Das Feld als Kampfplatz. Comics und ihre Übersetzung im deutschen Sprachraum
Ausgehend von der Konzeption der Übersetzung als sozialer Praxis werden in diesem Beitrag die Bedingungen der Übersetzung von Comics im deutschsprachigen Raum untersucht. Als soziologisches Untersuchungsinstrumentarium werden dazu die von Bourdieu entwickelten Begriffe des Feldes und des Kapitals herangezogen. Ausgehend von einer Verortung des Trivialen als soziales Konstrukt wird die Einführung von Comics in Deutschland im Feld der Literatur nachgezeichnet. Die Zuweisung von Comics zum Bereich der massenliterarischen Erzeugnisse sowie das Fehlen von kulturellem und symbolischem Kapital führten zu spezifischen übersetzerischen Praxisformen, die anhand des Kauka-Verlags exemplarisch dargelegt werden.
Based on the conception of translation as social practice, this contribution analyses the conditions underlying the translation of comics in German speaking countries. Bourdieu's concepts of field and capital are applied as the methodological framework for this analysis. The introduction of comics to the German literary field is traced on the basis of the trivial viewed as a social construct. The assignment of comics to the area of mass literature as well as the lack of cultural and symbolic capital led to specific translational forms of practice, which are discussed on behalf of the German publishing house, Kauka Verlag.
© Max Niemeyer Verlag GmbH, Tübingen 2004
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