Kooperative Werksstrukturen nutzen
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Peter Burggräf
, Yvonne Bäumers , Tobias Adlon and Johannes Wagner
Kurzfassung
Neu gegründete Unternehmen, die gewöhnlich begrenzte Kapitalreserven besitzen, stehen vor der Frage, wie sie schnell und zugleich mit geringem Investitionsaufwand produzieren können. Mit dieser Motivation wurde am WZL der RWTH Aachen ein Planungsvorgehen zur Nutzung kooperativer Werksstrukturen entwickelt. Dieses beschreibt im Kern den systematischen Abgleich von benötigten und im Umfeld vorhandenen Ressourcen. Identifizierte Lücken im Produktionsprozess warden anschließend investitionsminimal oder durch die gezielte Einbindung von Zuliefern geschlossen. Veranschaulicht wird das Planungsvorgehen in diesem Beitrag am Beispiel eines jungen E-Mobil-Herstellers
Abstract
Newly founded companies commonly exhibit limited capital reserve. This raises the question, how to start producing quickly and with low capital expenditures. Addressing this problem, a planning approach was developed at the WZL of RWTH Aachen University enabling the usage of cooperative production structures. It systematically compares required production resources with available resources in the company's environment. Identified gaps along the production process are either closed by developing low-invest solutions or by a targeted commissioning of suppliers. In this paper, the approach is demonstrated using the example of an e-mobility start-up.
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© 2016, Carl Hanser Verlag, München
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