Chemische und physikalische Eigenschaften von S 4 N 4 hatten es wahrscheinlich gemacht, daß diesem Schwefelnitrid eine Konstitutionsformel zukommt, in der sämtliche Schwefelatome gleichartig gebunden sind bei einer Oxydationszahl des Schwefels von + 3. Gleiche Elektronenbeanspruchung des Schwefels in der Verbindung kann durch Mesomerie erreicht werden, die unter Beteiligung von d-Bindungsbahnen zustande kommen müßte, da es sich hier um ein stark gewinkeltes 8-gliedriges Ringsystem handelt. Für diese Mesomerie wurde ein chemischer Beweis erbracht. Dazu wurde S 4 N 4 durch Reaktion von Verbindungen mit Schwefel der Oxydationszahl + 4 mit Verbindungen, die S 2 + enthalten, synthetisiert. S 4+ wurde mit 35 S markiert. Bei der anschließenden Spaltung des S 4 N 4 -Moleküls in Verbindungen mit S 2 + und mit S 4 + zeigte die Verteilung der Aktivität, daß innerhalb des Moleküls ein Wertigkeitsausgleich durch Mesomerie stattfindet.
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June 2, 2014
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June 2, 2014
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Open AccessÜber Abbaureaktionen an Aminosäuren und PeptidenJune 2, 2014
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June 2, 2014
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Open AccessZur Dokumentation in der UV-SpektroskopieJune 2, 2014
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Open AccessNotizen: Zur Kenntnis von Erdalkali-tetraalkoxoboraten Me [B(OR)4]2. I. Methoxo-VerbindungenJune 2, 2014
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Open AccessNotizen: Zur Kenntnis von Erdalkali-tetraalkoxoboraten Me[B(OR)4]2. II. Äthoxo-VerbindungenJune 2, 2014
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Open AccessNotizen: Beschreibung der VersucheJune 2, 2014
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Open AccessBESPRECHUNGENJune 2, 2014