Armut als Ordnungsfrage – Vom Wert des ordnungsökonomischen Denkens
-
Alfred Schüller
Zusammenfassung
Die Armutsfrage wird heute bevorzugt als staatliches Verteilungs- und Lenkungsproblem, kaum noch als umfassende Ordnungsaufgabe mit dem Ziel der allgemeinen Wohlstandsmehrung aufgefasst, wie dies vor 70 Jahren mit einer erfolgreichen Währungs- und Wirtschaftsreform im Verständnis der Sozialen Marktwirtschaft geschah. Inzwischen sind die Grundsätze dieses Wirtschaftssystems weithin brach liegend. Was lernen wir davon und welche Perspektiven ergeben sich daraus – vor allem auch für Europa?
Abstract
Today, the question of poverty is primarily perceived as a problem of state distribution and control, hardly as a comprehensive task of economic order with the aim of increasing prosperity in general, as happened 70 years ago – with a successful monetary and economic reform in the understanding of the social market economy. Meanwhile, the principles of this economic system largely fallow. What do we learn from this and what are the prospects for the future – especially for Europe?
Anmerkung
Der Beitrag geht auf einen Vortrag („Vom Wert des ordnungsökonomischen Denkens“) zurück, den der Autor auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung am 3. April 2017 in Moskau gehalten hat. Die Bezeichnung „Ordnungsökonomik“ hat Erich Hoppmann (1995, S. 43) vorgeschlagen, um die Zusammengehörigkeit von Ordnungstheorie und Ordnungspolitik hervorzuheben; denn Ordnungspolitik ist ohne Ordnungstheorie nicht in sachgemäßer Weise möglich, wenn damit versucht wird, der Wirtschaftspolitik eine brauchbare Grundlage zu geben.
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© 2019 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
Artikel in diesem Heft
- Titelei
- Autorenverzeichnis
- Vorwort
- Teil I: Grundfragen der Ordnungstheorie
- Habent sua fata professores. Joseph A. Schumpeter an Walter Eucken
- A Measure of Judgments – Wilhelm Röpke’s Methodological Heresy
- Democracy by Discussion, Not Debate: James Buchanan on Freedom of Inquiry as a Methodological, not Ideological, Necessity
- Teil II: 70 Jahre Wirtschafts- und Währungsreform in Deutschland
- Die Europäische Währungsunion aus traditioneller und moderner ordnungsökonomischer Perspektive
- 70 Jahre Wirtschafts- und Währungsreform: Von der Rekonstruktionstheorie zur Ordnungspolitik
- Armut als Ordnungsfrage – Vom Wert des ordnungsökonomischen Denkens
- Monetary Policy, Privileges and Economic Development: Ordoliberal Lessons for the EMU
- Fallstricke der Europäischen Integration: Banken- und Kapitalmarktunion aus deutscher Perspektive
- Teil III: Angewandte Ordnungstheorie
- Real Wage Effects of Japan’s Monetary Policy
- Die Ministererlaubnis als Element der deutschen Wettbewerbsordnung: eine theoretische und empirische Analyse
- Wettbewerbsrecht und Ökonomie im digitalen 21. Jahrhundert
- Think small – Das deutsche Stromnetz als Hindernis für die Energiewende
- Teil IV: Die politische Ökonomie der Wirtschaftsordnung
- Ordoliberalismus vs. Wirtschaftspopulismus: Unterschiedliche Konzepte für ähnliche Wähler
- Sezessionsklauseln: Ein Instrument zur Förderung von Freiheit und Wohlstand?
- Teil V: Ordnungspolitische Standpunkte
- Leszek Balcerowicz – Vordenker und Pionier der Transformationsökonomik
- Economic Freedom: Fundamentally Important and the Most Attacked
- Interventionsspiralen in der Europäischen Währungsunion
- Teil VI: Der Wirtschaftsnobelpreis 2018
- Understanding Economic Growth
- Teil VII: Buchbesprechungen
- 20 Jahre Verantwortung für Netze: Bestandsaufnahme und Perspektiven
- Finanzsoziologie und Steuerpsychologie: Wiederentdeckungen einer sozio-ökonomischen Finanzwissenschaft
- Das Menschenrecht auf Wasser als Allokationsproblem
- Die Selbstanzeige als Element des Wirtschaftsverkehrs
- Die Ursachen für den Zusammenbruch der Sowjetunion und der DDR
- Wissenschaftler antworten auf die Enzyklika von Papst Franziskus
- Gestalten der Sozialpolitik
- Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium
- Der neue „Mankiw“
- CSR und Mitarbeiterbeteiligung. Die Kapitalbeteiligung im 21. Jahrhundert: Gerechte Teilhabe statt Umverteilung
- The virtues of the market: Wilhelm Röpke as a cultural economist
- The Discovery of Intellectual Landscapes
- Ordoliberalism quo vadis? Ideas for a renewal of an ordoliberal theory of the political order
- Did the Freiburg School Deepen the Eurozone Crisis?
- Capital, Interest, and Money: The Economics of Viking Village
- Neoliberalism as the Ideology of Depolitization? Eucken and Hayek Reconsidered
- Yet Another Neoliberal School? Geneva and Its Ordoglobalists
- Will the real James Buchanan please stand up?
- The Walter Lippmann Colloquium: The Birth of Neoliberalism
Artikel in diesem Heft
- Titelei
- Autorenverzeichnis
- Vorwort
- Teil I: Grundfragen der Ordnungstheorie
- Habent sua fata professores. Joseph A. Schumpeter an Walter Eucken
- A Measure of Judgments – Wilhelm Röpke’s Methodological Heresy
- Democracy by Discussion, Not Debate: James Buchanan on Freedom of Inquiry as a Methodological, not Ideological, Necessity
- Teil II: 70 Jahre Wirtschafts- und Währungsreform in Deutschland
- Die Europäische Währungsunion aus traditioneller und moderner ordnungsökonomischer Perspektive
- 70 Jahre Wirtschafts- und Währungsreform: Von der Rekonstruktionstheorie zur Ordnungspolitik
- Armut als Ordnungsfrage – Vom Wert des ordnungsökonomischen Denkens
- Monetary Policy, Privileges and Economic Development: Ordoliberal Lessons for the EMU
- Fallstricke der Europäischen Integration: Banken- und Kapitalmarktunion aus deutscher Perspektive
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- Die Ministererlaubnis als Element der deutschen Wettbewerbsordnung: eine theoretische und empirische Analyse
- Wettbewerbsrecht und Ökonomie im digitalen 21. Jahrhundert
- Think small – Das deutsche Stromnetz als Hindernis für die Energiewende
- Teil IV: Die politische Ökonomie der Wirtschaftsordnung
- Ordoliberalismus vs. Wirtschaftspopulismus: Unterschiedliche Konzepte für ähnliche Wähler
- Sezessionsklauseln: Ein Instrument zur Förderung von Freiheit und Wohlstand?
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- Leszek Balcerowicz – Vordenker und Pionier der Transformationsökonomik
- Economic Freedom: Fundamentally Important and the Most Attacked
- Interventionsspiralen in der Europäischen Währungsunion
- Teil VI: Der Wirtschaftsnobelpreis 2018
- Understanding Economic Growth
- Teil VII: Buchbesprechungen
- 20 Jahre Verantwortung für Netze: Bestandsaufnahme und Perspektiven
- Finanzsoziologie und Steuerpsychologie: Wiederentdeckungen einer sozio-ökonomischen Finanzwissenschaft
- Das Menschenrecht auf Wasser als Allokationsproblem
- Die Selbstanzeige als Element des Wirtschaftsverkehrs
- Die Ursachen für den Zusammenbruch der Sowjetunion und der DDR
- Wissenschaftler antworten auf die Enzyklika von Papst Franziskus
- Gestalten der Sozialpolitik
- Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium
- Der neue „Mankiw“
- CSR und Mitarbeiterbeteiligung. Die Kapitalbeteiligung im 21. Jahrhundert: Gerechte Teilhabe statt Umverteilung
- The virtues of the market: Wilhelm Röpke as a cultural economist
- The Discovery of Intellectual Landscapes
- Ordoliberalism quo vadis? Ideas for a renewal of an ordoliberal theory of the political order
- Did the Freiburg School Deepen the Eurozone Crisis?
- Capital, Interest, and Money: The Economics of Viking Village
- Neoliberalism as the Ideology of Depolitization? Eucken and Hayek Reconsidered
- Yet Another Neoliberal School? Geneva and Its Ordoglobalists
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