„Kunst ist die einzige Form, in der Umweltprobleme gelöst werden können“
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Paul Reszke
Zusammenfassung
Während der siebten Ausgabe der documenta (1982), der Kasseler Weltausstellung für zeitgenössische Kunst, treten die Wissensdomänen Kunst und Politik sowohl miteinander als auch mit der Öffentlichkeit in einen Dialog über Nachhaltigkeit: Joseph Beuys plant die Anpflanzung von 7000 neuen Bäumen im Stadtgebiet als künstlerische Aktion, was auf ein breites Spektrum der Resonanz zwischen Akzeptanz und Ablehnung stößt. Der vorliegende Beitrag zeichnet den in Kassel etwa zwischen den Jahren 1981 und 1987 geführten gesellschaftlichen Dialog mithilfe von Textmaterial aus dem documenta archiv nach (darunter Zeitungsartikel, Leser*innenbriefe, Kommunikate von Beuys und seinem Team). Die zu belegende Hypothese ist, dass sich in diesem Austausch kommunikative Muster zeigen, von denen erstens umweltpolitische Diskurse auch gegenwärtig geprägt sind, die aber auch zweitens vor Augen führen können, inwiefern durch die Interaktion zwischen den Domänen Kunst und Politik interdiskursive Möglichkeiten entstehen, umweltpolitisch verantwortliches Handeln nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern.
Zusammenfassung
Während der siebten Ausgabe der documenta (1982), der Kasseler Weltausstellung für zeitgenössische Kunst, treten die Wissensdomänen Kunst und Politik sowohl miteinander als auch mit der Öffentlichkeit in einen Dialog über Nachhaltigkeit: Joseph Beuys plant die Anpflanzung von 7000 neuen Bäumen im Stadtgebiet als künstlerische Aktion, was auf ein breites Spektrum der Resonanz zwischen Akzeptanz und Ablehnung stößt. Der vorliegende Beitrag zeichnet den in Kassel etwa zwischen den Jahren 1981 und 1987 geführten gesellschaftlichen Dialog mithilfe von Textmaterial aus dem documenta archiv nach (darunter Zeitungsartikel, Leser*innenbriefe, Kommunikate von Beuys und seinem Team). Die zu belegende Hypothese ist, dass sich in diesem Austausch kommunikative Muster zeigen, von denen erstens umweltpolitische Diskurse auch gegenwärtig geprägt sind, die aber auch zweitens vor Augen führen können, inwiefern durch die Interaktion zwischen den Domänen Kunst und Politik interdiskursive Möglichkeiten entstehen, umweltpolitisch verantwortliches Handeln nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern.
Kapitel in diesem Buch
- Frontmatter I
- Inhalt V
- Natur, Umwelt, Nachhaltigkeit 1
-
Teil 1: Umwelt im Spiegel von Geschichte, Politik und Bildung
- Umweltgeschichte verstummt in Plutopia 35
- Nach der Katastrophe leben lernen 63
- Bildung für nachhaltige Entwicklung in und durch Sprache und Literatur 85
- „Tiere erzählen“: Fachdidaktische Perspektiven auf Nachhaltigkeit 101
-
Teil 2: Wissen im Diskurs – Exemplarische Diskursperspektiven auf Natur und Nachhaltigkeit
- Diskursive Schemata der Wolfskonstruktion – auf medialer Spurensuche nach materiellsemiotischen Knoten 123
- Recht und Umwelt zwischen Schutz und Gestaltung 165
- Unsichere Modelle – ermutigende Prognosen 195
- Werbung mit Nachhaltigkeit 217
- Deutsche und italienische Institutionenkommunikation: Nachhaltigkeitsberichte zwischen Sprach- und Bildlichkeit 247
- „Kunst ist die einzige Form, in der Umweltprobleme gelöst werden können“ 281
-
Teil 3: Ökologische Sprachkritik und Moral
- Ökolinguistik: Wie uns Sprache von der Umwelt zur Mitwelt führen kann 307
- Sprachkritik als Moralkritik 325
- Über die Kategorien der Moralität. Erleben, Sprechen und Welten 351
-
Anhang
- Verzeichnis der Autorinnen und Autoren 369
- Index 373
Kapitel in diesem Buch
- Frontmatter I
- Inhalt V
- Natur, Umwelt, Nachhaltigkeit 1
-
Teil 1: Umwelt im Spiegel von Geschichte, Politik und Bildung
- Umweltgeschichte verstummt in Plutopia 35
- Nach der Katastrophe leben lernen 63
- Bildung für nachhaltige Entwicklung in und durch Sprache und Literatur 85
- „Tiere erzählen“: Fachdidaktische Perspektiven auf Nachhaltigkeit 101
-
Teil 2: Wissen im Diskurs – Exemplarische Diskursperspektiven auf Natur und Nachhaltigkeit
- Diskursive Schemata der Wolfskonstruktion – auf medialer Spurensuche nach materiellsemiotischen Knoten 123
- Recht und Umwelt zwischen Schutz und Gestaltung 165
- Unsichere Modelle – ermutigende Prognosen 195
- Werbung mit Nachhaltigkeit 217
- Deutsche und italienische Institutionenkommunikation: Nachhaltigkeitsberichte zwischen Sprach- und Bildlichkeit 247
- „Kunst ist die einzige Form, in der Umweltprobleme gelöst werden können“ 281
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Teil 3: Ökologische Sprachkritik und Moral
- Ökolinguistik: Wie uns Sprache von der Umwelt zur Mitwelt führen kann 307
- Sprachkritik als Moralkritik 325
- Über die Kategorien der Moralität. Erleben, Sprechen und Welten 351
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Anhang
- Verzeichnis der Autorinnen und Autoren 369
- Index 373