Dialektologische Methoden in einer Grenzregion
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Sabrina Goll
Abstract
In der deutsch-dänischen Grenzregion hat sich im nördlichsten Schleswig-Holstein innerhalb der dänischen Minderheit eine eigenständige regionale Varietät des Dänischen entwickelt: das Südschleswigdänische. Geprägt von der Mehrsprachigkeit aller Sprecher und den spezifischen sprachsozialen Eigenschaften spiegelt das Südschleswigdänische in seinen strukturellen Eigenheiten die komplexe Situation eines langjährigen Sprachkontakts wider. Diese speziellen sprachlichen Strukturen wurden bisher nur exemplarisch erfasst. Mein Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel Südschleswigdänisch. Eine strukturelle Bestandsaufnahme aus dialektologischer Perspektive wird mithilfe einer indirekten Befragung Aufschluss über den tatsächlichen Gebrauch, die Etablierung und die areale Verteilung spezifisch südschleswigdänischer Strukturen geben. Dieser Artikel diskutiert die nötigen Modifizierungen der angewandten indirekten Erhebungsmethode auf das Südschleswigdänische, das keinen Dialekt im traditionellen Sinn darstellt.
Abstract
In der deutsch-dänischen Grenzregion hat sich im nördlichsten Schleswig-Holstein innerhalb der dänischen Minderheit eine eigenständige regionale Varietät des Dänischen entwickelt: das Südschleswigdänische. Geprägt von der Mehrsprachigkeit aller Sprecher und den spezifischen sprachsozialen Eigenschaften spiegelt das Südschleswigdänische in seinen strukturellen Eigenheiten die komplexe Situation eines langjährigen Sprachkontakts wider. Diese speziellen sprachlichen Strukturen wurden bisher nur exemplarisch erfasst. Mein Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel Südschleswigdänisch. Eine strukturelle Bestandsaufnahme aus dialektologischer Perspektive wird mithilfe einer indirekten Befragung Aufschluss über den tatsächlichen Gebrauch, die Etablierung und die areale Verteilung spezifisch südschleswigdänischer Strukturen geben. Dieser Artikel diskutiert die nötigen Modifizierungen der angewandten indirekten Erhebungsmethode auf das Südschleswigdänische, das keinen Dialekt im traditionellen Sinn darstellt.
Chapters in this book
- Frontmatter I
- Inhalt V
- Vorwort 1
- Vom Sprechen zur Sprache. Versuch über die variationslinguistische Praxis des Begrenzens 9
- Die Grenzdialekte des Deutschen 31
- Die deutsch-dänische Grenze von 1920 als Zäsur 55
- Dialektologische Methoden in einer Grenzregion 77
- Grenzüberschreitung diesseits der Grenze 99
- Erdäpfel vs. Ardäbbel – Sprechlagenspektren und Isoglossenwahrnehmung im westerzgebirgisch-kernvogtländischen Raum 121
- Erfahrung und Stereotyp an der elsässischbadischen Grenze – Repräsentationen der Anderen und ihre narrative Verarbeitung 143
- Synchronisierung und Sprachdynamik im deutsch-österreichischen Grenzraum 179
- Interferenzen zwischen Standardsprache und Dialekt und die Chance des bayerischsalzburgischen Grenzgebietes 207
- Der Einfluss der Deutsch-Schweizer Staatsgrenze auf das alemannische Dialektkontinuum 227
- Politische Grenzen – Sprachliche Grenzen? 249
- Register 253
Chapters in this book
- Frontmatter I
- Inhalt V
- Vorwort 1
- Vom Sprechen zur Sprache. Versuch über die variationslinguistische Praxis des Begrenzens 9
- Die Grenzdialekte des Deutschen 31
- Die deutsch-dänische Grenze von 1920 als Zäsur 55
- Dialektologische Methoden in einer Grenzregion 77
- Grenzüberschreitung diesseits der Grenze 99
- Erdäpfel vs. Ardäbbel – Sprechlagenspektren und Isoglossenwahrnehmung im westerzgebirgisch-kernvogtländischen Raum 121
- Erfahrung und Stereotyp an der elsässischbadischen Grenze – Repräsentationen der Anderen und ihre narrative Verarbeitung 143
- Synchronisierung und Sprachdynamik im deutsch-österreichischen Grenzraum 179
- Interferenzen zwischen Standardsprache und Dialekt und die Chance des bayerischsalzburgischen Grenzgebietes 207
- Der Einfluss der Deutsch-Schweizer Staatsgrenze auf das alemannische Dialektkontinuum 227
- Politische Grenzen – Sprachliche Grenzen? 249
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