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Genese eines Feindbilds

Der jüdische Sozialdemokrat Max Süßheim und seine Gegner
  • Kristina Milz EMAIL logo
Veröffentlicht/Copyright: 1. Oktober 2023
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Abstract

Im frühen Stürmer ist der Nürnberger Max Süßheim (1876–1933) omnipräsent: Mitte der 1920er Jahre kam kaum eine Ausgabe des Hetzblatts ohne den Sozialdemokraten als Motiv aus, der als Anwalt zu den frühen Gegnern des Nationalsozialismus gehörte. Als Politiker hatte Süßheim zuvor eine wichtige Rolle in der Revolution von 1918/19 gespielt; bis heute ist er der letzte jüdische Landtagsabgeordnete Bayerns geblieben. Wie konnte eine solche Figur sogar in ihrer eigenen Partei in Vergessenheit geraten? Kristina Milz verortet den jüdischen Sozialdemokraten bürgerlicher Herkunft im vor- und frühdemokratischen Bayern und legt dabei die identitätszentrierte Argumentationslogik seiner Gegner offen, die Süßheim von links wie rechts stets auf seine Herkunft zurückwarf.

Abstract

In the early Stürmer, Max Süßheim (1876–1933) from Nuremberg is omnipresent: During the mid-1920s there was hardly a single issue of the smear sheet which neglected to refer to the Social Democrat, who as a lawyer was among the early opponents of National Socialism. As a politician Süßheim had played an important role during the revolution of 1918/19; to date he remains the last Jewish member of the Bavarian parliament. How could such a figure be forgotten even within his own political party? Kristina Milz places the Jewish Social Democrat with a bourgeois background into the context of pre-democratic and early democratic Bavaria and exposes his enemies’ identity-centred line of argumentation, which, whether coming from the left or the right, always reduced Süßheim to his heritage.

Online erschienen: 2023-10-01
Erschienen im Druck: 2023-09-30

© 2023 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Heruntergeladen am 2.2.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/vfzg-2023-0036/html
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