Startseite editio / Beihefte
series: editio / Beihefte
Reihe

editio / Beihefte

  • Herausgegeben von: Winfried Woesler
ISSN: 0939-5946
Veröffentlichen auch Sie bei De Gruyter Brill

Die Beihefte zu editio erscheinen als Ergänzung zu editio, dem internationalen editionswissenschaftlichen Jahrbuch, das in Verbindung mit den entsprechenden Arbeitsgemeinschaften der Germanisten, Philosophen und Musikwissenschaftler herausgegeben wird. Während editio grundsätzliche und übergreifende editionswissenschaftliche Beiträge zu möglichst unterschiedlichen Schwerpunkten bevorzugt, werden in den Beiheften speziellere Fragestellungen aus der konkreten Editionspraxis abgehandelt. Die Beiträge sind jeweils auf ein Thema, das sich in der Regel aus einer Tagung ergeben hat, fokussiert.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2024
Band 56 in dieser Reihe

Ohne Zweifel bedürfen genuin im auditiven Medium existierende „Text"-Materialien – wie Hörspiele, Klanginstallationen, Soundperformances, musikalische Kompositionen oder Autoren/-innenlesungen – und deren Vernetzung mit anderen medialen Erscheinungsformen einer medienspezifischen Fasson der Textkritik. Da der gegenwärtige Stand systematischer Erwägungen hierzu als defizitär einzuschätzen ist, versammelt der Band Beiträge, die sich aus einer interdisziplinären Perspektive – der Literatur-, Editions-, Medien-, Archiv-, Sprach- und Musikwissenschaft, den Sound-Studies sowie Digital Humanities – mit Kriterien und Standards einer „Kritischen Audio-Edition" auseinandersetzen. Das Ausloten des Editionsobjekts „Audio-Text", Grundlagen einer Hörspielphilologie und -editorik bzw. einer hierfür zu entwickelnden Beschreibungssprache sowie editorische Herausforderungen, vor die etwa plurimediale „Mehrfachverwertungen" stellen, sind ebenso Gegenstand wie Aperçus von „Audiomaterial"-Produzenten und Medienarchivaren. Der Sammelband markiert einen Meilenstein auf dem Weg zu einer transdisziplinären und medienwissenschaftlich informierten Editionsphilologie, die den Bereich des Schriftsprachlichen zu akustischen „Texten" hin überschreitet.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2023
Band 55 in dieser Reihe

Im Fokus dieses Bandes steht der Text, seine Produktion und insbesondere seine Reproduzierbarkeit, auch im editorischen Rahmen. ‚Text‘ wird als Begriff und Konzept im Kontext verschiedener Kulturtechniken verstanden, sowohl als methodisches Scharnier als auch als Schnittmenge von materiellem Dokument und erarbeiteter Edition. Gegenstand sind schrift- und bildsprachliche Texte aus verschiedenen Überlieferungskontexten sowie akustische Texte.

Buch Noch nicht erschienen 2026
Band 59 in dieser Reihe

Edition und Vermittlung stehen in einem Spannungsverhältnis, das Grundsatzfragen aufwirft: Wo beginnt, wo endet der Prozess der Edition? Schließt der offene Textbegriff, wie er besonders in jüngeren Editionen vorherrscht, vermittelnde Texte ein? Oder gilt es streng zu unterscheiden zwischen der Bereitstellung eines ‚verlässlichen‘ Texts und darauf bezogenen Vermittlungsformaten, die nicht mehr Teil der Edition sind oder sein sollen? Und gehen nicht gerade digitale Editionen darüber hinaus, indem sie Visualisierungen, Audioformate, Downloads u.v.m. anbieten?

Zielt Edition auf ein professionelles Publikum, während Vermittlung dieses in Richtung nichtprofessioneller Publika überschreitet? Wie die Auffassung von ,Text‘ unterliegen auch die Adressatinnen und Adressaten von (zumal Hybrid- und Online-)Editionen einer Pluralisierung. Die Öffentlichkeiten werden vielfältiger und heterogener, und die Editionsvorhaben tragen dieser Entwicklung in ihrer Konzeption, ihrer didaktischen Aufbereitung und von den Zugangsmöglichkeiten her Rechnung bzw. werden dazu angehalten – unter anderem von ihren Fördergebern.

Ist Edition also letztlich doch gleich Vermittlung (geworden)? Dieser Frage gehen die hier versammelten interdisziplinären Beiträge nach.

Buch Noch nicht erschienen 2026
Band 57 in dieser Reihe

Ausgabenvergleiche zählen zu den grundlegenden Praktiken philologischen Arbeitens – dennoch werden sie nur selten methodologisch reflektiert. Die hier versammelten Beiträge beleuchten weithin unsichtbare Vergleichshandlungen von Autorinnen, Verlegern, Literaturwissenschaftlerinnen und Lesern. Sie zeigen, dass Praktiken des Vergleichens den Umgang mit und die Herstellung, Zirkulation und Rezeption von Ausgaben maßgeblich beeinflussen. In exemplarischen Analysen von Ausgabenvergleichen aus dem 19. und 20. Jahrhundert werden Akteure und Motivationen von philologischen, editorischen, ästhetischen und literaturkritischen Vergleichspraktiken rekonstruiert und die literaturhistorischen, institutionellen, medialen und materialen Kontexte erschlossen, die sie bedingen. Deutlich wird dadurch, in welchem Maße Praktiken des Ausgabenvergleichs sich auf Verlagsgeschichte und -politik, auktoriale und editorische Werkpolitik, Kanonisierungsprozesse und Rezeptionsgeschichte auswirken. Die ‚Ausgabe‘ geht aus den Untersuchungen als ein Objekt literatur- und editionswissenschaftlichen Arbeitens hervor, in dem sich vielfältige Vergleichspraktiken textuell, visuell und material sedimentieren.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2024
Band 54 in dieser Reihe

In Anknüpfung an Genettes Paratext-Verständnis (als ‚Beiwerk‘ zum Buch) geht der Band an literarischen, philosophischen und musikalischen Beispielen der Frage nach, wie editorisch mit jenen Elementen umzugehen ist, die mit dem zu edierenden Text bzw. Werk materiell verbunden sind, aber nicht seine eigentlichen Textsorten (‚Peritexte‘) bilden. Dies betrifft etwa Nachworte zu Auflagen, Werbetexte im Buch, überhaupt alle materiellen Bestandteile des Werkes als medialer Erscheinungsform (Umschlag eines Buches, Bindungen einer Handschrift, Formate, Papiere etc.), nicht zuletzt aber auch die Formen, durch die die Schriftzeichen repräsentiert werden (Layout von Handschriften- und Buchseiten, Typografie, Grafie, Farbgestaltung etc.). Sollen überhaupt – und wenn ja, wie – peritextuelle Elemente des Werkes editorisch dargestellt werden?

Auch auf der Ebene der ‚Epitexte‘, also jener nicht mit dem Text/Werk verbundenen Materialien wie Tagebuch- und Notizbucheinträge, Briefäußerungen oder anderer Egomaterialien sowie sonstiger Verlautbarungen zum Werk (autoreigen oder fremd), geht der Band dieser Abgrenzungsfrage nach.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2023
Band 53 in dieser Reihe

Die als „Schlegel/Tieck" bekannt gewordene Übersetzung sämtlicher Dramen William Shakespeares – sie wurde 1797 von August Wilhelm Schlegel begonnen und in den 1820er Jahren von Ludwig Tieck, seiner Tochter Dorothea und Wolf Heinrich von Baudissin fortgeführt – ist zu einem klassischen Text der deutschen Literatur geworden.

Die Beiträge nehmen eine Neubewertung dieser Übertragungen vor, indem sie nach ihren Kontexten fragen: nach den Bedingungen, der Theorie und der Praxis des Übersetzens, nach der Bedeutung innerhalb des frühromantischen Programms sowie nach dem Konzept einer „romantisch-poetischen" Übersetzung. Außerdem werden die Unterschiede in den Verfahren August Wilhelm Schlegels bzw. des Tieck-Kreises, schließlich die intensive Rezeption bis in die Gegenwart vorgestellt und diskutiert; auch soll es um die Frage gehen, wie der „Schlegel/Tieck" heute am sinnvollsten historisch-kritisch ediert werden kann, welche Anforderungen dabei zu beachten sind und welche digitalen Verfahren bei einer solchen dringend notwendigen Edition zum Einsatz kommen müssen.

Der Vorliegende Band versammelt jene Beiträge, die während einer Tagung an der SLUB in Dresden vom 13. bis 16. Juni 2022 vorgetragen wurden.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2023
Band 52 in dieser Reihe

Die Lessing-Forschung steht seit längerer Zeit vor der Herausforderung, dass sie zwar ein Zentrum der germanistischen Aufklärungsforschung bildet, gleichzeitig aber über keine Textbasis verfügt, die modernen wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Als grundlegend revisionsbedürftig gilt die einzige historisch-kritische Gesamtausgabe der Werke und Briefe Lessings, die sogenannte Ausgabe Lachmann/Muncker (abgeschlossen 1924). Alle seit dieser Ausgabe erschienenen Editionen bauen auf ihr auf. Zwar haben sie die Textgrundlage zum Teil erweitert (das gilt insbesondere für die Briefe von und an Lessing), textkritisch und -genetisch genügen alle diese Ausgaben den Ansprüchen zeitgenössischer Editorik jedoch in keiner Weise.

Dieser Umstand ist Ausgangspunkt für das editio-Themenheft, das angesichts der Komplexität der Herausforderung konkrete Perspektiven für eine fundierte Lessing-Edition entwickelt. Es präsentiert die Ergebnisse einer Arbeitstagung, die im März 2020 im Lessinghaus zu Wolfenbüttel stattfand.

Ziel des Bandes ist es, ausgehend von den Impulsen der Tagung modulare Bausteine für eine textkritische und digitale Lessing-Edition in den nächsten Jahren zu entwickeln, damit Forschung und interessierter Öffentlichkeit im Lessing-Jahr 2029 eine neue und zeitgenössischen Ansprüchen genügende Basis für die Auseinandersetzung mit dem Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing zur Verfügung steht.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2022
Band 51 in dieser Reihe

Während sich die literaturwissenschaftliche Editionswissenschaft nach wie vor am Modell der in den letzten 200 Jahren entwickelten ‚Historisch-kritischen Ausgabe‘ orientiert, stehen die audiovisuellen Medienwissenschaften im Hinblick auf die Edition zeitbasierter Medien in der Entwicklung solcher Instrumentarien erst am Anfang. Die Tradierung des kulturellen Erbes in Form von Editionen betrifft aber beide Disziplinen und insbesondere auch diejenigen Institutionen (Archive und Museen), die das kulturelle Erbe aufbewahren und sichern. Zugleich eröffnen sich der Editionspraxis im Zeitalter der Digitalisierung jenseits von Buch und linearem Film neue Möglichkeiten der Aufbereitung, (mediengenerischen) Modellierung und Präsentation, die aber auch neue Kooperationen zwischen Philologien, Filmwissenschaft, Informatik/Medientechnologie und Archiv erfordern. Der Band führt seine Beiträge unter den Rubriken "Theorie und Methodologie", "Archivpraxen und Kritische Filmographie", "Edition von Präskripten", "Digitale Filmeditorik" und "Sprache und Musik in der Filmedition" mit dem Ziel zusammen, einen Dialog über theoretische Grundlagen, Methoden und Praktiken kritischen Edierens in digitalen Umgebungen zu führen und Ansätze zu einer transdisziplinären Editorik zu entwickeln. Zum ersten Mal steht die Filmeditorik im Mittelpunkt eines solchen disziplinenübergreifenden Fachgesprächs.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2022
Band 50 in dieser Reihe
Seitdem Theodor Mommsen 1847 seinen grundlegenden Akademieantrag für ein Corpus Inscriptionum Latinarum vorlegte, haben sich die Methoden und Praktiken der Inschriftenedition in der Altertumskunde, auch abhängig von der Vielfalt der Inschriftengattungen, stark ausdifferenziert. Die Beiträge in diesem Band geben einen Einblick in die Vielfalt der modernen editorischen Vorgehensweisen, schwerpunktmäßig im Bereich der klassischen Epigraphik.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2021
Band 49 in dieser Reihe

Die Editionswissenschaft, aber auch die editorisch arbeitenden Fachdisziplinen haben sich bisher nicht besonders intensiv um das spezifische Verhältnis von Kanon und Edition bemüht. Der vorliegende Band legt in einem interdisziplinären Zugriff exemplarische Studien aus der Literaturwissenschaft, der Musikwissenschaft und der Philosophie vor, die theoretische Fragestellungen der Kanonforschung mit Fällen der fachgeschichtlichen Editionspraxis verbinden, um so Konturen einer fachübergreifenden Beziehungsbeschreibung von Kanonbildung und Editionspraxis sichtbar zu machen. Dazu schlägt der Band vier Wege ein. In einer ersten, wissenschaftsgeschichtlich orientierten Rubrik werden „Aspekte der Fachgeschichtsschreibung" aus philosophischer und neu- wie altgermanistischer Perspektive in den Blick genommen. Die zweite Rubrik „Ausgabentypologische Aspekte" befragt die Editionsformen in ihrem Bezug zu Kanonbildungsprozessen. Wie sich Autor-, Editor- und Leser-/Benutzer-Perspektiven auf Kanonisierungsphänomene niederschlagen, erörtert die dritte Rubrik „Produktions- und rezeptionsästhetische Aspekte". Schließlich wirft die vierte Rubrik „Wissenschaftspolitische Aspekte" ein Augenmerk auf die Auswirkungen von institutionellen, lebensweltlichen und biografischen Rahmenbedingungen auf Kanonisierungsfragen im Kontext von Editionen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band 48 in dieser Reihe
In den letzten Jahren erfährt der Wert des ,Dokuments‘ als Überlieferungsträger für eine Edition in der philologischen und kulturwissenschaftlichen Forschung einen grundlegenden Wandel. So wird es nicht länger als reiner Textträger wahrgenommen, sondern wird u.a. hinsichtlich seiner Materialität Teil des zu edierenden Gegenstands. Doch wie werden Editionen diesem Paradigmenwechsel gerecht? Wie wird die Überführung des Dokuments in die Edition realisiert? Wann kann überhaupt von einem Dokument gesprochen werden? Diesen Fragen nähert sich der vorliegende Sammelband als Produkt der Tagung ,(un)documented – Was bleibt vom Dokument in der Edition?‘ des GRK 2196 ,Dokument – Text – Edition‘ aus multidisziplinärer Perspektive an.
Inhaltlich wird neben der theoretischen Annäherung an eine fächerübergreifende Terminologie der Umgang mit unterschiedlichsten Dokumenttypen und die Berücksichtigung dokumentspezifischer Phänomene in der Edition im analogen und digitalen Medium diskutiert. Dabei werden Inschriften, Handschriften, Drucke und auch Tonträger besprochen.
Somit ist der vorliegende Band für ein breites philologisches und kulturwissenschaftliches Fachpublikum mit theoretischem und praktischem editorischen Interesse relevant.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band 47 in dieser Reihe

Das Annotieren, Kommentieren und Erläutern von Texten gehört zu den philologischen Kernaufgaben. Im digitalen Kontext steht die Kommentierungsarbeit vor neuen und kaum zu unterschätzenden Herausforderungen. Während die unmittelbar textphilologischen Komponenten wie Textkonstitution oder Variantendarstellung in den letzten Jahren eingehend behandelt wurden, blieben die diskursiven Teile (Überlieferung, Entstehung, Kommentar etc.) und deren Einbindung in digitale Editionskonzepte weitgehend unberücksichtigt. Grundlegende theoretische Aspekte der digitalen Kommentierung betreffen sowohl medienübergreifende Fragen wie die Möglichkeiten des Verweisens bzw. der Verlinkung auf externe Quellen und die Einbindung von Normdaten als auch medienspezifische Fragen der Kommentierung wie die nach der text- und/oder gattungsspezifischen Strukturierung. Die zehn im vorliegenden Band versammelten Beiträge widmen sich diesen Themen aus unterschiedlichen Perspektiven: (Editions-)Philologie, Dokumenttheorie und (anwendungsorientierte) Digital Humanities ergänzen sich, indem sie jeweils verschiedene Aspekte digitalen Edierens in den Blick nehmen. Im Zentrum steht der klassische Sachkommentar und dessen Relation zu anderen Formen der Erschließung bzw. generell zu anderen, zum Teil neu auftretenden Typen der Editorrede (z. B. Markup). Sowohl für Editionsphilologen wie auch für auf Geisteswissenschaften spezialisierte Informatiker bieten die Beiträge interessante Einblicke in die Praxis digitalen Kommentierens, benennen Desiderate und präsentieren (technische) Lösungsvorschläge.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band 46 in dieser Reihe
Der Band dokumentiert die Beiträge der 2018 veranstalteten Tagung der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition. Die Kategorie der Aufführung bzw. Performance hat in den Geistes- und Kulturwissenschaften in den letzten beiden Dezennien einen großen Wandel erfahren. Nicht nur rückte die Aufführung selbst zunehmend ins Zentrum der Betrachtung der performativen Künste, sondern mehr noch wurden auch die verschiedensten Textsorten auf ihre Performanz hin befragt. Das Verhältnis von ‘Werk’ und Aufführung ist dabei in den verschiedenen Disziplinen unterschiedlich gelagert: Während die Aufführung für einen musikalischen Text – und damit die Edition – gleichsam die ‘raison d’être’ bildet, stellt sich dieses Verhältnis für einen Dramentext (und dessen Edition) anders dar. Die hier versammelten Beiträge nehmen die unterschiedlichsten Formen von Aufführungstexten in den Blick und sind daher für Literatur-, Musik-, Kultur-, Theater-, Film- und Medienwissenschaftler gleichermaßen von Interesse.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band 45 in dieser Reihe

Die Genese literarischer Texte und damit ihre dritte, zeitliche Dimension darzustellen, das stieß im zweidimensionalen Buch notgedrungen an Grenzen. Dagegen eröffnen sich mit der Digitalisierung neue Perspektiven: Die dritte Dimension der Textgenese wird durch Hyperlinkstrukturen und neue bild- und textgebende Verfahren erfahrbar. Dabei werden nicht nur die hohen Standards, die die Buchedition für die Tiefenerschließung der Makro- wie der Mikrogenese literarischer Texte entwickelt hat, adäquat in das digitale Medium überführt; vielmehr generiert die digitale Edition auch einen zusätzlichen Mehrwert, indem sie eine deutlich benutzerfreundlichere Gestaltung für die intuitive Erfassung durch das Auge und Optimierungen für maschinelle Nutzungen bietet. Allerdings müssen digitiale Editionen mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt halten und Lösungen für das dringende Problem ihrer Langzeitexistenz finden und umsetzen.

Der Band bietet Beiträge zu grundsätzlichen theoretisch-konzeptionellen Fragestellungen, zu methodisch-technologischen Machbarkeiten sowie Einblicke in aktuelle Projekte zur Darstellung von Textgenese in der digitalen oder der Hybrid-Edition.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band 44 in dieser Reihe
Dieser Band formuliert – über den Kontext philosophischer Editionen hinaus – Probleme und Forschungsfragen, die sich in der Edition von Manuskripten zu Vorlesungen, von Nachschriften sowie von Seminarprotokollen ergeben. Der Fokus liegt auf methodischen Lösungsansätzen, die exemplarisch an Editionsvorhaben von Texten des 18. bis 20. Jahrhunderts vorgeführt werden. Damit bildet der Band ein Kompendium, von dem weitere editorische Forschung ausgehen kann. Frank Grunert und Holger Glinka eröffnen den Band, indem sie am Beispiel der Edition einer Nachschrift der Grotius-Vorlesung von Christian Wolff zeigen, dass professionell hergestellte Nachschriften auf eine besondere wissenssoziologische Situation hinweisen: Mit der zunehmenden Emanzipation der Vorlesungen von kanonischen Lehrbüchern hat die Vorlesung selbst Lehrbuchcharakter entwickelt, der den Zugzwang ihrer Hörer noch verstärkt, sich des von Professoren gesprochenen Wortes schriftlich zu vergewissern. Der Handel mit Nachschriften hat hier seinen Grund wie in der Überlieferung besonders elaborierter Manuskripte in den Nachlässen adeliger und vermögender Häuser. Werner Stark stellt die problematische Funktion von Nachschriften als vermeintlicher Stütze für weitgehend ungeschriebene Werke am Beispiel von Kants Physischer Geographie in der Ausgabe Rink heraus und teilt damit spezifische Erfahrungen mit den älteren Editionen von Nachschriften Kantischer Vorlesungen in Königsberg mit. Holden Kelm rekonstruiert im historischen Vergleich, wie unterschiedliche Editionsstandards und v. a. Absichten ihren Autor gerade in der Rekonstruktion seiner Lehre jeweils neu konstitutieren, sodass ein editorisch manifestes theologisches Interesse an Schleiermacher zunehmend von einem philosophischen abgelöst wird. Annette Sell spürt anhand der Edition der Vorlesungsnachschriften zu Hegels Logik der Frage nach Hegels möglicherweise eigenen Überlieferungsabsichten seines in seiner Bewegung vorgetragenen Werkes nach. Johannes Korngiebel nimmt eine Nachschrift zu Friedrich Schlegels Jenaer Vorlesung zur Transcendentalphilosophie von 1800/01 zum Anlass, die Leistungsfähigkeit einer textkritischen Auswertung von Vorlesungsnachschriften für die Edition exemplarisch darzustellen. Christoph Binkelmann teilt aus der Werkstatt Schellings die editorischen Herausforderungen mit, die dessen Vorlesungen über Philosophie der Kunst bedeuten. Daniel Elon beleuchtet Schopenhauers Versuche als Dozent, wie sie sich in den Manuskripten zu dessen Vorlesung von 1820 darstellen. Francisco Arenas-Dolz nimmt Nietzsche als Universitätslehrer ernst und vertieft anhand der Edition der Vorlesung „Einleitung in das Studium der klassischen Philologie“ die Reflexionen über das Verhältnis von Vorlesungen und den sie begleitenden Textarten. Windelbands vor wenigen Jahren in Sendai (Japan) wiederaufgefundene Manuskripte zur Vorbereitung von Lehrveranstaltungen und Publikationsvorhaben sind Gegenstand von Jörn Bohrs Beitrag. Andrea Leubin und Monika Philippi gewähren einen Einblick in die Edition von Vortragsnachschriften innerhalb der Rudolf Steiner Gesamtausgabe. Max Webers Manuskripte für Vorlesungen dienen Sophia Krebs und Ulrich Rummel als Fallbeispiel für das Ermitteln und Belegen von Krypto-Zitaten und Paraphrasen, einem Hauptgegenstand editorischen Kommentierens. Mit Thomas Kessels Beitrag zu Nicolai Hartmanns Circelprotokollen wird das 20. Jahrhundert in den Blick genommen, als in den Seminaren und Kolloquien die Form des Protokolls Einzug hielt. Dirk Braunstein liefert eingehende Reflexionen über den möglichen Sinn der Begriffe ‚Autorschaft‘ und ‚Authentizität‘ in der Editionspraxis solcher Seminarprotokolle. – Beigefügt ist eine Bibliographie zum Thema Edition von Kollegheften, Kollegnachschriften und Protokollen.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2017
Band 43 in dieser Reihe

Die Edition musiktheatraler Texte gehört zweifellos zu den schwierigeren Aufgaben im Bereich des musikalischen Editionswesens. Dass heute immer noch Grundsatzfragen verhandelt werden, ist ein deutliches Indiz für ein fortbestehendes Forschungsdesiderat, das bereits in den 1980er Jahren von der neuen Disziplin der „Librettologia“ formuliert wurde und die das Bewusstsein für diese Textsorte geschärft hat. Vor diesem Hintergrund versuchte das interdisziplinäre Symposium (2012), dessen Bericht hier vorliegt, eine Art Bestandsaufnahme der verschiedenen methodologischen Ansätze in Literatur- und Musikwissenschaft, aber auch angesichts nationaler Prägungen des editorischen Umgangs mit musiktheatralen Texten. Entsprechend breit ist das Spektrum der behandelten Operntexte vom 17. bis ins 20. Jahrhundert. Besonderes Augenmerk liegt einerseits auf dem Ineinandergreifen von Dialog, Gesang, Tanz und Bühne, andererseits auf dem Nebeneinander editorischer Darstellungsmedien von der konventionellen Buchform über hybride bis hin zu rein digitalen Präsentationsformen. Insofern ist das Buch sowohl für traditionell operierende Editionsphilologen wie auch für Vertreter der Digital Humanities von Interesse.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2017
Band 42 in dieser Reihe

Die Zeit um 1900 ist keineswegs nur durch rasante ästhetische Innovationen geprägt, sondern auch durch eine große Verbreitung, Verehrung, Neuinterpretation und produktive Rezeption kanonischer Werke. Diese Werke – das ist der Grundgedanke der hier versammelten Aufsätze – führen zwar ein langes Leben, müssen jedoch in jeder Zeit und mitunter für verschiedene gesellschaftliche Gruppen neu aufgelegt, herausgegeben, ausgestattet und vertrieben werden. Denn nur so bleiben kanonische Werke auf dem Buchmarkt erhältlich, werden rezipiert und können in ihrem kanonischen Status bestätigt werden. Das Abstraktum „Werk“ realisiert sich in jeweils konkreten Ausgaben, die von einem Herausgeber veranstaltet und vom Verlag veröffentlicht werden. Herausgeber und Verlag konstituieren den Text, versehen ihn mit Paratexten, statten den Band aus, lassen ihn drucken, bewerben, vertreiben und schaffen so eine neue dingliche „Präsentation“ des Werks. Dieser Prozess soll in seiner Relevanz für die Herausgeber, Autoren bzw. Autorbilder, Werke, Leser und Verlage einer großzügig verstandenen „Jahrhundertwende 1900“ im deutschsprachigen Bereich erfasst werden.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2017
Band 41 in dieser Reihe

Das Phänomen der ‚Textrevisionen‘ ist bislang speziell in Hinblick auf seine editorische Berücksichtigung nicht ausreichend gewürdigt worden: Dem versucht der vorliegende Sammelband der gleichnamigen Grazer Internationalen Fachtagung (2016) für die Fachbereiche der Alt- und Neugermanistik, Musikwissenschaft und Philosophie abzuhelfen. Textrevisionen – im breiten Verständnis von der Änderung einer einzelnen Textstelle bis hin zur Neugestaltung eines gesamten Textes – fordern die Editorik insofern auf ganz besondere Weise heraus, als sie zum einen die heikle Verortung des sog. Autorwillens berühren, wie er sich im Verbund mit verschiedenen ‚autorisierenden‘ Instanzen mehr oder minder offen zu erkennen gibt, vielleicht aber auch selbst in Frage stellt. Zum andern betrifft dieses tendenziell fluide Autorkonzept im Begriff der Textrevision jene expliziten Änderungen am Primärtext, welche als Spuren der Textgenese, ja sogar als Lebensspuren dokumentierbar sind und zugleich Einblicke in metatextuell selbstreflexive Vorgänge oder gar autorspezifische Verschriftungsprozesse gewähren. Dies bestätigen die Beiträge mit spannenden Befunden zu Werkgenesen sowie zum Zusammenwirken von Überlieferungsinstanzen und eröffnen damit neue interpretative Horizonte.     

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2016
Band 40 in dieser Reihe

Beiträge der Greifswalder Fachtagung „Verzettelt, verschoben, verworfen“ (2014), welche die Problemlage, die sich im Rahmen der Rekonstruktion der Textgenese von Wolfgang Koeppens „Jugend“ ergeben hat, im weiteren Zusammenhang der Literatur der Moderne erörtern und Perspektiven einiger Grundfragen der Editionsphilologie aufzeigen.

Im Austausch mit Editionsprojekten zu anderen Autoren wurden Werkstattberichte aus Editionsprojekten (Karl Gutzkow, Arthur Schnitzler, Uwe Johnson, Pop-Literatur) mit grundsätzlichen Fragen zu Schreibprozessen und Textgenese, Schreibkrisen und Langzeitprojekten, Nachlasserschließung und Archivverwaltung wie auch zu Werk- und Autorkonzepten verknüpft. Dabei lag ein Schwerpunkt auf den Möglichkeiten, die digitale Editionen bzw. Hybrideditionen gerade auch für Texte eröffnen, die hinsichtlich ihrer Genese, der Archivlage oder der Rekonstruktion des Schreibprozesses problematisch erscheinen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015
Band 39 in dieser Reihe

Die Beiträge des Sammelbandes gehen zurück auf Vorträge, die im Rahmen der 15. Internationalen Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Germanistische Edition im Februar 2014 gehalten wurden. Alt- und Neugermanisten, Philosophen, Musik- und Filmwissenschaftler reflektieren das Verhältnis von Quellenedition und historisch-hermeneutischer Arbeit. Neben Beiträgen eher theoretischer Art, finden sich auch zahlreiche, die das Thema anhand von Fallstudien bzw. Forschungsprojekten angehen. Neben traditionellen buchgestützten Editionen, wird selbstverständlich auch die Relevanz digitaler, online-basierter Quellenausgaben diskutiert.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2014
Band 38 in dieser Reihe

Thema der Tagung war die in der internationalen Praxis der Editionswissenschaft vielfach beobachtbare Verschiedenheit wissenschaftsgeschichtlicher Traditionen, texttheoretischer Zugänge und editionspragmatischer Verfahren, die häufig aus der jeweils unterschiedlichen Entwicklung einzelner Nationalphilologien und ihrer tragenden Institutionen resultiert. Hinzu tritt die Tatsache, dass die Editionswissenschaft zunehmend in einem interdisziplinären Austausch steht, an dem in jüngerer Zeit auch die Informations- und Naturwissenschaften beteiligt sind (etwa bei der Bestimmung von Schreiberhänden, Schreibmaterialien, textgenetischen Phänomenen). In einer von beschleunigter Kommunikation und Globalisierung geprägten Wissensgesellschaft berühren und vermischen sich diese verschiedenen Ansätze, dies nicht zuletzt im Kontext medialer Veränderungen. Die editionswissenschaftliche Situation der Schweiz erweist sich in diesem Kontext als paradigmatisch, da sie seit jeher vom engen Kontakt westeuropäischer Sprachen sowie von einer damit einhergehenden Reflexion geprägt ist.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2014
Band 37 in dieser Reihe

Moderne historisch-kritische Editionen beinhalten einen zunehmend größeren Dokumentationsteil, der immer weiter die materiale und mediale Komponente von Text in Beschreibungen - etwa von Papierqualitäten, Schreibmaterial, Schreibwerkzeugen, Schrift, Texttopografik, Druckanalyse, Typografie - und in Abbildungen der Textträger erschließt. Den sukzessive umfangreicheren, vollständigeren und präziseren Editionen steht nun aber eine Literaturwissenschaft gegenüber, die diesen Materialreichtum weitgehend ignoriert. Denn die interpretatorische Praxis orientiert sich nach wie vor - allen Theoriebildungen zur Materialität und Medialität zum Trotz - am Paradigma des immateriellen Textes.
Das Ziel des Bandes ist, im Plädoyer für einen um die materiale und mediale Komponente erweiterten Textbegriff die Kluft zwischen Editions- und Literaturwissenschaft zu überbrücken. Dabei wird an Bestrebungen der „critique génétique“, der „Genealogie des Schreibens“ und an editionswissenschaftliche Forschungen angeknüpft. Die im Band versammelten Beiträge zeigen in theoretischer Diskussion und an Fallbeispielen, wie fruchtbar die Berücksichtigung der Materialität und Medialität von Text für die literaturwissenschaftliche Interpretation sein kann.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013
Band 36 in dieser Reihe

Die Uneinheitlichkeit und Ungenauigkeit der editorischen Terminologie ist eine oft beklagte Erschwernis jeder Herausgebertätigkeit. Nicht nur die Verständigung der Editoren untereinander, sondern vor allem auch die Begründung und Präsentation der Ergebnisse editorischer Arbeit werden durch diesen Missstand erheblich beeinträchtigt. Vor diesem Hintergrund entschloss sich der Herausgeber in der Mitte der neunziger Jahre, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition das Projekt eines Wörterbuchs der Editionsphilologie zu initiieren. Der Band fasst aus den vergangenen 18 Jahren grundlegende Beiträge und Arbeitsergebnisse zu diesem Vorhaben zusammen, bietet Probeartikel und eine ausführliche Liste editorischer Begriffe. Ziel der Veröffentlichung ist nicht nur eine künftige Realisierung des Projektes, sondern eine allgemeine Sensibilisierung für die Problematik editorischer Begrifflichkeit.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013
Band 35 in dieser Reihe

Auf dem Weg von Gutenberg zu Google waren zuerst Werkzeuge und Verfahren des Edierens von elektronischen Medien bestimmt, heute dominieren Internet und digitale Publikationsmöglichkeiten auch Präsentation und Rezeption entstehender Editionen.
Ausgehend vom medialen Paradigmenwechsel unserer Zeit stand die Frage nach der Bedeutung historischer wie aktueller Medienwandel und Medienwechsel für die jweilige Situation und Perspektive des Edierens im Mittelpunkt der im Februar 2010 in Frankfurt am Main als Kooperation von Goethe-Universität und Freiem Deutschen Hochstift durchgeführten Editoren-Tagung. Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge erörtern die Konsequenzen medialer Umbrüche sowohl für Grundkategorien und Selbstverständnis der Textwissenschaften als auch für die konkrete editorische Arbeit. Im Zentrum stehen die Folgen des aktuellen Medienwandels; es geht um den Einsatz des digitalen Mediums als Medium der Edition selbst und um die vielfältigen Verschiebungen die sich in der Folge inzwischen beobachten lassen: von der Integration heterogener medialer Materialien (Bilder, Töne, bewegte Bilder) bis hin zur Auflösung der herkömmlichen Grenzen zwischen sammelnden, erschließenden und edierenden Tätigkeiten.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013
Band 34 in dieser Reihe

Der Band versammelt Beiträge einer wissenschaftlichen Tagung zur Brief-Edition im digitalen Zeitalter, die im Oktober 2011 in Weimar stattgefunden hat. Im Mittelpunkt stehen allgemeinere editionswissenschaftliche Fragen, z. B. wie wandeln sich editionswissenschaftliche Standards, etwa die Textkonstitution oder die Darbietung der Brieftexte sowie der Briefmanuskripte durch die elektronischen Medien? Welche Chancen, aber auch Probleme ergeben sich dabei für die Briefeditionen? Wo liegen die Vorteile, wo die Grenzen der Verwendung der neuen Medien für Recherche und Kommentierung der Briefe?
In den hier versammelten Aufsätzen werden zudem verschiedene wissenschaftliche Brief-Editionsprojekte vorgestellt, die sich mit editorischen Fragestellungen gerade im Hinblick auf die veränderte Medienlandschaft beschäftigen. Sie spiegeln nicht nur den aktuellen Forschungsstand und neue Tendenzen der Brief-Edition wider, sondern machen auch deutlich, wo es durch den Medienwandel bedingten Gesprächsbedarf zwischen Editoren, Verlegern, Archiven und Nutzern gibt und zeigen Desiderate und Lösungsansätze im Bereich der gegenwärtig noch fehlenden Infrastrukturen für die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Disziplinen und Institutionen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2010
Band 33 in dieser Reihe

Die Aufsätze dieses Bandes untersuchen Möglichkeiten und Probleme der Edition und Interpretation moderner Lyrik seit Hölderlin. Die Frage nach dem Verhältnis der editorischen Theorie und Praxis zur allgemeinen Literatur- und Texttheorie sowie zur Theorie und Praxis der Interpretation wird unter neuen Gesichtspunkten erörtert. Dabei konzentriert sich der Band auf die bislang in der Forschung vernachlässigte Frage nach den Besonderheiten der Edition lyrischer Texte. In historischer Perspektive stehen in den Studien dieses Bandes Werkeditionen und Interpretationen zur ‑ vornehmlich deutschsprachigen ‑ modernen Lyrik seit 1800 im Mittelpunkt. Friedrich Hölderlins nur wenige hundert Druckseiten umfassendes Werk ist mit vier historisch-kritischen Gesamtausgaben sowie zahlreichen Studien- und Leseausgaben das wohl am intensivsten edierte Œuvre eines einzelnen Autors im Bereich der neueren deutschen Literatur. Mit vier Studien zu Hölderlin ist daher dieser Anfangs- und Bezugspunkt der modernen deutschsprachigen Lyrik besonders stark vertreten. Die weiteren neun Abhandlungen sind einem Überblick über die Geschichte der Lyrik-Edition sowie den Werken Stefan Georges, Rudolf Borchardts, Rainer Maria Rilkes, Georg Trakls, Gottfried Benns, Bertolt Brechts, Paul Celans und Ernst Jandls gewidmet.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2010
Band 32 in dieser Reihe

Erstmals liegt für die Editionswissenschaften ein Sammelband vor, der das in den Geistes- und Kulturwissenschaften immer wichtigere Paradigma Materialität in seiner Vielfalt beleuchtet. 35 Einzelbeiträge weisen auf, wie die materiale Grundlage der Überlieferung im Rahmen von Editionen erforscht, verarbeitet und dargestellt werden kann. Die exemplarischen Studien zeigen die große Spannbreite des Themas von der naturwissenschaftlichen Analyse des Beschreibstoffs über textgenetische Studien von Schreibvorgängen bis zur Diskussion des Materialitätsbegriffs. In den Beiträgen, die von der antiken Bibelüberlieferung über mittelalterliche Handschriften und den Brief des 18. Jahrhunderts bis in die Skizzenbücher der Neuzeit reichen, wird vorgeführt, wie etwa die Röntgenfluroeszenzanalyse für literaturhistorische Fragen nutzbar gemacht werden kann oder wie die Erschließung von Beschreibstoff und Schreibschichten, von Einrichtung und Ausstattung geschriebener und gedruckter Bücher Aufschlüsse über die Entstehung eines Texts liefern kann, die eine differenzierte, kommentierte Form der Edition erfordern. Ausführlich eingegangen wird auf die Möglichkeit, in Hybrideditionen Druckausgaben durch Digitalisate und Transkriptionen zu ergänzen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2009
Band 31 in dieser Reihe

Der vorliegende Band dokumentiert die Beiträge der gleichnamigen Paderborner Tagung vom Dezember 2007 und enthält die ‑ teils deutlich erweiterten ‑ schriftlichen Fassungen der Referate sowie Zusammenfassungen der Podiumsdiskussionen. Die Tagung verstand sich als Fortsetzung des 2006 mit der Mainzer Tagung „Digitale Medien und Musikedition“ begonnen Dialogs über digitale Editionsformen und war auf das aktuelle ,Zwischenstadium‘ fokussiert, in dem einerseits noch Leuchtturmprojekte das Bild prägen, sich andererseits aber bereits internationale und interdisziplinäre Standards herauskristallisieren.
So finden sich in dem Band fächerübergreifende Beiträge aus der Informatik, der Literaturwissenschaft und der Musikwissenschaft, die einerseits allgemeine Perspektiven für das ,digitale Zeitalter‘ entwickeln, zum anderen aber auch konkrete Projekte vorstellen oder die Tauglichkeit von XML-Datenstandards für die Codierung von Musik oder Texten (speziell hinsichtlich der Verwendung von TEI bei der Briefauszeichnung) diskutieren.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2009
Band 30 in dieser Reihe

Dieser Sammelband enthält 19 Beiträge von 21 Autor/innen, die sich im Rahmen des interdisziplinären Kolloquiums „Wege zum Text“ Mitte September 2008 in Graz zusammenfanden, um das Problem der Verfügbarkeit von Editionen mittelalterlicher deutschsprachiger Texte für Wissenschaft und Lehre zu beleuchten und neue Strategien für einen möglichst ‚barrierefreien‘ Textzugang zu finden. Zur Teilnahme an dieser sehr zielorientierten Veranstaltung waren sowohl führende fachwissenschaftliche Editor/innen eingeladen als auch namhafte Vertreter/innen aus dem Archiv , Bibliotheks- und Verlagswesen sowie Spezialist/innen für Fragen zum Urheberrecht und zu modernen Informations- und Editionstechnologien. Gemeinsam wurde zum einen eine Bestandsaufnahme von bereits laufenden Initiativen für einen möglichst optimalen Zugriff auf gedruckte und elektronische Textdarbietungen geleistet, wobei der Blick auch auf die historischen Überlieferungsträger bzw. deren Digitalisate gerichtet war, und zum anderen diskutierte man ausblickhaft die Einrichtung eines internetbasierten ‚Textportals‘ zur Vernetzung aller verfügbaren Textressourcen mitsamt den daran geknüpften Metainformationen rund um die Entstehung und Weiterentwicklung von Editionen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2008
Band 29 in dieser Reihe

Die Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition, eine Vereinigung von Editionsspezialisten aus den deutschsprachigen Ländern, aus Westeuropa und den USA, führt alle zwei Jahre eine internationale Fachtagung durch, die jeweils einem Rahmenthema gewidmet ist. Vom 22. bis 25. Februar 2006 fand die Tagung zum Thema „Autoren und Redaktoren als Editoren“ in Weimar statt. Da die Arbeitsgemeinschaft an einem wissenschaftlichen Diskurs auch jenseits der Germanistik interessiert ist, wurden zusätzlich Editoren aus der Musikwissenschaft und der Philosophiegeschichte eingeladen. Die Tagungsbeiträge sind im vorliegenden Band gesammelt. Einen Schwerpunkt bilden Beiträge zur germanistischen Edition vom Mittelalter bis zur Gegenwart, einen zweiten Beiträge aus der Musikwissenschaft. Im einzelnen werden spezielle Probleme anhand laufender Editionsprojekte erörtert wie auch Modelle von Editionen, die sich erst in der Vorbereitung befinden. Zugleich werden theoretische Aspekte des Rahmenthemas zur Diskussion gestellt, sodass der Band insgesamt eine verlässliche Orientierung über die aktuelle Situation in Editionstheorie und -praxis bereithält.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2009
Band 28 in dieser Reihe

Philologen, vornehmlich Germanisten und Musikwissenschaftler, haben den Zentralbegriff der Editionswissenschaft, die Textkritik, in den Mittelpunkt gestellt. Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte hat sich in diesem Bereich eine Entwicklung vollzogen, verbunden mit neuen Überlegungen und auch nachhaltigen Irritationen. Diskutiert werden die heutige Bedeutung und Funktion der Textkritik an konkreten Beispielen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2007
Band 27 in dieser Reihe

Ästhetische Erfahrung und Edition scheinen wenig miteinander zu tun zu haben. Doch selbst auf einem vermeintlich so sicheren Boden wie der Editionsphilologie trügt dieser Anschein. Ein Editor, der die vielfältige Ästhetik seines Materials ignoriert, kann dem Rezipienten seiner Edition den Blick auf wesentliche Teile des Kunstwerks verstellen. Der Tagungsband versammelt Beiträge von Editoren und Editionswissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen, die die editionstheoretischen und -praktischen Folgen dieses Zusammenhangs sowie seine wissenschaftsgeschichtlichen Aspekte erörtern.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2007
Band 26 in dieser Reihe

Der Sammelband befasst sich mit den sprachgeschichtlichen Aspekten von Texteditionen aus dem Bereich der germanistischen Mediävistik. Dabei wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die im 19. Jahrhundert erarbeiteten sprachwissenschaftlichen Hilfsmittel auf einer stark manipulierten Sprachform basierten, während in jüngerer Zeit die Forderung nach einer Rückbesinnung auf handschriftliche Befunde laut wurde. Die auf ein Baseler Symposion zurückgehenden Beiträge setzen an diesem Punkt an. Berücksichtigt werden auch Nachbardisziplinen wie die Niederlandistik und Romanistik.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2007
Band 25 in dieser Reihe

Der Sammelband dokumentiert die Beiträge der Internationalen Tagung der »Arbeitsgemeinschaft philosophischer Editionen« in Verbindung mit dem Albertus-Magnus-Institut, die vom 21.- 23. 2. 2005 in Bonn stattfand. Editionen philosophischer und literarischer Texte haben nicht nur einen wissenschaftlichen Wert, sondern auch eine kulturelle und politische Bedeutung. Sie sind gleichzeitig Ausdruck einer bestimmten historischen Situation. Mit ihrer Entwicklung geht häufig ein editionsphilologischer oder technischer Wandel einher. Die Beiträge stellen Editionsprojekte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert vor und zeigen deren Wandel und Wirkung.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2006
Band 24 in dieser Reihe

Im 150. Todesjahr von Jeremias Gotthelf begannen die Herausgeber mit der historisch-kritischen Edition seiner nicht-literarischen Schriften, die den ersten Baustein zu einer historisch-kritischen Gesamtausgabe von Gotthelfs Werken bilden. Über das Ziel und mögliche Wege, Gotthelfs Gesamtwerk in seinem historisch-politischen Kontext zu edieren und zu kommentieren, berieten sich die Herausgeber mit erfahrenen Editionsspezialisten und Gotthelf-Forschern. Die hier versammelten Beiträge öffnen Wege zu einem neuen Bild Gotthelfs, in dessen erzählerischem Werk seine Erfahrungen als streitbarer Pfarrer, Schulreformer, Journalist und Kalendermann eingegangen sind.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2005
Band 23 in dieser Reihe

Der Band dokumentiert die auf der Berliner Editionstagung von 2004 lebhaft diskutierten Fragen des Verhältnisses von Überlieferung und Edition, von Handschriftennähe und rekonstruiertem Text. In Überblicks- und Projektbeiträgen vom Althochdeutschen bis zum spätmittelalterlichen Fastnachtspiel werden Fragen der Textkonstitution und des Stellenwerts der Handschriftenzeugnisse erörtert und ein breites Spektrum der anhand des jeweiligen Überlieferungsbefunds zu wählenden Editionstypen aufgefächert. Ergänzend treten Beiträge zu den editorischen Paratexten und zu elektronischen Editionsformen hinzu.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2005
Band 22 in dieser Reihe

Das Phänomen varianter Fassungen spielt in der praktischen Editionsarbeit eine wichtige Rolle, ist aber noch nie systematisch erforscht und dargestellt worden. Die Beiträge des Bandes gehen auf eine Tagung zurück, die sich aus interdisziplinärer und internationaler Perspektive mit der Variante beschäftigt hat. Anhand exemplarischer Beispiele aus zahlreichen Epochen wird das Phänomen theoretisch und praktisch problematisiert.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2004
Band 21 in dieser Reihe

Der Band versammelt Beiträge der IX. Internationalen Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition, die in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft philosophischer Editionen und der Fachgruppe Freie Forschungsinstitute in der Gesellschaft für Musikforschung vom 20. bis 23. Februar 2002 an der RWTH Aachen stattgefunden hat. Drei zentrale Kategorien und Begriffe editorischen Arbeitens, "Autor", "Autorisation" und "Authentizität", werden auf ihre Bedeutung für bestimmte editorische Verfahren und auf ihr gegenseitiges Verhältnis hin befragt. Dies geschieht sowohl in einer Reihe von theoretisch-methodischen Beiträgen, die sich mit den übergreifenden Zusammenhängen des Begriffsfeldes beschäftigen, als auch in Beiträgen, die einzelne Aspekte der Begrifflichkeit und Fallbeispiele bei bestimmten Texten oder Autoren diskutieren.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2004
Band 20 in dieser Reihe

Die Neueinschätzung der Überlieferungssituation bei Shakespeares »King Lear« hat in jüngerer Zeit zahlreiche Einzeleditionen der »Lear«-Fassungen hervorgebracht. Ausgehend von der Überlieferungsproblematik, der Editionsgeschichte und der gegenwärtigen Editionspraxis unternimmt die Studie eine umfassende Neukonzeption der methodologischen Grundlagen zur Fassungsedition bei Shakespeares »King Lear«. Dabei werden in Auseinandersetzung mit den Optionen der anglo-amerikanischen und der neugermanistischen Editionswissenschaft editorische Begrifflichkeiten wie Fassung, Variante und Textfehler erstmals grundlegend für die Edition von Shakespeare-Fassungen systematisiert. Zugleich wird ein diskursiv ausgerichtetes, dialogisches Textsystem entwickelt, das den Nutzer interaktiv in den Editionsprozeß einbindet und Form und Funktion des kritisch edierten Lesetexts neu definiert. Die editionstheoretischen Überlegungen führen zum Entwurf einer Hypermedia-Edition, die sich bei der Konzeption von Lesetext, Navigationsstruktur und Referenzsystem von traditionellen Normen löst.

Bestandteil der Studie ist ein über das Internet zugänglicher elektronischer Teil (www.niemeyer.de/links/link_material.html), der die theoretischen Überlegungen editionspraktisch umsetzt. Der lauffähige Prototyp implementiert zum einen die Schlüsselfunktionen des Hypermedia-Modells. Zum anderen enthält er einen neu edierten, mit Kommentar- und Bildmaterialien versehenen Textabschnitt, der die editorischen Prinzipien veranschaulicht und als Beispieledition genutzt werden kann.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2003
Band 19 in dieser Reihe

Das Münchner Graduiertenkolleg »Textkritik als Grundlage und Methode historischer Wissenschaften« hat Editoren und Texttheoretiker aus den 'klassischen' philologischen Fächern, aus der Geschichts-, Kunst- und Musikwissenschaft sowie der Philosophie zusammengeführt. Die interdisziplinäre Ausrichtung des Kollegs spiegelt sich in den Beiträgen zu diesem Sammelband, der neben texttheoretischen und editionsgeschichtlichen Arbeiten auch kleinere Editionen und Handschriftenstudien enthält. Der Band erscheint aus Anlaß des 65. Geburtstags von Hans Walter Gabler, der von 1996 bis zum Abschluß des Kollegs im Jahre 2002 dessen Sprecher gewesen ist.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2002
Band 18 in dieser Reihe

Der Band versammelt Beiträge einer Tagung der »Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition«, die sich systematisch mit dem Problem der editorischen Behandlung von Übersetzungen beschäftigt hat. Folgende Fragestellungen werden behandelt: Wie sollen Übersetzungen/Übertragungen in einer Edition rubriziert werden? Welche Bedeutung haben Vorlagen für Übersetzungen/Übertragungen für die Textkritik? Welchen Funktion haben heute zweisprachige Editionen?

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2002
Band 17 in dieser Reihe

Anders als bei literarischen Werken liegt bei musikalischen Kompositionen das Ziel nicht in der Niederschrift eines (Noten-)Textes, also nicht in dem, was in einer Edition adäquat wiedergegeben werden kann, sondern in der klingenden Erscheinung. Der Notentext bzw. seine Edition vermittelt zwischen dem Werk und der Aufführung. Musikeditoren wenden sich daher nicht nur an Wissenschaftler, sondern vor allem auch an Musiker. Sie bilden ihr Publikum, dem sie sich verständlich machen müssen. Zu welchen Problemen das bei der Editionsarbeit führen kann und im Bewußtsein der wechselseitigen Verständigungsschwierigkeiten auch führen sollte, ist Thema des Buches. Es enthält die Referate zweier Tagungen, die die Fachgruppe Freie Forschungsinstitute der Gesellschaft für Musikforschung in Verbindung mit dem Staatlichen Institut für Musikforschung in Berlin in den Jahren 1998 und 2000 veranstaltet hat.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2001
Band 16 in dieser Reihe

Das Jubiläumsjahr 1999 gab Anlaß, Leistungen der modernen Goethe-Philologie ebenso zu bilanzieren wie deren künftige Aufgaben in den Blickpunkt zu rücken. Neben die kritische Diskussion der großen Studienausgaben aus Frankfurt und München trat die Orientierung auf eine grundlegende Erneuerung der Weimarer Ausgabe von Goethes Werken als eine der großen Aufgaben der Germanistik. In diesem Konzept nimmt das Goethe- und Schiller-Archiv mit seinen Projekten (Inventarisierung von Goethes Nachlaß, Regestausgabe der an Goethe gerichteten Briefe, Edition von Goethes Tagebüchern und Briefen) eine zentrale Stellung ein.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2000
Band 15 in dieser Reihe

Mit Blick auf das textkritisch ebenso interessante wie problematische Verhältnis von "Text" und "Autor" bieten Kollegiaten des Graduiertenkollegs »Textkritik als Grundlage und Methode historischer Wissenschaften«, München, die Ergebnisse ihres Venedig-Symposiums dar und stellen ihre fachliche und theoretische Kompetenz unter Beweis. Das Spektrum der betrachteten Gegenstände reicht von antiken Inschriften und ein mittelalterliches Autorbewußtsein über musikalische Werke der Renaissance bis hin zu Texten der Gegenwartsliteratur. Editionsgeschichtlich spannt sich der Bogen von den textkritischen Anfängen bei J.J. Bodmer und J. Grimm bis zur textgenetischen Edition der Neuzeit.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1999
Band 14 in dieser Reihe

Der vorliegende Band behandelt Fragen der Theorie und Praxis editionswissenschaftlicher Probleme, mit denen Editoren und Editorinnen in ihrer eigenen Arbeit bzw. als Benutzer kritischer Ausgaben konfrontiert wurden. Darüber hinaus werden allgemeinere Fragen diskutiert, etwa zu linguistischen Problemen beim Edieren, zu Problemen zweisprachiger Ausgaben und Schulausgaben sowie zu wirtschaftlichen Aspekten kritischer Editionen. Ferner beschäftigen sich die Beiträge mit editionswissenschaftlichen Problemen von mündlich vorgetragener performance poetry, mit dem nachlassenden Einfluß der analytischen Bibliographie sowie der Rolle der Editionswissenschaften in der Lehre und das Verhältnis deutscher Anglisten zu Fragen der Theorie und Praxis editionswissenschaftlicher Fragestellungen. Einige der Beiträge wurden auf dem Anglistentag im Rahmen eines Workshops zu »Editorial Problems« in Gießen (September 1997) vorgestellt und diskutiert.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1999
Band 13 in dieser Reihe
Inhalt: Hans Voorbij, The »Cronicon« of Helinand of Froidmont: A Printed Edition in an Electronic Environment. - Martin J. Schubert, Third Maker under Jove. Edition als Produktion am Beispiel Gustav Roethes. - Wernfried Hofmeister, Die Edition als >offenes Buch<: Chancen und Risiken einer Transponierungs-Synopse, exemplarisch dargestellt an der Dichtung »Von des todes gehugede« des sog. Heinrich von Melk. - Rudolf Bentzinger/Bob Duijvestijn/Annegret Haase, Wortbildung und Kontext. Beobachtungen bei der Text- und Glossarherstellung für die DTM-Edition »Der deutsche Malagis«. - Christa Baufeld, Schreibstrategien in einer Sammelhandschrift des 15. Jahrhunderts. - Janny Schenkel, Medieval Miscellanies from the Low Countries in Diplomatic Editions. - Margarete Springeth, Textvarianz und Kontextvariabilität als implikative Kategorien am Beispiel des Nibelungenliedes in Liebhart Scheubels Heldenbuch (Hs k). - Thomas Schmidt-Beste, Die humanistische Staatsmotette: Probleme und Möglichkeiten der Edition alter Musik. - Gerhard Huijing, Textual Variants in Erasmus' Polemics with Edward Lee. - Corry Ridderikhoff, Die »Historia« Emanuel van Meterens der Zensur unterworfen: vom Verbot zur offiziellen Anerkennung. - Henk J.M. Nellen, Confidentiality and Indiscretion: The Intricacies of Publishing Grotius' Correspondence Posthumously. - Gert Vonhoff, Kontextualisierung als Notwendigkeit. Die Edition >ästhetischer Objekte< am Beispiel der Lyrik von Jacob Michael Reinhold Lenz. - Diane Coleman Brandt, Intertextualität bei Personendarstellungen in den Briefen von Therese Huber. - Kristina Hasenpflug, Genetische Spuren im Lesartenapparat. Zur Lyrik Clemens Brentanos. - Rüdiger Nutt-Kofoth, Von Fettflecken und anderen Zufälligkeiten des Manuskriptzustandes. Zu einer Ursache der Exzeptionalität von Annette von Droste-Hülshoffs »Heidebild: Die Steppe«. - Jürgen Hein, Schreibort >Volkstheater<. Editorische Überlegungen am Beispiel Johann Nestroys. Mit zwei Brief-Entwürfen. - Walter Hettche, Von der Allmählichkeit. Schreibprozesse und Erzählprozesse in Adalbert Stifters Prosa. - Peter Jost, Richard Wagners »Tannhäuser«-Bearbeitung für die Pariser Aufführung 1861. - Ulrike Leuschner, Tugend und Form. Marie von Ebner-Eschenbachs aphoristisches Schreiben im Zeit- und Gattungsbezug. - Marita Mathijsen, De mortuis nil nisi bene. The Influence of Romantic Friendship on the Genesis of Some Nineteenth-Century Publications. - Andreas Thomasberger, Textproduktion im Kontext von Poetologie und Thematik, mit Beispielen aus der Lyrik Hugo von Hofmannsthals. - Hermann Zwerschina, Angepaßtes Schreiben? Zu den Wechselwirkungen zwischen Georg Trakl und dem Herausgeber der Zeitschrift »Der Brenner«. - Wieneke 't Hoen, Flämisch und Niederländisch: Willem Elsschot auf der Suche nach einer >klassischen< Redewendung. - Sigurd Paul Scheichl, Fassungen bei Karl Kraus als Reflex des Ersten Weltkriegs - Untergang der Welt durch schwarze Magie. - Jan Bürger, »Immer wieder weist man auf Joyce hin...«. Wie entstehen Entstehungsgeschichten? Thesen über Probleme eines editionsphilologischen Genres. - Gregor Ackermann/Gunther Nickel, Defizite der Kontextvermittlung in Editionen literarischer Publizistik. - Peter de Bruijn, »Zwischen Biographismus und Biographobie.« Die historisch-kritische Ausgabe der Gedichte Gerrit Achterbergs (1905-1962). - Winfried Woesler, Dürrenmatt und Brecht. Schreiben im Schatten eines anderen. - Klaus Kanzog, Baustein, Kontext, Intertextualität. Zur Beziehung von Eigen- und Fremdtext als typologisches und editorisches Problem. - Peter Robinson, Digital Manuscripts and Electronic Publishing.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1999
Band 12 in dieser Reihe

Der vorliegende Band präsentiert eine breite Palette von elektronischen Editionsformen und möglichen Computer-Systemen für die Editionsarbeit. Beiträge zu elektronischen Standardisierungen (SGML, TEI, Metadata) und allgemeinen Problemen (Urheberrecht) bei elektronischen Publikationen führen in die Thematik ein. Fallstudien veranschaulichen aktuelle Entwicklungen im Bereich elektronische Edition, und einzelne Essays zu den Aspekten Edition, Publikation und Archivierung, die vom Gesamtkomplex "computergestützte Text-Edition" heuristisch getrennt sind, beschließen den Band.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1998
Band 11 in dieser Reihe

In den Beiträgen namhafter Editoren wird zum einen nach dem Verhältnis von Philologie und Philosophie gefragt: nach der Möglichkeit ihrer inneren Einheit, einer philologischen Erkenntnis und Wahrheit, kurz nach einer Philosophie der Philologie. Neben den editionstheoretischen, methodologischen und hermeneutischen Untersuchungen werden neuere Tendenzen der Editionstheorie und -praxis wie die Édition génétique und die New Philology diskutiert. Schließlich wird über die zunehmend wichtiger werdenden editionspraktischen und -pragmatischen Fragen wie Editionsförderung, elektronische Edition und damit zusammenhängende urheberrechtliche Fragen informiert.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1998
Band 10 in dieser Reihe

Der Band dokumentiert die Beiträge eines internationalen Symposiums, das sich die Klärung und praktische Umsetzung textgenetischer Editionskonzepte zum Ziel setzte. Einen gewichtigen Schwerpunkt in den hier versammelten Aufsätzen bildet die Gegenüberstellung der in Frankreich konzipierten "Critique Génétique" mit Sehweisen der im deutschsprachigen Raum entwickelten Textgenetik. Daneben werden einzelne Editionen nach ihrer textgenetischen Ausrichtung befragt, Einzelprobleme textgenetischer Darstellung diskutiert und Möglichkeiten des Einsatzes elektronischer Datenverarbeitung geprüft. Trotz des hohen Anteils editionsspezifischer Fragen erschließt der Sammelband nicht nur künftigen Herausgebern einen wichtigen Bereich editorischer Tätigkeit, sondern eröffnet auch den nicht mit Editionen befaßten Literaturwissenschaftlern neue Dimensionen der Textbetrachtung.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1997
Band 9 in dieser Reihe

Der Sammelband präsentiert die Ergebnisse einer Tagung von germanistischen Editoren in Graz, die sich mit dem Phänomen "Quelle" und dessen irisierenden Facetten vom kaum greifbaren Impulsgeber bis zur unmittelbaren Vorlage eines Textes befaßten und ihr besonderes Augenmerk auf die Auswirkungen von solchen Quellen auf die editorische Bearbeitung von Texten legten. In breiter Streuung quer durch das germanistische Fachgebiet - sowohl zeitlich als auch die behandelten Textsorten betreffend (von mittelalterlichen Urkunden bis zum Gegenwartsroman) - wird der Konnex von Quelle, Text und Edition an Beispielen aus der aktuellen germanistischen Editionspraxis demonstriert.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1997
Band 8 in dieser Reihe

Die Philologie, im engeren Sinn verstanden als Textkritik, ist in den neusprachlichen Fächern zu einer so hochspezialisierten Tätigkeit geworden, daß sie seit längerer Zeit der weiteren Fachwelt kaum noch methodologische Impulse gegeben hat. Dies hat sich mit der Propagierung einer sogenannten 'New Philology' zu Beginn der 90er Jahre schlagartig geändert, die Textkritik auf Texttheorie und Textgeschichte bezieht. Der Band vereinigt die Ergebnisse eines internationalen Kolloquiums an der Universität Jena (19.-21.10.1995), bei dem Romanisten und Germanisten, Linguisten und Literaturwissenschaftler die Thesen der 'New Philology' kritisch prüften mit dem Ziel, den Dialog der verschiedenen Teildisziplinen wieder in Gang zu bringen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1995
Band 7 in dieser Reihe

Der Band enthält die autor- und problembezogenen Referate der Weimarer Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition über die Herausgabe von autobiographischen Schriften und Zeugnissen zur Biographie. Germanisten und Historiker aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Italien und Frankreich zogen eine Bilanz für laufende Editionsunternehmungen und erörterten theoretische und gattungsspezifische Probleme der Editionsphilologie. So entstand ein Sammelwerk, das Zeugnis ablegt vom aktuellen interdisziplinären theoretischen Standard der Edition einschlägiger Textsorten und gleichermaßen Auskunft gibt über autor- und textsortenspezifische Bearbeitungsprobleme. Überdies enthält der Band reichhaltige Informationen zum praktischen Arbeitsstand zahlreicher historisch-kritischer Editionen von Tagebüchern, Briefen und autobiographischen Zeugnissen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1994
Band 6 in dieser Reihe

Der Band dokumentiert die Ergebnisse der VI. Internationalen Fachtagung der »Arbeitsgemeinschaft philosophischer Editionen«, die im Juni 1992 in der Akademie der Wissenschaften in Berlin stattfand. Die Beiträge behandeln folgende Fragen: Erwartungen an und Wirkungen von Editionen allgemein und konkretisiert an Beispielen (Spinoza, Leibniz, Wittgenstein, Heidegger); neuere Tendenzen in der philosophischen, altphilosophischen und germanistischen Edition; Probleme philosophischer Nachlässe; Computer-Einsatz und EDV-Funktionen für Editionen. Abgedruckt werden auch die Arbeitsberichte der Kommissionen der Arbeitsgemeinschaft.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1993
Band 5 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1993
Band 4 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1992
Band 3 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1991
Band 2 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1991
Band 1 in dieser Reihe
Heruntergeladen am 10.1.2026 von https://www.degruyterbrill.com/serial/edi%20beih-b/html?lang=de
Button zum nach oben scrollen