Wenn Quellentexte sprechen könnten: Eine Historikerin in einem fiktiven Gespräch
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Francisca Loetz
Zusammenfassung
Textquellen historisch auszuwerten, heißt mit einer Sprache der Vergangenheit konfrontiert zu sein. Quellensprache stammt grundsätzlich aus einer Welt vergangener und damit „anderer“ Worte, die es für die Auswertung einer historischen Quelle zu verstehen gilt. Historische Semantik und historische Lexikographie bewegen sich an der Schnittstelle von Geschichtswissenschaft und Sprachwissenschaft, verfolgen jedoch unterschiedliche Interessen. Damit die Geschichtswissenschaft von den Chancen einer pragmatischen Semantik bzw. die historische Sprachwissenschaft von der Reflexion ihres Quellenkorpus und ihrer Textsorten profitieren, müssen deswegen die jeweiligen methodologischen Voraussetzungen der beiden Disziplinen reflektiert werden.
Zusammenfassung
Textquellen historisch auszuwerten, heißt mit einer Sprache der Vergangenheit konfrontiert zu sein. Quellensprache stammt grundsätzlich aus einer Welt vergangener und damit „anderer“ Worte, die es für die Auswertung einer historischen Quelle zu verstehen gilt. Historische Semantik und historische Lexikographie bewegen sich an der Schnittstelle von Geschichtswissenschaft und Sprachwissenschaft, verfolgen jedoch unterschiedliche Interessen. Damit die Geschichtswissenschaft von den Chancen einer pragmatischen Semantik bzw. die historische Sprachwissenschaft von der Reflexion ihres Quellenkorpus und ihrer Textsorten profitieren, müssen deswegen die jeweiligen methodologischen Voraussetzungen der beiden Disziplinen reflektiert werden.
Chapters in this book
- Frontmatter I
- Inhalt V
- Zur Einführung 1
- Historische Lexikographie im Lichte neuerer Wissenschaftstheorien: Sein und Sollen in Gegenwart und Zukunft 9
- Wenn Quellentexte sprechen könnten: Eine Historikerin in einem fiktiven Gespräch 37
- Lexikographische Wortwelten in der Frühen Neuzeit 55
- Zur Lexikographie der historischen medizinischen Fachsprache 79
- Das Deutsche Rechtswörterbuch – ein Fachwörterbuch zwischen Recht, Sprache und Geschichte 97
- Wortwelten des Althochdeutschen und ihre Erschließung im Althochdeutschen Wörterbuch (Thesaurus) 113
- gruntvriunt und houbetvîant – Augmentativbildungen im Mittelhochdeutschen 139
- Komplexe Semantik im mittelniederdeutschen Wörterbuch 177
- Bezugsgröße ‚Wort‘ 203
- Zwischen Syntax und Semantik – zur Polyfunktionalität von frühneuhochdeutsch tun 225
- „Der Mensch ist ein Thier, dessen Willen der Vernunft untergeordnet ist“ 243
- Brief in der Brust und Hase im Busen – gleich- und gegenläufige Bedeutungsveränderung bei Teilsynonymen 283
Chapters in this book
- Frontmatter I
- Inhalt V
- Zur Einführung 1
- Historische Lexikographie im Lichte neuerer Wissenschaftstheorien: Sein und Sollen in Gegenwart und Zukunft 9
- Wenn Quellentexte sprechen könnten: Eine Historikerin in einem fiktiven Gespräch 37
- Lexikographische Wortwelten in der Frühen Neuzeit 55
- Zur Lexikographie der historischen medizinischen Fachsprache 79
- Das Deutsche Rechtswörterbuch – ein Fachwörterbuch zwischen Recht, Sprache und Geschichte 97
- Wortwelten des Althochdeutschen und ihre Erschließung im Althochdeutschen Wörterbuch (Thesaurus) 113
- gruntvriunt und houbetvîant – Augmentativbildungen im Mittelhochdeutschen 139
- Komplexe Semantik im mittelniederdeutschen Wörterbuch 177
- Bezugsgröße ‚Wort‘ 203
- Zwischen Syntax und Semantik – zur Polyfunktionalität von frühneuhochdeutsch tun 225
- „Der Mensch ist ein Thier, dessen Willen der Vernunft untergeordnet ist“ 243
- Brief in der Brust und Hase im Busen – gleich- und gegenläufige Bedeutungsveränderung bei Teilsynonymen 283