Photomurals
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Johanna Spanke
Über dieses Buch
Das fotografische Wandbild, das sogenannte photomural, wurde in den USA der 1930er-Jahre zu einem Inbegriff nationaler Kunst und dabei als Gegenentwurf zum mexikanischen Muralismus positioniert. Johanna Spanke untersucht erstmals, inwiefern der Aufstieg des photomural als das Resultat eines Aushandlungsprozesses zwischen Mexiko und den USA begriffen werden kann, bei dem nicht nur nationale Identitätskonstruktionen und Modernitätsdiskurse eine Rolle spielen, sondern auch eine Medienkonkurrenz verhandelt wird. Der Band leistet einen wichtigen Beitrag zu verflechtungsgeschichtlichen Perspektiven auf die US-amerikanische Kunstgeschichte, der intermediale und transnationale Aushandlungen, aber auch Gender Aspekte zentral in den Vordergrund rückt.
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Fotobuchpreis 24/25, Goldmedaille in der Kategorie „Fototheorie Textband“
Information zu Autoren / Herausgebern
Johanna Spanke ist Kunsthistorikerin mit einem Forschungsschwerpunkt auf mexikanischer und US-amerikanischer Kunst des 20. Jahrhunderts sowie deren transkultureller und intermedialer Verflechtungen. Zwischen 2013 und 2021 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg tätig, wo sie 2021 ihre durch ein Promotionsstipendium der Gerda Henkel Stiftung Düsseldorf geförderte Dissertation zur Genese des photomural im transnationalen Aushandlungsprozess zwischen Mexiko und den USA abschloss. Im selben Jahr war Johanna Spanke externe Lehrbeauftragte am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Forschungsstipendiatin der Hamburger Isa Lohmann-Siems Stiftung (Projekt „Widerspruch“). Seit August 2022 ist Johanna Spanke wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Margit Kern in dem Forschungsprojekt „Visual Scepticism. Towards an Aesthetic of Doubt“ (ERC Advanced Grant Horizon 2020) an der Universität Hamburg.
Rezensionen
„Es hat die Jury unisono begeistert, da es auf souveräne, materialreiche und pointierte Weise einen Bereich der Fotogeschichte vorstellt, dem bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde.“ (Prof. Dr. Bernd Stiegler in: Laudation, Deutscher Fotobuchpreis, 2024/2025, https://deutscherfotobuchpreis.de/portfolio/photomurals/ (28.11.2024))
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„Johanna Spankes Publikation zu den Photomurals in den USA und in Mexiko stellt ein heute weitgehend vergessenes Kapitel aus der Fotogeschichte der 1930er- und 1940er-Jahre vor, das visuell nur noch in dokumentarischen Aufnahmen, vorbereitenden Studien und Collagen nachvollziehbar ist. […] Die dafür von der Autorin unternommenen Archivrecherchen sind nicht nur vorbildlich, sondern haben eine Vielzahl schwer zugänglicher und bislang gänzlich unerforschter Aspekte zu Tage gefördert.“ (Angela Lammert in: 21: Inquiries into Art, History, and the Visual, 2024/3)
Fachgebiete
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Frontmatter
1 -
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Inhalt
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Dank
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I Einleitung
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II Das photomural – Eine Begriffsbestimmung
31 -
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III Die Wand als Ort politischer Aushandlungsprozesse: Das Vorbild muralismo
47 -
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IV Die Anfänge des Mediums: Die technischen Voraussetzungen und das photomural in dekorativen Kontexten
123 -
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V Das photomural im Kontext der Ausstellung Murals by American Painters and Photographers im Museum of Modern Art, 1932
171 -
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VI Wand – Bild – „Zwischenbild“: Das photomural und sein Verhältnis zum Bildträger
241 -
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VII Ein mexikanischer Gegenentwurf: Lola Álvarez Bravos fotomural für das Instituto Mexicano del Seguro Social und Landschaftskonzepte im fotografischen Wandbild
365 -
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VIII Resümee
465 -
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Literaturverzeichnis
483 -
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Bildnachweis
537 -
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Register
545 -
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English Summary
553
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