Nachrichten
Mehrheit würde eigene Mobilitätsdaten teilen
Eine breite Mehrheit (91 Prozent) der Bevölkerung in Deutschland wäre bereit, ihre persönlichen Mobilitätsdaten anonymisiert und offen nachnutzbar bereitzustellen, damit neue Mobilitätsangebote entwickelt werden können. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Gründe für das Teilen sind für viele die Verbesserung des Verkehrsflusses auf den selbst genutzten Wegen sowie die Optimierung bestehender Mobilitätsangebote, rund ein Viertel möchte damit die öffentliche Forschung unterstützen. Als Gegenleistung wünscht sich die Hälfte Zugriff auf Infografiken, Statistiken oder andere Informationen aus den Daten, 13 Prozent finanzielle Vorteile und rund 15 Prozent brauchen keine Gegenleistung. Eine große Mehrheit (81 Prozent) hält die Mobilitätsangebote in Deutschland aktuell für zu teuer, nur 42 Prozent sind grundsätzlich zufrieden. Und auch wenn nicht einmal ein Drittel die Mobilitätsangebote hierzulande für innovativ hält, erwartet mehr als die Hälfte, dass digitale Technologien in Zukunft unsere Mobilität dominieren werden. Das soll nach der Mehrheit (85 Prozent) durch die Politik zugunsten der Umwelt und des Komforts stärker gefördert werden. <https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Mobilitaetsdaten-fuer-bessere-Angebote-teilen>
Deutsches Zeitungsportal online
Seit Ende Oktober 2021 ist das Deutsche Zeitungsportal online. Es startet mit 247 Zeitungen aus neun Bibliotheken, die einen Zeitraum von fast drei Jahrhunderten umfassen und zu 84 Prozent über eine Volltexterschließung verfügen. Die älteste Zeitung „Il corriere ordinario“ ist 1671 erschienen, die jüngste, die „Badischen Neuesten Nachrichten“, am 30. Dezember 1950. Ziel ist, Bestände digitalisierter historischer Zeitungen für die Forschung aus unterschiedlichen Bibliotheken online kostenfrei zugänglich zu machen. Aufgebaut wurde das „Sub-Portal“ der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) unter der Projektleitung der Deutschen Nationalbibliothek mir der SLUB Dresden, der Staatsbibliothek zu Berlin sowie mit FIZ Karlsruhe.
Im neuen Zeitungsportal können Zeitungen über Titel, Verbreitungsort oder Erscheinungsdatum gefunden und nach verschiedenen Kriterien sortiert werden. Ein Kalender zeigt an, wann welche Zeitung erschienen ist. Mit beliebigen Stichwörtern sucht man nach oder in Zeitungen, einzelnen Ausgaben oder Seiten und filtert die Suchergebnisse nach Erscheinungszeitraum oder -ort, Sprache oder Bibliothek. Während die stufenlos vergrößerbare Originalabbildung angezeigt wird, ist eine Recherche im Text möglich. Ganze Ausgaben oder einzelne Seiten sind als Download verfügbar. Über eine öffentliche Programmierschnittstelle (API) kann auf Bilder, Volltexte und Metadaten zugegriffen werden. Alle Zeitungsausgaben sind mit einer Lizenz oder einem Rechtehinweis versehen, so dass Nutzende jederzeit wissen, wie die Zeitungen verwendet werden dürfen. In einer zweiten Projektphase wird das Portal bis Juni 2023 weiter optimiert. Nähere Informationen unter https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper und https://www.fiz-karlsruhe.de/de/nachricht/deutsches-zeitungsportal-gestartet.
dbv und IFLA fordern Regelung für E-Lending in Bibliotheken
Immer öfter werden Bücher als E-Books veröffentlicht und gelesen. Daher bieten Bibliotheken seit mehr als zehn Jahren auch E-Books, digitale Zeitungen und Zeitschriften, Hörbücher und Onlinekurse zur Ausleihe an. Aufgrund einer rechtlichen Lücke können viele aktuelle E-Book-Titel in Bibliotheken nicht ausgeliehen werden. Grund dafür ist, eine gängige Lizenzierungspraxis, das sogenannte „Windowing“, wodurch neue E-Books von Bibliotheken erst nach einer Wartezeit von bis zu einem Jahr angeboten werden können. Denn im Gegensatz zu gedruckten Büchern werden von Bund und Ländern für die Ausleihe von E-Books keine sogenannten „Bibliothekstantieme“ an die Autoren als Vergütung für die E-Ausleihe gezahlt. Der dbv fordert deshalb eine rechtliche Gleichstellung des E-Books mit dem gedruckten Buch. Diese ist in den letzten Jahren bei der Buchpreisbindung und der ermäßigten Mehrwertsteuer bereits erfolgt. Nun soll noch eine gesetzliche Grundlage für faire Lizenzmodelle geschaffen und dafür das Urheberrecht aktualisiert werden. Die Bibliothekstantieme muss auf elektronische Werke ausgeweitet werden, damit Autorinnen und Autoren auch für die E-Ausleihe entsprechend entschädigt werden. Im Gegenzug dazu sollen die gleichen Nutzungsrechte für elektronische wie für gedruckte Werke gelten. Internationale Unterstützung erhält der dbv bei seiner Forderung durch den internationalen Bibliotheksverband IFLA. <https://www.bibliotheksverband.de/e-books-bibliotheken>
Lehmanns Media launcht lehmannsoa.de
Die Open Access-Bewegung gewinnt weiter an Dynamik. Jedoch sorgen verschiedene Open Access-Modelle, komplexe Richtlinien und intransparente Verlagsbeziehungen für erhebliche manuelle Arbeit und hohe Kosten für Forschende, Universitäten, Fördernde und Verlage. Zur Lösung dieser unbefriedigenden Situation schafft ChronosHub Transparenz und senkt dauerhaft die Kosten für alle Beteiligten. Lehmanns Media bringt das notwendige Know-how für die speziellen Service-Anforderungen im akademischen Markt mit. Auf lehmannsoa.de können sich Stakeholder aus dem deutschsprachigen Raum in ihrer Landessprache über die Plattform-Lösung informieren, den Service in kostenlosen Webinaren kennenlernen, den Journal Finder zur Publikation ihrer Forschungsergebnisse nutzen und mit Lehmanns Media Kontakt aufnehmen. Die verfügbaren Services stehen unter lehmannsoa.de für die deutschsprachige Community im Überblick zur Verfügung. <www.lehmannsoa.de>
Erweiterte Suche in ZIS
ZIS ist ein Open-Access-Repositorium für sozial- und verhaltenswissenschaftliche Erhebungsinstrumente (Fragebogen, Tests, Items, Skala, Index) von GESIS, damit Forschende erfolgreich Umfrageforschung betreiben können. Nun können über die ZIS-Suche noch zusätzliche Messinstrumente abgerufen werden. Nachdem 2020 bereits dank einer Kooperation mit dem Forschungsdatenzentrum (FDZ) Bildung am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation der Zugriff auf ein breites Repertoire an Erhebungsinstrumenten für die Bildungsforschung möglich gemacht wurde, kann jetzt auch auf die Erhebungsinstrumente aus der Psychologie des ZPID-Angebotes Open Test Archive zugegriffen werden. Das Open Test Archive des ZPID–Leibniz-Institut für Psychologie umfasst vorwiegend Paper-Pencil-Verfahren, die im Rahmen einer Forschungsarbeit entwickelt wurden. Sie dienen der kostenfreien Nutzung im Bereich der Forschung, Lehre und Praxis. <https://www.gesis.org/gesis-news/article/erweiterte-suche-in-zis-jetzt-mit-items-und-skalen-aus-dem-open-test-archive-des-zpid>
ZPID überarbeitet PsychArchives
Das ZPID hat seine Plattform PsychArchives, die die Veröffentlichung von wissenschaftlichem Material mit Psychologiebezug unter freier Lizenzierung ermöglicht, weiterentwickelt. Dazu gehört ein Standardlizenzvertrag License for scientific purposes für den wissenschaftlichen Nutzungszweck sowie die Möglichkeit Forschungsmaterial hochzuladen und zu veröffentlichen. Für Datennehmende ist der Abruf von Material für wissenschaftliche Zwecke ebenfalls stark erleichtert. <https://leibniz-psychology.org>
Sichern und Nachnutzen von Forschungsdaten in den Bildungswissenschaften
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz wird den Verbund Forschungsdaten Bildung (VerbundFDB) als Erweiterung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation dauerhaft fördern. Seit 2013 übernimmt der VerbundFDB eine zentrale Schnittstellenfunktion zwischen Forschenden, den bildungswissenschaftlichen Forschungsdatenzentren und weiteren nationalen und internationalen Dateninfrastrukturen. Am VerbundFDB sind neben dem DIPF u. a. auch GESIS–Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) beteiligt. Mit der dauerhaften Förderzusage wird der VerbundFDB das Datenangebot inhaltlich ausbauen und die Angebote noch stärker gemeinsam mit Forschenden der Bildungswissenschaften weiterentwickeln. Weitere Informationen zum Verbund FDB: www.forschungsdaten-bildung.de
Literarischer Nachlass von Leo Perutz jetzt digital zugänglich
Zum Geburtstag des österreichischen Schriftstellers Leo Perutz am 2. November macht das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 breite Teile seines digitalisierten Nachlasses online zugänglich. Leo Perutz (1882-1957) war zu seiner Zeit einer der erfolgreichsten und meistgelesenen österreichischen Schriftsteller, bis er nach der Annexion Österreichs das Land im Juli 1938 verlassen musste und über Italien nach Palästina auswanderte. Sein Nachlass, der sich seit 1986 im Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek befindet, umfasst Manuskripte zu fast allen Romanen und auch zu bislang unveröffentlichten bzw. unvollendeten Werken. Hinzu kommt eine umfangreiche Korrespondenz, darunter bislang noch unveröffentlichte Familienbriefe. <https://www.dnb.de/DE/Ueber-uns/Presse/AktuellePM/20211102Perutz.html>
Bitkom fordert Recht auf digitale Bildung
Der Digitalverband Bitkom fordert die Bundesregierung und das Parlament auf, allen Menschen in Deutschland künftig ein einklagbares „Recht auf digitale Bildung“ zu gewähren. Hierzu müsste das Grundgesetz geändert werden. Ziel der Initiative ist es, dass Menschen unabhängig von Wohnort, finanziellen Möglichkeiten, Alter und Fähigkeiten staatlich finanzierte oder co-finanzierte Bildungs- und Schulungsangebote immer auch auf digitalem Weg wahrnehmen können. Dabei dürfe es keine Abstriche bei der Qualität der Betreuung oder den vermittelten Inhalten geben. Laut einer repräsentativen Bitkom-Umfrage hatten sich zuletzt 80 Prozent der Menschen in Deutschland für einen solchen einklagbaren Rechtsanspruch ausgesprochen. <https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Recht-auf-digitale-Bildung>
Arbeitnehmer sollen wieder ins Büro
Die meisten Unternehmen haben ihre Beschäftigten aufgrund der Corona-Pandemie ins Homeoffice geschickt. Gut jedes dritte hat in der Pandemie erstmals Homeoffice eingeführt, fast die Hälfte bereits zuvor bestehende Regelungen ausgeweitet. Damit ermöglichen aktuell acht von zehn Firmen ihren Beschäftigten das Arbeiten außerhalb der Betriebsstätte. Geht es nach dem Großteil der Unternehmen, soll sich das aber wieder ändern: Fast die Hälfte (45 Prozent) will die getroffenen Maßnahmen nach der Pandemie teilweise, weitere 27 Prozent gänzlich zurücknehmen. Nur jedes vierte Unternehmen plant das Homeoffice beizubehalten, und gar nur vier Prozent möchten sie ausweiten. Dies zeigt eine repräsentative Befragung von mehr als 600 Unternehmen ab 20 Beschäftigten im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Durchgeführt wurde die Umfrage kurz vor der Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht, auf die sich die angehenden Ampelkoalitionäre im November 2021 verständigt haben. Die Bitkom rechnet dennoch damit, dass der Trend zu mobilem Arbeiten anhält, weil die Corona-Krise eine Entwicklung angestoßen hat, die nicht mehr aufzuhalten ist. Bitkom-Präsident Achim Berg findet, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die durch Homeoffice entstehenden Kosten pauschal bis zu einer Höhe von 1250 Euro pro Jahr als Werbungskosten absetzen können sollten, und zwar unabhängig vom Vorhandensein eines Arbeitszimmers. <https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Nach-Home-Office-zurueck-ins-Buero>
Positionspapier zur Wissenschaftskommunikation
Kommunikative Herausforderungen im Verhältnis von Wissenschaft und Politik, Öffentlichkeit und Medien sind in der COVID-19-Pandemie besonders sichtbar geworden, entstanden aber nicht erst in der Ausnahmesituation. Die Wissenschaft ist mit vielen gesellschaftlichen Problemstellungen eng verflochten, so dass sich in der Wissenschaftskommunikation insgesamt neue Anforderungen stellen. In seinem jetzt vorgelegten Positionspapier nimmt der Wissenschaftsrat diesen Themenkomplex in den Blick und analysiert die Anforderungen an die individuelle und die institutionelle Wissenschaftskommunikation.
Eine Stärkung der qualitätsgesicherten Berichterstattung ist umso dringlicher, als Social-Media-Plattformen zunehmend zur Verbreitung von Desinformation genutzt werden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und eine erfolgreiche Kommunikation über wissenschaftlich fundiertes Wissen auf Dauer sicherzustellen, bedarf es aus Sicht des Wissenschaftsrats medienpolitischer Regulierungsmaßnahmen. <https://www.wissenschaftsrat.de>
Deutscher MeSH online
Die Medical Subject Headings – kurz MeSH – sind ein international anerkannter und weltweit verbreiteter biomedizinischer Thesaurus. Die aktuelle Ausgabe des deutschen MeSH steht seit Oktober 2021 zum kostenlosen Download in verschiedenen FAIRen Dateiformaten bereit. Das ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften fertigte die Übersetzung für den deutschen Sprachraum in einem speziell entwickelten semiautomatischer Übersetzungsprozess.
Neben den gewohnten Formaten (XML und CSV) wird der deutschen MeSH erstmals in einer bilingualen deutsch/englischen Übersetzung in semantisch FAIRen Formaten wie RDF/XML oder JSON-LD angeboten. So können Software-Lösungen zur Datenanalyse, die das semantische Web unterstützen, die Daten direkt nutzen. Im Sinne von Open Science gilt für die Nutzung die CC BY 4.0-Lizenz: Unter Berücksichtigung der Nutzungsbedingungen ist sowohl das Vervielfältigen und Weiterverbreiten als auch das Verändern und Weiterbearbeiten der deutschen MeSH-Terme erlaubt und kostenfrei möglich.
Zum Download https://www.zbmed.de/open-science/terminologien/deutscher-mesh/
Rapid Alert System (RAS) gegen Desinformation
Das Rapid Alert System (RAS) ist laut Bundesregierung geschaffen worden, um eine bessere Koordinierung innerhalb der EU zum Thema Desinformation zu ermöglichen – zunächst im Hinblick auf die Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai 2019, aber mit dem langfristigen Ziel, die Zusammenarbeit im Umgang mit Desinformation zu verbessern. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung ( Drucksache 19/32573) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor (Drucksache 19/32415). Das System diene dem gemeinsamen Austausch der EU-Institutionen und der EU-Mitgliedstaaten über eine verschlüsselte digitale Plattform. Über das System würden Analysen, Studien und Informationen zum Thema Desinformation ausgetauscht und bei Bedarf zeitkritische Informationen zur Verteilung und gegebenenfalls zur Abstimmung eingestellt. Informationen, die über das RAS geteilt werden, seien grundsätzlich nicht zur Weitergabe außerhalb der EU-Institutionen und EU-Mitgliedstaaten bestimmt.
BAM-Forschungsprojektdatenbank
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat eine neue Forschungsprojektdatenbank gestartet, die ab sofort online zugänglich ist. ReSEARCH BAM gibt Einblicke in die vielfältige Forschung der BAM und ihre innovativen Projekte: von der Erforschung moderner Wasserstofftechnologien, sicheren Lithiumbatterien, neuester Nanotechnologie, additiver Fertigung und vielem mehr. Die Datenbank führt alle forschungsbezogenen Informationen zentral zusammen und macht die breite Forschungskompetenz der BAM sichtbar.
Interessierte können über die BAM-Website www.bam.de auf die Forschungsdatenbank zugreifen. Für die Recherche steht sowohl eine Schnellsuche als auch eine erweiterte Suchmaske mit detaillierteren Optionen zur Auswahl. Neben Projekttiteln und Stichworten können Ansprechpersonen für Forschungsthemen identifiziert werden oder es kann gezielt nach Förderprogrammen recherchiert werden. Die Datenbank enthält aktuelle sowie abgeschlossene Projekte seit 2013 und ist zugänglich unter https://fdb.bam.de/ForschungDB/ForschungDB/Recherche
Facebook-Laien sehen mehr Gewalt und Nackte
Personen mit geringer digitaler Kompetenz werden bei Facebook öfter mit Inhalten konfrontiert, die Nacktheit oder Gewaltdarstellungen zeigen. Betroffen davon sind vor allem ältere Menschen, Angehörige von ethnischen Minderheiten und Personen mit niedrigerem Bildungsgrad und sozioökonomischem Status. Zu dem Ergebnis kommt eine interne Facebook-Studie, die kürzlich an den US-Kongress übermittelt wurde. Kritiker fordern daher, den Algorithmus zu ändern.
Für ihre Studie haben die Facebook-Forscher eine nicht näher bezifferte Zahl von Nutzern eine Reihe von Fragen beantworten lassen, um einen Einblick in ihre digitale Kompetenz zu erhalten. Dabei wurde unter anderem gefragt, wie gut sie das Interface auf der Seite verstehen und ob sie mit Funktionen wie Tagging, Following oder Blocking zurechtkommen würden. Nach individueller Auswertung wurden anschließend Punkte vergeben und ein Gesamtwert für die teilnehmenden User errechnet. Laut Analyse besteht offenbar ein Zusammenhang zwischen den digitalen Fähigkeiten einer Person und den Inhalten, die der Facebook-Algorithmus dem Betreffenden vorsetzt. So sehen etwa User, die mit den oben genannten Funktionen gar nichts anfangen können, im Schnitt um 11,4 Prozent mehr Nacktheit und um 13,4 Prozent mehr Gewaltdarstellungen in ihrem Nachrichten-Feed als Menschen, die sich in der digitalen Welt besser auskennen.
© 2022 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
Artikel in diesem Heft
- Frontmatter
- Frontmatter
- Informationsgesellschaft
- Vertrauen und Verantwortung
- Informationsverhalten
- Daseinsbezogene Informationskompetenz in ländlichen Räumen (DILRA)
- Digitales Museum
- Das digitale Jüdische Museum Frankfurt
- Digitaler Stadtraum
- METAhub Frankfurt – Kultur im digitalen und öffentlichen Raum
- Informationswissenschaft
- Zur gesellschaftlichen Verantwortung der Informationswissenschaften
- Tagungsbericht
- Barrierefreiheit digital und analog gedacht
- Information Professionals sind Fachleute
- Informationsvermittlung in Zeiten der Distanz
- Interdisziplinäre Forschungszugänge zu Wissenschaftskommunikation und Informationsverhalten in der Corona-Pandemie
- Nachrichten
- Informationen
- Aus der DGI
- Terminkalender 2022
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- Informationsgesellschaft
- Vertrauen und Verantwortung
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