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Erfolgsfaktoren bei der strategischen Einführung der Digitalen Fabrik

  • Carsten Matysczok and Dennis Meyer
Published/Copyright: March 16, 2017

Kurzfassung

Die Digitale Fabrik ist ein wesentliches Instrument zur Verkürzung der Projektlaufzeit, sowohl von der ersten Produktidee bis zum Markteintritt als auch in der Serienproduktion. Sie ermöglicht kürzere Entwicklungszeiten, einen früheren Markteintritt und nicht zuletzt eine Reduktion der Gesamtentwicklungskosten. So lautet die Theorie. Seit rund einem Jahrzehnt wird das Thema Digitale Fabrik in Forschung und Industrie intensiv betrieben und von Anbietern als Heilsbringer angepriesen. Allerdings wird allzu oft verschwiegen, dass ein Erreichen dieser verheißungsvollen Ziele sowohl eine erfolgreiche Einführung von integrierten Prozessen, Methoden und Werkzeugen als auch ein durchgängiges Datenmanagement [1] voraussetzt. Vor allem die durchgängige und geregelte Versorgung aller an den Produktentstehungsprozessen Beteiligten (Datennutzer) mit den notwendigen Daten spielt eine entscheidende Rolle. Die Datenversorgung ist eine unabdingbare Grundlage und Voraussetzung für die erfolgreiche Etablierung der Digitalen Fabrik. Dieser Artikel beschreibt zu implementierende Aspekte auf dem Weg zur Digitalen Fabrik.

Abstract

The Digital Factory is a preferred method helping to reduce time to market for newly developed products as well as for adjustments and modifications to existing products and services. A Digital Factory solution provides for reduction of development times and development costs. At least that is what we are being told. Research institutions and branch industries have been dealing with these matters for more than a decade. Distributors and solution providers have been praising the potential of Digital Factory solutions. What gets left in the dust is the amount of invest and effort needed for making Digital Factory a successful venture. Proper processes and suitable methods have to be set up and rolled out. Tools need to be chosen and integrated. Furthermore, data management and the use of appropriate IT-systems are substantial requirements. Especially a continuous and integrated data supply for all stakeholders within affected business processes is a crucial factor of success. Custom data supply is a precondition and rudimental for the establishment of a Digital Factory solution. This article describes “must-haves” and “no-goes” in achieving an effective and efficient Digital Factory solution.


Dr.-Ing. Carsten Matysczok ist Experte in der UNITY und im Competence Center Digitale Fabrik tätig. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Bereich Virtual Engineering, Digitale Fabrik sowie in der Technologieberatung für Virtual Reality, Augmented Reality und Mobile Computing. Hier berät er internationale Kunden in der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Dr. Carsten Matysczok studierte Informatik mit dem Nebenfach Betriebswirtschaftslehre an der Universität Paderborn. Er promovierte zum Thema Augmented Reality am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn.

Dennis Meyer, geb. 1980, studierte Informatik an der Universität Koblenz und Innovationsmanagement am Technisch Wissenschaftlichen Institut Koblenz. Anschließend arbeitete er als Softwareentwickler bei der BrainLAB AG in München. Derzeit ist Dennis Meyer Mitarbeiter der UNITY im Competence Center Digitale Fabrik. Seine Schwerpunkte sind Prozess- und Technologieberatung zu den Themen der Digitalen Fabrik, IT-Beratung und Innovationsmanagement. Er verfügt über Beratungserfahrung in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, der Gesundheitsbranche und bei IT-Systemanbietern.


References

1 VDI-Richtlinie 4499 Blatt 1: Digitale Fabrik Grundlagen. Beuth Verlag, Berlin2008Search in Google Scholar

2 Kühn, W.: Digitale Fabrik – Fabriksimulation für Produktionsplaner. Carl Hanser Verlag, München, Wien200610.3139/9783446408661Search in Google Scholar

3 Zenner, C.: Durchgängiges Variantenmanagement in der Fertigungsplanung. Universität des Saarlandes, Schriftenreihe Produktionstechnik, Bd. 37, Saarbrücken2006Search in Google Scholar

4 Sekolec, R.; Kunz, A.: Produktstrukturierung im Digitalen Produkt. In: VDI-Berichte 1819 – Integrierte Informationsverarbeitung in der Produktentstehung – (k)ein Gegensatz zwischen Innovation und Kostensenkung. VDI-Verlag, Düsseldorf2004Search in Google Scholar

Online erschienen: 2017-03-16
Erschienen im Druck: 2009-02-24

© 2009, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 23.2.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/104.110009/html
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