Das Bilanzproblem der Banken – Ein Lösungsvorschlag / The bank‘s balance sheet problems: a proposal for a solution
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Ulrich van Suntum
and Cordelius Ilgmann
Zusammenfassung
In dem Aufsatz wird ein Vorschlag für eine Rettung des Bankensystems gemacht, der nicht zu Lasten der Steuerzahler geht. Dies geschieht durch die Anwendung des Instrument der Ausgleichsforderungen. Bereits zweimal, zum einen nach dem Ende des Dritten Reiches und zum anderen nach der deutschen Wiedervereinigung, wurden den Banken Ausgleichsforderungen zugeteilt, da die Aktiva durch Krieg bzw. friedliche Revolution zum größten Teil entwertet worden waren. Die Ausgleichsforderungen waren zum Bilanzausgleich gedacht, der aufgrund der asymmetrischen Umstellung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Zuge der Währungsreform notwendig wurde. Diese Staatspapiere waren nicht fungibel, verzinslich und wurden im Laufe der Zeit langsam durch den Staat getilgt. Im Gegensatz zum damaligen Ansatz, schlagen wir vor, dass in der aktuellen Krise die toxischen Papiere, statt gegen verzinsliche, gegen unverzinsliche Staatspapiere ausgetauscht werden. Die Idee ist, die in den Bilanzen versteckten Risiken über die Zeit zu strecken und so dass die Banken die Zeche selber zahlen, ohne dass sie durch die Krise in die Insolvenz getrieben werden. Wie wir zeigen werden, ist diese Vorgehensweise aus ordoliberaler Sicht existierenden Lösungsansätzen vorzuziehen. Unverzinsliche Staatspapiere würden nicht nur den Steuerzahler schonen, sondern auch das Haftungsprinzip stärken und somit keine Anreize für ineffiziente Risikobereitschaft während der nächsten Blase schaffen.
Summary
In this paper, we propose a method for a bail-out of the banking system without expenses to the taxpayer. This is done by applying an instrument that has been twice proven to work successful. On two occasions, after the end of the Third Reich in World War II and after German Reunification in 1990, so called “Ausgleichsforderungen” (compensation bonds) were assigned to banks because the turmoil of war and peaceful revolution respectively had rendered worthless a great part of banks’ assets. These compensation bonds were designed to agree the balance after an asymmetric conversion of outstanding accounts and liabilities during currency reform, which would have left most financial institutions in a state of over-indebtedness. These bonds were none fungible, bore interest and were in the course of time slowly redeemed by the German government. Contrary to this past approach, we suggest that in the current crisis the toxic assets should be exchanged by zero bonds rather than by interest bearing bonds. The key idea is to spread the hidden balance risks over time and thus, ultimately, make the banks themselves pay for the costs without forcing them into crisis induced insolvency. As will be outlined, this course of action is from an ordoliberal point of view superior to existing solution. Not only will zero bonds save taxpayer`s money, but also uphold the market principle of liability for one’s actions, thereby avoiding to set incentives for inefficient risk-prone behavior during the next bubble.
© 2009 by Lucius & Lucius, Stuttgart
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