1 Einleitung
Am 19. November 2023 enterte ein Kommando der jemenitischen Huthi-Rebellen mit Hilfe eines Helikopters das Handelsschiff Galaxy Leader im Roten Meer. Von Seiten der Führung der Huthi-Rebellen wurde der Angriff als Akt der Unterstützung für das palästinensische Volk begründet. Mit diesem Angriff begann ein neues Kapitel in der Geschichte der Konflikte des Nahen Ostens. Stand Mitte Juni 2024 wurden von den Huthi-Rebellen 77 Angriffe auf Handelsschiffe sowie 81 Angriffe auf Kriegsschiffe ausgeführt.[1] Die meisten dieser Angriffe erfolgten mit luftgestützten Waffen (Drohnen, Lenkflugkörper Raketen). Hierbei kam es zu 32 Treffern auf Handelsschiffen[2], von denen sechs Treffer schwerwiegend waren.[3] Dieser Angriffsserie stellen sich zwei westlich geführte Militärmissionen entgegen, die sich inzwischen intensive Gefechte auf See mit den Huthis geliefert haben. Dabei führt die unter der Führung der USA stehende Mission Prosperity Guardian auch Gegenangriffe auf Raketenstellungen im Jemen aus, während sich die EU-Mission Aspides auf den Schutz der Handelsschiffe beschränkt.
Dieser Artikel beschreibt die Angriffe der Huthi-Rebellen und untersucht, welche Folgen diese Angriffe in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Militär hatten.
2 Hintergrund: Der Bürgerkrieg im Jemen und die Huthi-Rebellen
Die Huthi-Rebellen gingen 2014 als stärkste Fraktion aus dem Bürgerkrieg hervor, der im Zuge des Arabischen Frühlings im Jemen ausgebrochen war. Sie nennen sich selber Ansar Allah und bilden eine politische Organisation, die von dem Clan der al-Houthi dominiert wird.[4] Nach der Einnahme der Hauptstadt Sanaa im September 2014 vertrieben sie den Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi und übernahmen faktisch die Macht im Land. Sie verbündeten sich mit dem ehemaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh, von dessen Erfahrungen sie profitieren konnten. Aktuell herrschen sie über 25 Prozent des jemenitischen Territoriums, in diesem Gebiet leben aber 75 Prozent der Bevölkerung, da der Rest des Landes sehr dünn besiedelt ist. Zum Herrschaftsgebiet der Huthi-Rebellen gehört die Hauptstadt Sanaa und ein Streifen an der Küste des Roten Meeres. Hier liegt Hudaidah, eine Hafenstadt, die für die Versorgung der Bevölkerung des Jemens von großer Bedeutung ist. Der Besitz des Küstenstreifens im Westen des Jemens erlaubt es den Huthi-Rebellen, Schiffe auf einer vielbefahrenen Seestraße anzugreifen.
Nach der Machtübernahme der Huthi-Rebellen kam es zu einem strategischen Patt. Unter Führung Saudi-Arabiens kämpfte eine Militärallianz gegen die Huthi-Rebellen. Zu dieser Allianz gehörten Bahrain, Ägypten und vor allem die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Die USA und Großbritannien unterstützten das militärische Vorgehen der Militärallianz gegen die Huthi-Rebellen. Eine Resolution des UN-Sicherheitsrates forderte die Huthi-Rebellen auf, sich zurückzuziehen.[5] Eine weitere Resolution verhängte ein Waffenembargo gegen die Huthi-Rebellen.[6]
Die von Saudi-Arabien geführte Militärallianz war wenig erfolgreich. Saudi-Arabien beschränkte sich auf Luftangriffe, während die Emirate auch mit eigenen Bodentruppen kämpften. Darüber hinaus kämpften verschiedene Milizen und Stämme auf Seiten der Regierung gegen die Huthi-Rebellen. Der Iran begann daraufhin, seine Unterstützung für die Huthi-Rebellen zu steigern. Heute sind die Huthi-Rebellen neben der libanesischen Hisbollah, der Hamas und verschiedenen bewaffneten Gruppen im Irak Teil der vom Iran geführten „Achse des Widerstandes“. Der Bürgerkrieg im Jemen ist also ein Teil der größeren Auseinandersetzung zwischen dem Iran und den sunnitischen Staaten des Mittleren Ostens.
Im Oktober 2016 begannen die Huthi-Rebellen damit, Kriegs- und Hilfsschiffe ihrer Gegner im südlichen Roten Meer anzugreifen. Hierbei nutzten sie ein breites Spektrum an Seekriegsmitteln, wie Seeziellenkflugkörper und ferngelenkte Drohnen. Die maritimen Angriffe der Huthi-Rebellen endeten Mitte 2017, da die emiratischen Truppen den südlichen Teil der jemenitischen Küste am Roten Meer einnehmen konnten. In diesem Teil ist das Meer nicht breit (die Seestraße Bab-el-Mandeb ist 24 Kilometer breit), was für den Erfolg der Angriffe entscheidend war. Nach der Einnahme der Küste bis zum Hafen von Hudaidah konnten die Schiffe gut ausweichen, da das Meer an dieser Stelle 300 Kilometer breit ist. Während der Angriffskampagne der Huthi-Rebellen konnten diese sechs Schiffe und Boote schwer beschädigen bzw. versenken. Hierfür setzten sie Seeziellenkflugkörper und ferngelenkte, bzw. autonom operierende Sprengboote ein.[7] Die Huthi-Rebellen erwiesen sich als Gegner, die geschickt vorgingen und die sich trotz gegnerischer Luftherrschaft erfolgreich behaupten konnten.
Die militärischen Fähigkeiten der Huthi-Rebellen unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht deutlich von den Fähigkeiten anderer Teile der iranischen „Achse des Widerstandes“. Die Huthi-Rebellen verfügen über alle Mittel und Einrichtungen des jemenitischen Staates, die sich auf ihrem Teil des Staatsgebietes befinden. Hierzu gehören insbesondere potente Waffensysteme wie SCUD-Raketen oder Flugkörper (ASCM) des Typs SS-N-2D STYX aus sowjetischer Fertigung. Diese waren auf Schnellbooten und auf LKW verbaut. Seit dem Jahr 2000 verfügte die Marine Jemens über fünf chinesische Schnellboote, die mit dem Flugkörper (ASCM) C-802 SARDINE ausgerüstet waren. Die Boote wurden im Bürgerkrieg versenkt, es können sich aber noch Flugkörper der Boote in Depots befinden.[8] Neben den Waffensystemen verfügen die Huthi-Rebellen auch über die Fähigkeiten der jemenitischen Streitkräfte, etwa durch Offiziere, die im Ausland ausgebildet wurden. Auch für die Fertigung oder den Umbau von Waffensystemen gilt dieses. Die Huthi-Rebellen können auf Werkstätten und Instandsetzungspersonal zurückgreifen, wenn sie Flugkörper oder Drohnen fertigen oder weiterentwickeln. Die Breite der verfügbaren Kenntnisse – ob technischer, oder taktisch/operativer Art – unterscheidet die Huthi-Rebellen wesentlich von Hisbollah, Hamas und den irakischen Milizen.
3 Die jüngsten Entwicklungen
Mit dem Angriff vom 19. November 2023 knüpften die Huthi-Rebellen an eine recht erfolgreiche, aber im Westen weitestgehend unbemerkte Kampagne von Angriffen gegen gegnerische Schiffe aus dem Bürgerkrieg an. Bei den inzwischen 85 Angriffen gegen Kriegs- und Handelsschiffe kamen bislang folgende Waffen zum Einsatz:
Seeziellenkflugkörper (Anti-Ship Cruise Missiles, ASCMs), wie beispielsweise der C-802 SARDINE werden von Land verschossen. Sie fliegen mit hoher Unterschall-Geschwindigkeit wenige Meter über der Meeresoberfläche und suchen ihr Ziel selbstständig – oft mit Hilfe eines Radarsuchkopfes. Ihr Sprengkopf enthält typischerweise etwa 200 Kilogramm Wirkladung, was sie zu einer gefährlichen Waffe macht. Die von den Huthi-Rebellen eingesetzten ASCMs haben eine Reichweite von etwa 40 bis 100 Kilometern, wobei sie nicht weit über Land fliegen können. Sie können also nur in dem Seegebiet eingesetzt werden, dessen Küste von den Huthi-Rebellen gehalten wird.[9]
Unbemannte Sprengboote (Unmanned Surface Vessels, USVs) fahren autonom oder ferngelenkt. Sie haben teilweise mehrere hundert Kilometer Reichweite. Wenn sie ein Ziel angreifen, fahren sie (ähnlich wie ein Torpedo) direkt auf dieses zu und detonieren an der Bordwand. Die Huthi-Rebellen können diese Systeme nur vor der eigenen Küste einsetzen.
Ballistische Raketen (anti ship ballistic missiles, ASBM) stellen ein Novum in der Seekriegstaktik dar. Nach Angaben der Entwickler (Iran, Nordkorea und die Huthi-Rebellen geben vor, derartige Systeme zu besitzen), werden sie wie normale ballistische Raketen mit mehreren hundert Kilometern Reichweite abgefeuert. Sie sollen sich im Endanflug selbstständig auf das Schiff steuern und tragen mehrere hundert Kilogramm Sprengstoff. Die Huthi-Rebellen können daher mit ASBMs auch über den Jemen hinweg in den Golf von Aden wirken. Westliche Experten bezweifeln allerdings die Treffgenauigkeit dieser Systeme.[10] Man vermutet, dass die Raketen auf einen vorausberechneten Punkt geschossen werden, an dem sich das Ziel in etwa sechs Minuten (Flugzeit der Rakete) befinden wird.[11]
Drohnen (Unmanned Aerial Vehicles, UAVs) fliegen mit bis zu 1300 Kilometern Reichweite, sie können auch im Golf von Aden wirken. Die Art der Steuerung ist unklar (ferngelenkt oder autonom). Aufgrund ihrer geringen Wirkladung von etwa 50 Kilogramm Sprengstoff haben sie meistens geringe Schäden angerichtet.
Eine detaillierte Analyse der Angriffe in den ersten sechs Monaten dieses Konfliktes findet sich im Marineforum.[12] Die Masse der Angriffe ereignete sich in dem Seegebiet, das der von den Huthi-Rebellen gehaltenen Küste vorgelagert ist (vgl. Abb. 2).[13] Die Angriffe im weiter südlich gelegenen Golf von Aden können nur mit ASBMs oder mit UAV ausgeführt werden. Sprengboote, Enterkommandos und ASCM erreichen dieses Gebiet nicht.[14]
Die Angriffe der Huthi-Rebellen haben bislang nur wenige Schäden angerichtet.[15] Eine Auswertung von 177 eingesetzten Waffen (die im Zeitraum November 2023 bis Februar 2024 bei etwa 80 Angriffen eingesetzt worden waren) ergab, dass die eingesetzten Waffen (UAV, ASCM, ASBM) zu etwa 12 Prozent ihr Ziel getroffen haben (21 von 177 Waffen trafen ein Schiff). Mehr als die Hälfte aller eingesetzten Waffensysteme wurden von westlichen Streitkräften abgewehrt, bevor sie ihr Ziel erreichten. Von den 21 Treffern, welche die Huthi-Rebellen erzielten, führten zwei zu schweren Schäden. Aktuell hat sich die Trefferquote der Huthi-Rebellen etwas verbessert. Von den aktuell gezählten 158 Angriffen auf Kriegs- oder Handelsschiffe führten 32 zu einem Treffer – am schwersten traf es die MV Rubymar, die am 2. März 2024 versank. Von den 32 gezählten Treffern richteten sechs schwere Schäden an.
Für die relativ geringe Wirkung der bisherigen Angriffe werden mehrere Faktoren verantwortlich gemacht. Die geringe Trefferquote ist einerseits eine Folge westlicher Abwehrmaßnahmen. Andererseits haben die Huthi-Rebellen Schwierigkeiten mit dem sogenannten Targeting. Es ist nicht einfach, auf eine Entfernung von mehreren hundert Kilometern ein Schiff zu finden, seine Position und seine Kurs- und Fahrtwerte exakt zu bestimmen und verzugslos zu melden. Diese Werte müssen dann in eine Waffe eingegeben werden, die dahin abgeschossen wird, wo sich das Ziel befindet. Hat das Ziel im Laufe dieses Prozesses Kurs oder Fahrt geändert, befindet es sich nicht mehr an dem vorher errechneten Punkt und die Waffe (insbesondere ASBM) trifft nicht mehr. Dass es Schwierigkeiten mit dem Targeting gibt, lässt sich auch an der Tatsache erkennen, dass immer wieder Schiffe angegriffen werden, die im Auftrag von Ländern unterwegs sind, die der Sache der Huthi-Rebellen positiv gegenüberstehen. So gab es mehrfach Angriffe gegen Schiffe, die russisches Erdöl transportierten, oder die Fracht von oder nach Iran brachten.[16]

Die versunkene MV Rubymar
Dass die Waffen – falls sie treffen – meistens eher geringe Schäden anrichten, liegt an der Größe und Robustheit moderner Handelsschiffe. Hinzu kommt, dass die Wirkladung der UAV mit etwa 50 Kilogramm Sprengstoff eher gering ist.[17] Zudem können die für Schiffe gefährlichsten Waffen (ASCM) nur in dem Seegebiet eingesetzt werden, welches vor der Küste liegt, die von den Huthi-Rebellen gehalten wird.
Die bisherigen Angriffe sind nach hiesiger Ansicht für die Huthi-Rebellen nicht kostspielig, die hierfür benötigten Waffen können zum größten Teil im Land hergestellt werden. Hierzu werden bestimmte Bauteile benötigt, die vermutlich der Iran liefert. Die Fähigkeiten zur Herstellung der bislang eingesetzten Waffensysteme sind aber im Land vorhanden. Es ist aktuell nicht erkennbar, dass es den Huthi-Rebellen an Waffensystemen mangelt und sie aus diesem Grund ihre Angriffe einstellen müssten.

Demonstration in Sanaa gegen die Angriffe der US-Navy im Januar 2024
3 Folgen der Huthi-Angriffe und internationale Reaktionen
Die Angriffe der Huthi-Rebellen, welche seit November 2023 gegen Handelsschiffe und Kriegsschiffe im Roten Meer durchgeführt wurden, hatten eine Reihe von unterschiedlichen Folgen. Diese waren wirtschaftlicher, politischer und militärischer Natur.
3.1 Wirtschaftliche Folgen
Die wirtschaftlichen Folgen hängen mit den Konsequenzen zusammen, die sich für die internationale Handelsschifffahrt ergeben haben. Wegen der Angriffe im Roten Meer haben mehrere große Reedereien entschieden, den Suezkanal zu meiden und um Afrika herum zu fahren. Die Zahl der Schiffe, die durch den Suezkanal fahren, ist um etwa 60 Prozent zurück gegangen. Dieser Umweg bedeutet Zeitverlust und höhere Kosten für den Transport. Vor der Krise betrugen die Transportkosten für einen Standardcontainer von China nach Europa etwa 1.500 US-Dollar. Unmittelbar nach Beginn der Krise stiegen diese Preise kurzfristig auf etwa 6.000 US-Dollar, inzwischen liegen sie bei etwa 4.500 US-Dollar.[18] Für jene Schiffe, die eine Passage durch das Gefahrengebiet wagen, sind die Versicherungsprämien gestiegen. Diese gestiegenen Kosten gehen zu Lasten der Weltwirtschaft, sie treffen Länder im östlichen Mittelmeer und Indien besonders stark. Indirekt könnte auch die Versorgung der Huthi-Rebellen betroffen werden: Der einzige funktionierende Hafen, der die Huthi-Gebiete versorgt, ist Hudaidah am Roten Meer. Ein Stocken des Schiffsverkehres in diesen Hafen hätte unmittelbare Folgen für die ohnehin angespannte Versorgung Jemens.
Eine Folge der Verlagerung von Schiffstransporten sind Einnahmeverluste Ägyptens. Die Gebühren für die Nutzung des Suezkanals stellen einen erheblichen Anteil der ägyptischen Staatseinnahmen dar. Diese Einnahmen sind seit Beginn der Krise um etwa 50 Prozent zurück gegangen.[19] Sie treffen ein bevölkerungsreiches Land, das seit langem Schwierigkeiten hat, die Devisen für den Import von Lebensmitteln aufzubringen. Es stellt sich daher die Frage, warum Ägypten sich bislang nicht an dem Schutz der Handelsschifffahrt im Roten Meer beteiligt, obwohl es über sehr moderne Seestreitkräfte verfügt.
3.2 Innen- und außenpolitische Folgen für den Jemen
Neben den wirtschaftlichen Folgen, hat die Entwicklung der letzten Monate auch erhebliche politische Folgen für die Region. Die Angriffe der Huthi-Rebellen brachten diesen zunächst eine Welle der Sympathie in der arabischen Welt ein. Die Huthi-Rebellen konnten sich als schwaches armes Land darstellen, welches den Mut hat, aktiv etwas für die Palästinenser zu tun. Damit standen sie im Gegensatz zu den meisten arabischen Regierungen, die keine Aktivitäten zur Unterstützung der palästinensischen Sache entfalteten. Dieses Narrativ verfing sogar bei den innenpolitischen Gegnern der Huthi-Rebellen im jemenitischen Bürgerkrieg. In seiner Studie zur Lage im Roten Meer nach den Angriffen der Huthi-Rebellen nennt der wissenschaftliche Dienst des Bundestages die Internationalisierung des Konfliktes um die Palästinenser und den Gaza-Streifen als eine wesentliche Folge des Vorgehens der Huthi-Rebellen.[20]
Neben der Wirkung nach außen, hatten die Angriffe auch innenpolitische Konsequenzen. In Folge der erfolgreichen Friedensbemühungen war der Bürgerkrieg im Jemen ab 2022 praktisch beendet worden. Nachdem die äußere Gefahr verringert war, wollte die Führung der Huthi-Rebellen Reformen im Inneren vornehmen, was Widerstände und Proteste hervorrief. Die neuerliche Gefahr von außen wirkte hier stabilisierend für die Herrschaft der Huthi, weshalb Ablenkung von den Schwierigkeiten des Regimes als eine Motivation für die Angriffe angesehen wird.[21]
3.3 Reaktionen der internationalen Staatengemeinschaft
Neben den innenpolitischen Folgen der Angriffe auf See, gibt es auch außenpolitische Folgen. Am 19. Dezember 2023 gaben 44 Staaten, darunter die USA und Großbritannien, die NATO und die EU eine Erklärung ab, in der sie die Angriffe auf die Schifffahrt im Roten Meer verurteilten.[22] Am 10. Januar 2024 verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (VN) die Resolution 2722, die ein Ende der Angriffe gegen die Schifffahrt forderte.[23]In ihr wurde auch die Gültigkeit der Resolution aus dem Jahr 2015 betont, die seinerzeit ein Waffenembargo gegen die Huthi-Rebellen verhängt hatte. Sie enthielt aber keine Berechtigung zum Einsatz von Waffengewalt. Russland und China enthielten sich bei der Abstimmung über diese Resolution. Unter Führung der USA wurde am 18.12.2024 die Operation Prosperity Guardian initiiert. Ziel dieser Coalition of the willing ist der Schutz der Schifffahrt, hierzu werden auch Angriffe gegen Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen durchgeführt. Am 11. Januar 2024, einen Tag nach Verabschiedung der Resolution 2722 (2024) griffen Kampfflugzeuge der Operation Prosperity Guardian erstmals Ziele im Jemen an. Dabei versuchten sie, die Einrichtungen zu zerstören, die für die Angriffe auf See notwendig sind.
Am 19. Februar 2024 startete die EU-Mission Aspides. Ihr Auftrag ist der Schutz der Handelsschifffahrt im Roten Meer und Golf von Aden, Angriffe gegen Ziele im Jemen gehören nicht zu ihrem Mandat. Die Gründung dieser Mission ist für eine Teilnahme der Bundesrepublik Deutschland von besonderer Bedeutung, da nach gängiger Auslegung des Grundgesetzes ein bewaffneter Einsatz deutscher Streitkräfte nur im Rahmen eines „Systems internationaler Ordnung“[24] zulässig ist. Dies schließt einen Einsatz im Rahmen einer ad hoc gegründeten Staatengruppe (coalition of the willing) aus. Aspides ist nicht der erste maritim geprägte Einsatz der EU. Mit Atalanta, Irini und Sofia hatte die EU in den letzten sechzehn Jahren Erfahrungen mit maritimen Einsätzen an seiner südlichen Peripherie gesammelt. Atalanta hatte wie jetzt Aspides im südlichen Roten Meer operiert und hier geholfen, die Gefahr durch Piraten aus Somalia zu verringern.[25]
Russland und China stehen den westlich geführten Militäroperationen ablehnend gegenüber. Im Sicherheitsrat hatten sich beide Staaten enthalten, als die Resolution 2722 (2024) verabschiedet wurde. Wenngleich beide wirtschaftlich daran interessiert sein müssen, dass der wichtigste Handelsweg zwischen Asien und Europa nicht beeinträchtigt wird, überwiegt bislang ihre Skepsis vor westlich geführten Militäroperationen. Es gibt allerdings unbestätigte Hinweise, wonach China den Iran ersucht hat, die Huthi-Rebellen zur Mäßigung aufzufordern. Demnach haben chinesische Diplomaten den Iran aufgefordert, dafür zu sorgen, dass chinesische Interessen nicht beeinträchtigt werden.[26] Während dies für direkte Angriffe gegen chinesische Schiffe möglich erscheint, sind die indirekten Folgen der Angriffe (Verteuerung des Transportes, Verzögerungen bei der Lieferung, Verknappung von Schiffsraum und Containern) durch die Huthi-Rebellen nicht beeinflussbar. Insofern ist eine derartige Forderung Chinas aus hiesiger Sicht schwer erfüllbar. Anders gesagt: Angriffe gegen die Schifffahrt auf der wichtigsten Route zwischen Asien und Europa werden immer negative Folgen für den Handel haben. Auch wenn dort keine „chinesischen“ (also Schiffe mit chinesischer Ladung, oder Schiffe mit chinesischem Eigner) getroffen werden. China steht hier vor einem Dilemma, das teilweise sogar als „Ohnmacht“ angesehen wird.[27]
Indien ist von den Angriffen auf die Schifffahrt im Roten Meer ebenfalls stark betroffen und reagiert mit einem starken Engagement. Schiffe der indischen Marine haben ihre Präsenz in der Region verstärkt und sie sind mehrfach angegriffenen Handelsschiffen zur Hilfe geeilt.
3.4 Bilanz der westlichen Militäroperationen
Die am 18.12.2023 ins Leben gerufene Operation Prosperity Guardian bestand im Kern aus einer Reihe von Einheiten der US-Navy, die zuvor als Taskforce 153 in der Region eingesetzt waren. Zu dieser Gruppe gehören insbesondere der Flugzeugträger USS Dwight D. Eisenhower und vier weitere Zerstörer. Fregatten und Zerstörer aus Großbritannien und Dänemark, sowie Stabspersonal aus weiteren Ländern beteiligen sich ebenfalls an der Mission. Neben dem direkten Schutz angegriffener Handelsschiffe (durch Bekämpfung anfliegender Flugkörper/Drohnen) haben Luftfahrzeuge der Mission mehrfach Ziele im Jemen bekämpft. Bei diesen Zielen handelte es sich um Küstenradaranlagen, Stellungen mit Startgeräten für Flugkörper und Raketen sowie Startbahnen, von denen Drohnen gestartet werden können. Darüber hinaus versuchen die USA, Lieferungen von Bauteilen für Waffen aus dem Iran nach Jemen auf See abzufangen. Hierbei kommt es immer wieder zu Durchsuchungen (Boardings) kleiner, lokaler Küstenfahrzeuge. Aufgrund des Einsatzes eines Flugzeugträgers können die USA verschiedene Luftziele von trägergestützten Jagdflugzeugen aus bekämpfen lassen. Dies ist insbesondere für die Bekämpfung der langsam fliegenden Drohnen eine Option, die kostengünstiger ist als eine Bekämpfung mit (relativ teuren) Flugkörpern.
Neben Prosperity Guardian operiert die EU Mission Aspides im südlichen Roten Meer und im Golf von Aden. Ihr Mandat beschränkt sich auf den direkten Schutz von Handelsschiffen. Ihr gehören drei bis vier Fregatten oder Zerstörer aus EU-Staaten an. Bislang haben sich Frankreich, Belgien, die Niederlande, Griechenland, Italien und Deutschland mit Schiffen an der Mission beteiligt. Ihr Mandat beschränkt sich auf Lagebildaufbau, den Geleitschutz für Handelsschiffe und die Abwehr von Angriffen auf diese Schiffe. Die Mission wird von Land aus einem Hauptquartier in Larissa, Griechenland geführt, in See erfolgt die Führung von einem Flaggschiff (aktuell der italienische Zerstörer Caio Duilo).

Angriffe, die im Rahmen der Operation Prosperity Guardian im Januar 2024 auf Stellungen der Huthis durchgeführt wurden
Beide Marinemissionen mussten schon alle Arten der von den Huthi-Rebellen eingesetzten Waffen abwehren. Hierbei gab es eine Reihe von Einsätzen, bei denen die westlichen Waffensysteme Schwächen zeigten. Mehrfach hatten die an Bord verbauten Systeme (Radar, Führungssystem, Waffen) Schwierigkeiten, ein Ziel zu bekämpfen. In Deutschland wurde der erste Gefechtseinsatz der Fregatte HESSEN daher kritisch kommentiert, nachdem bekannt geworden war, dass sie mehrfach versucht hatte, eine Drohne mit SM-2-Flugkörpern[28] zu bekämpfen, was nicht gelang.[29] Am Folgetag bekämpfte die Hessen zwei weitere Flugziele, auch hierbei scheint es Schwierigkeiten gegeben zu haben, wenngleich die Bekämpfung am Ende erfolgreich war.[30] Ähnliche Schwierigkeiten hatten auch Schiffe aus Dänemark, den Niederlanden, Großbritannien und aus Belgien. Die Schwierigkeiten der dänischen Einheit führten im Ergebnis zum Rücktritt des dänischen Generalstabschefs. Es scheint,dass die bisherigen Übungsschießen und Systemerprobungen der westlichen Seestreitkräfte die Einsatzrealität nur unzureichend abbilden. Hierzu ist allerdings anzumerken, dass in Folge der Probleme die Systeme angepasst wurden und dann auch funktionierten. Zudem hatte die US-Navy bei ihren ersten Einsätzen gegen Lenkflugkörper der Huthi-Rebellen im Jahre 2016 auch mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen.[31]
Neben den technischen Schwierigkeiten bei der Bekämpfung der von den Huthi-Rebellen eingesetzten Luftziele stellt sich die grundsätzliche Frage, ob es sinnvoll ist, ein gegnerisches Waffensystem mit einer Abwehrwaffe abzuwehren, die ein Vielfaches von dem kostet, was der Gegner aufbringen musste. Die Drohnen der Huthi-Rebellen fliegen mit einem Rasenmäher-Motor und kosten pro Stück etwa 20.000 US-Dollar. Diese mit einem SM-2 (ca. 1,2 Millionen US-Dollar), oder einem ESSM (700.000 US-Dollar) zu bekämpfen, ist kostspielig. Nach etwa vier Monaten Einsatz haben die Einheiten der US-Navy Munition im Wert von etwa einer Milliarde US-Dollar verschossen.[32] Neben den hohen Kosten derartiger Gefechte stellt sich die Frage, ob die verschossene Munition zeitnah ersetzt werden kann. Die Verfügbarkeit von Munitionsersatz ist insbesondere dann fraglich, wenn eine bestimmte Variante eines Munitionstyps benötigt wird.[33]
Während die im Roten Meer eingesetzten westlichen Marinen anfängliche technische Schwierigkeiten einiger Systeme überwunden haben, haben auch die Huthi-Rebellen durch den dauernden Einsatz gegen Handelsschiffe und westliche Marinen dazu gelernt. Sie gelten innerhalb der westlichen Koalition inzwischen als ernst zu nehmender Gegner, der seine Vorgehensweisen geschickt anpasst. So verlegten die Huthi-Rebellen den Schwerpunkt ihrer Angriffe nach einigen Wochen vom südlichen Roten Meer in den Golf von Aden. Sie setzten hierzu ballistische Raketen und Drohnen ein. Durch die Ausweitung der Angriffe in einen weit entfernten Raum versuchten sie die westlichen Kriegsschiffe auseinanderzuziehen und damit zu überdehnen. Darüber hinaus gingen sie dazu über, ein Ziel mehrfach anzugreifen, bzw. ein bereits getroffenes Schiff erneut anzugreifen.
4 Fazit
Die Angriffe der Huthi-Rebellen gegen Handelsschiffe verliefen zunächst ähnlich wie die Angriffe, die sie 2016 bis 2018 gegen gegnerische Kriegsschiffe ausgeführt hatten. Aus politischer Sicht waren diese Angriffe für die Huthi-Rebellen sehr erfolgreich. Für einen verhältnismäßig geringen Preis konnten sie eine breite Welle der Sympathie in der arabischen Welt und im eigenen Land hervorrufen. Dies änderte sich auch nicht, als westliche Marinen begannen, die Angriffe abzuwehren und sogar Ziele im Jemen zu bekämpfen. Aufgrund der weiter anhaltenden Angriffe kann davon ausgegangen werden, dass den Huthi-Rebellen die militärischen Mittel zum Angriff gegen Schiffe nicht ausgehen. Auch haben sie weiterhin den Willen, den Konflikt fortzusetzen. Da sie Vorteile aus dem Konflikt ziehen, ist nicht erkennbar, warum sie diesen Zustand beenden sollten.[34]
Eine der Folgen der Angriffe könnte eine weitere Annäherung der Huthi-Rebellen an den Iran sein. Vom Iran bekommen die Huthi-Rebellen Knowhow und Teile für den Bau der eingesetzten Waffen, ohne diese Unterstützung wären die Angriffe in der jetzigen Form nicht möglich. Im Gegenzug kann der Iran detaillierte Erkenntnisse über den Einsatz westlicher Seestreitkräfte gewinnen, an denen das Land für einen Konflikt im Persischen Golf ein großes Interesse haben müsste. Eine weitere Annäherung der Huthi-Rebellen an den Iran könnte zudem die Bemühungen um einen Frieden im jemenitischen Bürgerkrieg erschweren. Für das Regime der Huthi-Rebellen könnte der Kampf gegen einen westlichen Gegner im Roten Meer einen stabilisierenden Effekt haben. Der gemeinsame Kampf gegen einen Gegner von außen könnte Konflikte innerhalb des Landes (wie etwa Rivalitäten unter Stämmen oder innerhalb verschiedener Fraktionen der Huthi-Bewegung) dämpfen. Zudem bietet er eine Begründung für mögliche Schwierigkeiten der Huthi, das Land effizient zu regieren und die Bedürfnisse ihres Volkes zu befriedigen. Eine Verschlechterung der Versorgungslage im Land, hervorgerufen durch die Angriffe der Huthi-Rebellen gegen die Schifffahrt könnte ansonsten ein Umdenken bewirken.
Während China bislang eher um Mäßigung in dem aktuellen Konflikt bemüht zu sein scheint – zumal seine eigenen Interessen an der Handelsroute im Roten Meer betroffen sind – gilt das für Russland nicht. Aus russischer Sicht ist eine Schwächung der westlichen Marinen sinnvoll. Anders gesagt, die Flugstunden, die der amerikanische Träger im Roten Meer verbraucht, kann er nicht für Übungen der NATO zur Verfügung stellen. Auch der Verschuss der Munition ist aus russischer Sicht sinnvoll. Was verbraucht ist, kann nicht an der NATO-Ostflanke eingesetzt werden. Zudem könnte Russland (wie der Iran) Erkenntnisse über den Einsatz westlicher Systeme in der Raketenabwehr gewinnen, falls es sich mit den Huthi-Rebellen verbindet.
Für den Westen ist der Einsatz gegen die Angriffe der Huthi-Rebellen kritisch zu hinterfragen. Zum einen ist der Aufwand zum Schutz der Seewege sehr hoch, zudem fehlen die eingesetzten Einheiten an anderer Stelle. Die Bundesregierung hatte in der jüngsten nationalen Sicherheitsstrategie postuliert, dass die Landes- und Bündnisverteidigung als „Kernauftrag der Bundeswehr“ oberste Priorität hat, der sich andere Aufgaben unterordnen würden.[35] Der Einsatz der Deutschen Marine im Roten Meer dient nicht diesem Kernauftrag, er bindet aber Kräfte und Mittel und verschärft den Mangel an hochwertiger Munition. Andere Länder hatten nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine ähnlich argumentiert und der Verteidigung der NATO gegen Russland einen höheren Stellenwert eingeräumt als Einsätzen an der Peripherie des Bündnisses. Die Ära der großen Auslandseinsätze sollte vorbei sein. Die Aufarbeitung der Einsätze im Irak und Afghanistan brachte häufig die Kritik hervor, dass die gesetzten Ziele unrealistisch waren, auch wurde das Fehlen einer „Exit-Strategie“ bemängelt. Mit Blick auf die neue Mission Aspides mahnen kritische Stimmen, dass sich eine ähnliche Entwicklung nun wiederholen könne. So wird argumentiert, dass die EU bei Aspides von den Fähigkeiten und Mitteln der USA abhängig sei. Auch fehle eine Exit-Strategie, es sei unklar, ob die Huthi-Rebellen nach dem Ende des Krieges im Gazastreifen ihre Angriffe gegen Handelsschiffe beenden würden. Vor dem Hintergrund, dass die Angriffe den Huthi-Rebellen mehr nutzen als schaden, wird das bezweifelt. Es gäbe im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern weitere denkbare Gründe für eine Fortsetzung der Angriffe. Ein weiterer Kritikpunkt lautet, dass man die Mission stärker flankieren müsse, indem man Regionalmächte wie Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einbindet, um politisch auf die Huthi-Rebellen Einfluss zu nehmen.[36] Es liegt nicht im strategischen Interesse der Huthi-Rebellen, sich seine Nachbarn dauerhaft zum Feind zu machen. Das chinesische Einwirken auf die Huthi-Rebellen weist in eine ähnliche Richtung.
Ägypten verfügt über umfangreiche, modern ausgestattete Seestreitkräfte und hat erhebliche finanzielle Verluste aufgrund des Rückgangs des Verkehrs im Suezkanal. Es könnte sich auch militärisch an der Bekämpfung der Huthis beteiligen, tut dies aber nicht.
Neben den negativen Folgen, die sich aus militärischer Sicht für den Westen durch den Einsatz im Roten Meer ergeben, könnte man argumentieren, dass der Einsatz der Flugabwehrsysteme unter realen Einsatzbedingungen auch Vorteile bietet. Die Erfahrungen der Briten im Falklandkrieg 1982 haben Waffensysteme, Seekriegstaktik, Ausbildung und Schiffbau erheblich beeinflusst. Ähnliches könnte sich in abgeschwächter Form auch jetzt wiederholen.
Zusammenfassend ist anzuraten, sich ernsthaft mit der Frage zu beschäftigen, wie der Einsatz beendet werden kann. Eine lange Fortsetzung des Einsatzes schadet westlichen Interessen, während es den Interessen unserer Gegner eher nützt. Bislang ist hier aus westlicher Sicht noch kein großer Schaden entstanden, auf der Zeitachse aber wird sich das ändern, wenn das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen schlechter wird.
Literatur
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- Andreas Fulda: Germany and China. How Entanglement Undermines Freedom, Prosperity and Security. London u. a.: Bloomsbury Academic 2024, 256 Seiten
- Janka Oertel: Ende der China-Illusionen. Wie wir mit Pekings Machtanspruch umgehen müssen. München: Piper Verlag 2023, 301 Seiten
- Susanne Weigelin-Schwiedrzik: China und die Neuordnung der Welt. Wien: Christian Brandstätter Verlag (Reihe „Auf dem Punkt“, herausgegeben von Hannes Androsch) 2023, 216 Seiten
- Jörg Himmelreich: Die deutsche Russlandillusion. Die Irrtümer unserer Russland-Politik und was daraus folgen sollte. Köln: Bastei Lübbe 2024, 352 Seiten
- Bildnachweise
Articles in the same Issue
- Titelseiten
- Editorial
- Aufsätze
- Europäische Sicherheit angesichts eines abrupten oder graduellen Rückgangs amerikanischer Sicherheitsgarantien
- Kann sich Europa konventionell gegen eine militärische Bedrohung durch Russland behaupten?
- Der Gazakrieg und seine Folgen für den Nahen Osten
- Kurzanalysen
- Die Rolle von Kernwaffen in der europäischen Sicherheit – geht es auch ohne die USA?
- Kann Europa mittelfristig rüstungswirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen?
- Die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer und ihre Folgen
- Russland und die Türkei – Annäherung unter zwei Rivalen
- Ergebnisse internationaler strategischer Studien
- Lehren aus dem Ukraine Krieg
- Nick Reynolds: Heavy Armoured Forces in Future Combined Arms Warfare. London: RUSI December 2023
- Howard J. Shatz/Clint Reach: The Cost of the Ukraine War for Russia. Santa Monica, Cal.: RAND Corporation, Dezember 2023
- Militärkonkurrenz zwischen USA und China
- Seth G. Jones/Alexander Palmer: Rebuilding the Arsenal of Democracy – The U.S. and Chinese Defense Industrial Bases in an Era of Great Power Competition. Washington, D.C.: Center for Strategic and International Studies (CSIS), März 2024
- Mackenzie Eaglen: Keeping Up with the Pacing Threat: Unveiling the True Size of Beijing’s Military Spending. Washington, D.C.: American Enterprise Institute, April 2024
- Marek Jestrab: A maritime blockade of Taiwan by the People’s Republic of China: A strategy to defeat fear and coercion. Washington, D.C.: The Atlantic Council, Dezember 2023
- Grundsatzfragen amerikanischer Außenpolitik
- Michael J. Mazarr/Tim Sweijs/Daniel Tapia: The Sources of Renewed National Dynamism. Santa Monica, Cal.: The RAND Corporation, April 2024
- Thomas Carothers/Benjamin Feldman: Examining U.S. Relations With Authoritarian Countries. Washington, D.C.: The Carnegie Endowment, Dezember 2023
- Buchbesprechungen
- Andreas Fulda: Germany and China. How Entanglement Undermines Freedom, Prosperity and Security. London u. a.: Bloomsbury Academic 2024, 256 Seiten
- Janka Oertel: Ende der China-Illusionen. Wie wir mit Pekings Machtanspruch umgehen müssen. München: Piper Verlag 2023, 301 Seiten
- Susanne Weigelin-Schwiedrzik: China und die Neuordnung der Welt. Wien: Christian Brandstätter Verlag (Reihe „Auf dem Punkt“, herausgegeben von Hannes Androsch) 2023, 216 Seiten
- Jörg Himmelreich: Die deutsche Russlandillusion. Die Irrtümer unserer Russland-Politik und was daraus folgen sollte. Köln: Bastei Lübbe 2024, 352 Seiten
- Bildnachweise