird ab diesem Zeitpunkt die Summe der Bewerbungen des Sommer- und Wintersemesters angegeben. Die in der Grafik sichtbare Erhöhung der Bewerbungen von 2015 auf 2016 dürfte primär auf diesen Effekt zurückzuführen sein. Der Trend zeigt ansonsten klar nach unten, und die Entwicklung hat sich seit 2019 verschärft. Über den gesamten Zeitraum haben sich die Bewerbungen von 297 auf 127 mehr als halbiert.

Kennzahlen des Studiengangs
Da die Zahlen ohne weitere Bezugsgröße nur eine bedingte Aussagekraft haben, soll zunächst der starke Abwärtstrend seit 2019 im Vergleich zur Hochschule und der Fakultät untersucht werden. Abb. 2 zeigt die relativen Veränderungen der Bewerberzahlen zum Vorjahr: Während Hochschule und Fakultät im Jahr 2018 noch ein starkes Wachstum aufzeigen, blieb dieses beim Studiengang komplett aus. Die Zahlen blieben im Jahr 2019 konstant und ab 2020 sinken auch an der Hochschule insgesamt die Bewerberzahlen. Ursache dieses Rückgangs dürfte neben der allgemeinen demografischen Entwicklung auch die Coronapandemie sein. Der Rückgang im Studiengang ist dennoch deutlich stärker ausgeprägt und kann nicht allein auf diese Effekte zurückgeführt werden.

Relative Entwicklung der Bewerbungen im Vergleich
Mit zurückgehenden Bewerberzahlen wird eine Entwicklung in Gang gesetzt, die für die Zukunftsfähigkeit der Studiengänge eine ernsthafte Gefahr bedeutet: Da die Hochschulen gehalten sind, ihre Angebote an der Nachfrage auszurichten, werden Ressourcen aus Studienangeboten mit zurückgehender Nachfrage abgezogen und zur Verstärkung bestehender, besser ausgelasteter Angebote oder zur Schaffung neuer Studienangebote eingesetzt. Konkret wird dabei die Lehrkapazität der bestehenden Professuren anders eingesetzt oder die Professuren bei anstehenden Neubesetzungen inhaltlich neu zugeschnitten. Mit einer geringeren Lehrkapazität geht auch eine Verringerung der zu besetzenden Studienplätze einher, sodass der geringeren Nachfrage ein geringeres Angebot entgegensteht. Am Beispiel der HdM Stuttgart bedeutet dies, dass der Studiengang, dem 2012 noch 12 Professuren zugeordnet waren, aktuell mit nur noch 7,5 Professuren angeboten werden muss. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Studienplätze von 100 auf 66 pro Jahr. Ab einem gewissen Punkt kann dabei auch die Frage in den Raum gestellt werden, ob Hochschule und Fakultät das Angebot überhaupt noch aufrechterhalten wollen – zumal wenn die Personalressourcen womöglich nicht mehr ausreichen, um damit die benötigten Lehrveranstaltungen zu bestreiten.
Die Reduktion von Ressourcen und damit auch der Studienplätze hinkt der Entwicklung stets mit einer gewissen Verzögerung hinterher. Entsprechend sinkt in Studienangeboten mit Bewerberrückgang im Verlauf der Zeit zwangsläufig die Zulassungsnote[2] bis schlussendlich jede:r Bewerber:in eine Zulassung erhält. So werden zwar möglichst viele Studienplätze besetzt, es ändert sich aber die Zusammensetzung der Studierenden und der Anteil an Studierenden mit schlechter Hochschulzugangsnote nimmt zu. Konkret war die Zulassungsnote mit Ausnahme der Wintersemester 2012/13 und 2015/16 immer schlechter als 3,0. Die Schulnoten allein erlauben zwar noch keine Vorhersage des Studienerfolgs, dennoch ist eine Abschlussnote schlechter als 3,0 ein recht starkes Indiz, dass für den Studienerfolg wichtige Kompetenzen fehlen können. Dies führt zu einer höheren Quote von Studienabbrecher:innen und verschärft damit die Problematik, die sich aus der verringerten Zahl der Studienplätze ergibt, noch weiter. Abb. 3 zeigt die Zahlen der Absolvent:innen der letzten Jahre; nach einem Höhepunkt im Jahr 2016 gehen auch diese stetig zurück.

Absolvent:innen pro Jahr (2023 Schätzung)
1.2 Maßnahmen des Studiengangs
Der Studiengang hat in den vergangenen Jahren auf mehreren Ebenen und mit verschiedenen Maßnahmen auf die Entwicklung reagiert: Qualitative Befragungen der Studierenden an der Fakultät zeigten auf, dass diese aus dem Namen des Studiengangs eine als nachteilig empfundene Fokussierung auf den engen Bereich des Arbeitsfeldes Bibliotheken ableiteten und die tatsächlichen, durchaus breiter gefächerten Studieninhalte dagegen weniger wahrnahmen. Diesem Problem wurde durch die Umbenennung und die damit einhergehende Neuaufstellung der Studienordnung mit einem reduzierten gemeinsamen Pflichtprogramm und zwei wählbaren Schwerpunkten im Pflicht- und Wahlbereich begegnet.[3] Die Studierenden hatten die Wahl zwischen Daten- und Informationsmanagement und Bibliotheks-, Kultur- und Bildungsmanagement.
Innerhalb der Hochschule musste die Reduktion der Professuren und sonstigen Ausstattung mit der Fakultät in einen geregelten Prozess überführt und zeitlich geplant werden. Leider gingen die Zahlen so schnell zurück, dass die zunächst angedachte Reduktion auf 9,5 Professuren nicht ausreichte. Die Studien- und Prüfungsordnung musste in einem kurzen Zeitraum mehrfach überarbeitet werden, um mithilfe von strukturellen Änderungen die Lehrbelastung für die verbleibenden Professor:innen im Rahmen zu halten. Die letzte, seit 2021 gültige Studienordnung erreicht dies durch die Verlagerung der früheren Schwerpunktinhalte ausschließlich in den Wahlbereich: Nach Belegung einer ausreichenden Zahl einschlägiger Wahlveranstaltungen können die Studierenden am Ende des Studiums eine Bestätigung darüber erhalten, dass sie einen Schwerpunkt auf Daten und Information, Medien und Pädagogik oder Public Management und Kulturmanagement gesetzt haben.
In der Außendarstellung wurden der neue Name und die Schwerpunkte gezielt eingesetzt. Die Webseite stellt diese zusammen mit dem Studienverlauf kompakt vor; im Newsbereich sowie auf einem Instagram-Account stehen studentische Projekte und die abwechslungsreichen Studieninhalte im Mittelpunkt. Für die Ansprache in der analogen Welt wurde das Kommunikationskonzept überarbeitet und 2020 die Kampagne Studiere Informationswissenschaften mit Plakaten und Postkarten zur Auslage in allen Bibliotheken der Region und ausgewählten Kultureinrichtungen gestartet. Abb. 4 zeigt einige der dafür entwickelten Motive.

Werbemotive
Darüber hinaus wurden Zielgruppen identifiziert, für die das Studienangebot besonders aufbereitet werden könnte. Studierende mit abgeschlossener Berufsausbildung (Fachangestellte(r) für Medien und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek) stellten schon länger einen signifikanten Teil der Studierenden. Diese können seit dem Wintersemester 2019/20 in einem sog. Short Track durch Anrechnung theoretischer Inhalte und praktischer Erfahrungen aus der Ausbildung das Studium in fünf statt sieben Semestern abschließen.[4] Ein Brückenmodul mit eigener Prüfung stellt dabei sicher, dass die angerechneten Inhalte und Kompetenzen bei den betroffenen Studierenden auch wirklich vorhanden sind.
Studierende mit Kindern oder mit gesundheitlichen Einschränkungen können nicht immer den vollen Workload gemäß dem Idealverlauf des Studiums erbringen; dasselbe gilt für Studierende, die sich komplett selbst finanzieren müssen. Seit der Umstellung auf semesterweise Zulassung werden alle Pflichtmodule in jedem Semester angeboten und es kann im Rahmen der Studienberatung ein individueller Studienverlauf geplant werden, der auf etwaige Einschränkungen Rücksicht nimmt. Der hohe Anteil an Wahlpflichtmodulen ermöglicht neben der inhaltlichen auch eine erweiterte zeitliche Flexibilität, da die Studierenden die Lage der Wahlveranstaltungen im Stundenplan bei ihrer Auswahl als Kriterium berücksichtigen können.
Als mögliches Hemmnis wurden außerdem die Lehrveranstaltungen zu Themen der Informationstechnik wie Programmierung, Web-Design und Content-Management sowie Datenformate und Datenbanken identifiziert. Studierende mit einem eher traditionellen Bild des Berufsfeldes verbinden primär andere Kompetenzen mit dem Studium und bringen nicht immer ein Interesse an diesen Themen mit. Alle Inhalte wurden daher so aufbereitet, dass sie möglichst niederschwellig zugänglich sind und ohne Vorkenntnisse im Rahmen des Grundstudiums sukzessive aufgebaut werden. Wichtig war dabei, Studierende mit wenig Interesse an den Themen nicht zu verlieren oder zu vergraulen und dennoch die Anforderungen so zu setzen, dass für besonders Interessierte eine Schwerpunktbildung im Bereich Daten und Information im Hauptstudium möglich ist.[5]
Wie wäre die in Stuttgart beobachtete Entwicklung der Kennzahlen ohne diese Veränderungen an den Inhalten und der Außendarstellung verlaufen? Diese Frage lässt sich nicht objektiv beantworten. Die Ergebnisse von Erstsemesterbefragungen zeigen aber, dass einem sehr großen Anteil der Studienanfänger:innen die Inhalte und vor allem die möglichen Schwerpunktsetzungen bekannt und für die Studienentscheidung maßgeblich sind. Der Anteil an Studierenden, die nach eigener Auskunft nicht in Kultur- oder Informationseinrichtungen arbeiten möchten, liegt seit der Umbenennung recht konstant bei etwa einem Drittel; bei der Entscheidung zu den Schwerpunkten lag das Verhältnis Bibliothek-Kultur-Bildung zu Daten-Information je nach Semester zwischen 2:1 und 1:1. Der eher technisch interessierte Anteil der Studienanfänger:innen hätte sich wahrscheinlich nicht im gleichen Umfang für das Studienangebot unter dem früheren Namen Bibliotheks- und Informationsmanagement entschieden.
Eine weitere mögliche, bisher noch nicht durchgeführte Anpassung wäre die Umstellung von einem zulassungsbeschränkten auf ein zulassungsfreies Studienangebot. Bei einem solchen findet kein Auswahlverfahren statt und die Bewerbung erfolgt direkt bei der Hochschule. Sind die Unterlagen vollständig, wird sofort eine Zulassung ausgesprochen und eine Immatrikulation ist möglich. Eine mögliche Umstellung wird innerhalb der Hochschule kontrovers diskutiert. So wird in der Kommunikation mit Studienbewerber:innen ein möglichst für alle Studienangebote einheitliches und klar zu vermittelndes Verfahren gegenüber einer langen Auflistung unterschiedlicher Abläufe bevorzugt. Auch wird infrage gestellt, ob sich dadurch wirklich ein größerer Bewerberkreis ansprechen ließe. Insbesondere wird die Befürchtung geäußert, dass ein solches Angebot eher von Studierenden angenommen würde, deren Noten für die Zulassung für eines der anderen Studienangebote an der Hochschule nicht ausreichen. Diese könnten glauben, auf diese Weise einen Fuß in der Tür zu haben, da ihnen nicht klar ist, dass auch für interne Wechsel Zulassungsbeschränkungen existieren. Dies könne zu starkem Unmut bei den Studierenden sowie erhöhtem Aufwand für die Verwaltung führen. Auf der anderen Seite können die strengen Regeln des aktuellen Zulassungsverfahrens (das für eine faire Verteilung begrenzter Studienplätze entworfen wurden) durchaus nachteilig sein: So ist es nicht bzw. nur sehr schwer möglich, verbleibende freie Plätze nach Ende des Verfahrens zu Semesterbeginn nochmals anzubieten und nachträglich weitere Studierende zuzulassen. Weiter gibt es Vorabquoten für verschiedene Gruppen, so auch für Studienbewerber:innen mit abgeschlossenem Erststudium. Für diese Gruppe muss eine eigene Reihung vorgenommen werden und wer dort nicht zum Zug kommt, kann selbst dann keinen Platz erhalten, wenn alle anderen Bewerber:innen eine Zusage erhalten haben und insgesamt noch Plätze frei sind. Aktuell stehen für Bewerber:innen mit abgeschlossenem Erststudium in unserem Studiengang nur ein Platz im Semester zur Verfügung, obwohl in dieser Gruppe besonderes Potenzial besteht (z. B. bei Absolvent:innen geisteswissenschaftlicher Studiengänge).
2 Weitere Optionen
Da eine ähnliche Entwicklung auch an anderen Hochschulen im deutschsprachigen Raum stattfindet, ist mittelfristig damit zu rechnen, dass auch anderswo durch das Verschieben von Ressourcen die Anzahl der Professuren für den Kernbereich der Informationswissenschaften zurückgeht. Bestenfalls kann der Status quo erhalten werden, aber es ist auch nicht auszuschließen, dass Studienangebote komplett eingestellt werden.
Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Zahl der Studienplätze und damit der Absolvent:innen, sondern führt typischerweise auch zu einer inhaltlichen Verengung der Studieninhalte und damit mittelbar zu weniger attraktiven Studienangeboten. Um dem entgegenzuwirken, könnten die in der Sektion 7 des dbv (Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge (KIBA)) organisierten Studiengänge verstärkt im Bereich der Lehre zusammenarbeiten. Gemeinsame Wahlangebote, die rein online oder hybrid angeboten werden, könnten Inhalte vermitteln, für die das Interesse unter den Studierenden an den einzelnen Standorten nicht ausreicht oder für die nicht mehr überall Lehrpersonen vorhanden sind. Infrage kämen insbesondere Vertiefungen zu den Forschungsthemen der Professor:innen oder auch hochkarätige Lehrbeauftragte, die ihr Spezialwissen aus der beruflichen Praxis einbringen und so ein breiteres Publikum erreichen können. Auch im Pflichtbereich wären Kooperationen denkbar. So dürften die Unterlagen und Materialien von Kolleg:innen, die in ihrem Kernbereich unterrichten, eine andere Qualität haben, als wenn ein Fach notgedrungen von jemandem außerhalb des eigentlichen Bereichs unterrichtet werden muss. Stünden die Materialien unter offenen Lizenzen bereit, könnten sie breiter nachgenutzt und eventuell auch gemeinsam weiterentwickelt werden. Für solche Modelle müssten die beteiligten Hochschulen allerdings ihre Studienordnungen zu einem gewissen Grad aufeinander abstimmen.
Neben verstärkter Kooperation der Hochschulen untereinander besteht auch die Möglichkeit, intensiver mit den Informationseinrichtungen zusammenzuarbeiten, denen aufgrund der beschriebenen Entwicklung der benötigte Nachwuchs wegbricht. Der bereits jetzt deutlich sichtbare Mangel an Fachkräften im Bereich der Informationseinrichtungen wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Schon jetzt können Stellen oft erst nach mehrmaliger Verlängerung der Ausschreibung besetzt werden und eine Studie geht davon aus, dass 2030 etwa 1 Million Stellen im öffentlichen Dienst unbesetzt bleiben werden.[6] Es sollte deshalb für die betroffenen Einrichtungen oberste Priorität haben, möglichst alle Optionen für die Gewinnung von Nachwuchs zu nutzen. Möglichkeiten sind hier bezahlte Studienangebote, die Weiterbildung der vorhandenen Fachkräfte oder Konzepte für eine verkürzte Qualifikation von Quereinsteiger:innen, die bereits ein Studium abgeschlossen haben. Auch in diesem Bereich hat sich die HdM Stuttgart bereits engagiert.
2.1 Kooperative Studienangebote
Bei bezahlten Studienplätzen, die gemeinhin auch als duales Studium bezeichnet werden, gibt es unterschiedliche Varianten. So unterscheidet der Wissenschaftsrat zwischen dualen und kooperativen Studienangeboten.[7] Grundlage ist die Beziehung der beiden Lernorte (Hochschule und Betrieb): Nur wenn diese organisatorisch, vertraglich und inhaltlich miteinander verzahnt sind, soll vom dualen Studium gesprochen werden – ansonsten handelt es sich um kooperative Studienmodelle. Auch die Stiftung Akkreditierungsrat folgt dieser Empfehlung.[8] Die Übersicht in Abb. 5 zeigt die verschiedenen Ausprägungen. Duale und kooperative Studienangebote können in zwei Varianten angeboten werden; zum einen als Kombination einer Berufsausbildung mit einem fachlich verwandten Studium. Der praktische Teil der Ausbildung und weitere Praxisphasen in der vorlesungsfreien Zeit des Studiums finden im Unternehmen statt. Die Studierenden erhalten beide Abschlüsse und die typische Studiendauer ist neun Semester; zum anderen als Kombination des fachlichen Studiums mit Praxisphasen im Unternehmen. Die Praxisphasen umfassen in der Regel die vorlesungsfreien Zeiten im Semester und können um ein dezidiertes Praxissemester erweitert werden. Die Studierenden erhalten den Studienabschluss und die typische Studiendauer ist sechs (Angebote ohne dezidiertes Praxissemester) oder sieben Semester.

Klassifikation dualer und kooperativer Studienangebote[9]
Das Angebot eines bezahlten Studiums stellt eine erfolgversprechende Möglichkeit dar, junge Menschen frühzeitig für die Arbeit in Informationseinrichtungen zu gewinnen und langfristig als Mitarbeiter:innen zu halten. Die Einbettung in ein bezahltes Ausbildungsverhältnis macht das Studium attraktiver im Vergleich zu anderen Angeboten und schafft finanzielle Sicherheit. Man erreicht so potenzielle Studierende, die aus eigenen Mitteln kein Studium aufnehmen können.
Ein praxisbegleitendes Studienmodell lässt sich ohne Änderung an den bestehenden Studienordnungen realisieren. Es ist keine vertragliche oder andere Verzahnung der Einrichtungen mit den Hochschulen erforderlich, was aber eine Zusammenarbeit der Hochschulen mit den Einrichtungen nicht ausschließt. Das Auswahlverfahren für die Besetzung von Ausbildungsplätzen im praxisbegleitenden Studium liegt in der Verantwortung der einstellenden Einrichtungen; es ist nur darauf zu achten, dass die Bewerber:innen auch eine Hochschulzugangsberechtigung besitzen. Die Prozesse und Abläufe (Bedarfsfeststellung, Finanzierung, Ausschreibung und Werbung, Sichtung der Bewerbungen, Einladung zum Bewerbungsgespräch, Ranking und Auswahl etc.) sind je nach Träger unterschiedlich, sollten sich aber im Wesentlichen an denen orientieren, wie sie für andere duale Studienangebote oder Ausbildungsplätze in Einrichtungen des gleichen Trägers bereits existieren. Sollte das zugehörige Studienangebot zulassungsbeschränkt sein, wird zum Abschluss des Verfahrens zunächst nur eine Zusage für einen Ausbildungsplatz an den:die erfolgreiche Bewerber:in ausgesprochen. Der Vertrag wird erst dann geschlossen, wenn die Bewerbung um den Studienplatz mit einem angenommenen Zulassungsangebot abgeschlossen ist. Eine solche vorbehaltliche Zusage ist auch in anderen dualen oder kooperativen Studiengängen üblich. Ist das Studienangebot zulassungsfrei, kann dieser Schritt entfallen. Für Auszubildende in kooperativen Studiengängen gibt es noch keinen Tarifvertrag. Für ausbildungsintegrierende duale Studiengänge liegt ein solcher vor. Laut der Tarifinformation von Verdi gilt für den Ausbildungsteil die Ausbildungsvergütung plus 150 € Zulage. Im Studienteil sind 1 250 € pro Monat vorgesehen und es gelten die Regelungen zur Jahressonderzahlung (90 % Kommunen/Bund bzw. 95 % Länder).[10]
Der Studiengang hat diese Möglichkeit seit 2020 mit Vertretern der größeren Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in der Region thematisiert; in den Jahren 2021 und 2022 gab es die ersten Ausschreibungen mit einem Studienstart zum Wintersemester 2022/23. Die Erfahrungen aus den Ausschreibungen und dem Übergang an die Hochschule werden zeitnah berichtet werden.
2.2 Weiterbildung
Die Möglichkeit, dass Studierende mit abgeschlossener Berufsausbildung das Studium schneller abschließen können (Short Track), wurde bereits weiter oben vorgestellt. Sie ist unabhängig von der Option des bezahlten Studienplatzes; beides kann miteinander kombiniert werden. So können leistungsbereite Mitarbeiter:innen in der Einrichtung gehalten und ihnen eine Aufstiegsperspektive gegeben werden. Die Anrechnung von Lehrveranstaltungen im Umfang von zwei Semestern im Short Track ermöglicht es außerdem auch, die verbleibenden Anteile des Studiums nicht möglichst kompakt in fünf Semestern zu absolvieren, sondern bewusst zu strecken (z. B. auf sieben oder acht Semester). Dadurch ergibt sich eine geringere Belastung durch das Studium, sodass es leichter fällt, nebenbei zu arbeiten.
Die Umsetzung an der Hochschule gestaltete sich vergleichsweise einfach, da als einzige Anpassung an der Studienordnung die Ergänzung des Brückenmoduls erforderlich war. Die Regelungen zur Anrechnung der theoretischen Kenntnisse und der praktischen Erfahrungen aus der Ausbildung konnten in der Anrechnungssatzung der Hochschule verankert werden. Dies sollte sich in ähnlicher Form auch an anderen Hochschulen implementieren lassen und wäre damit eine Option für die anderen Standorte. Der Vorteil der Lösung ist, dass es sich um ein in sich selbstständiges Vollstudium handelt, das somit als fachlich vertiefende Zweitausbildung grundsätzlich auch durch Bafög gefördert werden kann.
Angesichts des künftigen Mangels an Fachkräften wird es darüber hinaus erforderlich sein, möglichst vielen Menschen Zugang zu Tätigkeiten in Informationseinrichtungen zu geben. Eine potenzielle Personengruppe sind Menschen mit einem abgeschlossenem Studium in einem anderen Bereich als den Informationswissenschaften, die sich beruflich neu orientieren möchten. Bei Personen mit geisteswissenschaftlichen Abschlüssen ist oft eine Affinität zur Bibliothek und Literatur vorhanden, andere interessieren sich vielleicht für Managementaufgaben oder vermittelnde Tätigkeiten. Auch die Möglichkeiten zur Vereinbarung von Familie und Beruf im öffentlichen Dienst können ausschlaggebend für einen solchen Wechselwunsch sein. Für diese Gruppe wäre ein weiteres vollständiges Studium eine große Hürde; stattdessen wären weiterbildende qualifizierende Maßnahmen, idealerweise berufsbegleitend, vorzuziehen. Mit den Certificates of Advanced Studies (CAS) existieren im Weiterbildungsbereich entsprechende Werkzeuge und es dürfte nicht schwerfallen, die relevanten Inhalte zu identifizieren, die für die unterschiedlichen Tätigkeitsprofile in Bibliotheken benötigt werden. Die Hochschulen wären sicher in der Lage, Inhalte der bestehenden Studienprogramme für solche Weiterbildungen neu zu kombinieren und anzubieten. Sie bieten schon jetzt teilweise berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge an, darunter auch die Hochschule der Medien mit einem Kontaktstudium.[11]
3 Ausblick
Man sollte nun meinen, dass die Lösung auf der Hand liegt: Die sinkende Nachfrage nach Plätzen in den grundständigen Studiengängen wird durch die steigende Nachfrage nach Weiterbildungsangeboten zumindest in Teilen kompensiert. Es läge dann nur an den Hochschulen, entsprechende Angebote zu konzipieren und die vorhandenen Personalressourcen entsprechend zu verschieben. Durch die Erfahrungen der Corona-Semester mit reiner Online-Lehre und hybriden Lehrformen gäbe es hier auch das Potenzial, Studienvarianten anzubieten, die Präsenz an der Hochschule nur in kurzen, aber sehr intensiven Phasen erfordern würden – dadurch stünden diese Angebote einem großen Personenkreis offen.
Problematisch ist hierbei aber, dass berufliche Weiterbildung derzeit nicht als hoheitliche Aufgabe der Hochschule gesehen wird. Somit müssen solche Angebote grundsätzlich voll kostendeckend angeboten werden, da ansonsten eine Subventionierung durch den regulären Hochschulbetrieb erfolgen würde. Ebenso zählen die Studierenden in der Weiterbildung nicht bei der Erfüllung der Lehrkapazität der Studiengänge und die Lehre kann meist nicht auf das Deputat der Lehrenden angerechnet werden. Unter diesen Bedingungen können Weiterbildungsangebote nur teuer angeboten werden, was dazu führt, dass diese nicht im erforderlichen Umfang nachgefragt werden. Dazu kommt noch der im Vergleich zu Vollzeitstudiengängen überproportional hohe Verwaltungs- und Dokumentationsaufwand. Insgesamt ist die Kapazität der Beteiligten, zusätzlich zu den eigentlichen Aufgaben im Nebenamt Weiterbildungsangebote zu konzipieren und umzusetzen, natürlich sehr begrenzt und sinkt durch das Schrumpfen der Studiengänge weiter. Die Hochschulrektorenkonferenz hat das Thema aufgegriffen,[12] aber es ist fraglich, ob Bund und Länder sich dem annehmen wollen. Somit bleibt wenig Hoffnung auf eine kurzfristige Entspannung der beschriebenen Entwicklung.
Über den Autor / die Autorin

Literaturverzeichnis
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- Hoffmann, Claus-Wilhelm (Hrsg.): Wilhelm Hoffmann. Leben und Wirken. Ostfildern: Thorbecke Verlag, 2021. 584 S., s/w-Abb., fest gebunden. ISBN 978-3-7995-1512-2, 29,– €
- Buckland, Michael K.: Ideology and Libraries. California, Diplomacy, and Occupied Japan, 1945–1952. With the Assistance of Masaya Takayama. Lanham Md.: Rowman & Littlefield, 2021. ISBN: 978-1-5381-4314-8, 112 S., 70 Euro (Taschenbuch: Juni 2022 (1538171201): 36,50 €; E-Book (9781538143155): 33,99 €)
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- „Ja was bringt uns dieses Diplom denn jetzt?“ – eine Reflektion über Nutzen, Trends und Perspektiven zum Weiterbildungsstudiengang MAS BIW
- Studium und Ausbildung als Projekt: Zur Zukunft des bibliothekarischen Berufsfeldes
- Und? Wie läuft es so in Hannover? Von der Lehre in die Praxis. Ein Rückblick auf (m)einen Rollenwechsel
- Future Skills für Future Librarians – Impulse für Kompetenzanforderungen und Gestaltungsaufgaben von Bibliotheken der Zukunft
- Der Fachkräftemangel als Ausdruck der Krise des Bibliothekswesens
- Rezensionen
- Thomas, Barbro; Gram, Magdalena; Olsson, Tommy (Redaktörer) (2022): Framstegens Halvsekel. 50 år av folkebiblioteksutveckling [= Ein halbes Jahrhundert Fortschritt. 50 Jahre Entwicklung der Volksbibliotheken]. Borås: Biblioteksmusee. Broschur, Abb., 216 S. ISBN 978-91-527-1228-3
- Hoffmann, Claus-Wilhelm (Hrsg.): Wilhelm Hoffmann. Leben und Wirken. Ostfildern: Thorbecke Verlag, 2021. 584 S., s/w-Abb., fest gebunden. ISBN 978-3-7995-1512-2, 29,– €
- Buckland, Michael K.: Ideology and Libraries. California, Diplomacy, and Occupied Japan, 1945–1952. With the Assistance of Masaya Takayama. Lanham Md.: Rowman & Littlefield, 2021. ISBN: 978-1-5381-4314-8, 112 S., 70 Euro (Taschenbuch: Juni 2022 (1538171201): 36,50 €; E-Book (9781538143155): 33,99 €)
- Jahresinhaltsverzeichnis 2022