Der zeitliche Verlauf des Zerfalls des Tabakmosaikvirus bei p H 10,3 wird elektrophoretisch verfolgt. Die hierbei auftretenden Komponenten werden in der Ultrazentrifuge, im Elektronenmikroskop sowie biologisch und hinsichtlich des Nucleinsäuregehalts näher untersucht. 70% des Virus zerfallen unter intermediärer Bildung einer nucleinsäure-reicheren Fraktion (labile Fraktion) in Ribosenucleinsäure und nucleinsäure-freies Protein. Die restlichen 30% (stabile Fraktion) werden unter den gleichen Bedingungen nicht in Nucleinsäure und Protein zerlegt. Eine Ursache für dieses unterschiedliche Verhalten konnte nicht aufgefunden werden. Die nucleinsäure-reichen Teilchen der labilen Fraktion entstehen durch teilweisen Verlust von Protein aus dem Virus, sie sind im Anfangstadium wahrscheinlich noch infektiös. Elektronenmikroskopisch lassen sich Virus-Stäbchen beobachten, bei denen ein Teil des Proteins herausgebrochen ist und im Zentrum ein Nucleinsäurefaden mit einem Durchmesser von etwa 34 A erkennbar wird. Daneben treten Proteinbruchstücke in Form von Scheiben mit dem gleichen Durchmesser wie das Virus und einer Dicke von etwa 70 A auf. Sie besitzen ein zentrales Loch, das dem Durchmesser des Nucleinsäurefadens entspricht. Es wird angenommen, daß in dem Virus diese Proteinscheiben auf dem Nucleinsäurefaden aufgezogen sind.
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Open AccessÜber die Struktur des TabakmosaikvirusJune 2, 2014
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June 2, 2014
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Open AccessNotizen: Über die Hydrolyse des Quecksilber(II)-chlorids (Über Quecksilberhalogenide VI)June 2, 2014
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Open AccessBESPRECHUNGENJune 2, 2014