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Professorinnen und Professoren in der akademischen Selbstverwaltung. Eine Rekonstruktion handlungsleitender Orientierungsrahmen

  • Axel Philipps

    Axel Philipps (PD Dr.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz Forschungszentrum Wissenschaft und Gesellschaft der Leibniz Universität Hannover. Er leitet dort Forschungsprojekte zum Sprachgebrauch in Forschungsanträgen sowie zur Einführung von randomisierten Verfahren in der Forschungsförderung. Seine Forschungsinteressen gelten der Kultur- und Wissenssoziologie, den Methoden der qualitativen Sozialforschung mit Schwerpunkt auf Interview-, Text- und Bilddaten sowie den Modi des Widerständigen. Jüngst erschienen sind von ihm: Getting more out of interviews. Understanding interviewees’ accounts related to their frames of orientation, in: Qualitative Research (2019, mit Rafael Mrowczynski) sowie Unconventional ideas conventionally arranged: A study of grant proposals for exceptional research, in: Social Studies of Science (2019, mit Leonie Weißenborn).

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    und Johanna Johannsen

    Johanna Johannsen (M.A.), geb. 1987 in Kappeln. Studium der Sozialwissenschaften und Master in Wissenschaft und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover. Sie hat von 2015 bis 2016 ein Projekt zur akademischen Selbstverwaltung im Hochschulbüro für ChancenVielfalt der Leibniz Universität Hannover durchgeführt und ist seit 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Soziologie sowie Mitglied der Graduiertenschule des Leibniz Forschungszentrums Wissenschaft und Gesellschaft der Leibniz Universität Hannover. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: das berufliche Selbstverständnis von Professorinnen und Professoren (insbesondere in der akademischen Selbstverwaltung), Wissenschafts- und Hochschulforschung, Mixed Methods Analysen. Bisher publiziert: Professorinnen entscheiden mit! Hrsg. von Helga Gotzmann, Hochschulbüro für ChancenVielfalt, Leibniz Universität Hannover.

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Veröffentlicht/Copyright: 4. April 2020
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Zusammenfassung

Zu den zentralen Aufgaben einer Professur an deutschen Universitäten gehört neben Forschung und Lehre die Beteiligung an der akademischen Selbstverwaltung, wobei sich die Hochschulforschung vor allem auf die ersten beiden Berufsfelder konzentriert. Die wenigen Erkenntnisse zum Engagement in der Selbstverwaltung beziehen sich vorrangig auf veränderte organisationale Aspekte. Dieser Beitrag zeigt, wie mit Hilfe der praxeologischen Wissenssoziologie untersucht werden kann, in welchen Orientierungsrahmen das akademische Personal innerhalb der akademischen Selbstverwaltung agiert. Dazu wurden teilnarrative Interviews durchgeführt und mit der dokumentarischen Methode ausgewertet. Im Ergebnis unterscheiden wir zwischen den „Hochschulmanagenden“, „Zurückhaltenden“ und „Pflichtbewussten“, wobei insbesondere der Orientierungsrahmen der „Pflichtbewussten“ erklärt, warum sich Professorinnen und Professoren wiederkehrend in der akademischen Selbstverwaltung gewissenhaft engagieren, obwohl sie der Forschung und Lehre den Vorrang einräumen.

Abstract

Professorships in German Universities entail research, teaching and administration duties. Interestingly, studies on higher education concentrate on research and teaching whereas investigations on aspects of managing universities mainly focus on institutional conditions and changes. Little is known about how academic personnel engage and frame their actions in the management of their universities. This paper we investigates professors’ frames of orientation in various fields of administration at universities in Lower Saxony (Germany). We conducted narrative interviews and analyzed the transcripts using the documentary method of interpretation (DMI). In our findings we demonstrate a detailed interpretation of those who act most dutifully as a typical frame of orientation, which explains why professors continuously engage in academic self-administration even though they favor research and teaching. We have identified, in addition, two further typical frames of orientation, the reluctant administrator and the managerial administrator.

About the authors

Axel Philipps

Axel Philipps (PD Dr.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz Forschungszentrum Wissenschaft und Gesellschaft der Leibniz Universität Hannover. Er leitet dort Forschungsprojekte zum Sprachgebrauch in Forschungsanträgen sowie zur Einführung von randomisierten Verfahren in der Forschungsförderung. Seine Forschungsinteressen gelten der Kultur- und Wissenssoziologie, den Methoden der qualitativen Sozialforschung mit Schwerpunkt auf Interview-, Text- und Bilddaten sowie den Modi des Widerständigen. Jüngst erschienen sind von ihm: Getting more out of interviews. Understanding interviewees’ accounts related to their frames of orientation, in: Qualitative Research (2019, mit Rafael Mrowczynski) sowie Unconventional ideas conventionally arranged: A study of grant proposals for exceptional research, in: Social Studies of Science (2019, mit Leonie Weißenborn).

Johanna Johannsen

Johanna Johannsen (M.A.), geb. 1987 in Kappeln. Studium der Sozialwissenschaften und Master in Wissenschaft und Gesellschaft an der Leibniz Universität Hannover. Sie hat von 2015 bis 2016 ein Projekt zur akademischen Selbstverwaltung im Hochschulbüro für ChancenVielfalt der Leibniz Universität Hannover durchgeführt und ist seit 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Soziologie sowie Mitglied der Graduiertenschule des Leibniz Forschungszentrums Wissenschaft und Gesellschaft der Leibniz Universität Hannover. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: das berufliche Selbstverständnis von Professorinnen und Professoren (insbesondere in der akademischen Selbstverwaltung), Wissenschafts- und Hochschulforschung, Mixed Methods Analysen. Bisher publiziert: Professorinnen entscheiden mit! Hrsg. von Helga Gotzmann, Hochschulbüro für ChancenVielfalt, Leibniz Universität Hannover.

Danksagung

An dieser Stelle möchten wir uns für die konstruktiven Anmerkungen und Anregungen zu früheren Versionen des Artikels bei Eva Barlösius, Andreas Höfelmayr, Martin Siebach sowie den Herausgeberinnen und Herausgebern der Zeitschrift bedanken. Besonders dankbar für gemeinsame Interpretationen anonymisierter Transkripte sind wir Rafael Mrowczynski, den Teilnehmenden der Forschungs- und Methodenwerkstatt um Julian Hamann und Anna Kosmützky sowie den Studierenden verschiedener Methodenveranstaltungen für durchgeführte Interviews und Transkriptionen.

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Published Online: 2020-04-04
Published in Print: 2020-03-26

© 2020 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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