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Das Ringen um die Sprache lebendiger Liturgie

Debatten in der jüngeren und jüngsten katholischen Liturgiegeschichte
Published/Copyright: July 14, 2022
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Zusammenfassung

Über Jahrhunderte feierte die römisch-katholische Kirche Liturgie in lateinischer Sprache. Dennoch lebte die Diskussion über die Rolle anderer Sprachen im Gottesdienst und damit die Frage nach Übersetzungen immer wieder auf. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965), in dessen Folge die Muttersprachen in den Liturgien dieser Kirche verwendet werden, wird in Kirche und Theologie bis in die jüngste Zeit über Grundaspekte von Übersetzungen, aber auch über Kompetenz und Zuständigkeit für die Sprache der Liturgie debattiert. Dabei kommen der sakrale Charakter der Liturgie, Fragen um Gottesdienst und Macht, aber auch die Entwicklungsfähigkeit der Glaubensfeier in den Blick. Letztlich geht es nicht nur um das Verständnis von Liturgie, sondern auch um das Selbstverständnis von Kirche.

Abstract

For centuries, the Roman Catholic Church celebrated liturgy in Latin. Nevertheless, the discussion about the role of other languages in worship, and thus the question of translations, revived again and again. After the Second Vatican Council (1962–1965), as a result of which the mother tongues are used in the liturgies of this Church, there has been debate in the Church and in theology up to recent times about basic aspects of translations, but also about competence and responsibility for the language of the liturgy. The sacred character of the liturgy, questions about worship and power, but also the capacity for development of the celebration of faith come into view. Ultimately, it is not only about the understanding of liturgy, but also about the self-understanding of the church.

Published Online: 2022-07-14
Published in Print: 2022-07-28

© 2022 Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston

Articles in the same Issue

  1. Frontmatter
  2. Inhalt
  3. Einleitung
  4. Kapitel I: »Im Anfang war das Wort«? - Philosophischtheologische Grundlegung und ein kulturanthropologischer Einspruch
  5. Sprachlichkeit und Gottesbewusstsein
  6. Gibt es eine Sprache der Dinge?
  7. Kapitel II: »Nur die Sprache hat den Menschen menschlich gemacht«? (Johann Gottfried Herder) - Spracherwerb, Sprachfähigkeit und Sprachverlust
  8. Neurowissenschaftliche Grundlagen des Spracherwerbs
  9. Redegewalt und doppelte Übersetzung
  10. Eine Sprache für das Neue finden
  11. Sprache, Sprechen, Schweigen im Alten Testament
  12. Kapitel III: Sprache macht Religion - Die Sprachlichkeit religiöser Praktiken
  13. Geheimnisvolle Gefolgschaft
  14. Übersetzen, Dolmetschen, Macht
  15. Das Ringen um die Sprache lebendiger Liturgie
  16. Wer erhört wen oder was?
  17. Entwichene Sprache
  18. Kapitel IV: Das macht Sprache - Die Macht religiöser Sprache
  19. Psychagogische Schockrhetorik für Zermürbte
  20. Zur sprachlichen Konstruktion religiös begründeter Machtasymmetrien
  21. Religion im kolonialen Archiv
  22. Kapitel V: Ausblick - Sprache und Religion in religionslinguistischer Perspektive
  23. Zur Konzeption einer Religionslinguistik
  24. Autorenverzeichnis
Downloaded on 27.3.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/bthz-2022-0011/html
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