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Simulation und Optimierung der doppelspindligen Fräsbearbeitung

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Published/Copyright: March 21, 2017

Kurzfassung

Zur Steigerung der Produktivität kommen zunehmend mehrspindlige Fräsbearbeitungszentren zum Einsatz. Allerdings ist die prozessstabil umsetzbare Zerspanleistung dieser Maschinensysteme pro Spindel geringer als bei konventionellen Maschinen mit nur einer Spindel. Durch die Kenntnis der Stabilitätsgrenzen für unterschiedliche Kombinationen der Prozessparameter lässt sich ein großes Potenzial zur Ausschöpfung von Produktivitätsreserven erschließen. In diesem Beitrag wird eine Methode zur Vorhersage der Stabilitätsgrenzen vorgestellt und diskutiert.

Abstract

To increase productivity, more and more multi-spindle milling centres are used. However material removal rate per spindle is lower than the rate of conventional machines with only one spindle, because of regenerative chattering effects. By knowing the stability limits for different process parameter combinations, a huge potential to increase productivity can be tapped. In this paper, a method to predict the stability limits of double-spindle-machines is presented and discussed.


Prof. Dr.-Ing. Christian Brecher, geb. 1969, schloss 1995 sein Maschinenbaustudium an der RWTH Aachen ab. Nach dem Studium arbeitete er von 1995 bis 2001 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberingenieur der Abteilung Maschinentechnik am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen und promovierte dort an der Fakultät für Maschinenwesen. Nach ca. dreijähriger Tätigkeit in der Werkzeugmaschinenindustrie wurde er im Januar 2004 zum Universitätsprofessor für das Fach Werkzeugmaschinen der RWTH Aachen und Mitglied des Direktoriums von WZL und IPT (Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie) ernannt. Zu seinen Schwerpunkten gehören Maschinen-, Getriebe- und Steuerungstechnik.

Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.Ing. Alexander Epple, geb. 1984, studierte Maschinenbau an der RWTH Aachen. Seit April 2012 ist er am WZL der RWTH Aachen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe „Konstruktion und Berechnung von Produktionsanlagen“ tätig. Alexander Epple beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Simulation und Optimierung des dynamischen Verhaltens von Werkzeugmaschinen, insbesondere mit der Möglichkeit der Prozessstabilisierung durch aktive Drehzahlvariation.

Dipl.-Ing. Stephan Bäumler, geb. 1981, studierte Maschinenbau an der RWTH Aachen. Seit November 2007 ist Stephan Bäumler am WZL der RWTH Aachen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Von 2008 bis 2010 leitete er die Gruppe „Maschinenuntersuchung und Beurteilung“ am WZL: Seit 2011 arbeitet Bäumler als Oberingenieur am Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen der RWTH Aachen.

MSc. Yuri Trofimov, geb. 1983, studierte Maschinenbau an der Woronescher Technischen Hochschule in Russland. Im Zeitraum von 2004 bis 2007 studierte er Maschinenbau an der RWTH Aachen. Seit März 2007 war er am WZL der RWTH Aachen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe „Maschinenuntersuchung und Beurteilung“ am Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen tätig. Seit März 2012 ist Trofimov Leiter von Turn-Key Projekten bei der Firma Chiron Werke GmbH & Co. KG (Tuttlingen).


References

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Online erschienen: 2017-03-21
Erschienen im Druck: 2013-08-18

© 2013, Carl Hanser Verlag, München

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