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Lebenszykluskosten in der Digitalen Fabrik

Optimierte Entscheidungsfindung durch Erweiterung der Produktionsplanung um Folgekosten
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Published/Copyright: March 20, 2017

Kurzfassung

Die stetig steigende Komplexität der Anlagenstruktur im Karosseriebau sowie kürzer werdende Planungsphasen stellen eine große Herausforderung an die Planungsabteilung der Automobilhersteller dar. Bei der Ausschreibung von Produktionsanlagen spielen, neben den Anschaffungskosten, die Folgekosten eine immer wichtigere Rolle. Da wesentliche Produkt- und Produktionsfaktoren in der Regel mit Simulationsmodellen vorab untersucht werden, kann durch die Ergänzung um Lebenszykluskosten die Vergabeentscheidung unterstützt werden. Dieser Beitrag stellt ein Konzept zur Unterstützung der Bewertung von unterschiedlichen Lieferanten während der Planungsphase vor.

Abstract

The ongoing growth in complexity of body shop installation as well as increasingly shorter planning phases represents a big challenge for the planning department of automotive manufacturers. Besides the technical feasibility, the costs are a decisive factor. Beyond asset costs for production facilities, the operating costs play an increasingly important role. Due to the fact, that generally significant product and production factors are analyzed with simulation models in advance, the award decision can be supported by the life-cycle cost. This paper presents a concept to support the assessment of different suppliers during the planning phase.


M. Eng. Dipl.-Ing. (FH) Andreas Müller, geb. 1984, studierte Mechatronik und Maschinenbau – Produktionssysteme an der TFH Berlin bzw. Beuth Hochschule. Seit März 2015 ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Maschinen- und Rechnergestützte Produktion der Helmut-Schmidt-Universität im Auftrag der AUDI AG tätig.

M. Eng. Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Martin Bornschlegl, geb. 1981, studierte Wirtschaftsingenieurwesen und Technisches Beschaffungsmanagement an der TH Ingolstadt. Seit August 2010 ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Angewandte Forschung der TH Ingolstadt tätig.

Prof. Dr.-Ing. Frank Mantwill, geb. 1961, ist Inhaber der Professur Maschinenelemente und Rechnergestützte Produktentwicklung an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Er studierte an der RWTH Aachen Maschinenbau und wurde 1992 an der TU Hamburg-Harburg auf dem Gebiet der rechnergestützten Konstruktion promoviert. Von 1992 bis 2003 war Professor Mantwill auf dem Gebiet der Produkt- und Prozess-entwicklung sowohl in der Entwicklung als auch in der Produktion in der Industrie leitend tätig, zuletzt in der Fertigungsplanung Karosseriebau bei einem deutschen Automobilbauer im Premiumsegment.

Prof. Dr.-Ing. Markus Bregulla, geb. 1963, ist seit 2002 Professor für Automatisierungstechnik an der TH Ingolstadt sowie Leiter des Bereichs „Production Now“ im Zentrum für Angewandte Forschung (ZAF).


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Online erschienen: 2017-03-20
Erschienen im Druck: 2016-05-29

© 2016, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 24.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/104.111515/html?lang=en
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