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Management marktorientierter Innovationen in der Nutzfahrzeugindustrie

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Published/Copyright: March 16, 2017

Kurzfassung

Die Entwicklung von Nutzfahrzeugen ist durch drei Problemstellungen gekennzeichnet. Zum einen ist es notwendig, die an der Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge ausgerichteten Kaufkriterien zu berücksichtigen. Zweitens findet eine Betrachtung der Produktmerkmale hauptsächlich auf Komponenten- bzw. Systemebene statt. Und drittens verkürzen sich die Entwicklungszyklen zunehmend. Hierbei ist eine besondere Vorgehensweise zur Durchführung der Innovationsaktivitäten erforderlich. Technische Neuerungen mit Konzeptbeeinflussung können nur in einem vom Gesamtfahrzeug abhängigen Zeitfenster eingebracht werden, nicht konzeptrelevante Themen allerdings auch in laufende Fahrzeugbaureihen. Ein neuer Prozessansatz zum Management der Innovationsvorhaben unter der Berücksichtigung verschiedener Zeithorizonte wird im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge bei DaimlerChrysler erprobt. Dieser integriert die Organisation und Strukturierung der Innovationsthemen sowie die notwendigen Schnittstellen. Das Vorgehen soll im Rahmen dieses Artikels aufgezeigt und erläutert werden.

Abstract

The development of commercial vehicles is characterized by three challenges. At first, the economic aspects of the customer buy criteria have to be considered. Second, product features are mainly regarded on the component and system level. And third, the development cycles are constantly becoming shorter. In this context, a special approach to perform innovation activities is necessary. Technical innovations with concept relevance are dependant on the time slot defined by the entire vehicle or can be integrated into existing vehicle lines if the topic is not concept relevant. A new process, suitable for the management of innovation projects with consideration of different time horizons, is tested in the commercial vehicles division of DaimlerChrysler. The approach integrates the organisation and structuring of innovation activities and corresponding interfaces. This procedure is presented and explained in detail.


Prof. Dr.-Ing. Diethard Bergers, geb. 1951, vertritt das Fachgebiet Produktionstechnologie und Produktentwicklung an der Universität Duisburg-Essen. Er studierte Physik und Mathematik an der Universität zu Köln und promovierte 1982 am Aerodynamischen Institut der RWTH Aachen im Fachbereich Maschinenbau. Von 1985 bis 1990 war er als Referent in der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung tätig, zunächst im Rahmen des Förderprogramms, später als persönlicher Referent von Herrn Prof. Dr. h. c. mult. Berthold Beitz. 1990 wechselte er zur zentralen Forschung und Entwicklung des Krupp-Konzerns und wurde dort 1992 zum Geschäftsführer bestellt. 1994 übernahm er zusätzlich die Leitung des Zentralbereichs Technik in der Konzernleitung, wo er bis zu seinem Wechsel an die Universität Essen im Oktober 1998 als Direktor tätig war.

Dipl.-Ing. Jochen Rahmfeld, geb. 1977, studierte Maschinenbau mit dem Studienschwerpunkt Mechatronik an der Universität Duisburg-Essen. Zurzeit ist er bei der DaimlerChrysler AG in Stuttgart in der Abteilung Innovationsstrategie und -management im Bereich der Vorentwicklung Lkw als Doktorand tätig und befasst sich im Rahmen seiner Dissertation mit der Steuerung des Innovationsprozesses.


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Online erschienen: 2017-03-16
Erschienen im Druck: 2005-10-27

© 2005, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 16.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/104.100948/html
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