Unternehmen als Agenten der Armutsüberwindung und Entwicklung. Ihr Beitrag aus Sicht von Ordoliberalismus und Capability-Ansatz / Corporate potentials to fight poverty and foster human development. Ordoliberalismus and Capability Approach perspectives
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Jürgen Volkert
Zusammenfassung
Potenziale von Unternehmen als Agenten der Armutsüberwindung in Entwicklungsländern stoßen in letzter Zeit auf ein verstärktes wissenschaftliches Interesse. Dieser Beitrag soll Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Komplementaritäten von Walter Euckens Ordoliberalismus und des entwicklungsökonomischen Capability-Ansatzes aufzeigen, um konzeptionelle Rückschlüsse auf die Reichweite von Unternehmen zur Armutsüberwindung in Entwicklungsländern ziehen zu können. Zunächst wird Euckens Verständnis ordnungskonformer Sozialpolitik und der zugrundeliegenden sozialen Fragen skizziert. Bis heute sind in vielen Entwicklungsländern alle drei Typen der Euckenschen sozialen Frage anzutreffen. Wie sich diese im Capability-Ansatz konzeptionell verorten und auf welche Weise der Beitrag von Unternehmen zur Armutsüberwindung weit über einkommens- und gütermarktzentrierte Effekte hinausgeht, steht anschließend zur Diskussion. Schließlich zeigt sich, dass ordoliberale Analysen der Interdependenz von Wirtschaftsordnung und politischer Ordnung in der modernen Entwicklungsökonomik stärkere Beachtung finden müssen, um zu einer ordnungskonformen, freiheitsorientierten Konzeption unternehmerischer Potenziale in der Armutsbekämpfung zu gelangen.
Summary
Economists have devoted increasing attention to potentials of corporations as agents for fighting poverty in the developing world. This paper shows commonalities, differences, and complementarities of Walter Eucken’s “Ordoliberalismus” and the Capability Approach in order to conceptually identify the scope of these corporate potentials. First, Eucken’s perception of an optimal social policy and the underlying social questions are sketched out. All three major social questions classified by Eucken are highly relevant in the developing world. Then, these challenges are positioned within a Capability framework, followed by a discussion why corporate contributions against poverty will go well beyond income and commodity impacts. It is argued that modern development economics should devote more attention to traditional German “Ordoliberalismus” analyses of the interdependencies of economic and social order. This is necessary to establish a freedom-oriented concept of corporate potentials in the fight against poverty.
© 2009 by Lucius & Lucius, Stuttgart
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- Vorwort
- Inhalt
- Hauptteil
- 60 Jahrgänge Ordnungstheorie und Ordnungspolitik / Sixty volumes of ORDO
- Ist ‚Freiheit’ als ‚negative Freiheit’ ausreichend bestimmt? Die Positionen Friedrich August von Hayeks und Isaiah Berlins im Kontrast sowie ein Vorschlag zur Diskussion / Is ‚Liberty’ as ‚Negative Liberty’ Appropriately Conceptualised? The Positions of Friedrich August von Hayek and Isaiah Berlin in Comparison and a Proposal for Discussion
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