Ein Klima des ständigen Wandels
Die Corona-Pandemie und die Zeit danach haben den betrieblichen Alltag vieler Unternehmen stark verändert und das in besonders rasanter Weise. Unternehmen mussten sich unter anderem auf eine von Home-Office-Regelungen dominierte Arbeitswelt einstellen, und es wurde deutlich: Wer sich bereits mit der digitalen Transformation seiner Organisation auseinandergesetzt hatte, war klar im Vorteil. Auch zukünftig ist zu erwarten, dass sich insbesondere produzierende Unternehmen in Krisenzeiten nicht auf bestehenden Technologien ausruhen können, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein Klima des ständigen Wandels wird sie begleiten.
Eine richtig durchgeführte Unternehmenstransformation umfasst sowohl die einfache Automatisierung von Aufgaben und Prozessen als auch den Einsatz fortschrittlicher Technologien, um nicht nur zu verstehen, wie Menschen, Prozesse und Inhalte miteinander interagieren, sondern auch die Art und Weise, wie sie zusammenarbeiten, zu optimieren. Laut einer Studie des multinationalen Softwareunternehmens ABBYY geben bereits mehr als 80 Prozent der Mitarbeitenden an, dass intelligente Technologien ihnen helfen, ihre Arbeit effizienter zu erledigen. Ebenso funktioniert daduch auch die interne wie externe Zusammenarbeit einfacher und besser. Innovative Technologien wie Prozessintelligenz und Task-Mining-Funktionen bieten außerdem Führungskräften eine 360-GradSicht auf den Betrieb, sodass Mitarbeitende Prozesse und Daten aufeinander abstimmen können. Gerade in Krisenzeiten wie momentan ist es ein großes Plus für die Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität.
Robotic Process Automation (RPA) hat sich beispielsweise als sehr nützliches Werkzeug zur Automatisierung einfacher manueller Aufgaben erwiesen, um die Geschwindigkeit und Produktivität von Arbeitsabläufen zu steigern. Für die Zukunft wird es in diesem Bereich einen weiteren Aufwärtstrend geben. Schließlich haben Unternehmen RPA-Projekte oft in Bereichen eingesetzt, in denen sie nicht den erwarteten Nutzen bringen konnten. Sie stellen nun fest, dass sie mit RPA einen strategischeren Ansatz verfolgen müssen: Es gilt, ein vollständiges Verständnis der Funktionsweise ihrer Prozesse als Ganzes zu erlangen, um nicht nur die richtigen Prozesse zu automatisieren, sondern auch die Vorteile zu nutzen, die RPA-Initiativen insgesamt bringen. Dazu gehört es, RPASoftware-Bots mit kognitiven Fähigkeiten auszustatten, die es ihnen ermöglichen, jede Form von Inhalten zu verstehen – strukturiert oder unstrukturiert.
Viele Unternehmen haben längst bewiesen, dass sie Hand in Hand mit Künstlicher Intelligenz arbeiten können, und sie werden auch dafür sorgen, dass immer mehr Mitarbeitende mit einem passenden System ausgestattet werden, das sie bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt und ergänzt. So könnten Routineaufgaben von einem sogenannten Digital Worker problemlos erledigt werden. Jede inhaltsbasierte Aufgabe oder jeder Prozess lässt sich auf einfache Weise automatisieren, wodurch der gesamte Geschäftsprozess schneller und effizienter gestaltet werden kann.
Ihre ZWF-Herausgeber und -Redaktion
© 2022 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston, Germany
Articles in the same Issue
- Inhalt
- Editorial
- Ein Klima des ständigen Wandels
- Produktionsmanagement
- Datengetriebene Produktion zum Anfassen
- Maschinelles Lernen
- Human-in-the-Loop-Ansatz vereinfacht maschinelles Lernen für das Störungsmanagement
- VR-basierte Schulung
- Qualifikation von Maschinenbedienenden
- Assistenzsysteme
- Einsatz eines Sprachassistenzsystems in der Produktion
- Qualifizieren statt Dressieren?
- Operator 5.0: Intelligente Arbeitsergonomie im Automobilumschlag
- MTM-Analyse
- Automatisierte Erstellung von MTM-Analysen
- Nachhaltigkeit
- Sustainability Value – Ökologie und Ökonomie auf einen Blick
- Elektrische Antriebe
- Entwicklung eines Condition-Monitoring-Systems für Niederspannungsmotoren
- Federnde Rotorkomponenten für elektrische Antriebe
- Energiespeicherung
- Entwicklung einer autonomen Elektrodenbeschichtung
- Wirtschaftlichkeit
- Beherrschung von Nachfrageschwankungen durch Belastungsflexibilität
- Schleiftechnologie
- Sensorische Schleifspindel fühlt Prozesskräfte beim Werkzeugschleifen
- Digitalisierung
- Paperless Production in der Prozessindustrie
- Digitaler Zwilling
- Vorgehensmodell zur Erstellung Digitaler Zwillinge für Produktion und Logistik
- Künstliche Intelligenz
- Intelligente Schweißroboter
- Vorschau
- Vorschau
Articles in the same Issue
- Inhalt
- Editorial
- Ein Klima des ständigen Wandels
- Produktionsmanagement
- Datengetriebene Produktion zum Anfassen
- Maschinelles Lernen
- Human-in-the-Loop-Ansatz vereinfacht maschinelles Lernen für das Störungsmanagement
- VR-basierte Schulung
- Qualifikation von Maschinenbedienenden
- Assistenzsysteme
- Einsatz eines Sprachassistenzsystems in der Produktion
- Qualifizieren statt Dressieren?
- Operator 5.0: Intelligente Arbeitsergonomie im Automobilumschlag
- MTM-Analyse
- Automatisierte Erstellung von MTM-Analysen
- Nachhaltigkeit
- Sustainability Value – Ökologie und Ökonomie auf einen Blick
- Elektrische Antriebe
- Entwicklung eines Condition-Monitoring-Systems für Niederspannungsmotoren
- Federnde Rotorkomponenten für elektrische Antriebe
- Energiespeicherung
- Entwicklung einer autonomen Elektrodenbeschichtung
- Wirtschaftlichkeit
- Beherrschung von Nachfrageschwankungen durch Belastungsflexibilität
- Schleiftechnologie
- Sensorische Schleifspindel fühlt Prozesskräfte beim Werkzeugschleifen
- Digitalisierung
- Paperless Production in der Prozessindustrie
- Digitaler Zwilling
- Vorgehensmodell zur Erstellung Digitaler Zwillinge für Produktion und Logistik
- Künstliche Intelligenz
- Intelligente Schweißroboter
- Vorschau
- Vorschau