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Stolpersteine im Beschaffungs- und Anlieferprozess variantenreicher Serienprodukte

Symptome, Ursachen, Lösungsansätze
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Published/Copyright: March 16, 2017

Kurzfassung

Viele Unternehmen erhoffen sich auf Grund einer engeren logistischen Vernetzung Kostenvorteile durch kürzere Reaktionszeiten und höhere Planungssicherheit. Doch trotz aufwändig eingesetzter Software-Werkzeuge verfehlen viele die gesetzten Ziele regelmäßig. Der vorliegende Beitrag identifiziert so genannte Stolpersteine im Beschaffungs- und Anlieferprozess als konzeptionelle Defizite. Er zeigt organisatorische Lösungsalternativen und ihre konsequente Umsetzung bis in die Software auf.

Abstract

Stumbling blocks of supply processes – symptoms, root causes and solutions. Many companies expect a closer networking of their logistics activities to provide them with cost benefits due to shorter response times and increased planning reliability. However, despite the use of costly software tools many companies fail to achieve the set goals. This paper identifies so-called stumbling blocks in the supply and delivery process and highlights their conceptual deficiencies. It points to alternative organizational solutions and shows how they can be transformed consistently to accomplish a working software tool.


Dr.-Ing. Hans-Hermann Wiendahl, geb. 1967, studierte an der TU Berlin Wirtschaftsingenieurwesen. Seit 1996 ist er Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) sowie am Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart; zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, später als Abteilungsleiter und jetzt als Fachreferent Auftragsmanagement und Logistik. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet des Produktionsmanagements, der Konzeption, der Planung und Steuerung der produzierenden Industrie sowie der Auswahl und Einführung von ERP- und MES-Software. Zu diesen Themen leitete er viele Industrie- und Forschungsprojekte.

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Holger Barthel, geb. 1971, studierte an der Universität Kaiserslautern Wirtschaftingenieurwesen. Nach seinem Studium war er von 1998 bis 2001 bei der Robert Bosch GmbH im Bereich Logistik tätig. Seit 2001 arbeitet er am Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart und verantwortet dort seit 2004 als Gruppenleiter die Themengebiete Beschaffungslogistik und Lieferantenparks. In den vergangenen Jahren hat er zahlreiche nationale und internationale Industrieprojekte in der variantereichen Serienproduktion begleitet oder geleitet. Parallel zu seiner Tätigkeit am Fraunhofer IPA promoviert er im Bereich der Logistik, speziell an der logistischen Schnittstelle zwischen Kunde und Lieferant, an der Universität Stuttgart und wird diese Arbeit im Jahr 2006 abschließen.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. mult. Engelbert Westkämper, geb. 1946, ist seit 1995 Direktor des Institutes für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) und Professor an der Universität Stuttgart sowie Geschäftsführender Leiter des Fraunhofer-Institutes für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart, promovierte 1977 an der RWTH Aachen über die „Automatisierung in der Einzel- und Serienfertigung“. Bevor er 1988 als Lehrstuhlinhaber und Direktor des Institutes für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) der TU Braunschweig an die Universität zurückkehrte, war er 12 Jahre lang in der deutschen Luftfahrt- und Elektronikindustrie tätig, wo er für die Entwicklung, Planung und Einführung von neuen Produktionskonzepten und -verfahren verantwortlich war, zuletzt als Leiter des Zentralbereichs Produktionstechnik der AEG Aktiengesellschaft in Frankfurt.


References

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Online erschienen: 2017-03-16
Erschienen im Druck: 2005-12-18

© 2005, Carl Hanser Verlag, München

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