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Toleranzausgleichselemente für eine justagefreie Montage

Messen – Ausgleichselement herstellen – Montieren
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Published/Copyright: April 19, 2017

Kurzfassung

Bauteile mit geometrisch abhängigen Funktionen setzen klassisch einen Justageprozess voraus, da nur eine im Toleranzfeld befindliche Ausrichtung die Funktionserfüllung sicherstellt. Dieser iterative Prozess aus Einstellen und Messen bedarf besonders in der variantenreichen Kleinserie von Fahrzeugen eines enorm hohen manuellen Zeitaufwands, da investitionsintensive und hochpräzise Fertigungsmittel zur Vermeidung großer Toleranzen aus wirtschaftlichen Gründen nicht angeschafft werden können. Ein innovativer Ansatz zur Substitution des Justageprozesses liegt in der Anwendung von Toleranzausgleichselementen, welche bauteilindividuell auf Basis von optischen Toleranzvermessungen hergestellt werden. Eingesetzt in einen speziell dafür entwickelten Anbindungsmechanismus können die Bauteile mithilfe dieser Ausgleichselemente in nur einem Schritt in die gewünschte Ausrichtung gebracht werden.

Abstract

Components with geometrically dependent functionsgenerally require an adjustment process, since only an alignment within the tolerance field ensures the fulfillment of the function. This iterative process from setting up and measuring requires – especially in a variant rich small series production of vehicles – an enormously high manual time expenditure, as investmentintensive and high-precision manufacturing tools to reduce high tolerances cannot be acquired for economic reasons. An innovative approach to substitute the adjustment process lies in the application of tolerance compensation elements which are produced individually on the basis of optical tolerance measurements. Used in a specially designed connection mechanism, the components can be brought into the desired orientation with the aid of these compensating elements in only one step.


Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker M.B.A, geb. 1976, studierte Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Fertigungstechnik und promovierte 2004 am Lehrstuhl für Produktionssystematik des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen. Zwischen 2004 und 2006 war er Oberingenieur für den Bereich Produktionsmanagement ebendort. Nach einer Tätigkeit als Geschäftsführer eines mittelständischen Automobilzulieferers war er von 2009 bis 2014 Inhaber des Lehrstuhls für Produktionsmanagement am WZL der RWTH Aachen. Seit 2014 ist er Leiter des Lehrstuhls Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen.

Dipl.-Ing. Kai Kreisköther, geb. 1985, studierte Maschinenbau mit der Fachrichtung Produktions technik an der RWTH Aachen. Von 2011 bis 2014 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Produktionssystematik am WZL der RWTH Aachen. Von 2014 bis 2016 war er Gruppenleiter der Gruppe Electric Powertrain des Lehrstuhls Production Engineering of E-Mobility Components der RWTH Aachen. Seit 2016 ist er dort als Oberingenieur für die Themen Electric Powertrain, Montage und automatisierte Sonderfahrzeuge zuständig.

Johannes Wagner, M.Sc. M.Sc., geb. 1986, studierte in Aachen und Peking Wirtschaftsingenieurwesen. Nach Tätigkeiten in der Industrie und einer Unternehmensberatung ist er heute Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components sowie am Lehrstuhl für Produktionssystematik des Werkzeugmaschinenlabors der RWTH Aachen und leitet dort die Gruppe Montage.

Alexander Hoffmann, M.Sc., geb. 1988, studierte Maschinenbau mit der Fachrichtung Produktionstechnik an der RWTH Aachen. Seit 2015 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components der RWTH Aachen.


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Online erschienen: 2017-04-19
Erschienen im Druck: 2016-11-28

© 2016, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 21.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/104.111618/html
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