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Nutzung der Lebenszykluskostenanalyse von Werkzeugmaschinen im Vertrieb und der Entwicklung

  • Eberhard Abele and Marina Dervisopoulos
Published/Copyright: March 17, 2017

Kurzfassung

Die systematische Analyse der Lebenszykluskosten von Werkzeugmaschinen wird sowohl für den Maschinenanwender als auch für den Maschinenhersteller zunehmend zu einem Erfolgsfaktor, da die Lebenszykluskosten den wirtschaftlichen Erfolg einer Fertigung wesentlich beeinflussen. Die resultierenden Kosten müssen dabei immer in Relation zu der Leistungsfähigkeit der Werkzeugmaschine, welche sich beispielsweise in der Prozesszeit messen lässt, gesetzt werden. Um die lebenszyklusbezogene Vorteilhaftigkeit einer Werkzeugmaschine im Vertrieb darstellen zu können und um darüber hinaus Verbesserungsansätze für zukünftige Maschinengenerationen in der Produktentwicklung zu identifizieren, müssen alle wesentlichen Kostenelemente und unterschiedlichen Einsatzbedingungen sowie die Wechselwirkungen zwischen diesen berücksichtigt werden, was ein multikriterielles Bewertungssystem erforderlich macht. In diesem Beitrag werden eine Methodik und ein Softwaremodell vorgestellt, welches den Werkzeugmaschinenhersteller dabei unterstützt, die Potenziale, die sich aus einer Lebenszykluskostenanalyse von Werkzeugmaschinen ergeben, im Vertrieb und der Produktentwicklung zu nutzen.

Abstract

The analysis of life-cycle-costs (LCC) of machine tools is for the user as well as for the manufacturer an important factor of success. Its importance will increase in the future, because it has a significant influence on the economic profit of the production. The resulting costs have always to be considered in relation to the performance of the machine tool, measured for example by the processing time. To communicate through the sales division the life-cycle-cost benefits of a machine tool and to have a continuous improvement within the development of machine tools in the future all interdependencies between costs and operating conditions have to be analysed and considered. This leads to a multiple criteria benchmark model. The following article presents the methodology and a Software prototype to support the manufacturer of machine tools in the sales and the product development.


Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele, geb. 1953, promovierte am IPA in Stuttgart. Er ist seit 2000 Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der Technischen Universität Darmstadt und zurzeit Dekan des Fachbereichs Maschinenbau.

Dipl.-Wirtsch. Ing. Marina Dervisopoulos, geb. 1977, studierte an der Technischen Universität Darmstadt und der Ecole Centrale de Lyon Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Maschinenbau. Seit 2004 ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am PTW in Darmstadt tätig. Dort forscht sie in der Gruppe Produktionsmanagement zu den Themen Lebenszykluskosten von Werkzeugmaschinen, sowie globale Produktion.


References

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Online erschienen: 2017-03-17
Erschienen im Druck: 2008-06-28

© 2008, Carl Hanser Verlag, München

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