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Einsatzanalyse von RFID-Technologie in KMU

  • Munir Merdan , Alois Zoitl , Ingo Hegny and Bernard Favre-Bulle
Published/Copyright: April 19, 2017

Kurzfassung

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen haben ständig Druck, ihr Management der Warenwirtschaftskette und ihre Prozessabläufe zu optimieren. Eine große Herausforderung ist dabei, die Verfügbarkeit der richtigen Ware zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu garantieren und gleichzeitig Informationen über die aktuell zur Verfügung stehenden Reserven in Echtzeit bereitzustellen. Die Radio Frequency Identification (RFID)-Technologie verspricht hier einen lückenlosen und jederzeit aktuellen Überblick über den Standort und Status von be liebigen Wirtschaftsgütern in der gesamten Warenwirtschaftskette. RFID eröffnet völlig neue Möglichkeiten, bestimmte Prozesse innerwie auch zwischenbetrieblich zu optimieren und zu automatisieren. Dies ermöglicht Zeiteinsparungen, spürbare Kostensenkungen und bessere Reaktionsmöglichkeiten auf Nachfrageschwankungen. Jedoch ist die Entscheidung einer möglichen Einführung dieser Technologie für ein Unternehmen nicht ohne Vorbehalt zu treffen. Das Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik der Technischen Universität Wien hat im Rahmen eines von der Wiener Wirtschaftskammer finanzierten Projekts eine Studie durchgeführt. Diese Studie behandelt die Fragen, wo innerhalb der Wertschöpfungskette die größten Potenziale der RFID-Technologie liegen, welche Hürden die weitere Verbreitung hemmen sowie in welchen Anwendungsgebieten die größten Gewinne durch die RFID-Technologie zu erwarten sind.

Abstract

Application Analysis of RFID Technology in Small and Medium-sized Enterprises. The Small and Medium-sized Enterprises have constant pressure to optimize their Supply Chain Management and workflows. A great challenge is getting the right product to the right place at the right time and synchronous to that to have up-to-date information about the available reserves. In order to reach this, it is necessary to use new technologies. The RFID (Radio Frequency Identification) Technology promises to deliver accurate and anytime current overview of the location and status of economic goods in the entire Supply Chain. RFID opens completely new possibilities to optimize and automate certain processes within and between companies. RFID enables time savings, significant reduction of costs and offers potentially better reaction to fluctuations in demand. However, for an enterprise, the decision of a possible introduction of this technology is not to be made without reservation. An introduced RFID system can bring many advantages and cost savings for a company, however this strongly depends on the level of automation and type of the logistic system of the company. The Automation and Control Institute of the Vienna University of Technology has accomplished a study within the framework of the project financed by the Vienna Economics Chamber. This study treats the following questions: where are the largest potentials of the RFID technology within the Supply Chain, which obstacles restrain the further spreading of this technology, as well as in which areas of application the largest profits from RFID technology could be expected.


Dipl.-Ing. Munir Merdan ist als Assistent am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik (ACIN) der TU Wien im Forschungsfeld „Kognitive Informationsverarbeitung“ tätig. Seine Arbeitsgebiete umfassen Wissensbasierte Systeme, Agenten-Systeme sowie CAX-Technologien.

Dipl.-Ing. Alois Zoitl ist Leiter des Forschungsfeldes „Verteilte, intelligente Steuerungstechnik“ am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik (ACIN) der TU Wien. Seine Arbeitsgebiete umfassen hochverteilte Steuerungssysteme, komponentenbasierter Steuerungsentwurf, Echtzeitabarbeitung von gemischt event- und zeitgetriggerten Applikationen mit dem Fokus auf Rekonfigurationsunterstützung.

Dipl.-Ing. Ingo Hegny ist als Assistent am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik (ACIN) der TU Wien im Forschungsfeld „Verteilte, intelligente Steuerungstechnik“ tätig. Seine Arbeitsgebiete umfassen verteilte Steuerungssysteme, komponentenbasierten Steuerungsentwurf, Energiemanagement für autonome Energieversorgungssysteme sowie Simulation von Produktionsanlagen.

Univ.-Prof. Dr. Bernard Favre-Bulle bekleidet seit 2003 den Lehrstuhl für Industrielle Automation am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik (ACIN) an der Technischen Universität Wien. Er ist Leiter des Instituts sowie des Institutsübergreifenden Forschungsschwerpunkts AUTCOM (Automatisierungs- und Computertechnik).


References

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Online erschienen: 2017-04-19
Erschienen im Druck: 2007-09-28

© 2007, Carl Hanser Verlag, München

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