Glück im Unglück. Hans Christian Andersens Schwank „Was Vater tut, ist stets das Richtige“ im Spiegel literarischer und mündlicher Überlieferungen
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Hans-Jörg Uther
Zusammenfassung
Andersens späte Geschichte Hvad Fatter gjør, det er altid det Rigtige (1861) demonstriert in den Figuren des Bauern und seiner Frau, daß Harmonie und persönliche Zufriedenheit wichtiger sind als materielles Glück. Der glückliche Zufall eröffnet selbst Außenseitern eine Chance. Trotz mißglückender Handelsgeschäfte erscheint Andersens Darstellung des Bauernehepaars in mildem Licht. Ältere literarische Versionen (Grimm, Bechstein) wie auch Fassungen aus späterer mündlicher Überlieferung zeigen häufig eine andere Bewertung der Handlungsträger: Ihre Tauschgeschäfte führen zu Nachteilen für die Betroffenen und offenbaren deren einfältiges Wesen.
Abstract
Andersen’s late story Hvad Fatter gjør, det er altid det Rigtige (1861) demonstrates through the characters of the peasant and his wife that harmony and personal contentment are more important than material fortune. Chance even provides outsiders with favourable opportunities. In spite of their unsuccessful commercial transactions, Andersen portrays the peasant couple in a gentle light. In that, he differs from earlier literary versions (Grimm, Bechstein) as well as later variants from oral tradition where the exchange deals are often shown to be detrimental to the traders and reveal their foolishness.
Résumé
L'histoire Hvad Fatter gjør, det er altid det Rigtige (1861), datant de la dernière période de l'œuvre andersenien, démontre par les caractères du paysan et de sa femme que contentement et harmonie passent richesse. Le hasard donne des chances même à ceux qui sont défavorisés dans la vie. Bien qu'ils restent sans succès dans leurs transactions commerciales, Andersen montre le couple sous un jour favorable, à la différence de versions littéraires précédentes (Grimm, Bechstein) et de variantes orales ultérieures où les transactions apparaissent souvent comme désavantageuses pour les intéressés et revèlent leur imbécillité.
© Walter de Gruyter
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