Zusammenfassung:
Da insbesondere degenerative Demenzen nicht ursächlich behandelbar sind und die medikamentösen Therapieoptionen geringe Effektstärken aufweisen, kommt den „nicht-medikamentösen Therapieansätzen“ große Bedeutung zu. Für die MAKS-Therapie® resultierte aus einer randomisiert-kontrollierten Studie, dass bei Menschen mit leichter oder mittelschwerer Demenz die kognitiven und alltagspraktischen Fähigkeiten mindestens ein Jahr lang auf dem Ausgangsniveau erhalten werden können, es also nicht zum weiteren Nachlassen der Fähigkeiten im Interventionszeitraum kam.
Abstract:
Since degenerative forms of dementia, in particular, cannot be treated causally and the effect sizes for treatment with medications are small, “non-drug treatment approaches” are of great importance. A randomized controlled study showed that in patients with mild or moderate dementia cognitive abilities and the capacity to perform activities of daily living can be maintained at baseline level for at least twelve months with the MAKS-Therapie®, that is, there was no further deterioration in abilities during the intervention period.
Interessenkonflikt: Der korrespondierende Autor erklärt, dass er Mitherausgeber des MAKS-Therapiehandbuchs ist und darüber ein verlagsübliches Herausgeberhonorar erhält. Trotz des möglichen Interessenkonflikts ist der Beitrag unabhängig und produktneutral.
Literatur
1. Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Das Wichtigste 1: Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen. (25.02.1016), aufrufbar unter https://www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/alz/pdf/factsheets/infoblatt1_haeufigkeit_demenzerkrankungen_dalzg.pdf.Search in Google Scholar
2. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Cholinesterasehemmer bei Alzheimer Demenz. Abschlussbericht A05-19A. Köln, 2007:1–426.Search in Google Scholar
3. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Memantin bei Alzheimer Demenz. Abschlussbericht A05-19C. Köln, 2009:1–197.Search in Google Scholar
4. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Nichtmedikamentöse Behandlung der Alzheimer Demenz. Abschlussbericht A05-19D. Köln, 2009:278–9.Search in Google Scholar
5. Graessel E, Stemmer R, Eichenseer B, Pickel S, Donath C, Kornhuber J, et al. Non-pharmacological, multicomponent group therapy in patients with degenerative dementia: a 12-months randomized, controlled trial. BMC Medicine 2011;9:129.10.1186/1741-7015-9-129Search in Google Scholar PubMed PubMed Central
6. Eichenseer B, Gräßel E, Herausgeber. Aktivierungstherapie für Menschen mit Demenz: motorisch, alltagspraktisch, kognitiv, spirituell, 2. überarbeitete Auflage. Elsevier: München, 2015. ISBN: 978-3-437-28021-4.Search in Google Scholar
7. Ihl R, Weiher G. ADAS Alzheimer’s disease assessment scale, German adaption. Weinheim: Beltz, 1999.Search in Google Scholar
8. Graessel E, Viegas R, Stemmer R, Küchly B, Kornhuber J, Donath C. The Erlangen Test of Activities of Daily Living: first results on reliability and validity of a short performance test to measure fundamental activities of daily living in dementia patients. Int Psychogeriatr 2009;21:103–12.10.1017/S1041610208007710Search in Google Scholar PubMed
9. Spiegel R, Brunner C, Ermini-Fünfschilling D, Monsch D, Notter A, Puxty J, et al. “A new behavioral assessment scale for geriatric out- and in-patients: the NOSGER (Nurses’ Observation Scale for Geriatric Patients)”. J Am Geriatr Soc 1991;39:339–47.10.1111/j.1532-5415.1991.tb02897.xSearch in Google Scholar PubMed
10. Luttenberger K, Donath C, Uter W, Graessel E. Effects of multimodal nondrug therapy on dementia symptoms and need for care in nursing home residents with degenerative dementia: a randomized-controlled study with 6-month follow-up. J Am Geriatr Soc 2012;60:830–40.10.1111/j.1532-5415.2012.03938.xSearch in Google Scholar PubMed
11. Luttenberger K, Hofner B, Graessel E. Are the effects of a non-drug multimodal activation therapy of dementia sustainable? Follow-up study 10 months after completion of a randomised controlled trial. BMC Neurology 2012;12:151.10.1186/1471-2377-12-151Search in Google Scholar PubMed PubMed Central
12. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) und Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). S3-Leitlinie “Demenzen”, Langversion – 1. Revision, August 2015. (03.03.2016), aufrufbar unter https://www.dgppn.de/publikationen/s3-leitlinie-demenzen.html.Search in Google Scholar
©2016 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
Articles in the same Issue
- Frontmatter
- Editorial
- Editorial
- Social inequalities and health: monitoring in the era of non-communicable diseases
- Aufstehen, Hingehen, Treppensteigen – die gesundheitliche Relevanz von Alltagsaktivitäten
- Wie wirkt Sport? – Ein biopsychosoziales Modell
- Kosten des Rauchens in Deutschland
- Passivrauchen
- Der Einfluss von Lärm auf die Entstehung von chronischem Bluthochdruck
- Die Verbreitung von Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Bevölkerung
- Koronarerkrankungen – aktuelle Momentaufnahme in Deutschland
- Patienten mit Herzinfarkt in Berlin
- Zum Zusammenhang zwischen Depression und koronarer Herzkrankheit
- Depression – eine Volkskrankheit: gesundheitspolitische und präventive Anmerkungen
- Burnout – Einigkeit im Empfinden und Unklarheit im Konzept
- Demenz – Welche Entwicklung erwarten wir?
- Alleine Leben mit Demenz? Aktuelle Versorgungsstrategien der Politik
- Ressorcenerhaltende Therapie bei Demenz: die MAKS- Studie
- Burden and epidemiology of neuropsychiatric disorders
- Psychische Störungen bei Patienten mit chronischen körperlichen Erkrankungen
- Krebsregistrierung in Deutschland
- Individualisierte Medizin bei ausgewählten Krebserkrankungen
- Übergewicht und Adipositas als Public Health-Problem
- Frühkindliche Karies – Verhaltens- und verhältnispräventive Ansätze
- Epidemiologie des unspezifischen Rückenschmerzes
- Diabetes mellitus in Deutschland
- Genderspezifische Aspekte von Zivilisationserkrankungen
- Neue Organisationsformen für die stationäre Versorgung
- Entwicklung und Ursachen von Frühberentungen in Deutschland
- Patientenpräferenzen: Methoden und internationale Entwicklungen
- Stress in der Krankenpflege. Ergebnisse aus Befragungen mit COPSOQ
- Public Health Infos
Articles in the same Issue
- Frontmatter
- Editorial
- Editorial
- Social inequalities and health: monitoring in the era of non-communicable diseases
- Aufstehen, Hingehen, Treppensteigen – die gesundheitliche Relevanz von Alltagsaktivitäten
- Wie wirkt Sport? – Ein biopsychosoziales Modell
- Kosten des Rauchens in Deutschland
- Passivrauchen
- Der Einfluss von Lärm auf die Entstehung von chronischem Bluthochdruck
- Die Verbreitung von Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Bevölkerung
- Koronarerkrankungen – aktuelle Momentaufnahme in Deutschland
- Patienten mit Herzinfarkt in Berlin
- Zum Zusammenhang zwischen Depression und koronarer Herzkrankheit
- Depression – eine Volkskrankheit: gesundheitspolitische und präventive Anmerkungen
- Burnout – Einigkeit im Empfinden und Unklarheit im Konzept
- Demenz – Welche Entwicklung erwarten wir?
- Alleine Leben mit Demenz? Aktuelle Versorgungsstrategien der Politik
- Ressorcenerhaltende Therapie bei Demenz: die MAKS- Studie
- Burden and epidemiology of neuropsychiatric disorders
- Psychische Störungen bei Patienten mit chronischen körperlichen Erkrankungen
- Krebsregistrierung in Deutschland
- Individualisierte Medizin bei ausgewählten Krebserkrankungen
- Übergewicht und Adipositas als Public Health-Problem
- Frühkindliche Karies – Verhaltens- und verhältnispräventive Ansätze
- Epidemiologie des unspezifischen Rückenschmerzes
- Diabetes mellitus in Deutschland
- Genderspezifische Aspekte von Zivilisationserkrankungen
- Neue Organisationsformen für die stationäre Versorgung
- Entwicklung und Ursachen von Frühberentungen in Deutschland
- Patientenpräferenzen: Methoden und internationale Entwicklungen
- Stress in der Krankenpflege. Ergebnisse aus Befragungen mit COPSOQ
- Public Health Infos