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6. Kohärenz in der digitalen Kommunikation

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Abstract

Der Beitrag gibt einen Überblick über die Diskussion um Kohärenz in digitalen Text- und Interaktionsformen und zeigt, wie das traditionelle Instrumentarium zur Kohärenzanalyse mit Blick auf digitale Kommunikation zu erweitern ist. Der Fokus liegt auf sprachlichen und nicht-sprachlichen Ressourcen, die zur Stiftung von Kohärenz beitragen, den Kohärenzbildungshilfen. Die Differenzierung zwischen referenzieller und operationaler Analyseschicht trägt der Herausforderung Rechnung, dass digitale Kommunikate nicht nur visuell wahrnehmbar sind, sondern auch aktivierbare Segmente wie Links enthalten. Auf dieser Basis werden wichtige Typen digitaler Kohärenzbildungshilfen erläutert. Ein vertiefender Abschnitt widmet sich dem Konzept des Links, das in digitalen Kommunikationsnetzwerken eine zentrale Rolle für die Relationierung von Kommunikaten spielt. Mit der abschließend eingeführten Unterscheidung von verlinken und vernetzen lassen sich bei der Analyse von Social-Media- Kommunikaten die Kohärenzaspekte von den sozialen Funktionen trennen, die digitale Kohärenzbildungshilfen wie Links und Hashtags zusätzlich übernehmen.

Abstract

Der Beitrag gibt einen Überblick über die Diskussion um Kohärenz in digitalen Text- und Interaktionsformen und zeigt, wie das traditionelle Instrumentarium zur Kohärenzanalyse mit Blick auf digitale Kommunikation zu erweitern ist. Der Fokus liegt auf sprachlichen und nicht-sprachlichen Ressourcen, die zur Stiftung von Kohärenz beitragen, den Kohärenzbildungshilfen. Die Differenzierung zwischen referenzieller und operationaler Analyseschicht trägt der Herausforderung Rechnung, dass digitale Kommunikate nicht nur visuell wahrnehmbar sind, sondern auch aktivierbare Segmente wie Links enthalten. Auf dieser Basis werden wichtige Typen digitaler Kohärenzbildungshilfen erläutert. Ein vertiefender Abschnitt widmet sich dem Konzept des Links, das in digitalen Kommunikationsnetzwerken eine zentrale Rolle für die Relationierung von Kommunikaten spielt. Mit der abschließend eingeführten Unterscheidung von verlinken und vernetzen lassen sich bei der Analyse von Social-Media- Kommunikaten die Kohärenzaspekte von den sozialen Funktionen trennen, die digitale Kohärenzbildungshilfen wie Links und Hashtags zusätzlich übernehmen.

Chapters in this book

  1. Frontmatter I
  2. Inhaltsverzeichnis V
  3. Einleitung 1
  4. I Spannungsfelder digitaler Sprache und Kommunikation
  5. 1. Handeln unter den Bedingungen digitaler Kommunikation: ein integrierter aneignungstheoretischer Ansatz 9
  6. 2. Öffentlichkeit – Privatheit – Beteiligung 31
  7. 3. Kommunikative Distanz und Nähe, Textund Interaktionsorientierung 51
  8. 4. Zeit und Zeitlichkeit in der digitalen Kommunikation 71
  9. 5. Nativ-digitale und digital rekontextualisierte Texttypen und Kommunikationsangebote 93
  10. 6. Kohärenz in der digitalen Kommunikation 115
  11. II Sprachliche und semiotische Ressourcen
  12. 7. Wortschreibung und Interpunktion in digitalen Interaktionen: Formen und Funktionen graphematischer Kontextualisierung 137
  13. 8. Grammatische und lexikalische Strukturen digital geschriebener Sprache 157
  14. 9. Digitale Onomastik 177
  15. 10. Bildzeichen: Emoticons und Emojis 201
  16. 11. Multimodalität in der digitalen Kommunikation: Memes und digitaler Humor 225
  17. III Digitale Interaktion: Strukturen und Praktiken
  18. 12. Digital vermittelte Interaktion ohne Kopräsenz: Immer noch Interaktion? 249
  19. 13. Video-vermittelte Interaktion 269
  20. 14. Modalitätenwechsel in der digitalen Interaktion: Sprechen, Schreiben, Teilen 289
  21. 15. Sprachassistenzsysteme in der Interaktion 309
  22. 16. Interpersonales Beziehungsmanagement in der digitalen Interaktion 329
  23. 17. Digitale Interaktion, Positionierungen und Identitäten im Diskurs 351
  24. IV Kommunikative Praktiken in digitalen Diskursen
  25. 18. Praktiken kooperativen Arbeitens und Vergemeinschaftens 375
  26. 19. Strategische Kommunikationspraktiken in digitalen Diskursarenen 393
  27. 20. Popularisierung und Einhegung von öffentlichem Wissen in digitalen Diskursen am Beispiel des Klimawandels 413
  28. 21. Digitale Gewalt: Formen und interaktive Verfahren 435
  29. 22. Remixpraktiken in digitalen Kommunikaten 455
  30. V Digitale Sprache und Kommunikation in der Reflexion
  31. 23. ‚Digitale Sprache‘ im öffentlichen Diskurs: Sprachkritik und Mediensprachideologien 479
  32. 24. Digital Literacies im Sprachunterricht 501
  33. 25. Digitales Lesen und Schreiben 527
  34. 26. Wissenschaftspraktiken im digitalen Raum 547
  35. Verzeichnis der Autorinnen und Autoren 567
  36. Register 575
Downloaded on 27.3.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783110744163-006/html
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