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Dis-/Kontinuitäten

Über das (One-Cut-)Musikvideo als Melodrama
  • Maren Butte
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Musikvideo reloaded
This chapter is in the book Musikvideo reloaded

Abstract

Der Beitrag widmet sich dem Verhältnis zwischen den kulturellen Formen Musikvideo und Melodrama. Vertreten wird die These, dass das Musikvideo und das Melodramatische eine Form der medientechnisch und performativ bedingten Audiovision teilen, die insofern „mehr als bebilderte Musik“ ist, als bewegte Bilder und Musik sich nicht addieren, sondern sich gegenseitig transformieren und einen spezifischen affektiven Wahrnehmungsmodus ermöglichen. Musikvideos und Melodramen erzeugen eine bestimmte Verräumlichung der (Zeit-)Erfahrung, ein mehrdimensionales „worlding“, das eine gesteigerte Aufmerksamkeit, Intensität und nach Hermann Kappelhoff ein (subjektivierendes) „Genießen“ erzeugen kann. Diese audiovisuellen Konstellationen werden entlang von unterschiedlichen Musikvideo-Beispielen und unter Einbeziehung von filmwissenschaftlichen, performance-theoretischen und medienkulturwissenschaftlichen Schriften untersucht.

Abstract

Der Beitrag widmet sich dem Verhältnis zwischen den kulturellen Formen Musikvideo und Melodrama. Vertreten wird die These, dass das Musikvideo und das Melodramatische eine Form der medientechnisch und performativ bedingten Audiovision teilen, die insofern „mehr als bebilderte Musik“ ist, als bewegte Bilder und Musik sich nicht addieren, sondern sich gegenseitig transformieren und einen spezifischen affektiven Wahrnehmungsmodus ermöglichen. Musikvideos und Melodramen erzeugen eine bestimmte Verräumlichung der (Zeit-)Erfahrung, ein mehrdimensionales „worlding“, das eine gesteigerte Aufmerksamkeit, Intensität und nach Hermann Kappelhoff ein (subjektivierendes) „Genießen“ erzeugen kann. Diese audiovisuellen Konstellationen werden entlang von unterschiedlichen Musikvideo-Beispielen und unter Einbeziehung von filmwissenschaftlichen, performance-theoretischen und medienkulturwissenschaftlichen Schriften untersucht.

Chapters in this book

  1. Frontmatter I
  2. Inhalt VII
  3. Vorwort und Einführung 1
  4. Teil I: Zur Epistemologie und Medienarchäologie des Musikvideos
  5. Musik, Mathematik und Medien 13
  6. Zur Musikalität des Visuellen 25
  7. Teil II: Pop und Subversion: Gegenkulturelle Prozesse der Aneignung
  8. Extrem laut und unglaublich erfolgreich 43
  9. „Video with a Message“ 53
  10. Teil III: Sampling, Imitation und Adaption: Zitationspraktiken im Musikvideo zwischen E und U
  11. Im Wunderland der Avantgarde 77
  12. Transmediale Audiovisionen, oder: U+E=Ü 91
  13. Notes on Pop 109
  14. Michel Gondry und Spike Jonze – Auteurs des Musikvideos 125
  15. Teil IV: Neue Dispositive: Mediale Repräsentationen im aktuellen Musikvideo
  16. Rich posing – queer (non)passing 147
  17. Dis-/Kontinuitäten 173
  18. Sport im hybriden Medium Musikvideo 193
  19. Wer braucht schon Musikdokumentationen, wenn es TikTok und Carpool Karaoke gibt? 205
  20. Teil V: Anhang
  21. Beiträger*innenverzeichnis 225
Downloaded on 8.1.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783110730623-011/html
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