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Dauerschwingfestigkeit bei spanend bearbeiteten Bauteilen

Herrn Prof. Dr.-Ing. H. Zenner zum 70. Geburtstag gewidmet
  • Udo Kleemann
Published/Copyright: May 26, 2013
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Kurzfassung

Die Berechnung der Schwingfestigkeit hat in den letzten Jahren für die Bauteilentwicklung an Bedeutung gewonnen. Der heutige Stand im technischen Regelwerk zum Oberflächeneinfluss basiert auf einem Kenntnisstand, der 50 Jahre zurückliegt und damit den mit modernen Fertigungsverfahren erzeugten Zustand der Randschicht nicht ausreichend berücksichtigt.

Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass der Einfluss der Oberfläche auf die Schwingfestigkeit nur beschreibbar ist, wenn der Eigenspannungszustand berücksichtigt wird. Es wird ein Konzept vorgeschlagen und verifiziert, mit dem die Dauerfestigkeit zutreffend berechnet werden kann, wenn die statische Festigkeit, die Eigenspannungen und die Oberflächentopographie bekannt sind. Ein Vorschlag für die Abschätzung des Eigenspannungsfaktors mit der Schubspannungsintensitätshypothese (SIH), bei ungünstigem Eigenspannungszustand, liefert gute Ergebnisse.

Abstract

For the development of structural components, the importance of calculating the fatigue strength has steadily increased during recent years. The current state of the art in the catalog of technical rules on surface effects is based on results which were obtained 50 years ago. They aren't to be able to describe the current state of the surface layer which is manufactured by modern production processes.

The present investigation shows, that the acknowledgement of the residual stress state is required for description of the influence of the machined surface to the fatigue strength. A concept is proposed and verified, for accurately calculating the fatigue strength, provided that the static strength, the surface topography and the residual stresses are known. A proposal for estimation the residual stress factor for adverse residual stress state by the shear stress intensity hypothesis (SIH), delivers good results.


Dr.-Ing. Udo Kleemann, geb. 1969, studierte Allgemeinen Maschinenbau an der TU Clausthal mit der Vertiefungsrichtung Betriebsfestigkeit. Von 2001 bis 2006 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit der TU Clausthal. Seit 2006 ist er als Entwicklungsingenieur bei der Robert Bosch GmbH in Schwieberdingen beschäftigt. Im Jahr 2007 promovierte er an der TU Clausthal.


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Online erschienen: 2013-05-26
Erschienen im Druck: 2008-07-01

© 2008, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 5.3.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/120.100901/html
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