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Asset Administration Shell

Deutschlands Standard für Digitale Zwillinge
  • Pooja Kumari Gupta

    Pooja Kumari Gupta, M. Sc., geb. 1995, studierte Maschinenbau und Systemtechnik für die Fertigung und ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Produktion und Informatik der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Asset Administration Shell, AutomationML, OPC UA und Digitalisierung von Produktionssystemen im Rahmen von Industrie 4.0. Sie arbeitete zuvor als Assistant Manager im Logistikbetrieb bei der Bosch Automotive Aftermarket India in Bengaluru.

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    , Jonas Heller

    Jonas Heller, M. Eng., geb. 1989, studierte Automatisierung und Robotik und ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Produktion und Informatik in Sonthofen der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten. Neben Automatisierungsthemen sind seine Forschungsschwerpunkte die Entwicklung und der Einsatz Digitaler Zwillinge in der produzierenden Industrie. Er arbeitete zuvor als Konstrukteur und Koordinator im Sondermaschinenbau bei der Firma Robert Bosch GmbH sowie als Konstrukteur bei der Firma Highvolt Prüftechnik Dresden GmbH.

    and Bernd Lüdemann-Ravit

    Prof. Dr.-Ing. Bernd Lüdemann-Ravit, geb. 1970, Diplom in Informatik, Promotion in Elektrotechnik/Robotik, Er arbeitete u. a. als IT-Systemgestalter, Projektleiter Digitale Produktionsplanung und Manager IT für die Digitale Fabrik bei Mercedes-Benz AG in Sindelfingen und Stuttgart, Heute ist er Leiter des Instituts für Produktion und Informatik und Leiter des StartUp Center der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Kempten.

Published/Copyright: October 29, 2025

Abstract

Fehlende Interoperabilität proprietärer Digitaler-Zwilling-Lösungen hemmt die Skalierung in der Industrie. Um dieses Problem zu lösen, analysiert diese Studie erstmals Deutschlands Asset Administration Shell (AAS), auch bekannt als Verwaltungsschale, durch Befragung von über 50 Manufacturing-X und KoPa35c Projekten, an denen mehr als 200 Unternehmen beteiligt sind. Der internationale Vergleich mit den USA, China und Japan zeigt dabei: Nur Deutschland führt sowohl bei Frameworks als auch Umsetzung. Dies resultiert in der Etablierung der AAS als IEC-Standard mit praktischer Implementierung in Forschungsprojekten.

Abstract

Lack of interoperability of proprietary digital twin solutions hinders industrial scaling. To address this problem, this study provides the first systematic analysis of Germany‘s Asset Administration Shell (AAS) through a survey of over 50 Manufacturing-X and KoPa35c projects involving more than 200 companies. International comparison with the USA, China, and Japan reveals: Only Germany leads in both frameworks and implementation. The result is the establishment of AAS as IEC standard with practical implementation in research projects.

Warum Digitale Zwillinge Standards benötigen

Im Zeitalter von Industrie 4.0 haben sich Digitale Zwillinge als Schlüsseltechnologie für die Produktionsplanung, die operative Transparenz, für Live-Entscheidungen und zur vorausschauenden Wartung etabliert. Definiert als virtuelle Abbilder physischer Anlagen [1], Prozesse oder Systeme, die sich parallel zu ihren realen Gegenstücken entwickeln, bieten Digitale Zwillinge Potenzial über den gesamten Lebenszyklus hinweg, von der Konstruktion über Produktion bis hin zu Service und Stilllegung [2]. Mit der globalen Verbreitung des Digitaler-Zwilling-Konzepts stehen Industrieunternehmen jedoch vor einer grundlegenden Herausforderung: dem Mangel an standardisierten Ansätzen für Modellierung, Verwaltung und Austausch von Digitaler-Zwilling-Daten [3]. Die meisten aktuellen Implementierungen sind proprietär und eng auf bestimmte Lebenszyklusphasen oder Anbieter begrenzt. Dies führt zu einer Fragmentierung der Daten und Systemlandschaft, schränkt die Interoperabilität über Organisationsgrenzen hinweg ein und behindert die Skalierbarkeit von Digitaler-Zwilling-Lösungen, insbesondere bei der Kollaboration zwischen produzierenden Unternehmen oder zwischen Logistikunternehmen und der globalen Lieferkette [4].

Da diese Herausforderungen früh von der Industrie-4.0-Bewegung erkannt wurden, arbeiteten deutsche Standardisierungsorganisationen, Industrieverbände (wie z. B. ZVEI und VDMA) und führende Forschungsinstitute zusammen, um ein Referenzframework für die Digitalisierung in der Fertigung zu definieren. Dies führte zur Entwicklung des Referenzarchitekturmodells Industrie 4.0 (RAMI 4.0) im Jahr 2015 (Bild 1) [5].

Bild 1 Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0) [5]
Bild 1

Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0) [5]

Doch ein konzeptioneller Rahmen allein ist nicht ausreichend, um Anlagen, Maschinen, Komponenten oder Softwaremodule zu vernetzen. Diese Notwendigkeit führte zur Entstehung der Asset Administration Shell (AAS), die ein standardisiertes Datenmodell bereitstellt. Das AAS-Konzept sieht vor, dass jede Industrie 4.0-fähige Komponente eine Verwaltungsschicht besitzt [6] (Bild 2). Die AAS transformiert die abstrakten Schichten von RAMI 4.0 in konkrete, maschinenlesbare Modelle, die beschreibende, verhaltens- und betriebsbezogene Informationen über eine Anlage tragen und dadurch eine Interoperabilität im großen Maßstab über Unternehmens- und Systemgrenzen sowie Plattformen ermöglichen [7]. Die AAS dient als standardisierte digitale Repräsentation für industrielle Anlagen und verfügt über standardisierte APIs, die semantischen Datenaustausch und Interoperabilität über verschiedene Systeme ermöglichen [8]. Im Kern ermöglicht die AAS, dass industrielle Anlagen „dieselbe Sprache sprechen“ – unabhängig von ihrem Hersteller, Alter oder ihrer Komplexität.

Bild 2 Asset und Verwaltungsschale bilden zusammen eine I4.0-Komponente [5]
Bild 2

Asset und Verwaltungsschale bilden zusammen eine I4.0-Komponente [5]

AAS für standardisierte Digitale Zwillinge

Die Asset Administration Shell (AAS) eröffnet Unternehmen neue Möglichkeiten für standardisierte Digitale Zwillinge in der industriellen Produktion. Sie verspricht herstellerübergreifende Interoperabilität und nahtlose Integration über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Anwendungen aus dem Manufacturing-X Forschungsprogramm zeigen das Potenzial für sichere, souveräne Datenräume in verschiedenen Domänen. Ein zentraler Vorteil ist die Fähigkeit zur Modularität: Submodelle können sowohl branchenspezifisch als auch universell entwickelt werden. Die internationale Anerkennung durch IEC 63278-1 positioniert AAS als globalen Standard für Digitale Zwillinge.

Die AAS-Spezifikation [8] definiert das Metamodell der AAS. Damit wird jedes physische oder logische Asset, etwa eine Maschine, Software oder ein Prozess, mit einer standardisierten digitalen Repräsentation, dem Digitalen Zwilling, verknüpft [8]. Dieser Digitale Zwilling stellt strukturierte Informationen über spezialisierte Container zur Verfügung, sogenannte Submodelle. Man kann sich Submodelle als Ordner vorstellen, die jeweils spezifische Informationstypen über das jeweilige Asset enthalten, wie z. B. Identifikationsdaten, technische Spezifikationen oder Echtzeit-Betriebsdaten von Sensoren. Bild 3 zeigt eine allgemeine Struktur einer AAS.

Bild 3 Die allgemeine Struktur der Verwaltungsschale [8]
Bild 3

Die allgemeine Struktur der Verwaltungsschale [8]

Die Grundstruktur einer AAS besteht aus vier Schlüsselkomponenten [8]: einer global eindeutigen Kennung (typischerweise gemäß URN/IRI-Formaten), die sicherstellt, dass jede Anlage eine eindeutige digitale Identität besitzt, Anlagenreferenzen, die den Digitalen Zwilling mit seinem realen Gegenstück verknüpfen, einer Sammlung von Submodellen, die jeweils potentiell mit Industriestandards oder -profilen verknüpft sind, und semantischen Definitionen unter Verwendung etablierter Vokabulare wie IEC CDD oder ECLASS [9] für die Maschineninterpretierbarkeit.

Im Gegensatz zu proprietären Lösungen ermöglicht die AAS-Interoperabilität [10] durch drei Schlüsselfähigkeiten: Erstens bietet sie Lebenszykluskontinuität, bei der Informationen von der Konstruktion bis zur Stilllegung zugänglich bleiben und eine nahtlose Integration von Betriebsdaten und Wartungsprotokollen ermöglichen. Zweitens gewährleistet sie herstellerübergreifende Kompatibilität durch standardisierte Submodell-Templates, wodurch Komponenten verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren können, wie z. B. eine Pumpe von Hersteller A, die ihren Status an ein Steuerungssystem von Hersteller B meldet [11]. Schließlich unterstützt die AAS eine dezentrale Integration, die es Anlagen ermöglicht, sich größeren Systemen anzuschließen, ohne dass dies eine zentrale Koordination oder maßgeschneiderte Integration für jede Verbindung erfordert.

In der Praxis erfüllen AAS-Implementierungen mehrere Rollen. Sie können als Digitale Produktpässe fungieren, die Compliance-, Nachhaltigkeits- und Konfigurationsdaten aggregieren [12]. Zudem kann die AAS als Kommunikationsschnittstellen dienen, die Betriebstechnik (OT) und Informationstechnik (IT) ohne maßgeschneiderte Middleware zu benötigen verknüpft. Außerdem wirkt sie als Plug-and-Produce-Befähiger [6], um die Inbetriebnahme und die Rekonfiguration von Fertigungsausrüstung zu vereinfachen. Als Träger von Expertenwissen fungiert die AAS durch wiederverwendbare Submodelle. Dadurch überbrückt sie die Lücke zwischen den konzeptionellen Schichten von RAMI 4.0 und der konkreten Implementierung. Über alle Lebenszyklusphasen hinweg ist die AAS in allen ‚Informations‘- und ‚Funktions‘-Schichten enthalten [6]. Durch diese Fähigkeit unterstützt sie sowohl die horizontale Integration von Anlagen über Wertschöpfungsketten als auch die vertikale Integration über Automatisierungsebenen hinweg.

AAS-Entwicklung und Standardisierung

Eine von Deutschlands erfolgreichsten Standardisierungsumsetzungen der letzten Jahrzehnte ist die Transformation der AAS vom Konzept zum internationalen Standard [13], die Deutschland an die Spitze digitaler Fertigungsstandards bringt. Jüngste umfassende Analysen zeigen, wie diese Entwicklung durch verschiedene Phasen voranschritt, die jeweils auf breitere industrielle Adoption und internationale Anerkennung hinarbeiteten [14].

2016 begann die AAS-Standardisierung mit DIN SPEC 91345 [15], die grundlegende Prinzipien etablierte, aber Koordinationslücken und Implementierungslücken offenbarte. Frühe fragmentierte Bemühungen mangelte es an Koordination für industrielle Einführung.

Mit der Gründung der Industrial Digital Twin Association (IDTA) im Jahr 2020 [16] erfolgte die entscheidende Transformation zu industriegetriebener Steuerung für systematische Weiterentwicklung. Die IDTA übernahm zentrale Verantwortung für Verwaltung, Standardisierung und Verbreitung von AAS-Spezifikationen und schuf ein kollaboratives Ökosystem, in dem Forschungsprojekte wie BaSys 4.0 [17] architektonische Blaupausen beitrugen, während Industriepartner Praxisvalidierung und Anforderungen lieferten. Dieser koordinierte Ansatz stellte praktische Lösungen sicher, die echte industrielle Herausforderungen adressierten anstatt akademischer Übungen.

Der Standardisierungsweg gipfelte 2023 in der Veröffentlichung von IEC 63278-1 [13], die AAS als international anerkannten Standard für Digitale Zwillinge in industriellen Anwendungen etablierte und den Übergang von deutscher Initiative zu globalem Framework markierte. Umfassende Spezifikationen und standardisierte Submodell-Templates haben die Implementierung branchenübergreifend beschleunigt [14]. Heute unterhält die IDTA ein Ökosystem von Spezifikationen und Tools, das Metamodelle, Serialisierungsformate und branchenspezifische Submodell-Templates umfasst [16, 18], wodurch globale Adoption interoperabler Digitaler-Zwilling-Lösungen ermöglicht und Deutschlands Führungsrolle in der Digitalen Fertigungsstandardisierung gefestigt wird.

Überblick über die AAS-Implementierung in Deutschland

Deutschlands Manufacturing-X Initiative, finanziert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), etabliert sichere, souveräne und interoperable Datenräume für die Fertigung und positioniert AAS als grundlegendes Element [19, 20]. Dieser strategische Ansatz kombiniert Bottom-up-Industrieengagement durch die IDTA mit Top-down-Regierungsunterstützung und richtet die AAS-Entwicklung an Deutschlands Vision Digitaler Souveränität aus.

Das DAVID-Projekt (Direkte Anwendungshilfe der AAS zur Vernetzung im Industrie 4.0 Datenraum) dient sowohl als technischer Befähiger als auch als Koordinationszentrum für AAS-Implementierung innerhalb von Manufacturing-X [21]. Seit 2023 koordiniert der Manufacturing-X Council Germany Projektaktivitäten und gewährleistet Ökosystem-Interoperabilität [22].

DAVID führte eine systematische Untersuchung der AAS-Implementierung in 38 KoPa35c-Projekten durch und sammelt derzeit entsprechende Daten von 13 Manufacturing-X-Projekten. Die vollständigen Ergebnisse der KoPa35c-Analyse umfassen Erkenntnisse von über dreißig Konsortialpartnern aus verschiedenen Industriebereichen, von Automobilbau und Stahlverarbeitung bis hin zu Kabelbaumfertigung und Logistikautomatisierung, über Meetings und Online-Umfragen. DAVID erfasste reale Implementierungsentscheidungen, praktische Herausforderungen und konkrete Ergebnisse von Projekten mit tatsächlichen Industriebudgets und Projektlaufzeiten. Jedem Projekt wurden drei direkte Fragen gestellt: Nutzen Sie AAS? Wie implementieren Sie es? Welche Barrieren verhindern die Adoption?

KoPa35c-Projekte: Ausgereifte Implementierungsmuster

Die DAVID-Umfrage zu 38 KoPa35c-Projekten offenbarte drei verschiedene Implementierungsmuster: 45 Prozent strategische Nicht-Anwender, 37 Prozent selektive Implementierer und 18 Prozent umfassende Anwender.

Aktive umfassende Anwender (18 %, 7 Projekte)

Diese Projekte implementieren nicht nur mehrere IDTA-Submodelle, sondern tragen aktiv zur Standardisierung bei. Projekt TwinMaP nutzt acht etablierte Submodelle und entwickelt zwei neue (Machine Signals und Production Calendar). VWS4LS kombiniert fünf Standard-Submodelle mit bereichsspezifischen Entwicklungen für die Kabelbaumfertigung und entwickelt bereichsspezifische Standardisierungsbeiträge: Data Retention Policies und Bill of Process (noch in Entwicklung mit IDTA). AdaProQ hat erfolgreich ihr Inspection Documents of Steel Products-Submodell veröffentlicht, das standardisierte Darstellung von Zugprüfungen, Härteprüfungen und chemischen Zusammensetzungsdaten basierend auf DIN EN-Standards ermöglicht. Diese Projekte zeigen, wie AAS sowohl bestehende Standards nutzt als auch neue Industriestandards schafft.

Strategische selektive Implementierer (37 %, 14 Projekte)

Diese Projekte verfolgen einen gezielten, schrittweisen Ansatz mit klaren Geschäftszielen. SFTwin nutzt bewusst nur das Digital Nameplate-Submodell und priorisiert Industriedemonstration über umfassende Abdeckung: „Der Fokus liegt darauf, AAS in die Industrie einzuführen, indem mit einfachen Submodellen begonnen wird... Die Priorität ist, AAS-Vorteile zu demonstrieren und Begeisterung bei Unternehmen zu wecken.“ SDM4ZI exemplifiziert ausgeklügelte selektive Implementierung und nutzt AAS zur Umsetzung eines Product-Process-Resource -basierten Referenzmodells mit benutzerdefinierten Submodellen für Geometrie, Design, Qualität und Stückliste, mit Fokus auf Integration von AAS in Engineering-Workflows und strukturierte Digitale Modellierung über den Produktlebenszyklus. NextOEM verfolgt einen konservativeren Ansatz und verwendet veröffentlichte Submodelle für Steckverbinder und Stücklisten, während es graphenbasierte Datenmodelle mit AAS für bidirektionale Kommunikation und zukünftige Datenimport-/exportfähigkeiten zu verknüpfen sucht. Diese Projekte zeigen, wie AAS strategisch eingeführt wird: klein anfangen, Nutzen beweisen, dann erweitern.

Strategische Nicht-Anwender und zurückhaltende Evaluierer (45 %, 17 Projekte)

Diese Projekte treffen bewusste Geschäftsentscheidungen gegen AAS basierend auf spezifischen Anforderungen. VADER wählte explizit CATENA-X über AAS aufgrund „begrenzter Anwendbarkeit von AAS für immaterielle Assets wie Prozesse und Software.“ AdDEDValue entwickelte maßgeschneiderte Lösungen, nachdem AAS als „zu generisch für ihre Bedürfnisse“ empfunden und „klare Vorteile für das Projekt zur Motivierung der Adoption“ gefordert wurden. ReGAIN fokussiert auf OPC UA-Informationsmodelle für Gießerei und konzentriert sich auf CATENA-X für unternehmensübergreifende Schnittstellen, wobei AAS als außerhalb ihrer Kernanforderungen betrachtet wird. Diese Projekte zeigen: AAS-Ablehnung erfolgt nicht aus Widerstand, sondern aus rationalen Geschäftsentscheidungen.

Manufacturing-X-Projekte: Ökosystemebenen-Integration

Während sich KoPa35c-Projekte primär auf individuelle Implementierungen konzentrierten, repräsentieren die 13 Manufacturing-X-Projekte eine neue Phase der AAS-Adoption innerhalb Deutschlands breiterer Datenraum-Strategie. DAVID sammelt derzeit detaillierte Daten zu AAS-Submodell-Nutzungsmustern von diesen Projekten und folgt dabei derselben Methodik, die für KoPa35c-Projekte verwendet wurde. Frühe Indikatoren aus ersten Diskussionen lassen darauf schließen, dass Manufacturing-X-Projekte AAS anders angehen, und zwar durch drei Schlüsselaspekte: Datenraum-Integrationsfokus, bei dem Projekte AAS nicht nur als lokales Asset-Management bewerten, sondern als Teil föderierter Datenaustausch-Architekturen, branchenübergreifende Zusammenarbeit, da Manufacturing-X-Projekte mehrere Industriesektoren umspannen und standardisierte Schnittstellen für verschiedene Asset-Typen erfordern, und Souveränitätsanforderungen, bei denen Projekte Vorteile des Datenaustauschs mit Datensouveränität und Sicherheitsanforderungen ausbalancieren müssen.

Das Factory-X-Projekt entwickelte das MX-Port-Konzept [23], ein formales architektonisches Framework, das AAS als Kernkomponente von Manufacturing-X-Datenräumen positioniert. Zwei anfängliche Konfigurationen demonstrieren diesen Ansatz: „Hercules“ adaptiert die Catena-X-Architektur mit Datenraum-Protokollen, während „Leo“ spezifisch auf AAS-Integrationstechnologie aufbaut, die mit IEC 63278-Standards konform ist. Beide Konfigurationen verwenden AAS-Submodelle für semantische Modellierung und demonstrieren AAS als grundlegende Schicht für Datenraum-Integration. Das MX-Port-Konzept zeigt starkes Potenzial für Adoption in anderen Manufacturing-X-Projekten und deutet auf Industrieanerkennung standardisierter Datenraum-Schnittstellen hin, die AAS-semantische Fähigkeiten nutzen.

Vielfältige Implementierungsansätze projektübergreifend: Die umfassende Sicht auf KoPa35c- und Manufacturing-X-Projekte offenbart verschiedene technische Ansätze. Die Implementierungsvielfalt reicht von etablierten Plattformen wie Basyx und Tractus-Tools (NuMA 4.X) bis hin zu programmierungsbasierten Lösungen unter Verwendung des Python SDK für die Generierung Digitaler Produktpässe (Digi-Zug3D). Edge-Layer-Integrationsansätze (Antreib4.0) koexistieren mit maßgeschneiderten Plattform-Integrationsstrategien (CoLab4DigiTwin).

Branchenspezifische Muster entstehen sektorübergreifend. Automobilprojekte betonen gemäßigte, zunächst interne Ansätze mit Fokus auf Lieferketten-Integration. Additive Fertigungsprojekte nutzen AAS für umfassende Digitale Produktpass-Implementierung. Prozessindustrien konzentrieren sich auf veröffentlichte Submodelle und integrieren gleichzeitig Manufacturing-X-Datenraum-Konnektivität.

AAS im internationalen Vergleich

Während Deutschland die AAS vorangetrieben hat, besteht die globale Landschaft von Digitaler-Zwilling-Standards aus verschiedenen Ansätzen, die unterschiedliche Prioritäten, technische Details und industrielle Szenarien widerspiegeln [24]. Das Verständnis dafür, wie sich AAS zu diesen internationalen Standards verhält, ist entscheidend für die Bewertung ihres globalen Potenzials und die Identifizierung von Konvergenzmöglichkeiten.

Die Standardisierung Digitaler Zwillinge hat beträchtliche akademische Forschung angezogen, dennoch fehlen systematische internationale Vergleiche nationaler Ansätze. Wang et al. bieten die umfassendste Untersuchung von Digitaler-Zwilling-Technologiestandards wichtiger internationaler Gremien (ISO, IEC, ITU, IEEE) [25], fokussieren jedoch auf technische Funktionalität anstatt strategischer Unterschiede zwischen Ländern. Ferko et al. analysieren 29 Digitaler-Zwilling-Architekturen gegen ISO 23247 [26], beschränken sich aber auf einen einzelnen Standard ohne internationalen Vergleich.

Keine der bestehenden Studien untersucht die strategischen Dynamiken zwischen nationalen Digitaler-Zwilling-Ansätzen, liefert empirische Belege aus groß angelegten industriellen Einsätzen oder positioniert verschiedene Standards vergleichend gegeneinander. Diese Lücke motiviert unsere vergleichende Analyse von AAS gegen internationale Alternativen, unterstützt durch reale Einsatzdaten von über 50 deutschen Konsortialpartnern in der Manufacturing-X-Initiative.

Die internationale Digitaler-Zwilling-Landschaft operiert auf zwei verschiedenen, aber miteinander verbundenen Ebenen: eine sind Referenzarchitekturen, die konzeptionelle Frameworks bereitstellen, und die andere sind Implementierungsstandards, die konkrete technische Realisierung ermöglichen. Das Verständnis dieser Unterscheidung ist entscheidend für die Bewertung von Deutschlands strategischer Position.

Auf architektonischer Ebene konkurrieren vier wichtige Referenz-Frameworks um globalen Einfluss. Deutschlands RAMI 4.0 [5] bietet das grundlegende dreidimensionale Framework, das internationale Ansätze beeinflusst hat. Die USA‘s Industrial Internet Reference Architecture (IIRA), wie in Bild 4 gezeigt, entwickelt vom Industrial Internet Consortium, betont vier grundlegende Sichtweisen mit starkem Fokus auf IT/OT-Konvergenz und Digitaler-Zwilling-Integration [27]. Chinas Intelligent Manufacturing System Architecture (IMSA) bietet ein dreidimensionales Referenzmodell, das in der Struktur bemerkenswert ähnlich zu RAMI 4.0 ist, mit formaler Ausrichtungsarbeit, die durch die Sino-German Standardisierungs-Kooperationskommission unternommen wurde [28, 29].

Bild 4 IIRA [27] (links), IMSA [29] (rechts)
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IIRA [27] (links), IMSA [29] (rechts)

Japans Industrial Value Chain Reference Architecture (IVRA), wie in Bild 5 gezeigt, verfolgt einen einzigartigen Ansatz basierend auf „lockeren Standards“ und japanischen Fertigungskonzepten, fokussiert auf „Connected Manufacturing“, das Fabrik- und Unternehmensgrenzen überschreitet [30].

Bild 5 IVRA [30]
Bild 5

IVRA [30]

Während Referenzarchitekturen konzeptionelle Führung bieten, ermöglichen Implementierungsstandards tatsächliche Einführung. Hier hat Deutschlands AAS eine einzigartige Vorreiterposition erreicht. Wang et al. identifizieren AAS als mehrere Pionierposition erreichend und bemerken, dass IEC 63278-1 Asset administration shell (AAS) for industrial applications-Part 1: Administration shell structure der allererste Standard zum Thema virtueller Entität ist und dass AAS-Lösungen für reale Asset-Repräsentation in der Informationswelt durch Strukturen, Eigenschaften und Services bietet [25]. Ferko et al. validieren AAS weiter als praktische Lösung für identifizierte Implementierungslücken, wobei Umfrageteilnehmer AAS als Adressierung fehlender „Peer interface“-Funktionalität identifizieren und bemerken, dass „die Industrial Digital Twin Alliance und die Plattform Industrie 4.0 eine standardisierte Digitale Repräsentation von Assets namens AAS spezifizieren“ [26].

Dies positioniert AAS nicht nur als deutschen Standard, sondern als Lösung für universelle Herausforderungen bei der Implementierung Digitaler Zwillinge. Die vergleichende Implementierungslandschaft zeigt Deutschlands AAS als erste standardisierte virtuelle Entitäts-Implementierung mit empirischer Validierung durch Manufacturing-X, während Microsofts DTDL sich auf Cloud-native Implementierung konzentriert und ISO 23247 ein generisches Fertigungs-Framework mit bedeutenden Implementierungslücken bleibt.

Microsofts DTDL repräsentiert einen der weitest verbreiteten Ansätze zur Digitaler-Zwilling-Standardisierung, insbesondere in Cloud-nativen Umgebungen. DTDL betont Einfachheit und Cloud-Integration über umfassende industrielle Lebenszyklus-Unterstützung, mit Stärke in enger Integration mit Microsoft Azure-Services, während AAS Anbieter-Neutralität und industriespezifische Semantik priorisiert [31]. Beide Standards unterstützen JSON-Serialisierung und semantische Modellierung, wodurch potentielle Wege für Interoperabilität geschaffen werden, insbesondere in hybriden Cloud-Edge-Szenarien.

Die International Organization for Standardization (ISO) und International Electrotechnical Commission (IEC) entwickeln mehrere für Digitale Zwillinge relevante Standards, einschließlich ISO 23247 (Digital Twin Framework for Manufacturing) und verschiedene IEC 62832-Serienstandards für industrielle Automatisierung [32]. Die Einbeziehung von AAS-Konzepten in IEC 63278-1 [13] repräsentiert einen bedeutenden Schritt zur internationalen Konvergenz und positioniert AAS nicht nur als deutschen Standard, sondern als Grundlage für globale Digitaler-Zwilling-Frameworks. Da AAS-Konzepte weiter in ISO-Standards integriert werden, insbesondere in Fertigungskontexten, steigt das Potenzial für globale Interoperabilität erheblich.

Im Gegensatz zu anderen Nationen, die entweder auf architektonischer oder Implementierungsebene herausragen, demonstriert Deutschland Führung auf beiden Ebenen. Auf Framework-Ebene bietet RAMI 4.0 die konzeptionelle Grundlage, die internationale Ansätze beeinflusst hat, belegt durch IMSA-Ausrichtung und IV-RA-Kopplung. Auf Implementierungsebene transformiert AAS RAMI 4.0 s abstrakte Schichten in konkrete technische Realisierung, die anderen Frameworks fehlt. Die Manufacturing-X-Initiative demonstriert diesen zweistufigen Ansatz in industriellem Maßstab mit über 50 Konsortialpartnern und liefert die erste groß angelegte Validierung integrierter Framework-zu-Implementierung-Einführung.

Die Existenz mehrerer Digitaler-Zwilling-Standards muss nicht zu Fragmentierung führen. Voraussetzung ist, dass angemessene Überbrückungsstrategien durch Übersetzungsschichten entwickelt werden, die die automatisierte Konvertierung zwischen verschiedenen Standardformaten bieten. Gemeinsame semantische Grundlagen ermöglichen es, dass Standards um geteilte Vokabulare und Ontologien konvergieren und dabei verschiedene strukturelle Ansätze beibehalten. Gleichzeitig können Anwendungsfall-Spezialisierung entstehen, bei denen verschiedene Standards natürliche Nischen finden – mit AAS als Excellenz in industrieller Fertigung, DTDL in Cloudnativen Anwendungen und regionalen Standards, die spezifische Marktanforderungen adressieren.

Die internationale Landschaft lässt darauf schließen, dass während Konvergenz um einen einzigen globalen Standard kurzfristig unwahrscheinlich bleibt, Interoperabilität zwischen Standards sowohl machbar als auch zunehmend notwendig für globale Digitale Transformation in der Fertigung ist. Jedoch, im Gegensatz zu vorherigen Analysen, die sich auf technische Kompatibilität konzentrieren, lässt der strategische Vergleich zwischen nationalen Ansätzen darauf schließen, dass Marktführerschaft in der Standardisierung Digitaler Zwillinge bedeutende wirtschaftliche und technologische Souveränitätsimplikationen trägt. Deutschlands empirische Belege aus Manufacturing-X bieten einen einzigartigen Vorteil im Demonstrieren realer Skalierbarkeit AAS-basierter Ansätze und positionieren AAS nicht nur als technischen Standard, sondern als bewährtes industrielles Framework mit demonstrierter Einsatzfähigkeit.

Zusammenfassung und Ausblick

Diese Studie liefert die erste systematische empirische Analyse der AAS-Implementierung basierend auf 38 KoPa35c-Projekten und ersten Manufacturing-X-Erkenntnissen mit über 200 beteiligten Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen: Deutschland nimmt als einziges Land eine Führungsposition sowohl bei Referenzarchitekturen (RAMI 4.0) als auch bei konkreter Implementierung (AAS als IEC 63278-1) ein. Die KoPa35c-Analyse offenbart drei distinkte Adoptionsmuster, wobei strategische Nicht-Anwender (45 %) rationale Geschäftsentscheidungen treffen rather than technischen Widerstand zeigen.

Der internationale Vergleich positioniert AAS als bewährte Lösung für universelle Digitaler-Zwilling-Herausforderungen, während andere Länder primär konzeptionelle Frameworks bieten. Die kritische Herausforderung liegt nicht in technischer Standardisierung, sondern in der Überwindung organisatorischer Adoptionsbarrieren durch klare, anwendungsspezifische Wertversprechen.

Langfristig positioniert sich AAS für eine zentrale Rolle in der industriellen Digitalisierung, wo standardisierte, interoperable Digitale Zwillinge so fundamental werden wie Elektrizität und Automatisierung heute. Deutschlands empirisch validierte Dual-Führungsposition bietet strategische Vorteile im globalen Wettbewerb um Digitale Souveränität in der Fertigung.


Hinweis

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen von den Mitgliedern des ZWF-Advisory-Board wissenschaftlich begutachteten Fachaufsatz (Peer Review).



Tel.: +49 (0) 831 2523-9655

Funding statement: Dieser Beitrag ist im Rahmen des Forschungsprojekts DAVID entstanden, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unter dem Förderkennzeichen 13MX006C.

Über die Autoren

Pooja Kumari Gupta

Pooja Kumari Gupta, M. Sc., geb. 1995, studierte Maschinenbau und Systemtechnik für die Fertigung und ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Produktion und Informatik der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Asset Administration Shell, AutomationML, OPC UA und Digitalisierung von Produktionssystemen im Rahmen von Industrie 4.0. Sie arbeitete zuvor als Assistant Manager im Logistikbetrieb bei der Bosch Automotive Aftermarket India in Bengaluru.

Jonas Heller

Jonas Heller, M. Eng., geb. 1989, studierte Automatisierung und Robotik und ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Produktion und Informatik in Sonthofen der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten. Neben Automatisierungsthemen sind seine Forschungsschwerpunkte die Entwicklung und der Einsatz Digitaler Zwillinge in der produzierenden Industrie. Er arbeitete zuvor als Konstrukteur und Koordinator im Sondermaschinenbau bei der Firma Robert Bosch GmbH sowie als Konstrukteur bei der Firma Highvolt Prüftechnik Dresden GmbH.

Prof. Dr.-Ing. Bernd Lüdemann-Ravit

Prof. Dr.-Ing. Bernd Lüdemann-Ravit, geb. 1970, Diplom in Informatik, Promotion in Elektrotechnik/Robotik, Er arbeitete u. a. als IT-Systemgestalter, Projektleiter Digitale Produktionsplanung und Manager IT für die Digitale Fabrik bei Mercedes-Benz AG in Sindelfingen und Stuttgart, Heute ist er Leiter des Instituts für Produktion und Informatik und Leiter des StartUp Center der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Kempten.

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Online erschienen: 2025-10-29
Erschienen im Druck: 2025-10-20

© 2025 Pooja Kumari Gupta, Jonas Heller und Bernd Lüdemann-Ravit, publiziert von De Gruyter

Dieses Werk ist lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

Downloaded on 4.2.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/zwf-2025-1121/html
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