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Ein neues Schaufenster des Humanismus am Oberrhein – Die Humanistenbibliothek in Schlettstadt nach dem Umbau

  • Donatus E. Düsterhaus

    Leiter – Chef de secteur, Interfakultäre Bibliothek für Geschichte und Theologie — Bibliothèque interfacultaire d’histoire et de théologie (BHT), Université de Fribourg, Miséricorde, Av. de l’Europe 20, CH-1700 Fribourg

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Published/Copyright: July 3, 2019

Zusammenfassung

Das historische Gebäude der Bibliothèque humaniste de Sélestat im Elsass wurde in den vergangenen Jahren komplett umgebaut und renoviert. Vor allem das Gebäudeinnere erfuhr dabei eine vollständige Umstrukturierung. Dabei wurde ein neues Kellermagazin geschaffen und die Gebäudestatik erneuert. Ein prägnanter Anbau verleiht dem restaurierten Gebäudekomplex eine besondere Ausstrahlung.

Abstract

The historic building of the “Bibliothèque humaniste de Sélestat” in Alsace has been completely renovated and rebuilt in recent years. In particular, the interior of the building underwent a complete restructuring. A new cellar was dug, in which a magazine was installed and the statics of the building renewed. A striking extension lends the new building complex a special aura.

1462 wurde der Schriftzug Pro Christi laude lege libros postea claude auf Geheiß des Gemeindepfarrers Michel von Ochsenstein in Form eines Rankenornaments auf eine Wand der mittelalterlichen Pfarrbibliothek in Schlettstadt gemalt.[1] Vier Jahrhunderte sollte dieser Satz die Bibliothek prägen, bis das Ornament 1862 im Zuge von Restaurierungsarbeiten zerstört wurde. 1898 wurde das mittelalterliche Fresko rekonstruiert und im neuen Saal der Humanistenbibliothek wieder an eine Wand gemalt. Erneut wurde 2017 eine Restauration an dem Wandgemälde vorgenommen.[2] Das Fresko steht somit symbolisch für die Geschichte der Humanistenbibliothek Schlettstadt, über deren Bestände, Geschichte und Gebäude der vorliegende Aufsatz einen Beitrag liefern soll.

Abb. 1 Die Fassade vom Platz Kubler, ©Ville de Sélestat
Abb. 1

Die Fassade vom Platz Kubler, ©Ville de Sélestat

1 Historische Entwicklungen im Kontext des Humanismus am Oberrhein

Die Stadt Sélestat (Schlettstadt) liegt im Elsass (heute Département Bas-Rhin) zwischen den beiden städtischen Zentren Basel (CH) im Süden und Straßburg (F) im Norden und zählt heute 20 000 Einwohner. Als freie Reichsstadt und Mitglied der Dekapolis (des Bundes der zehn freien Reichsstädte im Elsass) war sie ein bedeutendes geistiges Zentrum im ausgehenden 15. Jahrhundert. In dieser Zeit erlebte die Stadt eine Blütezeit und zählte um die 5 000 Einwohner.[3] Ausschlaggebend dafür waren nicht nur die Lage am Fluss Ill, die einen florierenden Handel mit den anderen oberrheinischen Städten ermöglichte, sondern auch bedeutende Bildungsinstitutionen wie die lokale Lateinschule.[4]

Die Geschichte der Humanistenbibliothek in Schlettstadt (Bibliothèque humaniste de Sélestat) ist eng mit der Epoche der Renaissance am Oberrhein verbunden.[5] Die vermutlich seit Ende des 14. Jahrhunderts bestehende Lateinschule wurde mit der Berufung Ludwig Dringenbergs im Jahre 1441 modernisiert.[6] Dabei entwickelte sie sich zu einer der renommiertesten Einrichtungen ihrer Art im Heiligen Römischen Reich und erfreute sich in der Zeit großer Beliebtheit unter den Schülern, sodass schon 1510 die Schülerzahl auf 900 anstieg.[7] Zu den bekanntesten Absolventen zählten Beatus Rhenanus (1485–1547), Jakob Wimpfeling (1450–1528) sowie der Straßburger Reformator Martin Bucer (1491–1551). Vor allem die Söhne lokaler Eliten besuchten diese Einrichtung, um sich dort die Grundlagen für ein späteres Studium an den Universitäten Basel, Freiburg oder Heidelberg anzueignen. Dementsprechend groß waren auch die Anforderungen an die Bibliothek. Schon 1452 hatte der Pfarrer und Schulrektor Johann von Westhus den „Grundstock“ für die Schulbibliothek gelegt, indem er der Gemeinde insgesamt 30 Manuskripte vermachte. Diese ersten Bibliotheksbestände wurden zunächst in einem kleinen Raum in der Pfarrkirche Sankt Georg aufbewahrt und sollten dem Ortsklerus sowie der Schule zur Verfügung stehen. Ebenfalls erhielt die Bibliothek in den darauffolgenden Jahren weitere Spenden in Form von Manuskripten und Inkunabeln von in Sélestat ansässigen oder ursprünglich von dort stammenden Gelehrten: Johann Fabri (Pfarrvikar in Obernai), Jakob Wimpfeling (Pädagoge) und Martin Ergersheim (Pfarrer). Unter diesen ersten Beständen waren nicht nur theologische Schriften zu finden, sondern auch Texte aus der Antike (ausschließlich Übersetzungen aus dem Lateinischen) und dem Mittelalter sowie zeitgenössische Abhandlungen wie Werke von Erasmus von Rotterdam. Die Hochzeit der Schlettstädter Schule ging jedoch schon bald im Zuge der Reformation und der damit verbundenen konfessionellen Auseinandersetzungen zu Ende und in den Folgejahren sollten die Schülerzahlen massiv sinken. Nichtsdestotrotz wuchsen die Bibliotheksbestände der Pfarrbibliothek weiter durch Schenkungen an. 1579 übergab Jakob Oechsel (genannt Taurellus) mehrere bedeutende Exemplare aus seinem Besitz, darunter eine lateinische Bibel aus dem 13. Jahrhundert, die Bible de la Sorbonne, der Bibliothek.

2 Beatus Rhenanus (1485–1547): Wirken und Nachwirken

Beat Bild (in Sélestat geboren) – besser bekannt unter dem Namen Beatus Rhenanus – war einer der bekanntesten Absolventen der bereits erwähnten Lateinschule. Sein Name steht aus kulturgeschichtlicher Perspektive sinnbildlich für die Epoche des Humanismus und der Renaissance am Oberrhein.[8] Beat Bild studierte nach dem Schulbesuch in Sélestat zwischen 1503 und 1507 an der Sorbonne in Paris. Dort arbeitete er auch einige Jahre in einer Druckerei, später auch als Verleger. Gleichzeitig baute er eine private Sammlung an Büchern auf, die als Referenzwerke dienten und die Grundlagen für seine historischen Abhandlungen (wie das Geschichtswerk Rerum germanicarum libri tres Basel, 1531) und Editionen antiker Autoren (unter anderem Tacitus, Titus Livius) und lateinischer Kirchenväter bildeten. Bei seiner Rückkehr ins Elsass 1507 nahm er dann den latinisierten Namen Beatus Rhenanus an. Zu dieser Zeit besaß er schon die für damalige Verhältnisse beträchtliche Anzahl von 253 Buchbänden. Er siedelte sich zunächst in Straßburg an, wo er seinen Freundes- und Bekanntenkreis rasch erweiterte. Dieser Kreis war fast mit der Sodalitas litteraria identisch, einer literarischen Gesellschaft, die 1510 durch den Schlettstädter Jakob Wimpfeling gegründet worden war und des Weiteren Sebastian Brand – den Autor des Werkes Das Narrenschiff[9] – wie auch Jakob Sturm von Sturmeck, den späteren Bürgermeister Straßburgs, zu ihren Mitgliedern zählte.[10] Vier Jahre später, 1511, wechselte Beatus an die Universität Basel, um dort beim Hellenisten Johan Kuhn (genannt Cuno) zu studieren. In Basel lernte er bei den Verlegern und Druckern viele Persönlichkeiten kennen. Vor allem die Begegnung mit dem niederländischen Humanisten Erasmus von Rotterdam (1466/1469–1536) war von entscheidender Bedeutung. In den folgenden siebzehn Jahren wird Beatus Rhenanus in Zusammenarbeit mit den Basler Druckern Johannes Amerbach (1440–1513) und Johannes Froben (1460–1527) die Veröffentlichungen von Erasmus zu den Kirchenvätern und Bibeltexten vorbereiten. „Kern der oberrheinischen humanistischen Publizistik war die Absage an die scholastisch-mittelalterliche Theologie und eine kaiser- und deutschfreundliche Romkritik.“[11] Es entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den beiden Gelehrten, die mit dem Tod von Erasmus 1536 endete. Beatus hegte zwar Sympathien für Luthers Ideen und zeigte eine reformationsfreundliche Haltung, schloss sich aber nicht der Reformation an. 1523 wurde er durch Kaiser Karl V. geadelt und kehrte 1527 als Privatgelehrter in seine katholische Heimatstadt Schlettstadt zurück. Als eines der Hauptwerke von Beatus Rhenanus gilt das bereits erwähnte Werk Rerum germanicarum libri tres aus dem Jahre 1531. In der Forschung wird diese Publikation als eines der ersten Werke gesehen, in denen moderne kritische Geschichtsschreibung betrieben wurde. Beatus prägte mit dem Begriff media antiquitas den neuzeitlichen Epochenbegriff des Mittelalters.[12] Der Humanist verfolgte eine quellenbezogene Forschung mit ethnologischen Ansätzen. 1547 stirbt Beatus Rhenanus in Straßburg. Kurz vor seinem Tod verfügte er, dass seine Privatbibliothek in seine Heimatstadt gebracht und die Bestände der dortigen Lateinschule zur Verfügung gestellt werden sollten. In den Folgejahren wurden die Bücher überwiegend im Zollgebäude der Stadt aufbewahrt. Auf Betreiben des Straßburger Historikers Daniel Schoepflin (1694–1771) wurde 1739 ein erstes Inventar (Katalog) erstellt. 1757 werden die Pfarrbibliothek und die Gelehrtenbibliothek von Beatus Rhenanus im Stockwerk über der Sankt Georgskirche zusammengelegt.[13] Im Jahre 1774 wird ein Bibliothekar ernannt und ein Reglement für die Einrichtung erlassen. Wie durch ein Wunder übersteht die Bibliothek die Wirren der Französischen Revolution, in der großflächig Kirchenbesitz geplündert, konfisziert und verstaatlicht wurde. Einige konfiszierte Buchbestände der aufgelösten örtlichen Ordensgemeinschaften gelangten auf verschiedenen Wegen ebenfalls in die Bibliothek der Sankt Georgskirche. Heutzutage besitzt die Humanistenbibliothek Schlettstadt noch 670 Bände (die mit seinem Ex Libris versehen sind) mit etwas mehr als 2 500 Titeln aus der Privatbibliothek des Beatus Rhenanus.[14]

3 Weitere Persönlichkeiten im Kontext des Humanismus im Elsass

Neben Beatus Rhenanus gab es weitere führende Persönlichkeiten, die in enger Verbindung zur Geschichte Schlettstadts stehen und deren Werke sich mittlerweile in den historischen Sammlungen der Humanistenbibliothek finden. Exemplarisch seien an dieser Stelle fünf Personen vorgestellt. Es handelt sich um Johann Geiler von Kaysersberg (1445–1510), Jakob Wimpfeling, Johann Mentel (Mentelin, um 1410–1478), Matthias Schürer (1470–1519) und Martin Bucer. Der Theologe Geiler von Kaysersberg zählte am Ausgang des Mittelalters zu den bedeutendsten Predigern seiner Zeit, war Professor und auch Rektor an der Universität Freiburg im Breisgau. Nach Aufgabe der universitären Funktionen verbrachte er allerdings den größten Teil seines Lebens in Straßburg, wo er überwiegend als Prediger am Münster wirkte.[15] Geiler arbeitete auch als Herausgeber und Übersetzer. Die überlieferten Werke beruhen überwiegend auf Mitschriften seiner Hörer und nur eine geringe Anzahl der Werke wurde von ihm persönlich verfasst. Geiler stand dem spätscholastischen Denken nahe, ist jedoch „nicht als Vorläufer der Reformation, sondern als Vertreter der religiösen Erneuerungsbewegung des 15. Jahrhunderts aufzufassen.“[16] Die Reformation beendete abrupt die Rezeption des Werks Geilers. Zu dessen überliefertem Werk zählen vor allem seine zahlreichen Predigten.[17] Beatus Rhenanus beschäftige sich in seiner allerersten Veröffentlichung mit dem Leben Geilers von Kaysersberg. Dazu heißt es beim Historiker Georg Bischoff:

„La Vita Geileri [...] est à elle seule un raccourci de l’humanisme rhénan: héraut d’un christianisme vivifié aux sources de la théologie, Geiler participe également de Périclès, Socrate et Numa Pompilius; il est stratège, philosophe et législateur.“[18]

Jakob Wimpfeling war ein katholischer Priester, Pädagoge und Schriftsteller aus Schlettstadt, der an mehreren Schul- und Universitätsstandorten im Heiligen Römischen Reich wirkte.[19] Während seines Aufenthalts in Straßburg forderte er in der Schrift Germania aus dem Jahre 1501 den dortigen Aufbau eines Gymnasiums. Als eines der ersten Lehrbücher überhaupt für das Fach Geschichte gilt die Veröffentlichung Epitome rerum Germanicarum. Ab 1515 arbeitete er wieder in seiner Heimatstadt, in der er auch 1528 verstarb.[20]

Johann Mentel oder Mentelin stammte ebenfalls aus Schlettstadt und gilt als einer der ersten Drucker im Elsass. In Straßburg war er auch bekannt als Buchhändler. Nach Mentelin ist die sogenannte Mentelin-Bibel benannt. Es handelt sich dabei um den ersten gedruckten deutschsprachigen, vorlutherischen Bibeltext. Dieser wurde im Jahr 1466 in seiner Druckerei gedruckt.[21] In der deutsch-französischen Geschichtsschreibung gab es lange Zeit eine Debatte darüber, ob Gutenberg in Mainz die Straßburger Erfindung Mentelins einfach übernommen bzw. gar gestohlen hatte und somit Mentelin eigentlich als Erfinder des Buchdrucks anzusehen ist. Diese These war vor allem durch Johann Schott, Mentelins Enkel, verbreitet worden. Doch war es dann der Straßburger Historiker Johann Daniel Schoepflin, der die Debatte durch seine Untersuchung beendete und die Originalität Gutenbergs hervorhob.[22] Eine Büste Mentelins steht in der Humanistenbibliothek, um an diese Persönlichkeit zu erinnern. Der Druckereiwerkstatt Mentelins werden heute 45 Publikationen aus den Bereichen der Literatur, des Rechts und der Theologie zugeordnet.

Ebenfalls aus Schlettstadt stammte Matthias Schürer, der dort die Lateinschule besuchte. Er war der erste Lateinschüler einer Druckerdynastie. Zwischen 1509 und 1519 druckte Schürer insgesamt 41 Publikationen des Erasmus von Rotterdam. In der Offizin wurden insgesamt 270 Titel von 120 Autoren gedruckt, darunter antike wie auch zeitgenössische Autoren. Lazarus Schürer, einer der Neffen Matthias Schürer, führte nach dem Tod des Gründers dessen Werk weiter fort. Trotz einer gewissen Sympathie für die Werke Luthers, wurde in der Schlettstädter Druckerei der Schürers kein einziges Werk des Reformators gedruckt.[23]

Als einer der wichtigsten historischen Persönlichkeiten Schlettstadts gilt der Reformator Martin Bucer. Nach dem Besuch der örtlichen Lateinschule und der Priesterweihe studierte er an der Universität Heidelberg. Nach Heirat und damit verbundener Exkommunikation wurde er Prediger an der St. Thomas-Kirche in Straßburg. In dieser einflussreichen Position setzte er sich in seinen zahlreichen, überwiegend praktisch-theologischen Schriften auch für die Gründung von Bildungsinstitutionen in der Stadt ein. 1549 musste er Straßburg verlassen und ließ sich in Cambridge in England nieder, wo er bereits zwei Jahre später verstarb.[24]

Die kurze Darstellung dieser Personenauswahl zeigt, wie dicht und engmaschig das Netzwerk der Humanisten im Elsass zu Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts war und welche Gemeinsamkeiten die Personen hatten: Es waren die Herkunft (zum Teil aus der Stadt Schlettstadt), der gemeinsame Bildungshintergrund durch den Besuch der Lateinschule ebendort oder das berufliche Wirken (als Drucker, Publizisten u. Gelehrte) in Schlettstadt, Straßburg und/oder Basel. Die Wirkung bzw. Wirkmächtigkeit dieser Personen lässt sich zum Teil nur durch deren Beziehungen und Nähe zueinander erklären. Die gedruckten Werke dieser Gelehrten, die heute in der Humanistenbibliothek Schlettstadt ausgestellt sind, zeugen vom fruchtbaren Ergebnis eines geistigen Austausches elsässischer Gelehrter und Praktiker in der Zeit eines schnellen Wandels. Die Humanistenbibliothek verwaltet durch das Aufbewahren und die Archivierung dieser historischen Publikationen das Erbe dieser Zeit bis auf den heutigen Tag weiter.

4 Die Kornhalle als Bibliotheksgebäude

Bis zum Jahre 1840 wurden die Bestände der Pfarrbibliothek und die aus der Sammlung Beatus Rhenanus in der zweiten Etage des Rathauses zusammengelegt, in dem sich auch das Stadtarchiv befand. Dann wurde im Gebäude eine Stadtbibliothek eingerichtet (bibliothèque de lecture publique).[25] 1889 folgte der Umzug der Bücherei in die sogenannte Kornhalle am Rande des historischen Stadtzentrums; ein imposantes, mit Fresken verziertes Gebäude im neuromanischen Architekturstil.

Zu dieser Zeit entwickelte sich die Humanistenbibliothek auch zu einer touristischen Attraktion, die in Reiseführern Erwähnung findet. Im Verlaufe des 19. und 20. Jahrhunderts wurden weitere Erwerbungen durch die

Abb. 2 Platz Gambetta, ©Ville de Sélestat
Abb. 2

Platz Gambetta, ©Ville de Sélestat

Bibliothek getätigt, sodass die Bestände auch aufgrund von Buchspenden anwuchsen. Zwischen 1889 und 1969 leiteten vier katholische Geistliche hintereinander die Bibliothek: Joseph Geny, Joseph Clauss, Joseph Walter (lebte 1881–1952) und Paul Adam (Amtszeit 1950–1975), die vor allem im Bereich der Lokal- und Regionalgeschichte forschten und publizierten.[26] Diese Amtsinhaber sind aber für das laizistische Frankreich ungewöhnlich und unüblich, was sich nur daraus erklärt, dass die Trennung zwischen Staat und Kirche im Elsass aufgrund historischer Entwicklungen nicht vollzogen wurde. Insgesamt wird das Wirken dieser vier Persönlichkeiten aber als ein Glücksfall in der Geschichte der Humanistenbibliothek gesehen.[27] Während des 1. Weltkrieges wurden die wertvollsten Bestände zur Sicherheit in Kisten verpackt und in einem Keller gelagert. Ein ähnliches Vorgehen wurde auch am Vorabend des 2. Weltkrieges gewählt. Vor dem Hintergrund der Evakuierung von Teilen der elsässischen Bevölkerung und regionaler Institutionen (wie Bibliotheken, Universitäten und Museen) nach Südostfrankreich wurden nun auch die historischen Buchbestände abtransportiert und an die Dordogne in das Schloss Hautefort nahe Périgueux gebracht.[28] Nach dem Waffenstillstand und der anschließenden Besetzung Frankreichs wurden die Buchkisten 1940 auf Befehl der deutschen Besatzungsbehörden wieder zurück nach Schlettstadt gebracht. Zwei Jahre später erfolgte aus Angst vor alliierten Bombardements eine erneute Evakuierung in das nahegelegene Schloss Hochkönigsburg, in dem auch andere wichtige Kunst- und Kulturgüter aus dem gesamten Elsass Schutz fanden, wie beispielsweise auch der Isenheimer Altar aus Colmar. Trotz mehrfacher Evakuierungen und Transporte im Kontext beider Kriege konnte der Gesamtbestand diese Zeit vollständig und unbeschadet überstehen. Anlässlich des fünfhundertjährigen Jubiläums der Bibliothek 1953 wird ein neuer Lesesaal in der ersten Etage des Kornhallengebäudes eingerichtet. Einige Jahre später werden dort auch erste Vitrinen zur Ausstellung von historischen Werken installiert. 1998 wird der große Saal der Halle umgebaut, sodass dort Vitrinen aufgestellt werden können. Diese erlauben es, die wichtigsten Bestände der Öffentlichkeit zu präsentieren. 1997 wird die Médiathèque intercommunale an einem neuen Standort gegründet, in der Absicht die historischen Bibliotheksbestände künftig alleine im Gebäude der ehemaligen Kornhalle aufzubewahren. Auf diese Weise weicht der Charakter einer Öffentlichen Bibliothek und künftig kann man sich in der Kornhalle auf zwei Arbeitsschwerpunkte konzentrieren: das Aufbewahren, das Erhalten und den Schutz des Altbestandes und dessen Visualisierung bzw. Präsentation für die interessierte Öffentlichkeit. Heute zählen zum Bestand der Humanistenbibliothek 460 Manuskripte, 550 Inkunabeln und etwa 2 500 Drucke aus dem 16. Jahrhundert.[29] Im Jahr 2011 wird die Bibliothek Beatus Rhenanus’ auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und somit die Bedeutung, die Universalität und Originalität dieses Altbestands unterstrichen.[30]

5 Hintergründe und Pläne des Umbauprojektes

Ein zehn Punkte umfassender Plan aus dem Jahr 2013 bildete die Grundlage für die Planungen des Umbaus und der damit verbundenen Neugestaltung der Bibliothek: Der Schutz historischer Buchbestände sollte durch den Umbau des Buchmagazins und durch die Einrichtung einer Buchbinderei gewährleistet werden.[31] Der Bereich der Benutzung – vor allem im Hinblick auf einen barrierefreien Zugang zum und im Gebäude – wurde verbessert. Im Rahmen des Umbaus wurde die nutzbare Fläche zur Lagerung der Bestände innerhalb des Gebäudes erweitert. Die historischen Buchbestände werden in der Form eines Besucherparcours präsentiert und auf diese Weise in den Fokus gerückt und aufgewertet. Zur Förderung der Forschung und des wissenschaftlichen Einflusses der Einrichtung wurden Programme entwickelt, die Nachwuchsforschern künftig Aufenthalte gewähren und universitäre Forschungsprojekte fördern sollen. In einem Auditorium und in einem Bereich für Wechselausstellungen werden künftig die kulturellen Aktivitäten der Humanistenbibliothek der interessierten Öffentlichkeit vermittelt werden. Überdies können die pädagogischen Aktivitäten von nun an besser koordiniert werden: Zwei Schulklassen können gleichzeitig im Gebäude empfangen und dann in zwei separaten Räumen geschult werden. Durch den Einbau und Einsatz moderner und innovativer Technologie soll die multimediale Vielfalt im Haus gewährleistet werden. Neue Dienstleistungen und Services wie ein Museumsshop und ein Lesecafé begleiten und ergänzen die kulturellen Aktivitäten. Durch die Sanierung der Sandsteinmauern der historischen Kornhalle, den Umbau des Gebäudeinnern und den Abriss einiger benachbarter Gebäude wurde zur Aufwertung des städtebaulichen Panoramas der historischen Altstadt Schlettstadts beträchtlich beigetragen.

6 Planungsphasen und Bauetappen

Im September 2013 wurde das wissenschaftliche und kulturelle Vorhaben der neuen Humanistenbibliothek genehmigt. Vier Monate später, im Januar 2014, wurde das Vorhaben auch im Hinblick auf Technologie, Architektur und Museografie genehmigt. Im Herbst desselben Jahres wurde der Sieger des Architekturwettbewerbs gekürt und im November 2014 das Architekturprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Das französische Architekturbüro Lamoureux & Ricciotti unter Federführung Rudy Ricciottis konnte mit seinem Entwurf die Jury überzeugen. Rudy Ricciotti hatte durch den Bau des Mucem, des Musée des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée in Marseille, bereits auch außerhalb Frankreichs einen gewissen Bekanntheitsgrad erworben. Darüber hinaus war er in Schlettstadt schon als Architekt durch den Bau des Kulturzentrums Tanzmatten in Erscheinung getreten. Sein Entwurf sah eine Sanierung und Verschönerung des Gebäudemantels, der aus Sandstein besteht, und eine umfassende Umstrukturierung der Räumlichkeiten im Inneren vor. Das Gebäudeinnere erfuhr dabei eine Metamorphose.[32] Ebenfalls wurde das Gebäude erweitert, sodass die Nutzfläche vergrößert werden konnte und nach dem Umbau ein Auditorium, ein Lesecafé und ein Museumsshop im neuen futuristisch anmutenden Gebäudeteil ausreichend Platz fanden. Die ersten provisorischen Bauarbeiten begannen im Juni 2015 und wurden 2018 beendet.

Abb. 3 Blick auf die Bauarbeiten, ©Ville de Sélestat
Abb. 3

Blick auf die Bauarbeiten, ©Ville de Sélestat

Wie beschrieben blieb die äußere Silhouette des Gebäudes bestehen und – bis auf Ausbesserungen und Reinigung – nahezu unverändert. Dafür wurden im Inneren der Kornhalle umfassende Umbauarbeiten vollzogen.

Zunächst wurde ein Keller ausgehoben, in dem das Magazin für die historischen Bibliotheksbestände eingebaut wurde.[33] Dieses besteht aus 3 000 Regalmetern für die 70 000 Bände. Mehrere tragende Wände wurden durch eine dreidimensionale schwarze Stahlkonstruktion ersetzt, die unter dem Dach die Statik und Gebäudesicherheit im Erdbebenfall gewährleisten. Das Stahlgerüst ist im Eingangsbereich bis unter die Decke eingearbeitet.

Abb. 4 Dreidimensionale Stahlkonstruktion, ©PMod
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Dreidimensionale Stahlkonstruktion, ©PMod

Die Raumhöhe geht bis unter das Dach. Das Stahlgerüst befindet sich auf der ersten Etage, auf der sich der eigentliche Ausstellungsbereich und damit das Zentrum der Einrichtung befindet. Durch den Wegfall der tragenden Mauern wurde die Fußbodenfläche um etwa 30 % erweitert und somit neuer Platz für eine Boutique und einen weiteren Saal geschaffen. Im neuen Anbau, dessen Fassade aus Glas und

Abb. 5 Dreidimensionale Stahlkonstruktion, ©Ville de Sélestat
Abb. 5

Dreidimensionale Stahlkonstruktion, ©Ville de Sélestat

insgesamt 25 Säulen aus rotem Vogesensandstein besteht, erstreckt sich der Salon Erasme als Multifunktions- und Aufenthaltsraum für die Besucher. Die Stadt Schlettstadt hat für dieses Bauvorhaben insgesamt vierzehn Millionen Euro investiert.[34] Nach einer vierjährigen Bauzeit erfolgte die offizielle Einweihung der neuen Humanistenbibliothek am 13. November 2018 in Anwesenheit zahlreicher Honoratioren, darunter auch der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sowie als Ehrengast der luxemburgische Großherzog zusammen mit seinem Sohn. Das neue Gebäude bewahrt einerseits den historischen Charakter mit seinem neuromanischen Stil, andererseits kann man den Anbau durchaus als futuristisch bezeichnen.[35] Dieser gelungene Stilmix, der die unterschiedlichen Architekturformen auf vielfältige Art miteinander vereint, kommt besonders durch die Umgestaltung der unmittelbaren Umgebung durch Schaffung einer Sichtachse auf den davorliegenden Platz zur Geltung.

Abb. 6 Panorama Pl Kubler, ©Ville de Sélestat
Abb. 6

Panorama Pl Kubler, ©Ville de Sélestat

7 Identität und Ausrichtung der Humanistenbibliothek

Bei näherer Betrachtung des neuen Gebäudes und dessen Funktionalitäten stellt sich die Frage, ob es sich bei der Institution um eine Bibliothek, ein Museum oder gar um ein Archiv handelt.

Die Geschichte der Bestände, Räumlichkeiten und Funktionen der bisherigen Bibliothek ist recht komplex. Nach dem Umbau erscheint es dem Betrachter eher so, dass es sich bei der Einrichtung um eine Art Buchmuseum handelt.

Abb. 7 Expo-Saal Trésor, ©Ville de Sélestat
Abb. 7

Expo-Saal Trésor, ©Ville de Sélestat

Aus institutioneller Sicht kann man aber kaum von einem Museum sprechen, da die Humanistenbibliothek vom französischen Kulturministerium nicht als Museum anerkannt ist, sondern dort als Bibliothek geführt wird; und dies trotz ihres musealen Charakters und ihrer kulturellen Aktivitäten im Bereich des Tourismus.[36] In diesem Zusam

Abb. 8 Expo-Saal, ©Ville de Sélestat
Abb. 8

Expo-Saal, ©Ville de Sélestat

menhang wird für diesen Bibliothekstypen der Begriff bibliothèque-musée benutzt, der den komplexen Charakter der Einrichtung beschreibt.[37] Der Code du patrimoine (Gesetzbuch) definiert den Auftrag eines Museums genauer:

„[la bibliotheque-musée] Est considérée comme musée, au sens du présent livre, toute collection permanente composée de biens dont la conservation et la présentation revêtent un intérêt public et organisé en vue de la connaissance.“

In der kollektiven Wahrnehmung bleibt eine Büchersammlung eine Bibliothek, auch wenn es große Überschneidungen im Hinblick auf Ausrichtung auf das Publikum mit den klassischen Museen gibt.[38] Für das Publikum befindet sich auf der ersten Etage ein weiträumiger Ausstellungsraum für die Dauerausstellung, in dem die wichtigsten Bestände thematisch sortiert und entsprechend museumspädagogisch adäquat – nämlich auf altdeutschen geschnitzten Holztischen, die mittelalterliche Schreibpulte imitieren sollen und dementsprechend eine Schreibschule darstellen – präsentiert werden. Mithilfe von Touchscreens, dreisprachigen Text- und Bildtafeln, lassen sich digitalisierte Bestände einsehen und vermitteln auf diese Weise mittels modernster Technologie die historischen Bestände eindrücklich.

8 Eine neugestaltete Bibliothekslandschaft im Elsass

Seit über zehn Jahren hat sich die Bibliothekslandschaft im Elsass durch einige Neu- und Umbauten verändert. So wurde zunächst 2008 die Stadtbibliothek in Straßburg (Médiathèque André-Malraux) in einem neuen (umgebauten) Gebäude untergebracht und auf diese Weise erheblich vergrößert. In den Folgejahren wurde dann das historische Bibliotheksgebäude der Bibliothèque nationale et universitaire (BNU), ebenfalls in Straßburg, komplett umgebaut und 2014 neueröffnet.[39] Mit der Fertigstellung des Umbaus der Humanistenbibliothek in Schlettstadt wurde ein weiterer Baustein gelegt. Derzeit wird die Dominikanerbibliothek in Colmar saniert, deren Fertigstellung für 2019 prognostiziert wird. Ziel dieses Umbaus ist es, nicht nur den historischen Bibliotheksbeständen zu einer besseren Geltung zu verhelfen, sondern auch ein „Centre européen du livre et de l’illustration de Colmar“ zu schaffen.[39] Dieses Zentrum wurde deshalb in Colmar eingerichtet, weil sich ein Großsteil der Alsatica – der historischen Literatur aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit des Elsass – nur noch in Colmar befindet, denn durch den Brand und die Zerstörung der ehemaligen Stadt- und Universitätsbibliothek Straßburg im August 1870 wurden die Straßburger Bestände vernichtet. Die Verwaltungsregion Ostfrankreich (Région Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine) möchte mit der Schaffung eines solchen Zentrums einen Beitrag zur Sensibilisierung für Schriftgut und Bücher leisten und auf diese Weise den Kulturtourismus in der Region fördern.[40] Es zeigt sich somit, dass man sich in dieser Region für die vielfältige Bewahrung des geistigen Erbes in Form von Schrift- und Buchbeständen durch diverse Bauvorhaben tatkräftig und mit sichtbarem Erfolg einsetzt. Mit der Vollendung der Umbauarbeiten der Humanistenbibliothek in Schlettstadt ist in der Tat eine weitere Etappe im Hinblick auf die Neugestaltung der Bibliothekslandschaft gelungen.

9 Fazit

Mit der Vollendung des Bauvorhabens und der damit verbundenen Verwirklichung weiterer Maßnahmen wurde der 2013 beschlossene Zehn-Punkte-Plan umgesetzt. Das historische Erbe des Humanismus in Form der historischen Buchbestände kann nun unter Beachtung der geltenden Standards für die Aufbewahrung historischer Bibliotheksbestände im neuen Magazin im Untergeschoss des Gebäudes sicher bewahrt werden. Die neue Humanistenbibliothek dokumentiert mit der multimedialen Dauerausstellung in dem runderneuten Gebäude das bedeutende Erbe des Humanismus am Oberrhein und öffnet sich damit der breiten Öffentlichkeit.

Über den Autor / die Autorin

Dr. Donatus E. Düsterhaus

Leiter – Chef de secteur, Interfakultäre Bibliothek für Geschichte und Theologie — Bibliothèque interfacultaire d’histoire et de théologie (BHT), Université de Fribourg, Miséricorde, Av. de l’Europe 20, CH-1700 Fribourg

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Online erschienen: 2019-07-03
Erschienen im Druck: 2019-07-01

© 2019 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Articles in the same Issue

  1. Frontmatter
  2. Frontmatter
  3. Inhaltsfahne
  4. Schwerpunkt Data Librarian
  5. Studienschwerpunkt „Data Curation“ im Master „Information Science“ der HEG Genf
  6. Data Librarian – ein neuer Studienschwerpunkt für wissenschaftliche Bibliotheken und Forschungseinrichtungen
  7. Bibliotheksinformatik als Studienrichtung an der HTWK Leipzig
  8. IT-Kernkompetenzen im Bachelorstudiengang „Informationswissenschaften“ an der Hochschule der Medien Stuttgart
  9. Bibliotheksinformatik studieren heißt: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans hinterher
  10. 90 Jahre IBI
  11. The Future of Information Studies: Reflections on Sociotechnical Imaginaries
  12. 90. Geburtstag des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) in Berlin – Ein Rückblick aus der Zukunft
  13. Neue Entwicklungen
  14. Aktuelle Entwicklungen an den österreichischen Bibliotheken 2017 und 2018
  15. Weitere Beiträge
  16. Die Sammlung ist tot, es lebe die Sammlung!
  17. Von der elektronischen Bibliothek zur innovativen Forschungsinfrastruktur
  18. Aspekte digitaler Infrastrukturen
  19. Shared Print – Wie Bibliotheken in den Vereinigten Staaten und Kanada Zugänglichkeit und Erhalt des gedruckten Kultur- und Wissenschaftserbes sichern
  20. Ein neues Schaufenster des Humanismus am Oberrhein – Die Humanistenbibliothek in Schlettstadt nach dem Umbau
  21. Rezensionen
  22. Lernwelt Öffentliche Bibliothek. Dimensionen der Verortung und Konzepte. Hrsg. von Richard Stang und Konrad Umlauf. Berlin; Boston: de Gruyter, 2018. 222 S., 99,95 €
  23. Ressourcen für die Forschung. Spezialsammlung in Regionalbibliotheken, hrsg. von Ludger Syré anlässlich des 60. Geburtstags der Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken, Frankfurt/Main: Vittorio Klostermann, 2018 (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderband 123). 340 S., zahlreiche, z. T. farbige Abb., geb., ISBN 978-3-465-04362-1. 98 €
  24. Nuklearphysikalische-Verfahren zur Untersuchung von Inkunabeln – eine Erinnerung
  25. Cornelia Vonhof; Eva Haas-Betzwieser: Praxishandbuch Prozessmanagement in Bibliotheken und Informationseinrichtungen. Berlin: De Gruyter Saur, 2018. VIII, 299 S. ISBN 978-3-11-050002. 79,95 €
Downloaded on 8.1.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/bfp-2019-2063/html
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