Ästhetik des Depressiven
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Herausgegeben von:
Till Huber
und Immanuel Nover
Über dieses Buch
Die Depression wird derzeitig als dominante psychische Krankheit moderner Gesellschaften gehandelt und lässt sich ausgehend von einer Vielzahl an sozialwissenschaftlichen Beiträgen als Gegenwartsdiagnose diskutieren.
Von hier ausgehend wird das Thema Depression literaturwissenschaftlich in den Blick genommen. Untersucht werden Motive und literarische Verfahren des Depressiven, depressive Figuren und einschlägige Inszenierungen der Autor:innen.
Die literarischen Manifestationen des Depressiven und der Ende des 19. Jahrhunderts entstehende Depressionsdiskurs werden als historisch wandelbare Phänomene begriffen. So erstreckt sich der Beobachtungszeitraum des Bandes von der Jahrhundertwende bis in die Gegenwart. Dabei wird nach einer spezifisch modernen ‚Verfasstheit‘ im Zeichen der Depression und ihren ästhetischen Repräsentationen gefragt. In den einzelnen Beiträgen werden neben Texten der Gegenwartsliteratur (von Autor/innen wie Wolfgang Herrndorf, Michael Köhlmeier, Benjamin Maack, Thomas Melle, Terézia Mora, Leif Randt, Kathrin Röggla und David Foster Wallace) vor allem Werke des frühen 20. Jahrhunderts behandelt, z. B. von Albert Ehrenstein, Hans Fallada, Hermann Hesse, Franziska zu Reventlow, Regina Ullmann und Robert Walser.
Information zu Autoren / Herausgebern
Till Huber, Universität Hamburg; Immanuel Nover, Universität Koblenz-Landau.
Fachgebiete
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Frontmatter
I -
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Inhalt
VII -
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Ästhetik des Depressiven. Gesellschaftliche und literarische Perspektivierungen
1 - Erste Worte/Begriffe finden: Erschöpfung und Krankheit in der frühen Moderne
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„Wie ein Schwarm von Raben“. Depressionen, Geldkomplexe und Idiosynkrasien im Werk Franziska zu Reventlows
25 -
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„Das Gefühl einer tiefen, tiefen Müdigkeit“. Erschöpfung im Adoleszenzroman um 1900
41 -
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Pathogenität, Pathologisierung und Pathographie Anfang des 20. Jahrhunderts. Regina Ullmanns Erzählung Konsultation
65 - Ästhetik des Therapeutischen: (Erzähler-)Figuren auf der Suche nach Lösungen
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Postdepressive Melancholie. Robert Walsers Der Spaziergang als Geschichte einer Genesung
95 -
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„Wie bändigt man den schwarzen Hund?“ Zur Darstellung von Depression und ihrer Behandlung in Michael Köhlmeiers Roman Zwei Herren am Strand
115 - Auto(r)fiktionen des Depressiven
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„Um mich, in mir herrscht die Leere, die Öde“. Depression und Autorschaft in den Erzählungen Albert Ehrensteins
139 -
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Zersplitterung und Rekonfiguration des Selbst. Depressives Erleben in der französischen Gegenwartsprosa
159 -
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Depression und Wahn in Texten von Wolfgang Herrndorf
179 -
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„Aus der Depression heraus erzählen“. Autofiktionales Schreiben in Benjamin Maacks Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein und Thomas Melles Die Welt im Rücken
197 - Narrative des Diagnostischen
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„Great Depression“ als Metapher. Zum gegenwartsdiagnostischen Potential der Krisenrhetorik der 1930er Jahre
225 -
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Krankheit und Moral. Individuelle und kollektive Depression in Hans Falladas Roman Der Alpdruck
239 -
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Verlorene Zukunft. Über Hauntology, Depression und ihr gegenwartsdiagnostisches Potential in Theorie und Literatur
259 -
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„The hip empty mask, anhedonia“. Ästhetisierung der Depression und postmoderne Pathologien in David Foster Wallaces Infinite Jest
279 - Eine Form finden
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De-formierte Formen. Zur strukturellen Äquivalenz von Depression und Pornographie bei Marlene Streeruwitz, Lars von Trier und Elfriede Jelinek
301 -
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„Eine Form finden für dieses Destruktive, die sich zersetzende Struktur“. Zu einer Ästhetik des Depressiven in Terézia Moras Der einzige Mann auf dem Kontinent und Das Ungeheuer
329 -
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„Die Dinge im Gleichgewicht halten“. Zu einer Ästhetik des Depressiven in Leif Randts Schimmernder Dunst über CobyCounty
351 -
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Autoren und Autorinnen
371
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